Externes Netzteil im 19 Zoll Format

von Witchcraft, 16.05.06.

  1. Witchcraft

    Witchcraft Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.05.06   #1
    Ich möchte einem meiner Mischpulte ein neues Netzteil im 19 Zoll Format verpassen,
    da es von Haus aus nur über ein externes Tischnetzteil verfügt (HK-Target 244+5).
    Die Vorgaben sind recht einfach:
    Primär 230 Volt AC, Sekundär 18 Volt AC, 7 Amp.
    Natürlich sollte das in der Form stabilisiert sein, das die Ausgangsspannung auch noch zur Verfügung steht, wenn die Netzspannung auch mal unter 220 Volt abfällt (ich sag' nur Stadtfestbühnen :rolleyes: )

    Nun habe ich auf der Suche nach entsprechenden Bauteilen die üblichen Verdächtigen im Net schon abgegraßt, nur leider finde ich nicht den passenden Trafo.

    Hat jemand einen Tipp für mich und vielleicht auch noch den passenden Schaltplan für die Stabilisierung in der Schublade ? ;)
     
  2. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.05.06   #2
    Als Trafo würde ich dir in der einstreuempfindlichen Musikelektronik immer die etwas teureren Ringkerntrafos empfehlen. (www.reichelt.de etc.)
    Schaltungen findest du im Google bei Bildersuche nach 'power supply schematics'.
    Um die von dir skizzierten Spannungsschwankungen sicher aufzufangen, ist eine ausreichend dimensionierte Siebkette nützlich (Das ist der dicke Elko hinter dem Gleichrichter).


    Edit: Ok, jetzt hab ich mal meinen eigenen Tip bei Google versucht, da wird man ja erschlagen ;) Sieh mal hier, das ist was einfaches.
     
  3. Witchcraft

    Witchcraft Threadersteller Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.05.06   #3
    Schonmal vielen Dank ;)
    Allerdings brauch' ich keinen Gleichrichter, da ich mit 18 Volt AC ins Pult muß.
    Heißt das evt. das die Stabilisierung schon im Pult sitzt ?
     
  4. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.05.06   #4
    Ups, jetzt muß ich doch einen neuen Post aufmachen, du willst stabilisierte Wechselspannung? Das ist nicht ganz so einfach.

    Edit: Jetzt haben wir gedoppelt:

    Ja, die Gleichrichtung UND Stabilisierung ist im Pult. Das wird heute auch bei den meiste Effekten so gemacht. Nur, wenn du primärseitige Spannungsschwankungen sekundärseitig ausgleichen willst, brauchst du einen Spannungskonstanter, das ist meistens wesentlich mehr Aufwand als eine Gleichspannungs-Stabilisierung.
     
  5. LennyNero

    LennyNero HCA Gitarre: Racks & MIDI Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.05.06   #5
    http://www.multipcb.de/ger/sites/indukt/index.html


    EDIT: achja, und um die Spannung zu stabiliseren... ein Furman Power Stabilisator vor deinem Trafo waere imho ein moeglicher weg, bzw. auch eine Moeglichkeit das restliche Equipment zu schuezten (und mit genuegend Saft zu versorgen).
     
  6. Witchcraft

    Witchcraft Threadersteller Ex-Mod Ex-Moderator

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    Erstellt: 16.05.06   #6
    Stabilisierte Wechselspannung:
    Das würde also imo bedeuten das der Trafo in der Lage sein muß, mehr als die geforderten 18 Volt zu liefern ? Bei 230 Volt Netzspannung wird also von einer Schaltung, welche das Verhältnis von Ein- und Ausgang kontrolliert, heruntergeregelt und bei primärem Spannungsabfall entsprechend "aufgemacht".
     
  7. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.05.06   #7
    Wegen des hohen Aufwandes wird Wechselspannungsstabilisierung heute nur noch sehr selten betrieben, zumal von den meisten E-Werken ja eh kaum noch Schwankungen zu erwarten sind.
    Üblicherweise wird auf der Kleinspannungsseite erst im Gleichstromkreis stabilisiert (in deinem Fall geschieht das im Gerät), weil das mit geeigneten IC's recht easy ist. Spannungsschwankungen (hauptsächlich durch Belastung hervorgerufen, nicht durch Schwankung der Netzversorgung) können mit großen Pufferelkos ausgeglichen werden. Vllt vermutest du nur, daß Primärschwankungen sich in deinem Pult auswirken (das könnte sein, wenn die eingebaute Stabilisierung nur auf Brummfreiheit, nicht aber auf große Schwankungen optimiert ist). Herausfinden läßt sich so etwas mit einer regelbaren Wechselspannung (Regeltrafo) die du von der Sollspannung (18V) langsam runterregelst und beobachtest, was soundmäßig dabei im Pult abgeht.

    Spannungskonstanthalter sind in entsprechend empfindlichen Industrieanlagen in großem Stil am Netz, meist als 19"-Schränke! In den 70ern wurde in der E-Technik auch eine Schaltung mit LDR angeboten, da das aber seitdem so gut wie niemand mehr braucht, weiß ich gar nicht, ob es sowas noch zu kaufen gibt.
     
  8. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #8
    Ich schätze mal, das ist ein analoges Pult.
    Da würde ich sagen, kannst du dir den Aufwand komplett sparen. Nimm ein ein- oder zweistufiges Netzfilter (Stromkompensierte Drossel, Stabkerndrossel, paar Folien Cs und einen Varistor) sowie einen Trafo mit 18V oder etwas mehr und dann passt das!

    Grund: Das Ding will 18V AC um sich +-15V DC draus zu bauen sowie über eine Kaskade die 45V. 18V AC geben einen Scheitelwert von 25,4 V, dann gehen die Diodenspannungen und der Spannungsabfall am Linearregler drauf, insg. ca. 4V Somit sind noch 6V Reserve für die Siebung und das reicht normal locker, auch wenn die Spannung mal auf 200V abkracht.

    So eine 'buck & boost' Schaltung wie dir vorschwebt hat eine USV, aber die machen so viel EMV Dreck, dass ich sie für Audio Zeug niemals hernehmen würde.
     
  9. Uli

    Uli Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.05.06   #9
    Ich schätze, wenn er da nicht im Thema ist, wirst du ihm das näher erläutern müssen :rolleyes:
    Falls es doch mal tiefer geht, könnte man ja auch überlegen, ob man den Festspannungsregler (der ja eh eine Eingangsbegrenzung hat) von vorne herein mit 20V anbläst. Müßte nur die Kühlung ausreichend sein, denn aus den 2V macht er ja nur Wärme. Einzig die DC/DC-Wandler für die Phantomspg. sind ziemlich zickig mit ihrem Eingang und hören afair sofort ganz auf, wenn die (geringe) Eingangstoleranz unterschritten wird.
    Sind da Schaltregler drin oder was schwingt da?
     
  10. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #10
    Es gibt auch Kaltgerätebuchsen mit eingebauter Sicherung und eingebautem Netzfilter. Wäre wohl am geschicktesten
    Der Spannungsregler macht aus der kompletten Differenz Wärme. Wenn man also die Eingangsspannung hochschraubt, muss der ungleich mehr Leistung verbraten. Aber auf Unterspannung reagieren die normal recht gelassen. Wie es mit der Phantomspeisung ausschaut weis ich nicht, aber Schaltregler sind normal da auch recht tolerant.

    Ach, und Trafos findet man an jeder ecke, einfach einen nehmen (Ringkern) mit 2x9V, z.B. vom Reichelt und den 20-30% Überdimensionieren!
    Logisch, in einer USV sind Schaltregler vom feinsten, und zwar auf Effizienz getrimmt, nicht auf EMV. Die billigen USV geben nicht mal einen Sinus aus, sondern ein Trapez oder mehrere Treppenstufen... Das bedeutet Dreck ohne Ende...
     
  11. lini

    lini HCA PA-Praxis & LS-Selbstbau HCA

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    Erstellt: 16.05.06   #11
    Danke für die Infos über die USV. Ich wollte mir eigentlich eine für meine gelegentlichen Außeneinsätze besorgen, bei denen meist ein Agregat für Saft sorgt. Was für eine (mal unabhängig von der Last) sollte ich denn da verwenden?
     
  12. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.06   #12
    Zu USVs gibt's ein paar Sachen anzumerken:

    a) IMMER laufen lassen! Ich war mal ein Jahr in den USA und hatte deswegen meine (Computer) USV für 2x6 Monate aus, nur dazwischen mal 14 Tage am laufen. Die Akkus haben das nicht überlebt! Bei sowas zumindest intern die Batterien abstecken und mind. alle 2 Monate mal laufen lassen.
    b) Unbedingt eine mit Sinusausgang und Buck&Boost (falls es eine 'line-interactive' wird)
    c) ob jetzt eine 'line interactive' oder ein Dauerwandler ist eine gute Frage: Bei der 'Line interactive' hast du das Problem, dass wenn die dauernd anspringen muss, weil bei jedem 5. Bassschlag die Spannung zusammenkracht, das Relais nicht lange hält, das umschaltet. Dafür würde da nur ein Trafo die ganze Zeit dazwischen hängen und kein störender Schaltregler. Bei den Dauerwandlern hast du halt das Problem, dass da ein schönes Störspektrum mit raus kommt, was dir unter Umständen in die Micros reindreckt... Aber bei Aggregatversorgung wäre ein Dauerwandler vermutlich schon besser!
    d) Nicht die Billigste kaufen! Gibt viel Schrott bei Conrad & co. und der ist zwar billig, aber manchmal sind die Akkus nichtmal dabei und man braucht spezielle. Dafür war meine USV einmal teuer, aber die Akkus für die 1500VA USV kosten zum nachkaufen 40€! (und das egal ob bei Reichelt oder beim Hersteller).

    Ich hab eine von der MT Serie von Effekta http://www.effekta.de/portal/index.php?option=com_content&task=category&sectionid=4&id=13&Itemid=50
    Mal abgesehen davon, dass alle 30 sec. mal der Lüfter anspringt macht die seit Jahren fehlerfrei ihren Dienst (jetzt mit den zweiten Akkus).
    Ruf die doch einfach mal an und frag nach, ob das EMV Probleme geben könnte...

    Edit: Bin immernnoch am überlegen ob eine 'line interactive' oder ein Dauerwandler besser ist. Bei einer Line Interactive dürfte das Relais ein knacksen in der Musik verursachen, der Dauerwandler haut dir vielleicht permanent Störgeräusche rein. Meine Herangehensweise: Hersteller kontaktieren und sich einen Dauerwandler zur Probe schicken lassen. Dann mal kreuz und Quer Pult, analoge Effektkisten, etc. dran, noch ein Multicore dazwischen, paar Mics drin, Gain voll hoch und schauen, ob man Störgeräusche hat. Wenn nicht, behalten...
     
  13. lini

    lini HCA PA-Praxis & LS-Selbstbau HCA

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    Erstellt: 17.05.06   #13
    Danke für die Tips! Ich hatte vorallem mit meinem CD-Player beim letzten Einsatz so meine Probleme. Der stieg doch ganz gerne ab und zu mal aus. Der Rest (Mixer und Amp) sind da doch um einiges unempfindlicher. Ich hatte zum Glück noch nen Discman samt Ladegerät dabei und die Akkus im Discman haben die Spannungsschwankungen ganz gut ausgeglichen.
     
  14. lemursh

    lemursh Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 20.05.06   #14
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