falsche technik, untrainierte bruststimme oder was???

von piepsi, 11.03.08.

  1. piepsi

    piepsi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.08   #1
    hallo ihr lieben,

    ich hab inzwischen bei dieser musicalschule angefangen und gestern bei der probe ging es um bruststimme. jetzt alleine hab ich das nochmal versucht und ahhhhhhhhhhhh was is das?????????
    folgendes: wenn ich, wie gestern besprochen die töne "nach unten denke", also so aus dem brustkorb heraus (kanns nicht erklären) sehr bald, also bei nicht besonders hohen tönen fängt meine stimme an, sich zu überschlagen, also wie bei jungs im stimmbruch manchmal. was is das denn bitte???????? ich bin total erschrocken!!!! ich habe bei der technik auch nicht das gefühl, dass ich meine stimme gut kontrollieren/steuern kann. und in dem moment, wo es anfängt, sich zu überschlagen ikst alle kontrolle weg, da kann ich den ton gar nciht mehr halten. das einzige, was wahnsinn ist, wie laut das plötzlich ist!
    mach ich da jetzt komplett was falsch oder ist das, weil ich nie mit so einer technik vorher gesungehn habe oder was???

    also bitte bitte mal eine ferndiagnose. ich habe erst am montag wieder probe und will nicht bis dahin was total schlimmes machen oder so :)

    liebe grüße
     
  2. erdbeer-shisha

    erdbeer-shisha Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.08   #2
    ein bisschen stützen,fräulein :D

    gewürzt mit einer engführung der Stimme in die "maske",sodass die nase vibriert...und schwups hickst der Ton nicht mehr weg ;)
     
  3. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 11.03.08   #3
    Hallo Piepsi !

    Ferndiagnosen sind immer heikel. Ich hab auch nicht so 100%ig verstanden, was Du tust. Aber tiefe Töne denkt man eigentlich nicht nach unten, sondern eher nach oben, eigentlich sogar richtig in die Maske und wenn sie richtig tief sind, darf man sogar die in der Höhe verpönte "Lächelstellung" verwenden, weil tiefe Töne einen besonders guten Vordersitz brauchen. Natürlich müssen sie genauso gestützt werden wie die hohen. So hab ich es jedenfalls gelernt, und so komme ich als hoher Mezzo/Sopran mühelos bis zum großen H.
    Was Du da machst bzw. machen sollst, ist mir nicht so ganz klar.
    Kannst Du es vielleicht noch etwas präzisieren ??
    schöne Grüße
    Bell
     
  4. piepsi

    piepsi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.03.08   #4
    hm ich kanns versuchen. es geht darum, dass wir nicht so schnell alles mit kopfstimme singen sollen. wir sollen belten. ich habe aber schon total mühe, das "normale" A in bruststimme zu singe, da überschlägt es sich fast. also ist das dann eine frage des trainings, weil ich bis jezt alles nur in zaghafter kopfstimme gesungen habe oder ist einfach meine stimme nicht zu so einer technik fähig?
     
  5. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 11.03.08   #5
    Oh weia ! Das geht doch nicht auf Kommando. Abgesehen davon, dass sich nicht jede Stimme gleich gut zum Belten eignet. Wie wird denn diese Anweisung "Ihr sollt belten" praktisch umgesetzt ?

    Du hast bisher wahrscheinlich selten in der mixed voice gesungen, d.h. wenig vollstimmig, anders ausgedrückt: mit weniger Bruststimmanteil. Natürlich kann man das trainieren. Aber Du brauchst Geduld und eine behutsame und fachkundige Anleitung. Belting ist in erster Linie etwas für robustere Stimmen - aber wenn Du jetzt einfach nur die Bruststimme endlos hochschreist, überlebt das sogar eine robuste Stimme nicht allzu lange unbeschadet.
    schöne Grüße
    Bell
     
  6. moniaqua

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    Erstellt: 11.03.08   #6
    Mal ne andere Frage:
    Wie fuehlst Du Dich denn dabei/danach? Irgendwelche Probleme im Hals, Halsweh, Heiserkeit?
     
  7. Bell

    Bell HCA Gesang HCA

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    Erstellt: 12.03.08   #7
    Hallo !
    Was ich gestern noch vergessen habe zu schreiben: Belting braucht eine sehr gute Atemverankerung, sprich Stütze. Ohne die geht gar nichts ! Über den Sinn und Zweck isoliereter Atemübungen mag man streiten, aber ich habe damit eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht - zumindest bei Leuten, die anfangs ihre Stimme nicht so richtig mit dem Atem verbinden konnten; das hat sich durch Atemübungen meist schon sehr verbessert. Und Atemübungen sind sozusagen das Anfangskapitel beim Belting.
    Ich hab mir deine postings noch einmal durchgelesen und nehme an, dass Du, um in die Bruststimme zu kommen bzw. sie zu finden, "zuviel gemacht" hast, sprich zuviel Druck auf die Stimme ausgeübt hast, zu vollstimmig gesungen hast. Meiner Meinung nach ist das der falsche Weg.
    Was habt Ihr denn für einen Unterricht in der Musicalschule ? Nur Gruppenunterricht ? Gibt es auch Einzelcoaching ? Ich würde unbedingt darauf achten, dass Du nicht dazu gebracht werden sollst, einfach nur die Bruststimme hochzuschreien. Würde mich allerdings wundern, wenn es so wäre, denn das macht man heutzutage nicht mehr.
    schöne Grüße
    Bell
     
  8. Tanita

    Tanita Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #8
    Huhu,

    wenn ich mich richtig erinnere, haben wir die gleiche Ausgangssituation, d. h. Sopranstimme, Kopfstimme ist da und funktioniert gut, aber wenn man versucht länger als einem lieb ist in der Bruststimme zu bleiben, dann schnappt die Stimme weg? (Weil man zu sehr nachdenkt, in welchem Register man singt, weil man unsicher ist, zu viel drückt, undundund...)

    Kenn ich geht/ging (?) mir genauso. Da sind meine GL und ich schon ewig dran am bauen.

    Was bei mir einen gewissen Schnackeleffekt gebracht hat waren folgende Sachen:

    - Net drüber nachdenken, welches Register das nun ist, wo der Bruch ist und ob man alles richtig macht - einfach singen.
    - Den Ton nicht weit in den Raum singen (das ist ja ein beliebtes Bild), sondern den Ton ganz tief in den Körper reinsingen. (Ich stelle mir dann gerne eine Tonsäule vor, die bis runter auf die Erde geht.)
    - Vorstellung dass man eine gaaaanz tiefe, warme Stimme hat.

    Letztlich habe ich mich auch dabei ertappt, dass ich versucht habe, die Bruststimme durch höheren Druck nach oben zu singen, dass die Stimme sich dann überschlägt, ist logisch.

    Das Schnappen in der Stimme kam bei mir allerdings auch ganz oft dadurch, dass ich paradoxerweise in tieferen Lagen in die Kopfstimme gewechselt bin, weil ich mich in dem Register wohler fühle. Das soll wohl bei Sopränchen öfter mal passieren, sagt meine Lehrerin.

    edit zum besseren Verständnis: mit "Töne in den Körper reinsingen" meine ich nicht, dass man sich die Töne selber tiefer vorstellen soll, sondern dass man insgesamt mehr Tiefe in die Stimme reindenkt.

    War das jetzt besser beschrieben? Gar nich so einfach.
     
  9. piepsi

    piepsi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #9
    ich danke euch für die zahlreichen antworten!
    also ich kann es kaum erwarten bis montag, das ganze lässt mich nicht in ruhe, ich will das nochmal besprechen!!!
    was das wohlfühlen angeht...hm naja, nicht allzu doll. es ist komplett ungewohnt irgendwie. wenn die töne selbst sehr tief sind ist es angenehm, aber sobald es ein wenig höher wird macht es mir mühe. ich habe mich aber mal beobachtet und im internet nachgelesen. ich singe echt nur in kopfstimme. mir hat ja nie jemand gesagt, wie man singt, also nehme ich an, ich habe mir das so angewöhnt über die jahre.
    dann habe ich mich mal aufgenommen mit der herkömmlichen technik und mit der anderen und toll ist auf alle fälle, dass das verhauchte in meiner stimme dadurch weg ist! es klingt voller und lauter. das ist also schon mal was gutes. allerdings strengt es mich echt an, so zu singen und wie gesagt, sehr bald rutscht mir die stimme weg.
    leider weiß ich noch nicht, wo/wie ich die mittelstimme finde. die sollte sich dann vllt anschließen. stattdessen rutsche ich aber sofort in die kopfstimme und dieser unterscjhied ist so deutlich zu hören. da wird meine stimme dann schlagartig dünn und verhaucht.

    das "wir sollen belten" ist ein bisschen krass ausgedrückt. wir solen das in der zukunft vllt können. unsere lehrerin hat sich aber nicht hingestellt und gemeint, bis nächste woche bringen wir das! sie sagte nur, wir sollen versuchen in der bruststimme zu bleiben, aber ab A geht das bei mir nicht mehr. wenn das nur training ist ok, wenn es aber vllt meine natürliche grenze ist will ich nicht versuchen, das zu pushen. es ist schon total anstrengend und es fühlt sich bisschen komisch an im kehlkopf...ich schätze, da mache ich was falsch!
     
  10. IcePrincess

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    Erstellt: 13.03.08   #10
    Das ist völlig logisch :) Selbst wenn Du schon eine stabile Bruststimme hättest, wäre das Mischen ein Kapitel für sich und geht nicht über Nacht.
    Darüber, ob man die beiden Register (also Brust und Kopf) getrennt ausbilden soll um sie dann zusammen zu führen, oder ob man von vorne herein in einer Stimme singen lernen soll streiten sich auch die Fachleute.
    Falsch ist beides nicht - es hängt halt davon ab, wie Du veranlagt bist und was Dein Lehrer unterrichtet.

    Ich würde sagen: Mach Dir über das Mischen jetzt erst mal keine großen Gedanken sondern versuche, Deine Bruststimme zu finden.

    Dazu mußt Du die Bruststimme erst mal stabil gefunden haben.

    Welches a meinst Du? Das a' (also das mitten im Notensystem drin)? - Weiter hoch komme ich in gebelteter reiner Brustimme auch nicht. Bei mir ist beim ab' Schluss.
    Man kann allerdings eben auch die Mixed Voice so anbelten, dass sich der Klang fast nicht unterscheidet. Das geht aber nicht innerhalb von ein paar Wochen.

    Wenn ich jetzt aber höre, dass dir das bruststimmige Singen im Kehlkopf weh tut, dann weiß ich, dass etwas nicht stimmt.
    Was für Übungen für die Bruststimme machst Du denn so? Und in welcher Höhe?
    Die reine Bruststimme trainiert auch ein Sopran in dem Bereich, der unterhalb vom Notensystem liegt. c' bis f sollten drin sein, vielleicht sogar noch etwas mehr.
     
  11. Cörnel

    Cörnel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.08   #11
    Belting als Anfänger... da gehen auch bei mir die Alarmglocken an. Weiterhin schrillen bei mir die Alarmglocken, wenn ich "private Musikschule" höre. Hat die Gesangslehrerin Gesang an der Hochschule studiert? Kannst du jemanden mit Erfahrung mal zur Gesangsstunde mitnehmen um dir nachher zu sagen, ob die Lehrerin gut ist? Glaube mir, ich habe 15 Gesangslehrer ausprobiert, von denen waren 10 eine absoulte Katastrophe!

    Ich stimme IcePrincess zu - beschreibe mal hier so gut es geht die Übungen die du machst und auch, worauf die Gesangslehrerin achtet.

    Das "Komische" am Kehlkopf: Ist das während des Singens? Wenn ja ist das für mich ein Grund, den Gesanslehrer umgehend zu verlassen. Oder ist es am nächsten Tage etwa nur ein Muskelkater?

    Weiterhin: Mache noch mal eine Aufnahme von Les Miserables, ich würde echt mal den Vergleich zur ersten Aufnahme hören (aus deinem anderen Post). Bei der bin ich übrigens der Meinung, dass der Hauptübeltäter am dünnen Klang eine Atmung war, die ganz oben im Brustkorb saß, d.h., dass du deine erlernte Bauchatmung nämlich _nicht_ angewendet hast.
     
  12. piepsi

    piepsi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.03.08   #12
    @ cörnel: meine lehrerin ist gesangspädagogin und hat selbst seit den 80ern in musicals gesungen und sie ist nicht gerade unbekannt...

    morgen ist wieder probe, da thematisiere ich die bruststimme auf alle fälle noch mal. im prinzip denke ich, dass es an mir liegt und ich es falsch verstanden habe. sie hat uns ja extra gewanrt, dass wir echt aufpassen müsse und viel üben, damit wir uns nicht weh tun.
    das mit dem belten war auch ein ziel für die ferne zukunft. ihr denkt alle, sie will in 4 wochen, dass wir das machen. wer überhaupt wie weit kommt werden wir auch noch sehen. sie wird uns fördern, aber die individuellen grenzen werden wir schon beachten.

    es ist wieder mal ich, die ungedulduig ist und am liebsten jeden tag arbeiten würde, um schnell fortschritte zu sehen :)

    also, ich stell nochmal eine aufnahme vom gleichen lied rein, zum direktvergleich...obwohl es nicht wirklich so viel zu vergleichen geben wird...denke ich, schließlich mach ich ja was falsch.

    übungen...hmm muss ich eigentlich abwarten, was noch kommt. letztens haben wir uns erstmal eher bewusst gemacht, wo der unterschied liegt und klingt. den hörte man dann eben auch, einfach weil wir hochkonzentriert waren, dass wir, die vorher nur in chören gesungen haben nicht unsere wunderbare pieps-kopfstimme schon bei tiefen tönen auspacken.

    ach so, iceprincess. beruhigt mich ja, dass bei dir auch bei ab' schon die grenze ist. dann bin ich also "normal" :) nur du wirst wahrscheinlich wissen, wie du dann in die mixed vice wechselt, ohne dass es schlimm klingt.
     
  13. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 17.03.08   #13
    Yepp :D Schon viel, viel früher. Je nach Linie kann es sein, dass ich schon das c'(!)anmische spätestens bei e' muss ich in die mixed voice wenn ich fließend nach oben gehe.

    Die Gefahr daran, die reine Bruststimme so weit hochzubelten ist, dass Du Dir das Mischen schwerer machst, als Du müsstest. Ich habe den extremen Belt erst mal wieder komplett verlernen müssen um das mit dem Mischen zu schaffen. Denn wenn Du mit zu viel Kraft in die Mischstimme gehen willst, wird die Stimme brechen, der Klang sich einfach deutlich verändern.
     
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