Feedback zu meinem selbst produzierten Song

RHCP_Flea

RHCP_Flea

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Hey, ich produziere eigene Tracks und habe meinen ersten Song in diesem Stil komplett selbst produziert und aufgenommen.

Mich würde vor allem Feedback zu Mix (Balance, Lautstärke) und Arrangement interessieren – wirkt der Track durchgehend spannend oder gibt es Stellen, die sich ziehen?
Was würdet ihr konkret anders machen oder verbessern?

(Text und Titel sind noch Platzhalter und nicht final – Fokus liegt auf Produktion, Mix und Arrangement.)

Antwortet gerne ehrlich und kritisch 🙂
Viele Grüße und danke!
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Am besten über gute Lautsprecher oder Kopfhörer hören – auf Handy/Laptop gehen die tiefen Bässe teilweise verloren.

 
Grund: MP3-Player eingebunden
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Uijuijui, da kommt noch viel Arbeit auf dich zu.
Aber erstmal finde ich es gut, dass du dich raus wagst und ins kalte Wasser springst! (y)
Du schreibst, dass Bässe verloren gehen können. Ich höre mit guten Kopfhörern und mir sind es viel zu viele Bässe und es klingt auch insgesamt sehr dumpf.
In dem Track fehlen die Mitten und auch die Höhen.
Das Solo ist da von den Höhen und Mitten etwas besser, aber zu laut im Vergleich.
Ab ca. 2:50 gibt es immer so ein Knacksen. Was ist da passiert? Übersteuert?

Den Song finde ich gut, aber es muss noch sehr viel daran gemacht werden.
Schaffe dir gute Kopfhörer an ( vielleicht auch Abhörboxen ) und vergleiche deinen Track mit den Stücken, die du magst.
Dennoch mach weiter und lass dich von mir nicht entmutigen!
LG Jörg
 
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Mich verwirrt hier einiges, weil Dinge nicht so zusammenpassen:
Am Anfang läuft im Hintergrund ein schneller Offbeat mit so einem Slap Bass. Das gibt ein ziemlich stabiles Grundgerüst und ist auch interessant, aber ist das irgendwie ein Sample oder so?
Weil dann bei Sekunde 25 etwa setzen andere Instrumente ein, verzerrte Gitarre etc und da ist gar nix mehr im Takt, die Gitarre ist nicht vernünftig gestimmt, alles klingt schief, der Gesang trifft kaum einen Ton, seltsames Knacksen ständig.
Dann bei ~1:10 setzt wieder der erste Teil ein, der viel sauberer klingt, kein Knacksen, viel mehr im Takt, keine verstimmten Instrumente..
Das Gitarrensolo wirkt ziellos, die Töne unscharf, abgebrochen, auch nicht wirklich im Takt.
Dann kommt wieder dieser Teil, der ständig knackst.. copy&paste?
Dann zweites Gitarrensolo, das auch einfach eine verzerrte Kopie des ersten Solos ist?

Insgesamt hat der Song keine richtigen Höhen und Tiefen, auch wenn die verschiedenen Teile unterschiedlich sind.
Aber es wirkt als hätte zwei Leute einen Song geschrieben und zusammengeworfen, wobei der eine mit Samples gearbeitet hat und der andere mit verstimmten Instrumenten.
Gesanglich ist das leider auch nicht wirklich schön. Vom Text hab ich so gut wie nichts verstanden.
Für mich wirkt das so ein bisschen wie ein Grobentwurf, den man seinen Bandmitgliedern zeigt und sagt "Guckt, das stell ich mir vor, aber jetzt seid ihr an der Reihe eure Teile nochmal aufzupeppen und tight zu spielen."
Von der Produktion her schließe ich mich @Ennis an: Sehr dumpf, da stehst du wirklich erst am Anfang.
Ich glaube schon, dass man aus dem Song was machen kann, aber das fängt damit an, wirklich alle Teile nochmal sauber und im Takt einzuspielen und die Instrumente vorher zu stimmen, sich über Dynamik Gedanken zu machen, an den Sounds zu feilen und dann beim Mischen zu gucken, dass man wirklich alles sauber und gut und differenziert hören kann.
Es ist eine erste Idee und jetzt beginnt die Arbeit das alles etwas professioneller umzusetzen.
 
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Weil dann bei Sekunde 25 etwa setzen andere Instrumente ein, verzerrte Gitarre etc und da ist gar nix mehr im Takt, die Gitarre ist nicht vernünftig gestimmt, alles klingt schief, der Gesang trifft kaum einen Ton, seltsames Knacksen ständig.
Ist es wirklich sooo schlimm? Du bist der erste von allen Leuten denen ich es gezeigt habe der es richtig dramatisch sieht, aber wenn du meinst 😉
Das Gitarrensolo wirkt ziellos, die Töne unscharf, abgebrochen, auch nicht wirklich im Takt.
Ja das hätte ich besser spielen können
Instrumente vorher zu stimmen
Habe ich
sich über Dynamik Gedanken zu machen, an den Sounds zu feilen und dann beim Mischen zu gucken, dass man wirklich alles sauber und gut und differenziert hören kann.
Es ist eine erste Idee und jetzt beginnt die Arbeit das alles etwas professioneller umzusetzen.
👍
 
Das ist jetzt aber schwierig zu beantworten.

Also wenn das wirklich Deine erste eigene Aufnahme inkl. Mix ist, dann aber mal großes Mutmachen. Ich finde das Mixverhältnis ist schon mal gelungen. Und die kreative Freiheit erlaubt ja sehr viel. Ich schreib' nur was mir aufgefallen ist, ohne damit im Sinne von richtig oder falsch werten zu wollen:

Schwierig kann es sein, den Flow bei Partwechseln aufrechtzuerhalten, also nicht so hier ist der eine Part zu Ende und jetzt kommt der nächste Part. Dabei können programmierte Spuren problematisch werden, da sie meiner Meinung nach ein anderes Feeling einbringen, als tatsächlich Eingespieltes - bzw. der Gesang oder die Gitarre können ihr Feeling nicht frei entfalten, weil sie an dem Programmierten orientiert werden. Ein echter Drummer und ein echter Bassist "connecten" anders miteinander, als programmierte Tracks (z.B. die Studioaufnahme von "Exodus" von Bob Marley & The Wailers) .

Vocals auch bei Männerstimmen sind nicht selten eine Oktave höher als man beim Mitsingen so denkt. D.h. mit der Mitsing-Attitüde kriegt man andere Ergebnisse. Aber mal eben 'ne Oktave höher? Stimme ist echt ein tolles Instrument, nur kann man sie nicht einfach irgendwo kaufen, sondern muss sie sich erarbeiten, bis auf vielleicht ein paar wenige Ausnahmetalente. Unbedingt nochmal der Hinweis auf kreative Freiheit - erlaubt ist, was gefällt.

Soundmäßig ist heutzutage mehr möglich, als man brauchen kann. Es sind Entscheidungen nötig, zum Beispiel ob man DI-Recording mit Simulationen macht oder mikrofoniert. Wobei Letzteres ein riesiges Thema ist, dass man auch nicht kaufen kann, sondern sich ebenfalls erarbeiten muss. Für den Anfang wahrscheinlich zu viel Frust, wenn's erstmal noch nicht die Ergebnisse liefert, die man haben möchte.

Noch ein paar, wie ich finde gute Dokus zum "ein bischen Studio Luft schnuppern" (nicht als Links, sondern als Suchbegriffe für Videos):

"Conny Plank - Mein Vater der Klangvisionaer"
"Sound City- 2013-BluRay"
"Stevie Wonder - Songs In The Key of Life : Documentary"

Letztere ist übrigens aus einer Doku-Serie über die Entstehung ehemaliger Super-Alben namens "Classic Albums". Soll keine Schleichwerbung sein, aber bei Interesse gäb's da vielleicht noch mehr.

Keep goin' ... :juhuu:
 
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Naja, du wolltest..
gerne ehrlich und kritisch 🙂

Ich finde das eine gute Einstellung, aber man muss eben dann auch davon ausgehen, dass man dann Kritik bekommt.

Ist es wirklich sooo schlimm? Du bist der erste von allen Leuten denen ich es gezeigt habe der es richtig dramatisch sieht, aber wenn du meinst 😉
Ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Die kannst du annehmen oder ignorieren, das ist dir ja belassen.
Ich bin mit Sicherheit auch ein eher kritischer Musikhörer, aber ich hab eben auch Musik studiert, etliche Jahre in einer Musikschule gearbeitet und mich mit allerlei Zeug rund um Musik und Aufnahmen beschäftigt.
Du musst halt später gucken was deine Zielgruppe sein soll. Für manche Leute wie @Person ist halt der Rest egal, wenn der Gesang gut ist, für andere braucht es vllt einen tanzbaren Beat.
Das kommt später eben drauf an, wer dieses "Reggae trifft Grunge" hören soll und was die für Vorstellungen haben.

Klingt aber nicht so.
Eventuell mal die Saitenlage checken oder prüfen ob du eventuell mit zu viel Druck spielst.
Nimm mal deine Gitarre, klemm ein Stimmgerät dran und spiel ein paar gegriffene Töne und guck was das Stimmgerät sagt.
 
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… Weil dann bei Sekunde 25 etwa setzen andere Instrumente ein, verzerrte Gitarre etc und da ist gar nix mehr im Takt, …
Zur Verteidigung des Angeklagten: Es scheint mir durchaus im Takt zu sein (bzw. zumindest der Grundtakt bleibt unverändert vorhanden, die Akzentuierung indes ändert sich). Das Durcheinander im Arrangement und der leicht säuselnde Gesang machen es nur leider schwer, das zu hören - bzw. erweckt einen anderen Eindruck. ;)

Alles in allem aber m.E. treffende Kritik der Vorredner. Auf mich wirkt das Werk planlos, fast als sei es im bekifften Zustand komponiert und aufgenommen worden - was ausdrücklich nicht despektierlich gemeint ist, ein ganzes Musikgenre (Reggae) feiert genau so etwas ja. ;)

Positiv: Trotz allem empfinde ich das Stück als originell. Und das ist immerhin vielversprechender als etwas, was man schon unzählige Male gehört hat. :)
 
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Ich sehe auch einige Kritikpunkte, aber alles in den Griff zu bekommen. Insgesamt hat der Song so einen etwas naiven LoFi-Charme, das finde ich gar nicht schlecht. Der Bass ist recht gut gespielt, aber der Gesamtsound deutlich zu dumpf. Die Gitarrensounds sind ziemlich cheesy, und die cleane Rhythmusgitarre ist einfach ziemlich verstimmt. Der schläfrige Gesang ist als Stilmittel im Grundsatz nicht verkehrt, aber etwas mehr Mut und Einsatz müsste da schon noch kommen. Ich habe auch den Eindruck, dass dir die Stimmlage zu tief ist. Und er ist meiner Meinung nach viel zu direkt aufgenommen, ich würde da viel mehr mit Kompressor, EQ, Hall arbeiten.

Es sind ein paar gute Ideen dabei, zum Beispiel die plötzlich aufgehenden großen Hallräume finde ich gut. Schau dir tatsächlich mal ein paar Tutorials zu Gesangs- und Gitarrenaufnahme, Arrangement und Mixing an. Ich finde die von "Creative Sauce" auf youtube ziemlich gut, die sind aber auf Cakewalk bezogen.

Noch zu den Knacksern: ich habe sowas bei der Aufnahme bekommen, wenn in der DAW der Puffer der Audio-Schnittstelle falsch eingestellt war. Versuche da mal andere Werte.
 
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  • #10
Du hast ja ein paar Threads eröffnet, auch in Bezug das ganze professionell zu machen, ich frage jetzt einfach mal hier: wie viele h pro Tag machst du im Schnitt Musik und wie viele Jahre schon? Wie alt bist Du?
 
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  • #11
Klingt jedenfalls ähnlich wie Ex-User „fetterbutterfinger“ (hieß er so?)
 
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  • #12
Nachtrag zum Thema Stimmung: beim Recording funktioniert es manchmal nicht, das Instrument für sich zu stimmen. Dann muss das Instrument zum Playback gestimmt werden. Das ist fummelig und kann eine Weile dauern, kann aber dabei helfen, dass Harmonien auch harmonisch sind. :bang: (... sorry, ich entdecke gerade diese bewegten emojis und kann mich einfach nicht zurückhalten ...)
 
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  • #13
Du hast ja ein paar Threads eröffnet, auch in Bezug das ganze professionell zu machen
Von professionell ist der Song Lichtjahre entfernt.
Für eine erste Demo eines (vermutlich) jungen Mannes, der Musik machen möchte, macht es mich zumindest neugierig auf weiteres.
 
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  • #14
Also habe ich das jetzt richtig verstanden: von der Grundidee ist der Song gut oder hat zumindest Potential, ich muss aber alle Instrumente noch mal neu einspielen und zwar möglichst auch die MIDI-Spuren mit echten Instrumenten, von der Lautstärke der Spuren einiges verändern, neu einsingen und mehr Höhen reinbringen. Habe ich was vergessen oder hat jemand noch andere Vorschläge?
 
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  • #16
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  • #18
Habe ich was vergessen oder hat jemand noch andere Vorschläge?
:ROFLMAO:, aus deinen anderen posts hab ich gesehen, das du sehr ambitioniert zu sein scheinst. Man kann das alles nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln,
aber bleib am Ball(y). Mit der Zeit sammelt sich eine gewisse Erfahrung an und damit kommen auch in allen Bereichen Fortschritte.
 
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  • #19
Habe ich was vergessen oder hat jemand noch andere Vorschläge?
Ich würde generell mal Dynamik und Spannungsbögen auf den Zettel schreiben wollen.
Mir ist schon klar, dass es sich um relaxte Musik handelt und Du hast schon einige musikalische Sachen, die auch in dieser Hinsicht Potenzial haben - aber aus meiner Sicht geht es nicht nur ums reine Neueinspielen der Instrumente und einen besseren Mix (obwohl das schon einiges bringen würde). Für mich hat es Demo-Charakter und da spielt durchaus der noch vorläufige Gesang plus Text (wenn ich das richtig verstanden habe) eine nicht unerhebliche Rolle. Im Prinzip braucht man den fertigen Text, um daraufhin gezielt Höhepunkte zu identifizieren und die instrumentellen parts richtig herauszuarbeiten.

Aus meiner Sicht wäre es durchaus gut, wenn Du mal ein oder zwei "Referenzen" posten würdest. Es geht dabei im Wesentlichen für andere hörbar zu machen, was Du generell musikalisch als Orientierung vor Augen bzw. Ohren hast. Auch Sachen, die zunächst recht einfach daher kommen (meine Bezugspunkte wären Garage oder Low-Fi) haben gewisse Eigenarten, die letztlich zu einem schlüssigen sinnlichen Gesamtbild gehören.

x-Riff
 
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  • #20
Habe ich was vergessen oder hat jemand noch andere Vorschläge?

Wahrscheinlich wären das gute Ansätze zum Ausprobieren. Wahrscheinlich wird sich der Song dadurch verändern und die neue Version bringt dann weitere Ideen, was hier oder da noch getan werden könnte. Ich glaube aber nicht, dass irgendjemand sagen könnte, dieses und jenes wäre noch zu tun und dann wäre es als professionelle Produktion fertig.

Und vor Allem, was ist eine professionelle Produktion? NDW ist zwar längst vorbei, aber "Fred vom Jupiter" war ein Hit. Und der klingt zwar im ersten Moment "heller", hat aber weniger Höhen. Oder ein anderer Vergleich: "Mein Ding" (that's what we do, right?) von Udo Lindenberg hat zwar mehr Höhen, klingt aber weniger präsent als "Last Goodbye" von Jeff Buckley.

Das ist bei einem so subjektiven Thema immer schwierig, etwas zu schreiben, ohne dass es ungewollt anmaßend wirken könnte. Im Zweifelsfall ist die Musik vielleicht wichtiger, als der Sound. Ich würde wohl einfach weitermachen, probieren, Ergebnisse vergleichen, lernen und dabei Interesse und Spaß nicht verlieren. Bis zu dem Punkt, an dem immer noch nicht alles perfekt ist, aber dann erstmal so reichen muss.

:hat:
 
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