Fehlanpassung: Amp ./. Cabinet - wie korrigieren

von Sticks, 14.12.07.

  1. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 14.12.07   #1
    Moin, moin,

    mein Ältester hat sich (second-hand) ein 4x12 NoName-Cabinet angelacht und möchte es an seinem Peavey Valveking-Top betreiben. So weit so gut. Die Messung am Cabinet zeigt einen Gleichstromwiderstand von 9,22 Ohm :o

    Jetzt benötige ich Euren Rat, um die Fehlanpassung einigermaßen glücklich in den Griff zu bekommen. Leider geben die Speakerlabel keinen Aufschluß über die Impedanz. Soll ich
    • am Top auf die 8 Ohm oder auf 16 Ohm gehen ?
    • die Speaker anders verdrahten, damit ich auf geschätzte 6-7 Ohm, respektive 12-14 Ohm komme?
     
  2. pat.lane

    pat.lane Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 14.12.07   #2
    also wenn ich den workshop aus einer der letzten guitar-magazine richtig in erinnerung habe, ist es wichtig, dass die impedanz der boxen nicht UNTER der der gewählten impendanz des amps liegt
    sprich 9, 22 Ohm Box bei 8 Ohm Box geht in ordnung
    6 oder 7 Ohm bei 8 Ohm am Amp macht zwar noch nichts kaputt, sollte aber vermieden werden.

    ich meine auch mich erinnern zu können, dass es bei den boxen nicht immer auf 8 oder 16 ohm direkt rausläuft sondern geringfügig differieren kann (ggf. auch im rahmen einer messtoleranz)
    von daher sollte das schon in ordnung gehen.

    im 100%ig sicher zu sein solltest du aber nochmal die aussagen der cracks abwarten, die sich damit wirklich auskennen.
     
  3. Breed of Killing

    Breed of Killing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.07   #3
    Ich schätze alle Speaker der Box haben 16 Ohm, also würde anders Verdrahen nichts bringen, ausser du willst 4 Ohm haben.

    Wenn du 9,22 Ohm misst, hat die Box 16 Ohm. Stell das Top also auf 16 Ohm und du hast keine Fehlanpassung.

    Edit: @ pat.lane: Habe hier daheim auch nen 16 Ohm Speaker rumliegen, bei dem messe ich 10,17 Ohm. Von daher hat die Box 16 Ohm. Wenn sie 8 Ohm hätte, würdest du was um die 6 Ohm messen.
     
  4. Hooker

    Hooker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.07   #4
    Wie kommst du denn da drauf??

    Nach deinem Messergebnis ist das ein 8 Ohm Cabinet.
    Entsprechend solltest du es am Amp anschließen.

    Grüße
    Hooker
     
  5. Breed of Killing

    Breed of Killing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.07   #5
    Die Impedanz ist immer höher als der Widerstand. Sie besteht nämlich aus dem Widerstand + dem frequenzabhängigen Scheinwiderstand. Der Widerstand ist frequenzabhängig, ein Lausprecher der 16 Ohm hat kann je nach Frequenz auch nur 10 Ohm oder 30 Ohm haben.
     
  6. pat.lane

    pat.lane Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 14.12.07   #6
    äähm du verwirrst mich grad etwas...
    in diesem workshop stand drin, dass die impendanzwerte der einzelnen speaker tatsächlich immer etwas höher liegen als angegeben um fehlanpassungen zu vermeiden. nen geringfügig höheren impendanzwert kann eine endstufe problemlos wegstecken, es sollen nur unterimpendanzen vermieden werden, da diese die endstufe langfristig schädigen können. bei 6 Ohm liegt der speaker ja unter den gewählten 8 und demnach müsste der amp dann auf 4 ohm gestellt werden....

    oder irre ich mich da?:confused:
     
  7. Sticks

    Sticks Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 14.12.07   #7
    Wow, das ging aber schnell; herzlichen Dank für Eure Beteiligung. :great:

    Naja, das ist ja mein Dilemma, daß ich die Impedanz nicht messen kann. Ich hab' nur einen 08/15-Multimeter zur Verfügung. Bei 9,22 Ohm Gleichstromwiderstand dürfte die Impedanz im Mittel um 12 Ohm liegen. Das liegt leider ziemlich genau zwischen 8 Ohm und 16 Ohm
    Ja, das ist wohl richtig.
    Und du meinst, daß die Röhren dem standhalten? Sie müssen dann ja ordentlich "heizen".
    Naja, wie schon oben angesprochen dürfte die gemittelte Impedanz sicher um die 20 % bis 30 % höher liegen, als der gemessene Widerstand.
     
  8. Breed of Killing

    Breed of Killing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.07   #8
    Bei Fehlanpassungen die niedriger sind haben die Röhren lediglich einen höheren Verschleiß.
    Bei Fehlanpassungen die höher sind kann es dir jedoch auch den AÜ zerhauen.

    Von daher wäre die Fehlanpassung untehalb besser bzw. billiger.


    Und wie gesagt die Last ist sehr frequenzabhängig. Aber ich habe gerade nochmal an dem Speaker hier nachgemessen. 10,18 Ohm hat der und das ist defintiv ein 16 Öhmer.



    Edit:
    Wie gesagt, der Widerstand ist stark frequenzabhängig.
     
  9. drunk in public

    drunk in public Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.07   #9
  10. OneStone

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    Erstellt: 14.12.07   #10
    Klemm ihn an 8 Ohm an und gut ist, was soll denn kaputtgehen? Ein 4 Ohm Chassis hat im Resonanzbereich über 40 Ohm und die Amps können das ab, warum soll da dann was kaputtgehen?

    Anmerkung: Der Gleichstromwiderstand MUSS unter der Nennimpedanz liegen, alles andere ist physikalisch absolut unmöglich.
     
  11. Breed of Killing

    Breed of Killing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.07   #11


    Oh, ist das doch so extrem.

    Da habe ich mit meinen 30 Ohm bei nem 16 Ohm Speaker ja noch ziemlich niedrig geschätzt...^^
     
  12. Klartext

    Klartext Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.07   #12
    ich gebe Breed of Killing 100% recht, es ist schon so, das speaker immer nen niedrigeren Gleichtstromwiederstand haben, die 10,xxOhm DC Resistance sind also 16Ohm Impedance.

    schaut euch mal die Datenblätter beliebiger Speaker an,
    da werdet ihr keinen finden bei dem das anders ist.

    BSP:
    Eminence Governor mit 16 Ohm Impedanz hat zbs 12,51 Ohm DC Resistance
    Eminence The Wizard mit 16 Ohm Impedanz hat zbs 13,22 Ohm DC Resistance
    Celestion Greenback mit 16 Ohm Impedanz hat zbs 13,1 Ohm DC Resistance
    Celestion Vintage 30 mit 16 Ohm Impedanz hat zbs 12,9 Ohm DC Resistance
    Celestion 7080 mit 16 Ohm Impedanz hat zbs 11,7 Ohm DC Resistance

    Robi
     
  13. Sticks

    Sticks Threadersteller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 14.12.07   #13
    ... ich kann gar nicht so schnell lesen, wie Ihr schreibt ... :o

    Also OneStone meint, die 8 Ohm-Klemme wäre o.k. die anderen stimmen eher für die 16 Ohm-Klemme. Ich bin jetzt etwas unsicher geworden ...
     
  14. Klartext

    Klartext Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.07   #14
    er schreibt du KANNST ihn da anschliessen (und das dann auch nix schlimmes passiert), er schreibt aber auch das der Gleichstromwiederstand immer niedriger als die Nennimpedanz ist und da 10, xxOhm mehr als 8, aber niedriger als 16 sind, ist es n 16Ohm Speaker

    Robi
     
  15. Breed of Killing

    Breed of Killing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.12.07   #15
    Sagen wirs mal so: Im Endeffekt wird bei 8 und bei 16 Ohm nichts passieren.

    Für Röhrenamps sind nur extreme Fehlanpassungen schädlich, es sei denn der AÜ ist so schlecht gebaut, dass er auch eine kleine Fehlanpassung nicht abkann. Ich kenne allerdings keinen Amp, bei dem das der Fall ist.
     
  16. OneStone

    OneStone HCA Röhrenamps HCA

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    Erstellt: 14.12.07   #16
    Sorry, ich stand voll auf der Leitung. Natürlich hat das Chassis keine 8 Ohm und man kann es als 16 Ohm-Lautsprecher ansehen.

    Was ich meinte, war nebenbei das hier (hier für einen 8 Ohm Lautsprecher):
    [​IMG]

    Und dabei brennen die Verstärker mit hinten nicht bedämpften Lautsprechern dennoch nicht ab, wenn man einen E Powerchord spielt...das aber nur zur Erweiterung des Grundwissens :)

    MfG OneStone

    Edit: Bildquelle http://www.webervst.com
     
  17. Sticks

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    Erstellt: 17.12.07   #17
    Also die 16 Ohm-Klemme. :)

    Danke! :great: für Eure Auskünfte.
     
  18. pat.lane

    pat.lane Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 18.12.07   #18
    tja, wieder mal was gelernt. hab den workshop im guitarmagazin nochmal sorgfältig gelesen und weiß jetzt auch wo mein fehler lag. falls mir mal sowas passiert, bin ich wenigstens schlauer...
    danke an die cracks!
     
  19. Granufink

    Granufink Registrierter Benutzer

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