Fender gewinnt Gerichtsverfahren um die Stratocaster-Body Form

Ja, auf jeden Fall, denn einzelne Merkmale lassen sich wohl kaum schützen, da Ergonomie und grundsätzliche Form eines Instruments wohl kaum schützbar sein dürften. Ob es eine genaue Liste von Merkmalen gibt, die in Summe dann eine Fender-Strat ausmachen - und Konkurrenten dann einfach ein Detail anders machen und fertig? Die Kopfplatte war ja auch manchmal schon ein Ding in vergangenen Streitigkeiten. Aber ich habe das nie so genau verfolgt. Wunderte mich über die Jahrzehnte über manche Meldungen, dass auch Gibson manche Erfolge vor Gericht erzielte und dann doch ziemlich identische Kopien weiter verfügbar waren...
 
ACHTUNG!

Stratocaster-Body Form urheberrechtlich geschützt werden kann.

Zudem müsste es, wenn schon denn schon heißen "sein kann". Aus so einem "kann" machen viele ganz schnell ein "ist" und schon nehmen die "Scheißhausparolen" ihren Lauf.

Hier hat in dem verlinkten Artikel wieder mal jemand über juristische Sachverhalte geschrieben, ohne eine Ahnung davon zu haben. Neben dem genauen Urteilsspruch sind sowohl Verletzungssachverhalt als auch Urteilsbegründung essenziell und ein seriöser Journalist hätte die relevanten wörtlichen Zitate angegeben oder noch besser das Urteil wenigstens mit Aktenzeichen benannt oder noch besser gleich verlinkt.

So ist das ganz ehrlich gesagt nur unfundierte Meinungsmache und Falschinformation, weil die Leser falsche Schlüsse ziehen müssen und sich das dann - wie jeder weiß - mit stückweise weiteren Fehlern von Hörer/Leser zu Hörer/Leser weitergegeben wird.

Urheberrecht steht nur natürlichen Personen und nicht Firmen zu, die allenfalls ein nicht zwingend selbst durchsetzbares Nutzungsrecht an dem Urheberrecht haben, so dass zu den zu betrachteten Rechtsverhältnissen 1. die "urhebende" Person und 2. die Aktivlegitimation von Fender gehört. Woran das Gericht genau die Urheberrechtseignung festgemacht hat, ist auch nicht angegeben oder gar erläutert (wie z.B. in einer Urteilsbegründung). Also absolut unbrauchbar. Mich interessiert's nicht, ich wollte nur vor Fehlinformationen und falscher Meinungsbildung warnen.

Ein Gericht in den USA hat diese Frage wohl 2009 anders entschieden.

Hier werden Äpfel und Navigationssoftware vergleichen. Die Aussage in Relation zum Thema ist völlig falsch.

In dem verlinkten Artikel werden unterschiedlichste Rechtsgrundlagen angeführt und vermeintlich in Relation gesetzt, was völliger Quatsch ist. Z.B. wird das Markenrecht angeführt, zu dem in den USA die 2D-Darstellung der Strat-Form als Marke abgelehnt wurde, was ohne die Details eine nutzlose Aussage ist. Auch große Firmen haben Idioten als Anwälte/Rechtsabteilungsmitarbeiter. Gibson hat u.a. die 2D-Draufsicht der LP-Form (und auch anderer Body-Formen) auch in den USA als Marke(n) geschützt, und die LP ist sicher nicht markanter und unterscheidungskräftiger als die Strat. Die Hintergründe sind also ganz andere und nicht vernünftig angegeben.

Jedenfalls hat auch @Obiwan die Angaben in dem verlinkten Artikel völlig falsch verstanden.

Der verlinkte Artikel hat also nicht mehr Bedeutung und Aussagekraft als jede andere Boulevard-Headline: "Z-Promminine darf violetten Punkt auf der linken, aber nicht auf der rechten Brust tragen" :rolleyes:. Wer drauf steht, "gute Unterhaltung" und "erfolgreiche Stillung der Sensationslust".
 
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Meine Info kam von Fender UK … im Anhang folgendes Bild … allerdings ohne weitere Auflistung der Punkte …

IMG_9406.jpeg


Gruß
Martin
 
Warum konzentriert sich Fender nicht einfach darauf, in jeder relevanten Preisklasse, die beste Strat/Tele/etc. zu bauen? Das wäre doch mal was.

Die heutige Firma Fender hat mit pre-CBS Fender nicht mehr viel gemeinsam, und kopiert auch nur fleißig was man in den 50/60s gemacht hat. Offensichtlich nicht ausreichend genug, sonst hätte sich ja keine kritische Masse an Alternativen etablieren können. Namensrechte alleine bauen halt keine Gitarren.

Alles heiße Luft? Vielleicht.

Gehen Fender preisgünstige Kopien aus Fernost auf den Strich? Merkt man, dass die PRS Silver Sky den Umsatz schmälert? Hat man ein Problem mit Suhr, Tom Anderson & Co.? Gehen einem vll sogar die noch kleineren Boutique Hersteller (Nacho oder der lokale Gitarrenbauer) auf den Sack? Fender würde sicher gerne wieder ihre "cease and desist" Briefchen aus dem Jahr 2004 verschicken - aber dürfen/können sie das in der Zukunft? Hoffentlich nicht.
 
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Meine Info kam von Fender UK … im Anhang folgendes Bild

In diesen PR und Kundendienstabteilungen sitzen auch keine juristisch gebildeten Leute ... Also auch deren "Aussagen" mit Vorsicht betrachten!

Das geht schon wieder damit los, dass die von Dir gepostete und von Fender mit der Mitteilung verschickte Zeichnung schon mal gar nichts mit dem Urheberrecht zu tun hat!!!

Das ist eine der Zeichnungen aus einem US-Patent von 1956!!!

Strat US Patent.jpg


Wie man am Titel sehen kann, wurde das Patent für die technische Lösung der Tremolovorrichtung erteilt.

All diese Mitteilungen und Veröffentlichungen gerade zu Gerichtsentscheidungen dienen nur dazu, sich emotional gefärbt mit Schlagwörtern, deren tatsächliche Bedeutung den wenigsten in der allgemeinen Bevölkerung bekannt ist, "beliebt" zu machen, damit die eigenen Produkte "geliebt" (und gekauft) werden.

Ganz ehrlich gesagt hätte der in dem betroffenen Gerichtsverfahren unterlegene Gegner so einige Unterlassungsansprüche gegen die hier ursprünglich herangezogene Publikation und auch gegen Fender wegen des Verbreitens von Halb- und Unwahrheiten zum Zwecke der Rufschädigung. Aber ich hab zu viel zu tun, um diesen Gegner darauf hinzuweisen ... :D
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Also geht es "Fender UK" mit der Mitteilung wie der Z-Promminine mit dem farbigen Fleck auf der einen Brust: Sie will nur genannt werden, um ihre Bekanntheit zu steigern und mehr und besseres Einkommen zu generieren.

BTW: Wieso labert Fender UK über ein Gerichtsurteil in Good Old Germany?
 
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Kann man eine Form patentieren lassen?
Wie lange gilt ein Patent?
 
Ich finde, das Urteil ist eine perfekte Werbung für Fender:
Sie können sich hinsichtlich Denkweise vielleicht wie folgt in Szene setzen:

"Dass der Schwerpunkt irgendwie wieder mehr aufs Original gelegt wird",
"Dass es eben unendlich viel zusammengeklautes Zeugs gibt, welches so sein möchte wie eine Stratocaster - aber eben doch keine ist",
"Dass die Firmen, die eine Strat nachbauen (weil sie sich durch den Erfolg des Originals auf der sicheren Seite sehen) vielleicht weniger verkaufen,
weil die Leute eben doch das "Original" und nicht die elfundneunzigste "Kopie" haben wollen.

Dass der Markt deswegen nun kurzfristig umgekrempelt wird, glaube ich nicht. Dass die Denkweise " Original oder Designklau" ein klein wenig an Bedeutung gewinnt, kann ich mir aber durchaus vorstellen.
 
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Kann man eine Form patentieren lassen?

Patente werden für technische Erfindungen erteil. Wenn die Form also einen technischen Zweck hat, kann sie bei Erfüllung der übrigen Patentierungsvoraussetzungen (Neuheit, erfinderische Tätigkeit und gewerbliche Anwendbarkeit) patentiert werden.

Üblicherweise werden Formgebungen aber via Geschmacksmuster/Designs geschützt.

Wie lange gilt ein Patent?
Maximal 20 Jahre, wobei man jährlich eine immer höher werdende Gebühr bezahlen muss. Ein Patent muss aber auch erst mal am Ende eines Prüfungsverfahrens erteilt werden (Patentierungsvoraussetzungen erfüllt?).

Geschmacksmuster/Designs haben geringere Eintragungserfordernisse und können maximal 25 Jahre "leben" (Verlängerung alle 5 Jahre).

Marken (s.o. zur 2D Form) können unendlich leben (müssen aber alle 10 Jahre verlängert werden).

Alle Schutzrechte gelten immer nur national (einige Sonderformen regional -> EU, Eurasien) und müssen daher für jedes Land gesondert erlangt werden, was zu immens hohen Kosten führen kann.
 
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Moin,
aus schon geschriebenen Gründen halte ich es für unrealistisch, dass jetzt alle Kopien vom Markt verschwinden.

Aber selbst wenn, wäre es durchaus eine spannende Sache, wenn andere Designs mal etwas mehr Raum auf dem Markt bekämen.

Die Verlautbarung eines Landesgerichtsurteils halte ich auch für eine Marketing Kampagne.
 
Auch in der Presseveröffentlichung werden keine konkreten Angaben gemacht, was auf welcher Basis mit welcher Begründung nun wirklich entschieden wurde und "verboten" ist und es wird wieder "publikumswirksam" irgendwas aus der Gerichtsentscheidung mit Laberlaberlaber von Edward “Bud” Cole, Chief Executive Officer of Fender Musical Instruments Corporation vermischt, so dass beim Leser nur Matsche mit sonnigem Fender-Licht hängen bleibt. So wie das geschrieben ist, fragt man sich doch, warum nicht schon in den letzten Jahrzehnten alles, was nach Strat aussah angegriffen hat und ob jetzt alle Gitarren mit Strat-Body-Formen anderer Hersteller in die Schrottpresse müssen? Und alle anderen Hersteller müssten sich jetzt fragen, ob es nun doch den zeitlich unendlichen Schutz für geistiges Eigentum gibt, was ja in den Gesetzen eben gerade ausgeschlossen ist?

So, das Urteil mit Sachverhalt und Begründung erging am 9. März 2026 und ist noch nicht veröffentlicht! Dennoch ist es rechtskräftig, außer die Gegnerin Yiwu Philharmonic Musical Instruments Co. geht in die Beschwerde (da sie sich aber schon nicht verteidigt haben - siehe unten -, ist das wohl eher unwahrscheinlich).

Leitmotiv Online Medien GmbH & Co KG, Betreiber der Online-Seite "BACKSTAGEPRO" hat bisher in Erfahrung bringen können:

"Nach Auskunft des LG Düsseldorf handelt es sich um ein sog. Versäumnisurteil, das deshalb ergangen ist, weil die von Fender beklagte Partei sich nicht vor Gericht verteidigt hat bzw. nicht vor Gericht erschienen ist. (...) Die Begründung wurde von uns angefragt."

Da es sich um ein zweiseitiges Zivilprozessverfahren handelte, ist ohne Sachentscheidung nur nach Antragslage zu entscheiden, und die Gegnerin hat die Abweisung des Fender-Antrages nicht beantragt, weshalb das Gericht einfach Fender Recht geben musste, ohne den Sachverhalt zu prüfen!!! Fender hat also gar keinen sachlichen Sieg errungen, schreit aber jetzt um so lauter und erreicht das Ziel, dass der Markt das Täterä glaubt. So sieht es also aus
 
Grund: Admin color
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Danke für deine Einschätzung @soundmunich
 
Ich finde, das Urteil ist eine perfekte Werbung für Fender:
Sie können sich hinsichtlich Denkweise vielleicht wie folgt in Szene setzen: (...)

Und so unterschiedlich können solche Entwicklungen ausgelegt werden. Ich empfinde es als schlechte Werbung ... mal abgesehen davon, dass "all publicity is good publicity" vermutlich auch hier zutreffend ist.

Die Pressemitteilung triggert bei mir eher diese Gedanken:
  • Fender ist angepisst. Sie hätten wohl gerne einen größeren Marktanteil bei den S-Style Gitarren. V.a. in einem aktuell schrumpfenden Markt.
  • Warum haben sie diesen gewünschten Marktanteil als Erfinder der S-Style Gitarren nicht? Bieten andere ein attraktiveres Produkt an? Falls ja, warum wird versucht das Problem über die Rechts- & PR-Abteilungen zu lösen, und nicht in der Produktentwicklung, -herstellung & -präsentation?
  • Wo ist die Pressemitteilung, die mir aufzeigt, wie Fender ihr Händlernetzwerk zukünftig besser im Griff hat (v.a. In Bezug auf UX)? Oder wie ich als Kunde das von Fender bekomme, was die Konkurrenz aktuell wohl besser kann?
Ja, ich bin etwas genervt von den Fenders, die ich im letzten Jahr in verschiedenen Läden angespielt habe. Fender kann eindeutig tolle Gitarren bauen, aber es ist mir zu aufwändig sie zu finden - und die UX auf der Suche ist häufig schlecht. Solche Pressemitteilungen verstärken also einfach nur meine persönliche Meinung, dass Fender HQ Firmenpolitik wichtiger als Gitarrenbau und -präsentation ist.

Wir Gitarristen sind doch überwiegend sehr traditionell unterwegs und würden bei zwei gleichwertigen Strat Optionen i.d.R. die Fender kaufen. Ich glaube auch nicht, dass die 50-100 Euro Kopien das eigentliche Problem von Fender sind; an die PRS Silver Sky (SE) und zu einem geringeren Anteil auch die Suhr Classic S hat man aus meiner Sicht einen viel relevanteren Kundenstamm verloren - und dieser Verlust war im Zweifel sogar vermeidbar.
 
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Patente werden für technische Erfindungen erteil.
Naja, es gibt ja auch design patents (eingetragenes Design). Das schreibst du auch weiter unten.
Samsung und apple haben sich ja entsprechend um das iPhone gefetzt.
 
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Wartet‘s nur ab: demnächst ist die Tele dran!:cool:
 
Warum konzentriert sich Fender nicht einfach darauf, in jeder relevanten Preisklasse, die beste Strat/Tele/etc. zu bauen? Das wäre doch mal was.
Genau andersrum wird IMO ein Schuh draus. Fender, Gibson, … lassen sich die „Originalität“ bezahlen. Was an sich auch IMO ok ist. Doch wie so oft, kann man da manchmal die Hals nicht voll genug bekommen.
Z.B. gerade im CS Bereich, geht es darum möglichst authentisch und genau die alten Schinken zu reproduzieren. Das war von Anfang an die Idee: Die begehrten vintage Originale sind so rar, dass man auch Kopien davon verkaufen kann.
Wenn man sich aber mal anschaut wie sich da in den letzten Jahren die Preise entwickelt haben, ist das schon krass.
Was wiederum andere Luthier wie Kaufmann, Haar, Rock’n’Roll Relics,… in die Bresche springen lässt. Und zaubern kann der CS von Fender auch nicht. Man kann für 2000-3000 € ein High End Instrument herstellen. Da ist dann schon alles „Premium“. Viel „besser“ geht dann einfach gar nicht. … und wo fangen heute Fender CS Instrumente an? Unter 4500€ geht da nix mehr.
Da braucht man dann wohl irgend wann Hilfe vom Anwalt…
 
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Zweiseitiger Zivilprozess ... ist so wie ich das verstehe ein Prozess zwischen zwei Parteien ... ist das Urteil daraus gültig für die Allgemeinheit, oder muss Fender mit jedem, den sie nicht mögen, einen eigenen Zivilprozess führen?

Guugel sagt, dass das Urteil aus einem zweiseitigen Zivilprozess nur zwischen den beiden Rechtsparteien - Kläger und Beklagter - Gültigkeit hat. Also ... so what ... only fishing for compliments by "big F"?
 
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... zum Glück ist da unser deutsches Rechtssystem anders als in der USA, wo jedes Mist-Urteil hervorgekramt werden kann und als "Präzedenz" gilt.

Aber "Säumnisurteil" sagt ja schon viel. Wogegen da im Detail geklagt wurde, bzw. was eigentlich der Anlass war, ist ja auch unbekannt.
 
Urteil aus einem zweiseitigen Zivilprozess nur zwischen den beiden Rechtsparteien - Kläger und Beklagter - Gültigkeit
Ja, und es geht sogar noch weiter: Das Urteil gilt nur für den konkreten (eventuellen) Schadensfall. D.h., wird die Form erkennbar geändert, gilt das Urteil dafür nicht!

... zum Glück ist da unser deutsches Rechtssystem anders als in der USA, wo jedes Mist-Urteil hervorgekramt werden kann und als "Präzedenz" gilt.
Oh, das ist ein Trugschluss. Die Rechtsprechung füllt die Gesetze aus und Urteile zu ähnlichen Sachverhalten werden i.d.R. nicht nur "hervorgekramt", sondern sind sogar wesentliche Basis für spätere Verfahren. Außerdem dient die Rechtsprechung der Fortentwicklung der gesamten Jurisdiktion.

Es muss da in dem betroffenen Verfahren schon irgend etwas besonderes vorgefallen sein, weil die allgemeine Aussage "Body-Form ist als Kunstgegenstand urheberrechtlich geschützt", wie es Fender quasi ausdrückt (was so eben Quatsch ist und auch implementiert, dass die Body-Form kein gewerblich nutzbarer Gegenstand ist - das zu diskutieren wäre jetzt unter Laien weit über das Ziel hinaus), ja die Frage aufwirft, warum Fender z.B. nicht schon längst z.B. gegen

harley benton strat

und all die anderen massenhaften Nutzer der Body-Form vorgegangen ist. :unsure:

Wie schon versucht zu erläutern, ist das Urteil außer gegen den konkreten Gegner absolut nichts wert und muss man zur juristischen Weiterbildung alle Verfahrensfakten anschauen und berücksichtigen.

Ich glaube (und hoffe) übrigens auch, dass Fender mit der marktschreierischen Aktion sich eher selbst ein faules Ei gelegt hat, weil das Ganze nicht unbedingt Sympathiepunkte bringt und von den Käufern verstanden wird als "Fender, der Gute". Auch die vielen Verfahren in der Law-Suit-Ära haben zwar (zu gigantischen Kosten) Wettbewerber etwas eingebremst, aber auf dem Markt eher Käufer gekostet, die sich dachten, wenn Fender und Gibson Angst vor den Kopien haben, dann müssen deren Hersteller ja an die Qualität von Fender und Gibson herankommen, also sollte man von denen andere Gitarrenformen zu billigen Preisen kaufen. Schutzrechte haben schon ihre Berechtigung und ihren Nutzen, aber statt einfach auf Gegner draufhauen muss man schon die Folgen Zug um Zug überlegen und eine passende Strategie entwickeln, um sich nicht selbst ins Knie zu schießen. Vor allem sollte man gut darüber nachdenken, ob es nicht ratsamer ist, einfach die Klappe zu halten ...
 
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LG scheint richtig zu sein.
..da muss ich wohl doch mal aufgeklärt werden: gilt dieses Urteil für ALLE Kopien aller Hersteller und europaweit, wie unterstellt wird? Ich bin bisher davon ausgegangen, ein Landgericht hätte keine Wirkung dieser Art ...
Wogegen da im Detail geklagt wurde, bzw. was eigentlich der Anlass war, ist ja auch unbekannt.
müsste das Urteil nicht irgendwie öffentlich zugänglich sein? Die google KI verwies leider eben noch auf ein falsches Urteil (3 O 19/19) ...
"Dass es eben unendlich viel zusammengeklautes Zeugs gibt, welches so sein möchte wie eine Stratocaster - aber eben doch keine ist",
...mh, wenn sich ein Unternehmen gerichtlich gegen ein Konkurrenzprodukt wehrt, scheint das ja so gut zu sein, dass es Schaden anrichtet, wäre eher meine Logik ... sonst würde das ja der Markt zugunsten des Originals regeln.
 
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