Fender LTPI Anodenwiderstände sterben...

von bluesfreak, 16.01.17.

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  1. bluesfreak

    bluesfreak Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.01.17   #1
    Mal eine Frage an die schraubenden Gemeindemitglieder:

    Seit dem Wochenende steht hier ein Tweed Bassman RI der nur noch rumfurzt und nach einiger Zeit immer leiser wird...hab den ganzen gestrigen Tage gemessen und der R29/100k am PI ist defekt bzw hat 150k im kalten Zustand und geht dann auf mehrere MOhm. Interessanterweise sieht man dem Widerstand das nicht an, sein 82k Pedant R28 hingegen ist braun angelaufen und misst 90k im kalten Zustand, 110k im warmen... das ist jetzt innerhalb eines guten Jahres der fünfte 7ender (1x Blues Deluxe, 3x HR Deluxe, nun der Bassman) der mir mit diesem Problem unterkommt, meist ist allerdings der 82k des LTPI derjenige der aufgibt. Woran liegt das? Sind die Widerstände mit .5W unterdimensioniert oder einfach nur qualitativ schlecht (so á la Illionois Caps?)? Liegts an den evtl zu klein dimensionierten Gitterwiderständen (original sind da nur 47 Ohm verbaut, im Original gar keine...) oder ziehen die modernen ECC83 einfach zu viel (Spec 1.2mA)...werde jetzt mal 1Watter verbauen wie bei den anderen zuvor (und da kam bisher keiner zurück) aber langsam wird mir das auffällig...

    Gruß
    blues
     
  2. Stratspieler

    Stratspieler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.01.17   #2
    Hallo blues,

    überprüft habe ich es noch nicht, aber ich denke nicht, dass die Röhren in ihrem Anodenstrom derart hochdriften. Das würde ja bedeuten, dass die Gittervorspannung immer positiver wird. Thermische Emission von Kathodenmaterial müsste man sehen, scheidet, denke ich, auch aus.

    Hm, ich könnte mir tatsächlich vorstellen, dass es bzgl. der thermischen Belastbarkeit die Hersteller (Welche? Wo auf der Welt hocken die? Laß' mich raten...;)) nicht mehr so genau nehmen und die Widerstände in ihren Werten wegdriften.

    Auf jeden Fall ist es leider mal wieder interessant, was uns da alles unterkommt...

    BTW: Ich habe gerade einen dieser wasserfallrauschenden und fürchterlich flach klingenden, völlig überteuerten 7ender Custom Vibrolux Reverb (die mit den weißen Knöppen) auf der Werkbank. Dem werde ich eine Mark Moyer - Kur verpassen. Und nun rate mal, was ich für Widerstände bestellt habe? Richtig: 1-Watter.
     
  3. bluesfreak

    bluesfreak Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.01.17   #3
    Mach nicht nur das ( es wertet den Amp wirklich auf denn meiner hat die Kur auch durch) sondern zieh auch einen Wechsel der Lautsprecher mit ins Kalkül, ich finde die verbauten P10R leblos, ein Jupiter 10SC tut da deutlich besseren Dienst, ein WGS G10C klingt auch gut in dem Amp, Weber 10A125 oder 10F150 sind da auch eine sehr gute Wahl....
     
  4. Stratspieler

    Stratspieler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.01.17   #4
    Ich danke Dir für den Hinweis auf den Speaker, muss aber ersma schauen, was dann der Besitzer dazu meint (die Speaker sind ja nicht ganz billig).
    Ja, "leblos" passt sehr gut zu den verbauten Jensen.
     
  5. Bierschinken

    Bierschinken Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 16.01.17   #5
    Moin,

    meiner Meinung sind 0,5W völlig ausreichend.
    Problematisch kann sein die maximal zulässige Spannung des Widerstandes.

    Meiner Meinung handelt es sich da aber einfach um ein schlechte Produkt. Sprich dieser Typ Widerstand, von diesem Hersteller ist Mist.
    Hatte da schon öfter defekte 100k-Widerstände. Ähnlich wie bei dir, kalt gemessen, einigermaßen iO aber dann im Betrieb plötzlich Drift ins unendliche oder extreme Nebengeräusche. Interessanterweise aber nie ein Drift gen Kurzschluss.
     
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  6. OneStone

    OneStone HCA Röhrenamps HCA

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    Erstellt: 17.01.17   #6
    Natürlich driftet da nichts gegen Kurzschluss - wie auch?
    Normalerweise sind das Probleme, die mechanisch verursacht werden (Haarrisse). Wenn man Widerstände einfach flach auf die Platine legt, die Beinchen durch die Löcher steckt, die dann vielleicht noch hinten brutal umbiegt und das festlötet, dann darf man sich nicht wundern, wenn da irgendwann mal was abreißt.

    In professionellen Geräten war es deswegen üblich, das mit Abstand zur Leiterplatte zu machen bzw die Bauteile mit S-förmigen Biegungen einzulöten, die die mechanischen Spannungen deutlich verringern. Auch die klassischen Lötleisten mit senkrechten Ösen federn einigermaßen. Platinen oder Eyeletboards tun das nicht, da muss man dann aufpassen. Das Gitarrenzeug (damals wie heute) ist bis auf wenige Ausnahmen immer darauf gebaut gewesen, billig zu sein und man hat daher fast nie wirklich auf sowas geachtet.

    Oder wie Bierschinken schreibt: Widerstand an sich Schrott.
     
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