Fingersatz bei Legato-Übung

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Hallo zusammen,

bräuchte mal nen Tip, ich will mich mal etwas um meine (vernachlässigte) Technik kümmern und bin da grad gestolpert:

Beispiel, diese Legato-Übung von Bernth:


View: https://www.youtube.com/watch?v=GV5Gyh9253E

Es geht um den Fingersatz, Bernth spielt das so:

1-2-3
1-2-3
1-2-4
1-2-4
1-2-4
1-2-4

(Also 1 für Zeigefinger, 2 Mittelfinger, etc.)

Wenn ich es nun so spiele, wie ich "mich wohl" fühle, würde ich es so spielen:
1-3-4
1-3-4
1-3-4
1-3-4
1-3-4
1-2-4

Die Ganzton-Schritte also jeweils 1-3 und 3-4. Ich kann es zwar auch so wie Bernth spielen (1-2 u. 2-4), fällt mir aber schwerer, da ich auch kleinere Hände hab, wie er. Zumindest in tiefen Lagen, oben wär's dann relativ egal. Ich muss sagen, ich hab da in der Vergangenheit wenig drauf geachtet und so gespielt, wie es sich "gut" anfühlt.

Macht es Sinn, dass ich mich da umgewöhne? Ist sein Fingersatz der "logischere"? Speziell wenn's schneller werden soll?

Wie macht ihr das?

lg Perkeo
 

Macht es Sinn, dass ich mich da umgewöhne?
Das kommt auf deine Motivation an, würde ich sagen.

Geht es dir darum, die Übung so gut/schnell/sauber wie möglich zu spielen, kannst du den Fingersatz so lassen. Für dich und deine ganz individuelle Physiognomie muss es passen.

Wenn es ums "Training" geht, würde ich nicht nur den unbequemeren Fingersatz nehmen sondern alle, die möglich sind. Je unergonomischer, desto besser.
:LOL:
 
  • Ersteller
  • #3
Ja, natürlich gut/schnell/sauber. Effektiv würd ich noch ergänzen, im Hinblick darauf, wie's das Gehirn am besten speichert.

Ich bin jetzt schon ein paar Mal in die Falle getappt, dass ich etwas so geübt hab, wie es sich "gut und logisch" anfühlt und dann bei Temposteigerung feststellen musste "Nee, so klappt das nicht mehr" und dann doch nen anderen Fingersatz nehmen musste, der dann auch bei hohem Tempo funktioniert. Bis dahin hab ich's aber schon x-mal "falsch" geübt.
 
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Habe mir das Video jetzt mal angesehen. Ich denke beim schnellen Tempo ist es angenehmer die Finger bereits weiter gestreckt zu lassen und dadurch kommt dieser Fingersatz zustande.
Auf den hohen Saiten muss man eh weit Strecken (5-7-9, 6-8-10).

In einem anderen Video/Kurs (Arpeggio Madness von Rusty Cooley) wird auch manchmal auf einigen Saiten ein ungewöhnlicher Fingersatz verwendet, damit später der kleine Finger schon in der richtigen Position ist um einen weit gestreckten Griff zu erwischen.
 
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Wenn Du die Scales bislang mit den "3 Ton per String" gespielt hast, ist es wesentlich einfacher, da einzusteigen. Obwohl im Vid gesagt wird, es ist mehr als Hammer On, ist es aber genau das, es ist eine Hammer On-Technik, den ersten Ton anschlagen, die folgenden hammern.
 
Die korrekt ausgeführte Übung kann zu einer Erweiterung Deiner Handrange führen, da Du Zeige-,MIttel- und Ringfinger auf lange Sicht weiter auseinanderbekommst. Ist zwar anfangs unangenehm, lohnt sich aber sehr: nicht nur, um flüssiges Legatospiel hinzukriegen.

ABER: übertreib's bloß nicht - solche Übungen können auch viel Schaden anrichten - höre auf Deinen Körper, achte auf Schmerzen!
 
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  • Ersteller
  • #7
Ich denke beim schnellen Tempo ist es angenehmer die Finger bereits weiter gestreckt zu lassen und dadurch kommt dieser Fingersatz zustande. Auf den hohen Saiten muss man eh weit Strecken (5-7-9, 6-8-10).
Ja, das macht schon Sinn, wobei es bei mir ja auch relativ problemlos möglich ist, zwei Ganztöne über Zeige- und Kleinem Finger zu greifen, also die Streckung insgesamt funktioniert schon. Problematisch für mich ist aber der Ganzton zwischen Zeige- und Mittelfinger, weshalb ich da immer auf den Ringfinger ausgewichen bin. Ringfinger-Kleiner Finger kann ich deutlich weiter spreizen wie Zeige- und Mittelfinger.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Wenn Du die Scales bislang mit den "3 Ton per String" gespielt hast, ist es wesentlich einfacher, da einzusteigen. Obwohl im Vid gesagt wird, es ist mehr als Hammer On, ist es aber genau das, es ist eine Hammer On-Technik, den ersten Ton anschlagen, die folgenden hammern.
Ok, aber das war eigentlich gar die Frage... ;)
 
Ok, aber das war eigentlich gar die Frage... ;)
ja, sorry, hab ich heute auch gemerkt, deshalb eine richtige Antwort :geek:
bzw ein Versuch, darauf einzugehen. Du schreibst, der Fingersatz 1-3-4 liegt Dir sehr gut, dann solltest Du es auch anwenden, wenn es aber ab einer Geschwindigkeit nicht so gut geht, dann kann man die Lage ändern. Damit meine ich, bei Scalen gibt es die Ganzton und Halbton-Schritte. Wenn die Halbtöne auf 3-4 (Fingersatz) liegen, merke ich bei mir oft, dass ich die Lage wechsel, sodass die Halbtöne jetzt auf 1-2 liegen. Ich hoffe, ich habe es verständlich erklärt.
Das kann man machen, es kann aber dadurch zu einer etwas anderen "Tonalität" führen. Es ist nicht so, dass ich die Halbtöne mit 3-4 nicht spielen kann, schöner ist es mit 1-2
In den unteren Lagen, ca ab dem 10. Bund, spiele ich die Halbtöne mit Fingersatz 2-3 (also 1-2-3), weil die Bünde enger zusammen liegen, die folgenden Ganztonschritte (auf der nächsten höheren Saite, oder darunter) aber wie gewohnt 1-2-4

Ich hoffe, ich schreibe nicht wieder an der Frage vorbei
 

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