Floyd Rose einer Ibanez S540, 1987/88

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Hi ihr! Ich brauche mal wieder geballte Kompetenz .
Ich habe auf einem Flohmarkt eine Ibanez* S540 von 1988 gekauft. Leider ist das Floyd Rose nicht mehr ganz vollständig.
Es fehlen folgende Teile:
1) Der Locking Nut Sattel (43mm) mit den Klemmsteinen, Schrauben und der Saitenführung.
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(links Beispielbild, rechts Foto der Gitarre)

An dem Floyd Rose selbst fehlen die 6 Klemmstücke zur Saitenbefestigung in den Saitenreitern und der Tremoloarm.

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Mein Problem ist jetzt das ich nicht herausfinde welches Tremolo es genau ist und keine Typenbezeichnung bzw. Es soll von Gotoh gebaut wurden sein. Dadurch finde ich auch keine Artikelnummern um geziehlt nach den Teilen suchen zu können. Es gab davon ja diverse Tremolos. Teile finde ich bei dem großen T, aber kann es nicht zuordnen.
Kann mir jemand von euch auf die "Sprünge" helfen ? Wäre klasse! Danke!
 

Das dürfte ein Edge sein.
Teile findest du auf jeden Fall bei meinlshop.de, dort sind sie aber vergleichsweise teuer. Zum Suchen, wie die Dinger heißen oder welche Artikelnummer zu welchem Trem (oder Teil) gehört ist der aber schon mal praktisch. Ich kaufe oft auch gleich dort und habe nur gute Erfahrungen damit.
 

Glückwunsch zum Flohmarktfund. Stell mal vor, die 540S.
Jepp, das ist das von Gotoh gebaute Ibanez Edge, der Industriestandard unter den Floyds :great:
Der Meinl Shop bietet viele Ersatzteile, aber auch sportliche Preise dazu. Für einige Teile gibt es alternative Quellen. Wie z.B. @gitarrero! hier Beitrag im Thema 'Ibanez Userthread' unlängst anmerket, sind die original Gotoh Klemmsättel identisch und als Komplettset deutlich günstiger zu haben, als Einzelteile bei Meinl.
Es gilt nur die richtige Version *zu finden (Finish, durchgeschaubt oder nicht, Sattelbreite, Griffbrettradius), aber für das, was Du an der Stelle brauchst, ist das bis auf die Oberfläche sogar unwichtig.
Beim Edge wurde in den ersten Jahren der Einsteck-Armhalter bzw. der entspr. teil des Arms leicht geändert. Soweit ich mich entsinne war 1988 das Design aber schon wie durchgängig bis heute.

P.S.: (Not so) Fun-Fact am Rande: Abseits meines Archivs versuche ich gerade nochmal die Änderung des Armhalters zu beziffern und einzugrenzen.
KI liefert dazu völligen Unsinn, das Edge hatte nie eingeschraubte Arme, Edge und LoPro unterscheiden sich dazu nicht... :cautious:

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AFAIK gab es zwischen 87 und 88 diese Änderung:

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Ich habe auf einem Flohmarkt eine Ibanez S540 von 1988 gekauft.
Herzlichen Glückwunsch zum tollen Flohmarktfund!

Der folgende Hebel passt:

Ibanez 2LE2-1B Tremolo Bar*
*


Der folgende Gotoh-Sattel passt als Ersatzteil und kommt mit dem von Dir benötigten Saitenniederhalter (und mit Unterlegblechen und mit Werkzeug und mit einem Ankörn-Werkzeug - der Lieferumfang ist phänomenal gut für den Preis von EUR 19,90!). Auch wenn Du nur die Klemm-Pads mit den Inbusschrauben bräuchtest, wäre das schon ein super Deal.

Gotoh GHL-1-C Locking Nut*
*


Bei den kleinen Klemmquadern für die Saitenreiter des EDGE Vibratos (welches schon korrekt identifiziert wurde) wird es ein bisschen aufwendiger. Die original Ersatzteilbezeichnung lautet 2LE2-3 und im Meinlshop gibt es ein Zweier-Set für stolze EUR 13,90.

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Es gibt auch Alternativen, die man mal ausprobieren könnte - also nach der "Trial & Error"-Methode.
Schaller*
Floye Rose*
Harley Benton*
 
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OT: was war das denn für ein Flohmarkt, ein spezieller Musikerflohmarkt ?
 
  • Ersteller
  • #7
Wahnsinn, ihr habt euch ja totale Mühe gegeben. Danke, Danke, Danke.

Den Meinl-Shop kenne ich natürlich. Ich habe auch schon einiges bei Thomann* entdeckt wo es wesentlich günstiger ist.
Den GHL Locking Nut habe ich schon abgebaut und genau vermessen. Bei Thomann* ist dort auch eine Zeichnung wo das Teil vermessen ist.
Aber hier ist es der GHL-2-C und nicht GHL-1-C ???
Sehe mir den GHL-1 nochmal genau an.

Diese "Klemmquader" gibt es dort auch viel günstiger. Aber hier ist die Auswahl leider oder Gott sei Dank sehr groß.

@gitarrero hat mir sehr geholfen das du die Originalbezeichnungen heraus gesucht hast!!!

Meine Saber S540 hat noch die drei kleinen Kippschalter statt den 5 way Switch. Das gab es nur 1987. Also ist das mit dem Tremarm sehr kompliziert.

Damit ihr nicht dumm sterben müsst. Die Gitarre scheint bis auf eine Erdung die ich wieder anlöten muss zu funktionieren.
Es war ein ganz normaler Flohmarkt und ich habe sie mit einem Case, welches ich noch nie gesehen habe (siehe Bild) für 250 € gekauft.

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Danke euch allen!!
 
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Den GHL Locking Nut habe ich schon abgebaut und genau vermessen. Bei Thomann ist dort auch eine Zeichnung wo das Teil vermessen ist.
Aber hier ist es der GHL-2-C und nicht GHL-1-C ???
Obacht: Von dem Gotoh-Sattel gibt es zwei Bauarten: Die Variante -2* wird von oben mit Holzschrauben direkt ins Griffbrettholz geschraubt, und die Variante -1 wird mit zwei Gewindeschrauben durch Bohrungen im Hals von unten verschraubt. Für die Saber brauchst Du die Variante -1*, wie von mir verlinkt. (Wenn Du natürlich nur die Klemm-Pads und den Saitenniederhalter nutzen und einen Euro sparen möchtest, geht natürlich auch die Variante -2).

Meine Saber S540 hat noch die drei kleinen Kippschalter statt den 5 way Switch. Das gab es nur 1987.
In 1987 waren die Schalter sehr nahe beieinander, ein Jahr später in 1988 gab's immer noch drei Minischalter, aber sie waren weiter auseinander, ebenso die Potis wurden neu platziert und auch die Buchse bekam einen anderen Winkel.

saber_controls_evolution_1987-1988-1989-kopie-webp.894881

1987 - 1988 - 1989

Also ist das mit dem Tremarm sehr kompliziert.
Nö - seit 1986 sind die EDGE-Hebel (auch wenn es laut @Prospero eine kleine Iteration bezüglich der Nuten für die Teflonringe gegeben haben könnte) kompatibel (EDGE, Lo-Pro EDGE, EDGE Pro) und ein heutiger 2LE2-1B* wird problemlos in Dein EDGE passen.
 
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  • Ersteller
  • #9
Super, hast recht den GHL-1 gibt es auch ,er hat Gewinde.
 
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  • #10
Es war ein ganz normaler Flohmarkt und ich habe sie mit einem Case, welches ich noch nie gesehen habe (siehe Bild) für 250 € gekauft.
Na, es gibt doch noch Schnäppchen, Glückwunsch! Ich hoffe, Du hast die fehlenden Teile schnell zusammen, bis auf die Klemmblöcken in den Saitenreitern ist ja schon alles klar.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Es scheint eine Varianten für beide Versionen zu sein, da oben auch zwei Bohrungen vorhanden sind.
Joa, macht ja aus Sicht der Fertigung und Logistik viel Sinn. Nur die beigepackten Schrauben unterscheiden sich dann.
 
  • Ersteller
  • #11
So alle Teile besorgt! Locking Nut, 2 Tremoloarme, Klemmböckchen und Schrauben erneuert. Knapp unter 50 € geblecht. Hat alles perfekt gepasst.
Hals eingestellt und wieder ein Problem:::
Sie ließ sich zwar schnell Stimmen, aber sie hält das Tuning nicht. Wenn die Saiten exakt gestimmt sind und ich betätige das Trem passtces nicht mehr . Wenn ich dann den Vorgang wiederhole passt sie manchmal wieder.

Dafür gibt es eigentlich nur eine Erklärung: Das Problem liegt im Tremolofach . Ich bin mir sicher das es erschöpfte Tremolo- Federn sind.
Aber ich finde hier wieder nicht die richtigen, da diese oft mit einer Zugkraft in NM angegeben sind. Mein Gefühl sagt mir das sie im Edge besonders Stark ausgelgt sein müssen. Also stärker als beispielsweise in einer Strat. Die Angaben bei angebotenen Federn zu welchen Tremolo passen sind aber sehr Vage.
Hat nochmal jemand einen Tipp.Screenshot_20260503_074540_Gallery.webp

Oder ist das letztlich egal welche neuen Federn man nimmt, weil ja die Einstellung des Zuges auch über die beiden Holzschrauben vorgenommen werden kann. Diese sind allerdings schon ganz bis zum Ende des Gewindes reingedreht.
 
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  • #12
Dass die Gitarre beim betätigen des Trems nicht mehr in die Ausgangsstimmung zurück kommt, liegt nicht immer am Trem selbst. Manchmal liegt das auch an einem instabilen Hals oder einem losen Klemmsattel oder losen Tremstuds.

Ich hab da meinen Doktor darauf gemacht.

Klemmsattel prüfen. Studs prüfen.

Gitarre mit dem Body auf eine ebene Fläche auflegen ... Trem betätigen und los lassen ... kommt es in die gleiche Grundposition zurück? Wenn nein ... Problem im Trem ... wenn ja Problem nicht im Trem ... dann Trem betätigen und loslassen ... Kopfplatte beobachten ... kommt die Kopfplatte wieder in die Ausgangsstellung zurück ... wenn nein, ist der Hals nicht stabil genug. Das ganze ist am einfachsten mit einer Messuhr zusehen. Per Augenmaß ist das natürlich schwierig.

Wenn es ein instabiler Hals ist, dann ist die Investition wahrscheinlich wie bei mir für die Tonne.
 
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  • #13
Hat nochmal jemand einen Tipp.
Tipp Nr. 1 --> Die Saiten müssen gründlichst und ausgiebigst "gedehnt" werden - also der Schlupf muss vollständig herausgezogen werden - bevor man den Klemmsattel arretiert.

Tipp Nr. 2 --> Das BackStop-System mit den zwei Gegenfedern ist aktuell falsch eingebaut. So wie es aussieht, sind die Stempel verkehrt herum drin.

So sollte es aussehen:

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Wobei das mit den Verstimmungsproblemen nur indirekt zu tun hat - der gewünschte Ruheanschlag ist bei Dir momentan nicht gegeben.
 
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  • Ersteller
  • #14
Wieder Danke!
Doktor bin ich auch fast.
Der Klemmsattel ist neu und klemnt wie er soll.
Hals eingestellt! Unter instabil kann ich mir jetzt wenig vorstellen.
Nach 50 mal Stimmen und immer wieder dehnen müssten die neuen Saiten eigentlich ausgedehnt sein.
Und das das Backstopsystem falsch herum ist war mir nicht aufgefallen.
Werde ich drehen. Vielleicht hat es dich eine Auswirkung auf die Stimmung.
Habe das hier bei Ibanez* Wiki entdeckt:

Der Back Stop 1987-1989) verfügt über zwei verstellbare Federn, die gegen den Tremoloblock drücken und so dafür sorgen, dass das Tremolo schnell und präzise in die Neutralstellung zurückkehrt.

Könnte genau das sein, was bei mir nicht passiert. Weil er das Trem nicht in die immer gleiche Ausgangsposition zurück drückt. Da erscheint es Logisch das die Stimmung dann nicht mehr passt.
Naja mal sehen was ich mache. Auf jeden Fall Back Stop umdrehen und richtig einbauen.
Schicken Sonntag!!!
 
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  • #15
Unter instabil kann ich mir jetzt wenig vorstellen.

Kommt selten vor das ein Hals kaputt ist und immer wieder nach gibt. Also den Saitenzug nicht halten kann.
Kann passieren wenn die Gitarre z.b ewig in zu Feuchten Räumen stand usw.

Nach 50 mal Stimmen und immer wieder dehnen müssten die neuen Saiten eigentlich ausgedehnt sein.

Trem hast du dann wieder neu ausgerichtet? Muss man leider immer wieder machen in solchen fällen bis Saitenzug und Federzug genau gleich stark sind.

Weil er das Trem in die immer gleiche Ausgangsposition zurück drückten soll.

Ne, das Teil ist nur ein Anschlag für die Nullstellung, also wenn alles andere bereits richtig eingestellt ist.
Sowas wird in der Regel bei Frei Schwebenden Trems gar nicht verbaut.

Das Angefressene Chrom am Trem selbst sieht noch Unschön aus. Vor allem da wo die Saiten aufliegen.
Ich würde das alles Komplett zerlegen, vom Rost befreien und prüfen ob sich alles frei bewegt.
Intonation muss man eh neu einstellen wie das aussieht.
 
  • #16
Ist der Sattel ausreichend fest geschraubt? Ich hatte bei Gebrauchtkäufen ab und an den Effekt, dass der Sattel rutschte und für Verstimmungen sorgte. Das ganze äußert sich bei Divebombs ab und an mit einem leichten Knacken, das durchaus schlecht lokalisierbar ist - dachte da zunächst an den Truss-Rod.
Beim Festziehen der Klemmsattelverschraubung ist allerdings etwas Fingerspitzengefühl angesagt, denn gerade bei dem Verschraubungstyp mit Durchgangsbohrung und Kontermutter ist der Bereich - gerade auch der des 17mm Wizard Halses - recht fragil und zu fest angewemst kann er durchaus über kurz oder lang Schaden nehmen.
 
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