fm synthese für den e bass

von inspector gabbo, 14.08.08.

  1. inspector gabbo

    inspector gabbo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.08   #1
    hi,
    ich träume schon seit längerem von der idee, die fm synthese für die bearbeitung von klängen elektrisch verstärkter instrumente zu benutzen.
    das ist der plan:

    man splittet das signal vom instrument und führt es zwei geräten zu, die, so wie das wammy bar pedal von digitech, die tonhöhe verändern konnen. dann lässt man das ausgangssignal von pitch shifter 1 die tonhöhe von pitch shifter 2 regeln. das ausgangssignal von pitch shifter 2 geht dann weiter in den amp.


    so. meine fragen dazu:

    ist das absoluter müll?
    ist es problematisch, das anstatt sinuswellen ein kompletter klang verarbeitet wird?
    ist das umsetzbar, oder wäre die benötigte rechenleistung zu hoch?
    gibt es vielleicht schon geräte, die so arbeiten, oder mit denen man das mal ausprobieren könnte?


    so das war`s erstmal, freue mich auf antworten.
     
  2. Moogman

    Moogman HCA Synthesizer HCA

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    Erstellt: 14.08.08   #2
    eigentlich schon, denn alles was du am Ende bekommst, ist Latenz und das will man doch eigentlich nicht. Der Enevelope-Follower des zweiten Pitch-Shifters benötigt ja eine gewoisse Zeit, um die Frequenz zu analysieren und genau dort liegt der Hund begraben. Mit Frequenzmodulation hat das eigentlich auch nix mehr zu tun.

    Solche Sachen kann man übrigends sehr einfach mit einem guten Multieffekt realisieren. Ein Eventide, ab 4000er aufwärts, kann z. B. bis zu 8 Pitch-Shifter Algorhythmen gleichzeitig bearbeiten. Die lassen sich auch von verschiedenen Modulationsquellen ansteuern, natürlich auch von einem LFO oder einem Envelope-Follower.
     
  3. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 14.08.08   #3
    Der Grundgedanke passt schon aber das Hauptüroblem duerfte sein, dass FM Klaenge so nicht getuned spielbar sind.
    Entweder du verwendest eine FM Varanate oder noch eine Syncmodulation.

    > Ist es problematisch, das anstatt sinuswellen ein kompletter klang verarbeitet wird?
    Es entsteht ein zienliches Wirrwar an nichtlieren Obertioenen.
    Als Effekt ist das ok.

    Gibt es vielleicht schon geräte, die so arbeiten, oder mit denen man das mal ausprobieren könnte?

    Probier doch erstmal einen AM statt FM Modulator aus. Der Effekt ist fast der gleiche.
    Auch als Ringmodularor bekannt, Und den kannst du dir fuer 1 EUR aus 4 Dioden basteln.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ringmodulator
    Es gibt Varianten auch ohne Transformator.
    Oder das TV IC TBA 120 wenn das noch gebaut wird.

    Und ein stark modulierter Pitch shifter macht im Prinzip das selbe.
    Ich denke das waere auch der Vorschlag von moogman.
    Dass du das Bass Signal als Modulationsquelle nimmst macht den Ton nicht spielbarer.
    Grosser Aufwand. Kaum ein Vorteil.
     
  4. MZ

    MZ Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.08   #4
    Ja, gibt es: Yamaha SY77 und SY99. Und das klappt da ziemlich gut.
    Man muß nur aufpassen, welche Instrumente man dort moduliert: Am besten geht es mit Bässen, Synth-Leads und ähnlichem, kann mir aber vorstellen, daß das auch mit EGitarren gut klappen könnte.
    Allerdings muß ich einschränken: der Vorschlag zielt ja darauf, daß ein Klang sich selbst moduliert - das ist nichts anderes als Ringmodulation (und in jedem billigen Effektgerät enthalten).
    Das, was z.B. SY77 und SY99 machen, ist, verschiedene Instrumente (bzw. Samples) miteinander zu modulieren.

    MZ
     
  5. Martman

    Martman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.08.08   #5
    Ich hatte kurzzeitig die Idee, beide Signale zum Sinus runterzufiltern bzw. durch ein 24-Bit-Lowpass zu jagen, das bis zur Selbstoszillation resonanzfähig ist, dann hat man auch zwei Sinussignale, die man prima frequenzmodulieren kann. Problem: Wie moduliert man die Cutoff-Frequenz eines Filters mit einem Audiosignal aus einer Baßgitarre, um sicherzustellen, daß die Filter auch tonal gespielt werden?

    Bei etlichen VA-Synthesizern kann man FM-Sounds mit beliebigen Wellenformen bauen. Ich sag nur Novation KS-Reihe, die sogar Samples (keine Spektralwellen wie Virus oder MS2K, wirklich Samples) eingebaut hat – FM mit zwei verschiedenen Samples. Ich mutmaße, daß der Nord Wave das auch kann.


    Martman
     
  6. Boogie_Blaster

    Boogie_Blaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.08   #6
    Ja, kann er, allerdings nicht 2 Samples miteinander, sondern Samples <> andere Waves. Was auch eines seiner Hauptfeatures ist. Aber das Thema komplexe Samples <> FM ist in vielen Fällen ein überschätztes, da die komplexen, bewegten Obertonstrukturen vieler Samples frequenzmoduliert vor allem noch mehr Obertöne bis hin zum Krach produzieren.


    ...wenn man den Baß irgendwie Synthiemäßig klingen lassen will, ist sicher eine Kombination aus Analogfilter und Envelope-Follower und nach belieben weiterem klangfärbenden Analogequipment bestimmt viel spaßiger.
     
  7. MZ

    MZ Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.08   #7
    ...weswegen man auch wie gesagt selten Saxophone und Flöten nimmt (genaugenommen nie), sondern eher Bässe und synthetische Klänge, die eine steifere Obertonstruktur haben und mit FM (und anschließenden Filtern oder EQs) sehr gut zu anderen Klängen aufgebaut werden können.

    MZ
     
  8. waldorfer

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    Erstellt: 16.08.08   #8
    Gerade Sax und andere Bläser können für ein dynamisches Growling extrem gut davon profitieren. Also es kommt immer drauf an....., wie immer :)
     
  9. MZ

    MZ Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.08   #9
    Naja, wenn ich FM benutze, dann um metallische und synthetisch klingende Ergebnisse zu haben.
    Sax und Flöten sind eher warme Naturklänge....nach kurzen Experimenten damit habe ich mich nicht weiter damit befaßt :D

    MZ
     
  10. waldorfer

    waldorfer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.08.08   #10
    Anspieltipp SY. Klingt einfach besser als jedes Sample. Die Rolands bekommen das mittels FM auf den Tone auch noch hin, dort klingt es aber imer etwas hart. Der SY wirkt da wesentlich organischer - also jetzt zum anzerren eines Samples.

    Ansonsten - wenn du z.B. den Carrier höher als den Modulator einstellst, bekommt man schöne Blasabteilungen. FM ist ja recht fexibel :)
     
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