Hi Mirojan,
es gibt grundsätzlich 2 Möglichkeiten: rein Stand-Alone oder über USB angeschlossen lassen.
Selbst wenn das Scarlett über Stand-alone-Capabilities verfügt, dann ist es vom Handling her einfacher, es über USB anzuschließen, damit Du es noch über den DSP-Mixer (Mixcontrol oder wie das bei denen heißt) steuern kannst (Routing, Preamp-Gain, Phantom-Power, ...).
In der DAW lädst Du dann nur den Treiber des RME HDSPe AIO (als Hauptinterface), denn eine Applikation kann ja ohnehin nur einen Audiotreiber laden.
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Klammern wir hier mal die Spezialitäten von macOS aus (-> aggregate device). Was Windows anbelangt, ist der Einsatz von ASIO4ALL nicht empfohlen, weil es nicht im OS integriert ist und darum von Herstellern von Audio Interfaces nicht mitsupportet wird. Du hättest dann ein unsupportetes Setup. Durch den zusätzlichen ASIO-Layer entspricht es auch nicht dem Grundgedanken von ASIO, einen direkten und möglichst latenzfreien Zugriff auf das Audio-Interface zu erlangen. ]
Clock-Synchronisierung
Ich würde das Scarlett mit 2 TOSLINK-Kabeln anbinden, um alle Ein- und Ausgänge des Scarletts nutzen zu können.
Bei Single Speed (44,1/48 kHz) bis zu 8 Kanäle.
Die Verbindung von der HDSPe AIO zum Scarlett ist auch für die Clock-Synchronisierung von Nutzen. Word Clock ist dafür nicht erforderlich, die digitalen Schnittstellen transportieren auch ein Clock-Signal gleicher Qualität. Du sparst Dir dann die Wordclock-Verkabelung.
Es ist auch vom Handling her schön, wenn die HDSPe AIO als Hauptinterface am Rechner die Clockmaster ist.
Dann musst Du nur in der Applikation die Sample-Rate wählen (44,1 oder 48 kHz) und alles andere stellt sich automatisch auf die Sample-Rate ein, ohne noch an den Geräten etwas umstellen zu müssen.
Die AIO als Clockmaster bekommt die Sample-Rate über den Treiber mitgeteilt und alle Clock-Slaves lernen die Sample-Rate vom Clockmaster.
Siehe zum Thema Clock Sync auch diesen Blogartikel:
Überblick Blogartikel und zugehörige Artikel / overview blog articles and related articles:tubeheats Blog - Artikelübersichta few minor correctionsIntroIn the use of digital technology in the audio domain, precise clock synchronization between audio…
www.tonstudio-forum.de
Zu der Frage "Welches Gerät, Scarlett oder ADA8200?"
Wie hoch ist denn Dein Budget und welche Art von Eingängen brauchst Du denn?
Mikrofon, Instrument (Hi-Z) oder analoge Line Eingänge?
Was möchtest Du daran anschließen?
Wenn Du das sagen würdest, dann könnte man Dich besser zu diesem Punkt beraten.
Mal grundsätzlich zu denen von Dir ins Rennen gebrachten Geräten:
Zu
Behringer*: Bei
Behringer* hätte ich prinzipiell gewisse Vorbehalte hinsichtlich der Qualität. Kommt sicherlich auch auf das jeweilige Produkt an. Ich hatte mal für rund €200 so was Ähnliches wie den ADA8200 hier. Weiß gar nicht mehr genau, was das war, ist schon länger her. Da waren alleine schon die Gehäusekanten scharfkantig und es sah dadurch nicht gerade vertrauenserweckend aus.
Meistens gibt es bei
Behringer* auch keine vernünftige Dokumentation mit Messwerten. Was will man auch bei €159 erwarten.
Zu dem ADA8200 erinnere ich mich noch an ein Statement im RME-Forum, dass die Implementierung von WC nicht so gut wäre und die Clock-Synchronisierung deshalb besser über die ADAT erfolgen sollte.
Bei dem
Focusrite* hättest Du schon eine ganz andere Qualität und da es sich um ein USB-basiertes Recording-Interface handelt, könntest Du es auch flexibel als Reservegerät einsetzen oder auch für den mobilen Einsatz. Falls Du doch mal mit höherer Sample Rate arbeiten möchtest, hättest Du bei
Focusrite* Scarlett auch nicht die Limitierung auf maximal 48 kHz wie beim ADA8200.
Preiswerte Geräte müssen nicht schlecht sein, teurere Geräte können aber durchaus Vorteile bieten. Man muss sich halt überlegen, was man braucht und wie viel einem der Spaß oder ein Mehr an Qualität, Komfort und Möglichkeiten wert sind.
Deine Ausgangslage
Mit der HDSPe AIO hast Du jedenfalls eine hervorragende Basis für Dein Setup, da kannst Du über ADAT auch hochqualitative Geräte wie den ADI-2 Pro EX anschließen, der eine Menge an Möglichkeiten, gerade auch für das Abhören über aktive Monitore und auch speziell Kopfhörer, bietet. Bei Bedarf, siehe:
RME-Referenzwandler, Integration ins Setup
RME-Referenzwandler, Modelle und Anwendungsbeispiele