Footsoldier: Hooligans-80er in Essex/London-Schlägereien ....bei uns?

von pablovschby, 25.07.08.

  1. pablovschby

    pablovschby Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.08   #1
    Hallo Leute

    Im Film "Footsoldiers" oder "Rise of the footsoldier" wird gleich am Anfang folgende Szene gezeigt:

    Hooligans A sitzen in U-Bahn und fahren in Station. In der Station hat es Hooligans B (Feinde von Hooligans A und von der Quantität etwa Hooligans A mal 10), die ungeduldig und nach Blut lechzend auf das Eintreffen ihrer Feindhooligans warten.

    Die Hooligans B kreischen laut rum, einer mit einem Mundschutz, Machette und andere mit Axt, Ketten, usw. Dass diese zwei Personengruppen sich nicht treffen, um Kaffee zu trinken, ist wohl klar...also gibts Prügel.

    Kleine Anmerkung: Diese Szene ist ja ein wahres Artwork und beweist wiedermal, dass auch ein Film, der nach dem Jahre 2000 gedreht wurde, richtig geil sein, Klasse und Inhalt haben kann.

    Die Frage dazu:

    Der Film basiert auf einer wahren Geschichte. Anscheinend gab es in den 70/80er solche Riesenschlägereien laut diesem Film und ich würde das auch glauben. Aber ein Kollege ist da sehr skeptisch. Daher die Frage:

    Gab es damals wirklich Schlägereien in/um London in diesem Ausmass?

    Und dann: Gibts solche Schlägereien auch heute noch in England? Oder ist das dann wohl der Grund, warum man Touristen von prunkvollen Kleidern und von Auf-die-Strasse-Gehen-nach-10-Uhr-abends in London abratet...?

    Kann da jemand aus Erfahrung sagen, dass es solche Schlägereien gab und vlt. sogar immer noch gibt. Wie oft?
    Zuerst kann man sich sowas ja schwer vorstellen... aber letztlich gibts doch solche Sachen auch in der Schweiz, Deutschland. Oder? Auch wenn nicht sooo oft.

    Danke euch & Gruss
    Pablo
     
  2. Flo.O

    Flo.O Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.08   #2
    Ich weiss jetzt nicht, was daran so "geil" sein soll...

    Es gab/gibt Hooligans, viele auch in England. Da du nichts zu der Größe der Gruppen sagst, kann man nicht sagen, ob es Schlägereien in diesem Ausmaß gibt.
    Falls du mit "Ausmaß" die Waffen, wie Äxte, Macheten und Ketten meinst, gleicht das wohl eher einer Motoradgang...Hooligans nutzen grundsätzlich keine Waffen, ist eine Art Ehrenkodex in der Szene.

    Wieso interessiert dich das eigentlich so? Willst du dich auch bei so stumpffen Gewaltakten abfeiern?

    MfG
     
  3. pablovschby

    pablovschby Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.08   #3
    Ich beurteilte die Szene. Die Szene hat Substanz, Realität, usw... alles dabei > Artwork. Die Szene ist Hammer, ist geil. Damit bin ich nicht "für" Gewalt.

    "Der Pianist" ist auch ein Superfilm. Wenn du daraus nun interpretierst, dass ich für die Ausrottung der Juden bin, ... ähm, ja ... ziehst du vlt. zu voreillig Schlüsse? Ich weiss es nicht.
    Es interessiert mich nur, ob es sowas 1. in England noch gibt und 2. ob jmd. Erfahrungen gemacht hat und wenn ja, welche in DE, CH oder England.

    Wieso? Weil mein Kollege hier nach wie vor stur behauptet, diese Szene sei völlig übertrieben und absolut irreal...

    ...was ich bestreite. Man weiss ja auch, dass hier in der Schweiz sogar durch Prügel schon Leute umgebracht wurden und spitalreif geschlagen.
     
  4. mYa

    mYa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.08   #4
    Quelle: Wikipedia

    Unter Hooligans gibt es so etwas wie einen Ehrenkodex: Es werden im Normalfall keine anderen Zuschauer der Veranstaltungen, sondern nur gegnerische Hooligangruppen angegriffen. Personen, die auf dem Boden liegen, dürfen nicht weiter geschlagen werden, und der Gebrauch von Waffen und Gegenständen (Regenschirme, Stöcke, Flaschen, Steine, Bierdosen) ist nicht die Regel. Beide Gruppierungen sollten zahlenmäßig in etwa gleich stark sein. Geschilderte Fälle normaler Sportveranstaltungsbesucher belegen jedoch z.T. das Gegenteil. Besonders in Ost- und Südeuropa, aber auch in Deutschland werden in letzter Zeit die Grenzen des angeblichen "Ehrenkodex" missachtet, und so kommt es teilweise zu blinder Gewalt mit vereinzeltem Einsatz von Hieb- und Stichwaffen.

    Oft verabreden sich Hooligans mit anderen Hooligangruppen außerhalb des Stadions oder suchen den Konflikt in dessen Umfeld. Dies ist vor allem dadurch entstanden, weil rund um die Stadien der Bundesliga eine umfassende Videoüberwachung und erhöhter Polizeieinsatz zur Routine geworden sind. Dies hat das Hooliganproblem jedoch nicht behoben, sondern nur verdrängt. Das Ausweichen auf untere Ligen und neutrale Plätze gehört mittlerweile zum Alltag.