Form der Musik - Buch gesucht

von Joe003, 04.05.08.

  1. Joe003

    Joe003 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.08
    Zuletzt hier:
    9.03.11
    Beiträge:
    5
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 04.05.08   #1
    Hi Leute,
    ich spiele schon seit einigen Jahren Klavier!
    Irgendwann hab ich dann angefangen eingene Stücke zu schreiben. Das fällt mir eingentlich auch nicht all zu schwer, weil ich grundsätzliche Dinge in der Harmonielehre beherrsche.

    Das Problem ist bloß:
    Da meine Stücke meist klassisch gepägt sind möchte ich, dass die Lieder auch eine Form haben.
    Kann mir jemand ein Buch empfehlen, in dem grundsätzliche Regeln zur Komposition und vor allem zur Form der Musik (z.B Sonatenhauptsatzform, Merkmale eines Walzers, Menuett...) stehen!!!

    Schon vielen Dank im Voraus,
    Joe003
     
  2. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    11.04.04
    Zuletzt hier:
    29.11.16
    Beiträge:
    5.925
    Ort:
    Tranquility Base
    Zustimmungen:
    565
    Kekse:
    18.025
    Erstellt: 07.05.08   #2
    in fachbibliotheken findest du ein "Handbuch der musikalischen Gattungen". ansonsten geht auch "Die Musik in Geschichte und Gegenwart", das ist eine große enzeklopädie die du ebenfalls in (fach)bibliotheken findest.

    mit den regeln ist das immer so eine sache. die sonatensatzform ist lange nach ihrer einführung erst definiert worden (ich glaube mitte des 19. jahrhunderts). ich glaube sie wurde auf das beispiel beethoven angewand - demnach haben sich auch komponisten wie haydn oder mozart nur eher lose daran gehalten... immerhin gab es diese regel nicht, es war nur einfach gebräuchlich. wenn du sonatensätz analysierst wirst du fast immer abweichungen von der regel finden.
    (natürlich muss man die regeln auch kennen um die abweichungen zu benennen - aber eigentlich kann dir das ja egal sein da du der kreative kopf sein willst der die regeln bricht ;) )

    wenn du dich damit beschäftigen willst muss dir aber auch der unterschied zwischen form und gattung bewusst sein. nur als hinweis, ich bin da lange nicht hinter gestiegen...
     
  3. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

    Im Board seit:
    11.03.08
    Zuletzt hier:
    4.05.10
    Beiträge:
    1.212
    Ort:
    Banane
    Zustimmungen:
    8
    Kekse:
    17.604
    Erstellt: 07.05.08   #3
    Analysiere doch einfach ein paar Stücke, die deinem "Style" entsprechen.

    Die Formen sind, wie Fastel schon schrieb (ich bestätige das hiermit!), nachträglich "erfunden" worden.
    Nicht, daß der Komponist nicht wußte, was er da macht, er hat sich nur einfach eine Form überlegt, die Sinn macht und die dementsprechend angewendet.

    Bei der Formananalyse solltest du auch auf die Tonarten achten, also wann in die Dominante gegangen wird, wann moduliert wird, wie orchestriert ist, wie das Thema bearbeitet ist (z.B. Fugen...) ect. usw.

    Das bringt mehr und ist kreativer, als sich strikt an eine Form zu halten.

    Bücher gibt es allmaß, vor allem im Antiquariat, die taugen (immer noch) sehr gut.
     
  4. fugato

    fugato Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.08.07
    Zuletzt hier:
    19.08.13
    Beiträge:
    171
    Ort:
    Magdeburg... ist gar nicht so übel
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    929
    Erstellt: 25.05.08   #4
    Wenn du mal etwas spannendes und gleichsam anstrengendes über Formin einem Büchlein erfahren möchtest, das die üblichen Kategorien für Formbetrachtung, Formwahrnehmung und Formgestaltung längst über Bord geworfen hat und ganz interessante Wege anbahnt, dann möchte ich folgendes empfehlen:

    Jost, Ekkehard (Hrsg.): Form in der Neuen Musik. Fünf Kongressbeiträge. In: Veröffentlichungen des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt. Bd. 33. Schott. Mainz. 1992.

    ... ist ein dünnes Heftchen und lässt sich sicherlich in einer Bibo auftreiben.
     
Die Seite wird geladen...