Frage bzgl. Reissfestigkeit

von Schpaddl, 29.08.07.

  1. Schpaddl

    Schpaddl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.07   #1
    Hallo und danke fürs reinschauen. Folgende Frage:


    Welche Saitenstärken sind reissfester? Dünne oder dicke?

    Folgende Überlegung.

    Dicke Saiten sind allein wegen der Masse des Saitenkerns, auf dem ja jeglicher Zug liegt, reissfester sein, weil dick = widerstandsfähig.

    Überlegung Nr. 2.

    Dünne Saiten sind aufgrund der geringeren Saitenkerndicke flexibler und sind deshalb auch weniger anfällig für knicken und folglich auch widerstandfähiger gegenüber Saitenreissen, weil sie unter dem Fingeranschlag sowie an der Bridge leichter nachgeben kann und deshalb nicht so schnell an besagten stellen brüchig wird.

    Ich hoffe ihr könnt mir folgen...


    Nun, welche Überlegung entspricht den Tatsachen?
    Ich habe mir gerade einen neuen Satz Ernie Ball Super Slinky (mein erster) gekauft und traue mich irgendwie nicht ordentlich reinzulangen, weil sich die Saiten sehr zart anfühlen.
    Zum Slappen sind die allerdings ein Traum.



    Wo ich gerade so vor mich hintippe fällt mir gleich noch was ein...

    Welche Saite klingt "fetter" bzw. hat den höheren Ausgangspegel? Ich habe keine direkte Vergleichsmöglickeit

    Dicke Saiten müssten aufgrund der Masse härter in das Magnetfeld der Pickups eingreifen, dünne Saiten allerdings... Die schwingen weiter aus. Hmm...


    Danke im voraus für eure Antworten
     
  2. saTa

    saTa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.07   #2
    Wow... mir war garnicht klar, dass das am Bass so ein Thema ist. Mir ist in 4 Jahren jetzt eine G-Saite beim Poppen gerissen. Und die war n paar Wochen alt und ne Werkssaite aufm OLP Bass. :|
     
  3. Tieftonsüchtiger

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    Erstellt: 30.08.07   #3
    eine dickere saite klingtr wegen der größeren masse fetter.

    was du bei deiner überlegung nicht beachtet hast: dicke saiten sind bei gleicher stimmung wesentlich stärker gespannt als dünne saiten. deswegen nimmt man für permanentes bending auch nicht gleich den .50-.110er-satz. beim tappen sind dünnere, lockerere saiten wesentlich angenehmer zu spielen.

    mit dicken saiten braucht man zwar mehr kraft, aber je dicker die saite, desto niedriger kann die saitenlage sein, da dicke saiten - wie du richtig erkannt hast - nicht so stark ausschwingen.

    naja...würde man einen nüchternen zugbelastungstest im labor machen, reißt selbstverständlich die dünnere saite zuerst aufgrund der geringeren masse bzw. geringeren querschnitts.

    EDIT: der saitenkern, also die "saite an sich" ohne umwicklung muss bei den verschiedenen marken nicht immer gleich sein, trotz gleicher saitenstärke.

    bedeutet: eine .100-saite von fender muss nicht den gleichen kern-querschnitt wie ne .100er von warwick haben ...oder so.

    EDIT 2: hauptgrund zur auswahl der saitenstärke ist immer noch der eigene geschmack. du brauchst dir eigentlich absolut keine gedanken machen dass eine E-Bass-Saite reißt, da die net unbedingt filigran sind.

    Nur wenn die saite schon den Burenkrieg miterlebt hat oder man zum Slappen den Hammer nimmt oder so....oder miese Qualität.
     
  4. jultr-uuao

    jultr-uuao Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.07   #4
    Du hast völlig richtig die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Saitenstärkern erkannt und deshalb gibt es keine bestimmte Stärke, die am resistentesten gegen Reißen ist. Wenn man mit hartem Anschlag und vielleicht noch Plek bei der Bridge rumprügelt, ist man mit eher dünnen Saiten besser beraten, weil sie flexibler sind - schreibst du ja selbst - für andere Anwendungen und Geschmäcker sind dünne Saiten aber weniger geeignet und fallen schon deshlab weg.
    Ich habe nicht feststellen können, dass dicke Saiten schneller bei mir reißen, ich spiele aber wandernd: mal Nähe Brücke, mal beim Hals PU, mal überm Hals und mit den Fingern, kein übermäßig harter Anschlag.

    Daher denke ich, dass man sehen muss, welche Saitenstärke zum eigenen Spielstil passt und mal ehrlich: wann reißt schon mal eine Basssaite? Ab und zu kann man sich ja auch einen neuen Satz raufmachen;)
     
  5. saTa

    saTa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.07   #5
    Das Kriterium Zeit wird hier vernachlässigt, find ich. Wenn ich ne dünnere Saite hab und die sich am Steg abnutzt, macht ein viertel Millimeter Abrieb bei ner .50er Saite wohl mehr aus als bei ner .75 Saite - prozentual betrachtet.

    Was die Wahrscheinlichkeit des Reißens erhöhen dürfte. Lösung: Graphitsättel. :D
     
  6. Tieftonsüchtiger

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    Erstellt: 01.09.07   #6
    genau, dann sorgt man einfach dafür, dass bridge/sattel und so weiter in ordnung sind, dann reißen auch dünnste saiten nicht mehr. zumindest nicht von sich aus, eben nur durch abnutzung und spielweise. und materialfehler.

    logisch, dass eine gescheite hardware vorraussetzung für ein glückliches und langes saitenleben ist. :D
     
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