Frage eines Unwissenden

von der_michi, 30.01.07.

  1. der_michi

    der_michi Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.01.07
    Zuletzt hier:
    20.02.07
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 30.01.07   #1
    Hallo,

    ich bin eben durch Zufall bei google auf dieses Forum gestoßen.

    mein Name ist Michael, ich bin 21 Jahre alt und kein Musiker :o
    Ich bitte euch, mich dafür nicht zu hauen, dennoch habt ihr und ich ein gemeinsames Anliegen : Eine gute Stimme.
    Ich bin leidenschaftlicher Schauspieler, natürlich kein Profi, aber dennoch passioniert, besonders im Bereich Film.
    Ich weiß nur zu gut aus anderen Foren,wie gegrummelt wird, wenn ein Neuer, Unerfahrener daher kommt, und zum 10.000en Mal die selbe Frage stellt, die man hätte mit der Suchfunktion finden können. Geht leider nicht, ich weiß nämlich nicht wonach ich suchen soll.

    Langer Rede kurzer Sinn :

    Ich möchte langsam meine Stimme als Autodidakt weiterbilden. Jetzt hänge ich seit Ewigkeiten an einem Problem, das mir Kopfzerbrechen bereitet :
    Wie kann man das berühmte "Gurgeln" in der Stimme erzeugen ? Ich denke, ihr wisst, was ich meine. Wenn ein Schauspieler ( bzw. meist dessen Synchro ) lauter wird, oder schreit, dann kippt oder verzerrt seine Stimme nicht, sondern sie hört sich "feucht" und "gurgelnd" an.:confused: Was ist das ? Wie nennt man es, und was geschieht da mit den Stimmbändern ? ( Z.B. auch ganz extrem zu hören bei Westernhagen )

    Jetzt habe ich allerdings beim tage-und Wochenlangen Suchen im Netz soviel gefunden, dass man die Stimme niemals treten sollte. Gottseidank habe ich das noch nicht getan, und habe es auch nicht vor. Könnt ihr mir eine Empfehlung geben, mit welchen Mitteln ich die Stimme auf dieses "Gurgeln" hin trainieren kann ? Ich will nämlich nix kaputt machen...
    Sollten jetzt Tipps für ein professionelles Stimmtraining kommen : Sorry, aber das kann ich mir a ) nicht leisten und b ) wohne ich am Arsch der Welt ( Saarland ), wo es keinerlei Möglichkeit der professionellen Fortbildung gäbe.

    Ich hoffe auf Eure Antwort

    Im Voraus besten Dank

    Gruß, Michael
     
  2. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

    Im Board seit:
    17.10.05
    Zuletzt hier:
    3.12.10
    Beiträge:
    5.594
    Ort:
    Kernen im Remstal
    Zustimmungen:
    60
    Kekse:
    17.834
    Erstellt: 31.01.07   #2
    So ganz versteh' ich nicht worauf Du rauswillst, aber da es um das "Verzerren" geht, (was als Suchwort übrigens gut funktioniert hätte), suchst Du nach den Taschenfalten-Techniken. (auch Taschenfalten kennt die SuFu)

    Falls es das doch nicht war, mache ich mir gerne noch mal Gedanken.

    Grüße

    Ice
     
  3. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

    Im Board seit:
    02.07.05
    Beiträge:
    25.244
    Ort:
    Wo andere Leute Urlaub machen
    Zustimmungen:
    5.430
    Kekse:
    91.893
    Erstellt: 31.01.07   #3
    Bei Westernhagen (oder Luis Armstrong, ab und an Joe Cocker) als Beispiel würde ich auch die Taschenfalte vermuten.

    Wie das geht lässt sich schwer erklären, da man die Körper-inneren Organe ja eben nicht sehen und die Hand nehmen kann.

    Ich kann Dir nur sagen, wie es sich anfühlt: So als würde ich hinten im Hals im oberen Kehlkopfbereich etwas "umklappen" - ähnlich wie beim "Knödeln", nur dass es dabei eben zusätzlich noch "vibriert", was wiederum durch die Luftzufuhr passiert...

    ... tja - ob Du damit nun was anfangen kannst? Aber so fühlt es sich zumindest an... das Umklappen (nach innen) kann aber tatsächlich mechanisch hervorrufen. Das solltest Du als erstes mal versuchen und hören, ob sich Deine Stimme wie gewünscht verändert.
     
  4. der_michi

    der_michi Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.01.07
    Zuletzt hier:
    20.02.07
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 31.01.07   #4
    Hallo,

    danke für die Antworten.

    Das Wort Taschenfalten hatte ich bis dato noch nicht gehört.

    @ antipasti :

    Das mit dem Umklappen klingt logisch. Und tatsächlich bekomme ich dieses "Gegurgel" auch irgendwie hin, wenn ich mich anstrenge, aber dann klingt es nicht mehr wie eine normale -laute- Stimme, sondern extrem künstlich, und aus meiner Sicht irgendwie, na ja, lustig. Ich merke zwar, dass ich die Stimmbänder damit nicht belaste, trotzdem hab ich da so meine Bedenken.
    Mal angenommen, ich würde das regelmäßig üben, kann man seine "Taschenfalten" denn trainieren, so dass dieses Verzerren, was mir z.Z. noch große Schwierigkeiten bereitet, ohne viel Tamtam in die Stimme integrierbar ist.

    Ich habe nämlich durch Zufall bei meinem Großvater genau dieses Verzerren gehört.
    Er spricht einfach ganz normal, und nur wenn er mal lauter wird, dann kommt ganz automatisch das "Cocker-Westernhagen-Armstrong-Gurgeln". Er hat weder Stimm-noch Gesangsaubildung. Lediglich eine Staublunge aufgrund seiner früheren Tätigkeit als Bergmann ( Kann das denn eine Ursache sein ) ?

    Ansonsten werde ich mal mit dem Dorforganisten sprechen. Er ist ausgebildeter Kirchenmusiker, kann selbst klasse singen, und hat vielleicht Ahnung von den "Taschenfalten"...

    In diesem Sinne

    Gruß, Michael
     
  5. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

    Im Board seit:
    17.10.05
    Zuletzt hier:
    3.12.10
    Beiträge:
    5.594
    Ort:
    Kernen im Remstal
    Zustimmungen:
    60
    Kekse:
    17.834
    Erstellt: 31.01.07   #5
    Wenn Du's jetzt schon hinbekommst, ohne dass es Streß für die Stimmbänder ist, ja, dann schaffst Du's mit Training so weit, dass es "ohne Tamtam" geht.

    Bei Deinem Großvater möchte ich nicht ausschließen, dass seine Staublunge da mit reinspielt, wobei es Leute gibt, die auch gesund halt so singen. Louis Armstrong hatte sicher lange Zeit keinen Gesangsunterricht ;)

    Die Idee einen Musiker, der singen kann zu fragen ist immer gut :D Lass Dich nur nicht abschrecken, falls er das Gesicht verzieht...
    Klassikern graust's manchmal vor den Pop-Techniken.
     
  6. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

    Im Board seit:
    02.07.05
    Beiträge:
    25.244
    Ort:
    Wo andere Leute Urlaub machen
    Zustimmungen:
    5.430
    Kekse:
    91.893
    Erstellt: 31.01.07   #6
    Das war bei mir früher tatsächlich auch so. Wenn ich schreien oder rufen wollte, kam das auch automatisch. Das ist tatsächlich eine ungünstige Technik des laut rufens (sprich: Stadionggrölen), die ich übrigens MMW auch mal unterstelle und die dauerhaft gerne mal zur Heiserkeit führt.. Bei Synchronsprechern höre ich das tatsächlich auch öfter. Bei mir ist das teilweise mit dem Gesangsunterricht verschwunden - zumindest das Unkontrollierte.
     
  7. dirk

    dirk Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.08.04
    Zuletzt hier:
    5.11.11
    Beiträge:
    277
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    153
    Erstellt: 03.02.07   #7
    Es scheint mir bei Michis Anliegen nicht um die Taschenfalten zu gehen, sondern um einen vollen, "körperreichen" Klang der Sprechstimme, den wir alle so bei den Profi-Sprechern schätzen.
    Wenn ich da richtig liegen sollte, rate ich Dir, dich mit Luftfluß und Stütze zu befassen. Das sind nun aber Dinge, die man im Fernkurs schlecht vermitteln kann. Was sich aber sagen läßt: die Luft darf beim Sprechen nicht locker ausströmen, sondern soll mit dem Bauch (Zwerchfell) gehalten/gestützt werden. Das wirklt sich auf die (Sing- und Sprech-)Stimme aus.
     
  8. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

    Im Board seit:
    02.07.05
    Beiträge:
    25.244
    Ort:
    Wo andere Leute Urlaub machen
    Zustimmungen:
    5.430
    Kekse:
    91.893
    Erstellt: 03.02.07   #8
    Das glauibe ich nicht - nicht wenn man Marius als Beispiel hinzuzieht.

    Sein Wort "Gurgeln" ghet schon die Richtung - ich würde es eher "Röhren" nennen.

    Aber wissen tut man es natürlich nie genau.:(
     
  9. SingSangSung

    SingSangSung Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.02.07
    Zuletzt hier:
    14.09.16
    Beiträge:
    1.022
    Zustimmungen:
    41
    Kekse:
    1.054
    Erstellt: 04.02.07   #9
    Ich stelle mir unter "Gurgeln" so was vor wie bei dem Synchronsprecher von Bud Spencer bzw. Gimli dem Zwerg!

    Und ich hab so was gar nicht und will es auch nicht haben. Und MMW hat mal gesagt, beim HNO haben sie festgestellt, dass da gar kein Kehlkopf bei ihm ist, sondern eine Schiffsschraube ...
     
  10. der_michi

    der_michi Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    30.01.07
    Zuletzt hier:
    20.02.07
    Beiträge:
    4
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 05.02.07   #10
    Hallo,

    nochmals danke für die vielen Antworten.

    Allerdings habe ich das Gefühl, dass einige noch immer etwas anderes vermuten, was ich eigentlich meine.
    Ich hatte schonmal geschrieben, hört euch Westernhagen ( ich stehe zum Beispiel voll auf das Lied "wieder hier" ) an.
    Genau dieses Gurgeln meine ich. Je länger ich mir das anhöre desto mehr klingt es nach einem "Frosch", der er im Hals hat, ihn aber nicht rausräuspern kann;)
    Denn so ähnliche Laute kann ich auch erzeugen, wenn ich etwas Schleim im Hals habe.
    Sobald ich mich aber räuspere, ist die Stimme wieder richtig "trocken", wenn ihr versteht, was ich meine.
    Ich habe jetzt an der Volkshochschule einen Kurs für Stimmbildung belegt, an dem unter anderem Therapeuten, Schauspieler und weitere Berufssprecher teilnehmen. Ich denke,dass dort sicherlich auch die physiologischen Grundlagen der Stimmerzeugung angesprochen werden.
    Sobald ich mehr weiß, werde ich es hier posten.

    In diesem Sinne

    viele Grüße, Michael
     
Die Seite wird geladen...

mapping