Frage zu Fender Reverb Deluxe bei hoher Lautstärke

von berni, 10.10.05.

  1. berni

    berni Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.05   #1
    Guten Tag,

    gibt es hier jemanden, der einen Reverb Deluxe (silverface) hat und sich damit ein bischen auskennt?
    Ich habe folgende Frage: Der rechte Kanal mit Reverb/Tremolo hat noch diesen kleinen Boostschalter. Steckt man diesen kleinen Treter nicht rein, hat man die volle Verstärkung. Hat man ihn aber drinn und getreten, senkt man die Verstärkung deutlich ab.
    In dieser Position habe ich ihn bislang fast ausschließlich betrieben.
    Nun spiele ich langsam doch ab und zu mal lauter, und wundere mich, dass dann die tiefen Töne zu einem heftigen, sich merkwürdig überschlagenden Ton führen. Vor allem bei Einsatz des Halshumbuckers und noch stärker bei Vorschalten eines Delays. Ohne Delay und mit dem Steghumbucker tritt dieser Effekt nicht so massiv auf.
    Ich habe den Amp gebraucht erstanden und hatte ihn zum Überarbeiten und Röhrenwechsel beim Fachmann. Der fand alles normal. (Ist aber kein Fenderspezi)
    Kann es eventuell auch an meinem Probenraum liegen, dass der für bestimmte Lautstärken einfach zu klein ist.
    Und noch ne Frage: Der Lautstärkesprung von Boost aus zu an kommt mir so stark vor, dass ich mich frage, ob das im Bandzusammenspiel passt (Rhythmus-Solo).

    Wäre nett, wenn mir jemand was zu seinem Fender schreibt.
    Vielen Dank.
    Berni
     
  2. 68goldtop

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    Erstellt: 10.10.05   #2
    hallo bernie!
    ich hatte mal so einen und fand daß die "fender-spezis" recht haben - NIE den boost-schalter gebrauchen ist die einhellige meinung die ich seitdem nur teilen kann ;)
    allerdings hatte ich keinen footswitch + habe das nur mit dem "pull-boost" volume-poti ausprobiert.
    normalerweise ist es so, daß du wenn du den fußschalter rausläßt und den volume-poti NICHT rausziehst den "klassischen" deluxe-sound hast. damit solltest du eigentlich gut zurechtkommen... zumindest wenn man bedenkt wie populär diese amps sind!
    ich hatte insgesamt 3 davon (2 x silverface, 1 x ´65 reissue) und alle waren ziemlich laut für "nur" ca. 20w. natürlich übersteuern sie ab einer bestimmten lautstärke (meist so ab 4 oder 5) und der sound den man dann bekommt ist einerseits geschmacksache, hängt aber andererseits auch vom benutzten speaker, den röhren etc. ab.
    mit einer les paul klang mein ´65 reissue ziemlich klasse!
    best
    - 68!
     
  3. berni

    berni Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.10.05   #3
    dankeschön, das ist schon mal ein Gedankeansatz, den ich mir durch den Kopf gehen lassen werde!
    Berni
     
  4. 68goldtop

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    Erstellt: 11.10.05   #4
    hallo berni!
    noch ein paar "geschichtliche" hinweise...
    leo fender(und später auch die neuen besitzer CBS) wollten immer einen möglichst cleanen sound erreichen. das ging auch in den 70ern noch weiter, während alle welt (also alle rock-gitarristen) längst die verzerrung für sich entdeckt hatten und marshall und mesa-boogie auch schon sehr erfolgreich solche (verzerrenden) amps vermarkteten. irgendwann gegen ende der 70er (ca. 77) kamen die cbs-leute auf die idee daß sie ja womöglich auch was mit verzerrung machen könnten und haben dann dieses "boost"-feature erdacht.
    die schaltung der amps blieb aber weitgehend unverändert (also auf "clean" ausgelegt) und anstatt die vorstufe entsprechend zu verändern wie es die anderen hersteller machten - und bis heute machen - benutzte fender/cbs einen sehr eigenwilligen ansatz. irgendwie wurden teile des reverb-signals nochmal mitverstärkt und das führte zu diesem eher kratzigen sound.
    es dauerte dann noch ein paar jahre bis paul riviera ca. ´82 die "II" serie für fender entwickelte und erstmals einen "richtigen" zerr-kanal in einem fender-amp realisierte.
    sorry, genaueres kann ich zur technischen seite dieses "boost" features nicht sagen - vielleicht kommt ja noch ein techniker hier vorbei und kann das besser erklären...
    best
    - 68!
     
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