Frage zur Orchestrierung

von tonkind, 19.10.06.

  1. tonkind

    tonkind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #1
    Hallo zusammen,

    kann mir jemand sagen, welche Instrumente in welcher Anzahl zu einem "B-Orchester mit üblichen Nebeninstrumenten" gehören?

    Danke schonmal für Tipps.

    Es grüßt
    das Tonkind
     
  2. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 19.10.06   #2
    Ich bin nicht sehr kompetent in der einteilung von laienorchestern, und soweit ich herausgefunden habe, spielen da alle, die zur verfügung stehen: eine bunte, variable besetzung, mal mehr big-band, mal streichorchester. Zum arrangieren müsste man genaueres wissen.
     
  3. tonkind

    tonkind Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #3
    Hallo,

    erstmal danke für die schnelle Antwort!
    Es wundert mich, daß Du von Laienorchester schreibst, weil es um die Münchner Symphoniker geht.
    Hieße das demnach, das B soviel wie "zweite Besetzung" bedeuten soll?

    Leider habe ich auch keinen weiteren Informationen würde aber in dem Fall von einem kompletten Symphonieorchester ausgehen.
    Nur, was soll dann die Bezeichnung B-Orchester, wenn es ums arrangieren geht? Seltsam.

    Dank an Dich.

    Es grüßt
    das Tonkind
     
  4. tonkind

    tonkind Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #4
    P.S.:
    Habe mir gerade Ihr Profil angesehen und korrigiere mich:

    Dank an Sie !

    Es grüßt
    das Tonkind
     
  5. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #5
    Hallo Tonkind,
    schau mal:
    Orchesterbesetzung Münchner symphoniker - Google-Suche
    Vielleicht findest Du da Deine Antwort.
    Die Besetzung eines professionellen Orchesters ist je nach Partitur und vorhandenen Musikern unterschiedlich. Gastmusiker werden je nach Wichtigkeit des Dirigenten und finanziellem Etat dazugekauft.
    Bis vor kurzem wußte ich auch noch nicht, daß man Beethovens 4. Sinfonie mit nur 39 Musikern spielen kann, mir klang es auch entsprechen dünn. Aber angeblich hat B. es für so wenige geschrieben...
    Unser kleines "C"-Orchester ist leider für viele Musikwerke drastisch unterbesetzt, m.M. ist eine hohe Streicherzahl für einen guten Klang eminent wichtig, aber wir haben da auch nicht viele, 6x 1. 4x 2. Violine... :(
     
  6. tonkind

    tonkind Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #6
    Hallo tonstudio2,

    demnach verstehe ich die Aufforderung "arrangier´für B-Orchester" so, dass man sparsam orchestrieren soll?
    Ist ja auch mal ein Ansatz :-)

    Danke Dir !

    Es grüßt
    das Tonkind
     
  7. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #7
    Vielleicht solltest Du mal schreiben, warum Du diese Frage stellst ;)
    So langsam scheint sich da folgendes herauszukristallisieren:
    Du arrangierst ein Musikwerk für die Münchner Symphoniker ?
    Allerdings muß Dir dann ein anderer weiterhelfen, das Wenige, was ich weiß, steht weiter oben...
     
  8. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 19.10.06   #8
    Dann geht es bei "B" um die besoldungsgruppe, die hat mit der besetzung nichts zu tun; ich hatte gelesen, dass auch schulorchester eingeteilt werden in A und B. Wenn dem so ist, handelt es sich um ein sinfonieorchester mit doppelt oder dreifach "holz" (englisch horn und bassklarinette inbegriffen) 4 oder mehr hörnern (F), 3 trompeten (B), posaunen, basstuba, pauken, schlagwerk, harfe (1-2), und streicherchor. Im übrigen brauchst du dich nicht zu korrigieren, ich bin ein (noch) ziemlich normaler mensch, und wenn du spezielle fragen hast, mit solchen orchestern kenne ich mich aus.

    Und zu Beethoven wäre anzumerken, dass viele seiner werke ohne probe uraufgeführt wurden, und wenn er gar selbst dirigierte - - - - - - , wäre da nicht der konzertmeister Umlauff gewesen - - - - - Die streicher waren damals nicht so stark besetzt, der gesamtklang anders gewichtet als das spätromantische ideal. Berlioz träumte von einem riesenorchester mit hilfsdirigenten, aber das gab nur einen heillosen wirrwarr, schon der entfernungen wegen.
     
  9. tonkind

    tonkind Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.06   #9
    @tonstudio2
    Ich bin auf die Ausschreibung eines Kompositionswettbewerbs gestoßen. Darin heißt es:
    "Eine Jury beurteilt zunächst die eingesandten Kompositionen.Die von ihr ausgewählten Werke werden schließlich am 29.04.2007 in einem Sonderkonzert der Münchner Symphoniker im Münchner Prinzregententheater vorgestellt. "

    Und an anderer Stelle:
    "Das Werk darf die Besetzung eines B-Orchesters mit den üblichen Neben-
    instrumenten nicht überschreiten."

    Also: Ob ich tatsächlich für die Münchner Symphoniker schreibe, steht noch mehr als in den Sternen :-)
    Ich überlege, teilzunehmen, bin aber noch in der Phase zu klären, was genau eigentlich verlangt wird.


    @G?nter Sch.
    Danke, das hilft mir weiter!!!
    Die "Korrektur" war natürlich mit einem Augenzwinkern gemeint.

    Viele Grüße
    vom Tonkind
     
  10. Niteblind

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    Erstellt: 23.10.06   #10
    Hallo,
    ich mache auch kurze Scores (Logic Pro 7/Garritan PO & EXS)
    verwende es aber eher nach Gutdünken.
    Ich habe mir irgendwo einen Sitzplan eines Orchesters gezogen,
    das macht Garriton aber auch weitestgehend selbst.
    Nur wieviel 1te, 2te Violinen usw. gängig sind, weiss ich nicht.

    Die Infos auf dem Link von Tonstudio2 verstehe ich nicht.
    Gibt´s so was auch für Doofe (mich) ?
     
  11. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 24.10.06   #11
    Das richtet sich nach dem gespielten stück, stärke des orchesters, dienstplan (!) usw., kann variieren von wenig bis viel (4-14 1.Vl.), noch vor ein paar jahren spielten die großen orchester Mozart mit voller besetzung und verdoppelten die bläser zum ausgleich, das macht man heute nicht mehr der klang-authentizität wegen. Aber es kommt auch auf den raum an, in dem musiziert wird (größe, akustik).
    Was hast du nicht verstanden, möchtest es aber wissen?
     
  12. Niteblind

    Niteblind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #12
    Erstmal Vielen Dank !
    Ich bin auf das Link von Tonstudio2 gegangen und habe das gefunden:

    Orchesterbesetzung: 3 (1. u. 2. auch Picc., 3. auch Altfl.) · 3 · 3 (2. auch Es-Klar., 3. auch Bassklar.) · 3 (3. auch Kfg.) - 4 · 3 · 3 · 1 - P.S. (ant. Zimb. · 2 Röhrengl. · 7 hg. Beck. · 2 Tamt. · 2 Tomt. · kl. Tr. · 3 gr. Tr. · Shell chimes · Windmasch. · Lotosfl. · 2 Glspl. · Vibr.) (3 Spieler) - Hfe. · Klav. · Cel. - Str. (12 · 10 · 8 · 6 · 6)


    Da werde ich nicht richtig schlau draus.
    Und mich würde halt interessieren, ob es irgendwelche Faustregeln gibt
    für Orchesterbesetzungen oder ob es komplett variabel ist.

    Wenn ich diese Doku Sachen (per Midi) mache, dann eigentlich so wie ich gerade lustig
    bin. Ohne grossartige Vorkenntnisse ausser denen, die ich im Thread Bach/Mozart beschrieben habe.
    Würde aber gern relativ authentisch <ironie=an>komponieren</ironie=aus>.
     
  13. Flamand

    Flamand Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #13
    Liegt das an den Abkürzungen?

    Die Orchesterbesetzung wird gewöhnlich in folgender Reihenfolge angegeben:
    - Holzbläser (Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott)
    - Blechbläser (Horn, Trompete, Posaune, Tuba)
    - Pauken, Schlagwerk
    - sonstiges (hier: Harfe, Klavier, Celesta)
    - Streicher (Geige, Bratsche, Cello, Kontrabaß) (ich weiß aber nicht in welchem Verhältnis; teilweise werden manche Streicher auch noch verdoppelt bzw. verdreifacht)
     
  14. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 24.10.06   #14
    Die abkürzungen hast du erklärt bekommen, bei den streichern ist eine gängige zahl angegeben von violinen bis kontrabässen, antike zimbeln oder crotalen werden nicht immer gebraucht, röhrenglocken auch nicht, die becken werden gern "von hand" geschwungen.
    Mozart führte die klarinetten ein, auch bei Beethoven sind posaunen die ausnahme (5.,6.,9.sinfonie), Wagner braucht manchmal 8 hörner, von denen 4 auch mit "Wagner-tuben" wechseln, Bruckner auch, Bizet natürlich kastagnetten in "Carmen", ein alt-saxophon in der Arlesienne-musik, wie Ravel in seinem Bolero, Respighi lässt eine nachtigall singen in den "Pini di Roma", und Richard Strauss hat eine instrumentationslehre geschrieben, die ich dir empfehle, eine modernere tut es natürlich auch, und dann - - - - -partiturstudium !!!!!!!
    Es gibt standardbesetzungen und viele ausnahmen.
     
  15. Niteblind

    Niteblind Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #15
    Nein, die Abkürzungen sind klar, bin ja nicht komplett vernagelt. ;)
    Die Anzahl war die Frage, hätte ich in der Tat aber auch selbst drauf kommen können.
    Schuldigung, für die dumme Nachfrage.
    Saxophone habe ich bis Dato immer rausgehalten, viel zu modern. :)
    Nach der Instrumentationslehre werde ich mal suchen.
    Ich schätze, dass ich da wohl bei Steinway fündig werden könnte.

    Vielen Dank, das hat bei mir eine ganze Menge Licht ins Dunkel gebracht.
    Eigentlich sollte ich mein Popöchen wirklich mal die 100m rüber in die
    Laeiszhalle bewegen und mir so was mal in Echt (nicht Glotze oder so)
    anhören/sehen/fühlen.
    @G?nter Sch.
    Hab mir schon eine Menge ihrer Beiträge angesehen und viel gelernt.
     
  16. Gast 23432

    Gast 23432 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #16
    Und dann noch Carl Orff..........

    Danke für Deine weiterführenden Erklärungen, ich hätte da nicht einen Schritt weiter gewußt ;)
     
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