Fragen zu Röhrenverstärkertechnik

von niethitwo, 26.02.04.

  1. niethitwo

    niethitwo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 26.02.04   #1
    Hallo!

    Da ich im Lexikon nix gescheites drüber find und auch noch keine HP gefunden hab, die das gescheit erklärt, möchte ich euch mal Fragen:

    Wie funktioniert eigentlich ein Röhrenverstärker?
    Und was ist eine Endstufe genau? Und wenns eine Endsufe gibt, muss es ja auch Vorstufen geben, oder??

    Kann mir das jemand erklären oder einen Link zu einer HP schicken??

    Danke!
     
  2. David.K

    David.K Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.04   #2
    Genau erklären WIE eine Röhre funktioniert kann ich dir nicht sagen - wird leider in bei und in der Schule nicht mehr unterrichtet.
    Eine Röhre übernimmt die gleiche Funktion wie ein Transistor - nur mit anderer Anwendung ( "Heizung" usw. ).

    Eine Vorstufe "macht" den Sound ( clean + verzerrt ) - sollte sie zumindest.
    Die Endstufe bringt das Signal das die Vorstufe produziert ( "Line-signal" ) dann auf eine Stärke das Boxen damit befeuert werden können.
    Röhrenendstufe beeinflussen den Sound übrigends ( Endstufencharakteristik ).

    Mehr zu Röhren ( ALLGEMEIN! ) findest du hier :
    http://www.jogis-roehrenbude.de/
     
  3. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 26.02.04   #3
    Oh Gott - darüber kann man Bücher schreiben.

    Also: In einer Röhre (Glaskolben, Vakuum) ist ein Heizfaden (Kathode) wie in einer Glühlampe. Weil es den Elektronen wegen der Hitze zu warm wird (und weil sie wegen des Vakuums nicht gestört werden, treten sie aus dem Heizfaden aus und Bilden eine Wolke darum. Bringt man in die Nähe ein positiv geladenes Blech (Annode) dan fliegen sie dort hin. Zurück können sie nicht, weil die Annode relativ kühl ist. Außerhalb der Röhre lässt man sie wieder zur Kathode zurückfließen. Durch diese Vorrichtung baut man Gleichrichterröhren (zB GZ-34) die heute noch in hochwertigen vollröhrenamps eingesetzt werden (Vacuum-Diode, zb Trible Rectfier hat 3 davon, Rectifier = Gleichrichter).

    Beingt man zwischen Kathode und Annode (dicht bei der Kathode) eine Drahtspirale (Gitter) und legt diese an eine kleine negative Spannung, dann kann man den Elektronenflug zur Annode steuern (Steuergitter). Man benötigt nur kleine Spannungsschwankungen um große Stromschwankungen (Elektronenfluss = Strom!) auszulösen. Eine solche Anordnung heißt Triode und davon sind 2 Stück in den allgemein eingesetzten PreAmp-Röhren ECC-83 oder 12AX7.

    Endstufenröhren haben noch ein Schirmgitter und ein Bremsgitter -> Kathode, 3 Gitter, Annode = 5 = Penthode (EL-34, 6L6GC). Aber das führt mir jetzt zu weit, das zu erklären. Jedenfalls sind diese Leistungspentoden wegen ihrer Größe und ihrer Konzeption dann in der Lage, größere Leistungen zu handeln.
     
  4. niethitwo

    niethitwo Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.02.04   #4
    Also alles über Edisson-Effekt!
    Und was macht die Röhre jetzt? Die Spannung, die von der Gitarre kommt auf das Bremsgitter leiten und somit die größere, emittierte Spannung steuern? Damit wäre das ja verstärkt!! Oder??
     
  5. Schwammkopf

    Schwammkopf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.04   #5
    dann fließen die doch im kreis oder? also so würd cih das jetz verstehen.

    ich ahb mir eben gelesen, dass durch die steuerung mit dem gitter (usw.) der stromverlauf so "manipuliert" wrid, dass wir das am ende als verzerrung wahrnehmen können.

    also muss der strom ja auch woanders als nur wieder zurück zur kathode fließen. wie gehts also nach der röhre weiter?
     
  6. Schwammkopf

    Schwammkopf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.04   #6
    .........
     
  7. Schwammkopf

    Schwammkopf Registrierter Benutzer

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  8. David.K

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    Erstellt: 01.03.04   #8
    einmal hätte gereicht >.<
     
  9. Schwammkopf

    Schwammkopf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.04   #9
    jah .. ich dachte "schreib ichs einfach 3 mal dann liests auch jeder" ...


    nein mann ! hab ich natürlich nich extra gemacht und wenns dir hilft lösch ichs wieder ...
     
  10. Johannes Hofmann

    Johannes Hofmann v.i.S.d.P. Administrator

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    Erstellt: 02.03.04   #10
    @Schwammkopf & all

    Ich bitte wirklich zu verstehen, dass ich hier nicht die komplette Funktionsweise eines Röhrenamps erklären kann. Das würde locker 400 Seiten eines Buches füllen.

    Trotzdem noch'n bisschen präziser: Also, die wintige Wechselspannung, die ein Gitarrenpickup abgiebt, gelangt auf das Steuergitter einer Röhre, wodurch der Stromfluss durch selbige genau so schwankt wie die Spannung aus dem Pickup, die wiederum analog zur schwingenden Saite schwankt... Da eine Röhre, wie oben erläutert, aus einer kleinen Spannungsschwankung eine größere Produzieren kann, nennt man das Verstärkung. Genau liegt im Annoden-Stromkreis der Röhre ein Widerstand, an dem die Stromschwankung durch den gesteuerten Annodenstrom als Spannungsschwankung abfällt (Ohmsches Gesetz). Über einen Kondensator trennt mann die nützliche Wechselspannung von der hilfreichen Gleichspannung (zB 250 Volt, damit die Sache überhaupt funktioniert) und leitet diese auf die nächste Röhre... usw.

    Im Annodenstromkreis der letzten (Endstufen-) Röhren liegt dann statt eines Widerstandes ein Trafo wegen des besseren Leistungs-Wirkungsgrades - und daran der Lautsprecher.

    Leider ist die Sache noch um einiges komplizierter als hier erläutert. ZB braucht man eine Klangreglung und damit man auch wirklich etwas Power kriegt, muss man die Endstufe zu allem Überfluss im Gegentakt betreiben, was das Verständnis nicht gerade einfacher macht.

    Und... das ist alles nur Prinzip. Real existierende Gitarrenamps haben noch mit vielen anderen Details zu kämpfen so dass es letztlich eine hohe Kunst erfordert, einen wirklich guten Amp zu bauen.

    Tja, ich habe mal versucht (ich glaube es war 1966) einen Gitarrenamp selbst zu bauen. Leider lösten sich meine Träume und ca. 300 DM sauer verdientes Taschengeld in einer fürchterlich stinkenden Rauchwolke auf. Ich habe das dann nicht mehr versucht, aber mittlerweile weiß ich was ich falsch gemacht hatte... sehr sehr viel.
     
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