Framus Star Bass restaurieren

von No Idea, 19.07.05.

  1. No Idea

    No Idea Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.05   #1
    hallo zusammen,

    ich habe ja noch einen alten framus star bass (halbakkustik), vermutlich aus den 60ern.
    (pics folgen, muss ich heute abend noch machen)
    jedoch gibt es mit dem bass ein paar problemchen:
    1. aus den pu`s kommt kein gescheiter klang, obwohl wir ihn mal vor 6 jahren technisch in stand setzen haben lassen. wenn was kommt, dann drucklos und es pfeift oder übersteuert. keine ahnung, man kann ihn jedenfalls nur ohne amp spielen
    2. der lack ist eigentlich noch ganz in ordnung, jedoch ist an manchen stellen fleckenartig vom bag (auch aus den 60ern) irgendso ein plastik rest. das zeug klebt und hat den lack da ganz blind gemacht.

    hat jemand eine idee, wie man das teil etwas aufpolieren könnte? sollte man mit alkohol (benzin) an den lack ran um ihn zu reinigen?
    kann es sein, dass die magnete der pu's im ar*** sind?

    die seriennummer ist 9636. kann jemand was damit anfangen und mir was über das alter oder so sagen?

    danke!
     
  2. Ganty

    Ganty Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.05   #2
    Alkohol? Benzin? Bist Du des wilden Wahnsinns fette Beute?

    Ich glaube dass Du dem Lack damit den Rest geben würdest. Versuch es lieber mit handelsüblichen Poliermitteln (z.B. Dunlop 65). Ich habe zumindest bei E-Bässen ganz gute Erfahrung mit Autopolitur gemacht. Vorher aber testen.
     
  3. palmann

    palmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.05   #3
    Vielleicht mal mit Olivenöl probieren... :confused:


    Kommt drauf an, wenn AlNiCos verbaut sind kann es schon sein, die können ihre Magnetisierung verlieren. Hatte vor kurzem auch mal Probleme mit Pickups.

    AlNiCos sind Einzelmagnete, dann gibt es auch noch andere Formen, Blockmagnete die hinter Metalstiften sitzten. Must du mal deine Pickups ausbauen und nachsehen.

    Gruesse, Pablo
     
  4. blackout

    blackout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.05   #4
    ich vermute, dass man damit nur alles verschmieren würde. lieber mal echte polituren verwenden...


    ist das immer so? dachte das bedeutet nur, dass AluminiumNickelCobalt material ist. :confused:
    und da der starbass schon recht alt ist, denke ich, dass normale "eisenmagnete" verwendet wurden, die verlieren ihre magnetische eigenschaft sogar noch schneller als AlNiCo-dinger.
     
  5. bassick

    bassick HCA Bass HCA

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    Erstellt: 20.07.05   #5
    Framus hatte bis 1969 ein einfaches Nummerierungssystem: 12345 63L -> die beiden Zahlen vor dem Buchstaben geben das Jahr an, also 1963. Bei Halbakustischen befindet sich im Inneren unter den F-Löchern ein Klebezettel mit der Nummer. Nach 1969 ist das System nicht mehr so ganz eindeutig.
    Demnach solltest du noch mal die Nummer auf Vollständigkeit checken. Und bleib dem Bass mit lösungsmittelhaltigem Zeug vom Leib. Nimm zunächst zur Grundreinigung eine milde Lauge, z. B. Schmierseife in wenig Wasser gelöst. Damit geht der meiste Schmand ab. Für das Plastikproblem kannst du Terpentinersatz probieren. Aber Vorsicht: erst an einer nicht so wichtigen Stelle ausprobieren, ob der Lack das mag. Auf keinen Fall Spiritus, Benzin, Nitroverdünnung oder Alkohol. Für letzteres gibt es sowieso bessere Einsatzzwecke:D .
     
  6. No Idea

    No Idea Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.05   #6
    schonmal danke für die tipps.
    also die seriennummer die ich abgelesen habe war auf der rückseite der kopfplatte eingestanzt. im schalloch hab ich noch nichts gefunden...
    hat vielleicht jemand einen plan, was welches poti regelt? man kann das nicht wirklich raushören...
    hier sind die versprochenen bilder:
     

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  7. bassick

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    Erstellt: 20.07.05   #7
    Starker Bass! (mein ich ernst) Früher warst du der Looser mit so einer hohlen Kiste, heute heißt das Vintage und ist viel wert...

    Man achte auf den Bassisten im Hintergrund...
     

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  8. btb

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    Erstellt: 20.07.05   #8
    ich hab mit Spiritus eigentlich gute Erfahrungen ?!? Du sollst den Bass ja nicht drin baden...
     
  9. bassick

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    Erstellt: 20.07.05   #9
    Bei Nitrolacken ist das vielleicht möglich. So eine alte Lackierung kann auf Schellackbasis sein oder ähnlich empfindlichen Mischungen. Im Zweifel an einer unauffälligen Stelle checken. Bin halt vorsichtig...
     
  10. Ganty

    Ganty Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.07.05   #10
    Wenn ich mich recht erinnere hat Bill Wyman von den Stones so ein Teil gespielt, er hat sogar dafür Werbung gemacht. Und das war nicht unbedingt ein Looser...
     
  11. bassick

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    Erstellt: 20.07.05   #11
    Ja, hat er, mit einem älteren Modell. Ich meinte eher, als ich angefangen habe Bass zu spielen, waren diese Semiacoustic-Bässe gebraucht günstig zu bekommen, denn als Rockbassist hatte man ein Brett zu spielen; die hohlen Bässe waren was für Rock'n'Roller oder Tanzmucker. Das Wort "Vintage" gabs noch nicht. Ist aber auch schon etwas her...

    Die Erinnerung kam mir halt beim Anblick des Star-Basses, hat nix mit Bill Wyman zu tun.
     
  12. d'Averc

    d'Averc Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 21.07.05   #12
    Renuwell (nicht von der Bezeichnung "Möbel-Regenerator" abschrecken lassen aber trotzdem zuerst auf einer Stelle der Rückseite ausprobieren.)
     
  13. palmann

    palmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.07.05   #13
    Also ob AlNiCo Pickups immer in Stiften aufgebaut sind, kann ich dir auch nicht sagen. Ist aber wohl vorwiegend so.

    AlNiCos verlieren, laut Andreas Kloppmann, auch an Magnetisierung. Das hatte er mir in seiner Antwortmail geschrieben.

    Gruesse, Pablo
     
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