Frauenbands Quotenfrauen in der Musikszene

  • Ersteller mikroguenni
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kurz gefasst, es ist ne Behauptung, die nicht ich widerlegen muss, sondern der/die Behauptenden beweisen.
Hast du das Video gesehen? Da schildern mehrere Personen aus verschiedensten Bereichen der Popmusikbranche (mehrere Musikerinnen, eine Bloggerin, eine Bookerin, eine Netzwerkerin) übereinstimmend, dass Frauen systematisch benachteiligt werden (schlechtere Bezahlung, weniger Präsenz im Radio und bei Konzerten), dass sie von Agenturen abgelehnt werden, weil sie Frauen sind ("sorry, du singst echt gut, aber wir haben schon ne Frau") und dass die Stellen mit Entscheidungsverantwortung praktisch alle in den Händen von Männern sind und dass die ihre Macht nutzen, damit das so bleibt.

Die Kommentatorin hat Playlisten von mehreren ÖRR-Sendern ausgewertet und kann damit zeigen, dass in der beobachteten Zeit nie mehr als zwei Sängerinnen nacheinander zu hören waren. Ich gehe davon aus, dass sie diese Auswertung auf Anfrage vorlegen kann.

Insgesamt finde ich das glaubhaft und nicht einfach nur eine "Behauptung".

Aber es stimmt, widerlegen musst du nichts.
 
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Das ist ja ganz schön gedacht, aber weltfremd. Du hast die Wahl zwischen einem Zeugnis mit "Herrn" oder gar keinem Zeugnis bzw mit einem Zeugnis mit "Frau" in einem Jahr. Da kannst du dich auf den Kopf stellen und mit dem Arsch Fliegen fangen, es gibt kein Zeugnis, weil nur eine bestimmte Anzahl gedruckt wird, soviel wie es Abschlusskandidaten gibt.

Das machst du dir zu einfach. Nur weil etwas nicht vorhanden ist, bedeutet es nicht, dass man dies nicht auch ändern kann. Man(n), bzw. im konkreten Fall Frau, muss dann allerdings auch gewillt sein, entsprechende Schritte zu gehen. Wenn dies nicht auf einer sachlichen Kommunikationsebene möglich ist, dann kann auch ein juristischer oder medialer Weg gegangen werden.
 
im Ernst?
1.) uebergeordenete Anlaufstellen an der Uni selbst, 2.) der Fachbereich und 3.) externe Instanzen ansprechen.

z.B.:
- Beschwerdestelle ansprechen
- Ombuds- und Vertrauenspersonen ansprechen
- Fachschaft miteinbeziehen
- Brief an den Dekan
- Brief an den Rektor
- das typische Prorektorat für Studium und Lehre sollte mit Beschwerdestellen zumindest im Austausch stehen
- Presse / Medien informieren
- Rechtslage erkunden
- ...
ich kann ewig weitermachen

aber entweder kein zeugnis oder ein falsches sind nicht die einzigen möglichkeiten.
Wenn du dein Studium fertig hast willst möglichst schnell eine Stelle und dich nicht mit Briefen an alle möglichen Stellen befassen, die nur Zeit und Energie kosten und letztendlich nichts bringen, schon gar nicht kurzfristig.
 
Irgendwie gehts jetzt in die Richtung "Wie sie es macht ist es falsch". Scheinbar gibts hier doch nicht wenige, die argumentativ ein vorhandenes Problem, das man erkenn, wenn man genug "open minded" ist, weg reden wollen. Wohl um den Status Quo zu erhalten. Es geht eigentlich imho gar nicht ob für die eine oder andere Position eine Frau besser oder schlechter geeignet ist. Das Problem für mich ist dass überhaupt die Frage "Mann oder Frau" gestellt wird. In der Musik sollte es wohl darum gehen welches Instrument wo eingesetzt werden soll. Wer das dann wirklich spielt ist zweitrangig.

Und wegen dem rein maskulinen Titel in einem öffentlichen Dokument würde ich mich auch aufregen, egal ob ich Männlein, Weiblein oder Diverschen bin. So etwas hat es heute nicht zu geben. Afaik ist Gleichstellung ein gesetzlich geregelt. Und da sollten doch öffentliche Institutionen, die eventuell auch noch Förderungen beziehen, angehalten werden, diese Gleichstellung auch umzusetzen. Darüber heute noch zu diskutieren ist echt ein Witz, aber ein extrem schlechter. Und da noch erpresserisch zu meinen "willst du den Schrieb für eine Anstellung, dann nimm's, sonst kannst du dich schleichen" zu meinen, ist echt fies.
Und, auch wenn ich als Mann wohl mir nicht anmaßen kann zu wissen was bei Frauen die Beweggründe für ihr tun ist, so kann ich mir gut vorstellen dass einige frustriert von solchen Diskussionen weg bleiben, da der Anteil an gestandenen Chauvis hier, zumindest für mich, schon recht hoch ist.


Nachtrag: Ich habe eine Ausbildung zum Maschinenbau-Ingenieur gemacht. Um mir den Titel "Ingenieur" verleihen zu lassen (alleine das "verleihen" ist schon eine Frechheit, da ich ja etwas geleistet habe, nämlcih die Ausbildung zu bestehen), hätte ich auch noch ein Führungszeugnis und einen Wehrdienstnachweis vorlegen müssen. Was hat meine Polizeiakte und mein allfällig geleisteter Wehrdienst mit meiner Qualifikation als Maschinenbauer zu tun? Ich habe daher entschieden auf den Titel zu sch...en und meine Karriere so gestartet. Bin auch ganz gut durchs leben gekommen ohne Ing. (heute scheint es diese Anforderungen wohl nicht mehr zu geben)
 
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Wenn du dein Studium fertig hast willst möglichst schnell eine Stelle und dich nicht mit Briefen an alle möglichen Stellen befassen, die nur Zeit und Energie kosten ...
Klar, okay.
Ausgangspunkt war allerdings die Aussage "Du hast die Wahl zwischen einem Zeugnis mit "Herrn" oder gar keinem Zeugnis..."
Das ist nicht der Fall. Und du hast nach Alternativen gefragt.
Ob ich jetzt Zeit und Energie investieren will, ist ja eine komplett andere Frage.

...mit Briefen an alle möglichen Stellen befassen, die nur Zeit und Energie kosten und letztendlich nichts bringen, schon gar nicht kurzfristig.
das wiederum ist seltsam - wie sonst soll man denn die Dinge ändern?
 
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Insgesamt finde ich das glaubhaft und nicht einfach nur eine "Behauptung".
Ja, das kann man durchaus so stehen lassen. Nur, als Ex-Medienschaffender habe ich eine gehörige Portion Skepsis gegenüber medial verbreiteter Inhalte, wenn sie sich häufig nicht nicht mit meiner persönlichen Erfahrung decken. Du findest nämlich, gerade in der heutigen Zeit, immer Menschen, die vor der Kamera alles behaupten, was du willst.
Neben definitiven "Falschaussagen" gibt es aber auch das Szenario, dass O-Töne aus dem Zusammenhang genommen und neu kombiniert werden, um eine Intention zu verfolgen. Das weißt du sicher genauso gut wie ich, nur ist unsere Wahrnehmung wohl unterschiedlich.

Um es nochmal zu betonen, Sexismus halte ich nach wie vor für ein Thema in unserer Gesellschaft, vor dem man nicht die Augen verschließen darf. Und dass es in der Musik wie überall sonst zu sexistischem Verhalten kommt, ist in meinen Augen unstrittig. Sexismus verstehe ich aber zunächst mal als individuelles Fehlverhalten, was leider lange Zeit von der Mehrheit toleriert wurde (und bis heute wird). In der Popularmusik sehe ich es eben so, dass der Kern des Problems keine Ausgrenzung ist. Es fehlen einfach die Frauen, die in diesem "Haifischbecken" mitschwimmen wollen. Warum auch immer das so ist. Ich habe immer gerne mit Frauen musiziert und würde mir wünschen, dass der Anblick zur Selbstverständlichkeit wird. Aber wenn's halt die Frauen woanders hinzieht, kann ich es auch nicht ändern.
 
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Nur, als Ex-Medienschaffender habe ich eine gehörige Portion Skepsis gegenüber medial verbreiteter Inhalte, wenn sie sich häufig nicht nicht mit meiner persönlichen Erfahrung decken.
Mit anderen Worten, was du nicht am eigenen Leib genauso erlebt hast, das kann so nicht stimmen. Ja?
Du findest nämlich, gerade in der heutigen Zeit, immer Menschen, die vor der Kamera alles behaupten, was du willst.
Du findest auch immer mehr Leute, die alles, was nicht in ihre Blase passt, erst mal abstreiten. Anwesende ausdrücklich eingeschlossen.
Sexismus verstehe ich aber zunächst mal als individuelles Fehlverhalten, was leider lange Zeit von der Mehrheit toleriert wurde (und bis heute wird).
Ja und nein. Der systematische Sexismus ermöglicht den individuellen erst. Wer das nicht zugibt, trägt dazu bei, dass es so bleibt.
In der Popularmusik sehe ich es eben so, dass der Kern des Problems keine Ausgrenzung ist. Es fehlen einfach die Frauen, die in diesem "Haifischbecken" mitschwimmen wollen. Warum auch immer das so ist.
Kann durchaus sein, dass sie einfach die Nase voll haben von Chauvinismus und männlichen Machtspielen. Und? Nehmen wir das achselzuckend hin? Prost, Männer, auf die nächsten hundert Jahre?
 
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Und was ich garnicht mag ist, wenn meine Texte beim Zitieren verfälscht werden. Bitte unterlasse das, auch wenn es in diesem Fall nur ein kleines Emoji war!
very sorry, glombi, das lag nicht in meiner Absicht :engel:
:hat:
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hätte ich auch noch ein Führungszeugnis und einen Wehrdienstnachweis vorlegen müssen.
Ja, Führungszeugnis mußte ich 2x vorlegen: Zur Zulassung zum Staatexamen bzw. Diplom der Math.Nat. Fakultät in Köln und 3 Jahre später nochmals zur Promotion (1986) meine Frau 1989 auch noch.
Hätte man beibehalten sollen, dann wären vlt. eine Reihe von Politiker "Promotionen" gar nicht erst passiert.
Und bei der Bundeswehr mußten wir auf die Verfassung schwören, für meine erste Unistelle übrigens auch... nannte sich, glaub ich "Diensteid"
 
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Zitat von Dubbel:

...mit Briefen an alle möglichen Stellen befassen, die nur Zeit und Energie kosten und letztendlich nichts bringen, schon gar nicht kurzfristig.
...das wiederum ist seltsam - wie sonst soll man denn die Dinge ändern

z.B. dadurch dass mehr Frauen Elektrotechnik studieren, dann gibt es auch die passenden Zeugnisse dazu.
Aber heutzutage studieren die Frauen lieber "etwas mit Medien" und jammern dann dass Frauen in den elektrotechnischen Berufen vollkommen unterrepräsentiert sind. (oder lassen jammern).
 
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z.B. dadurch dass mehr Frauen Elektrotechnik studieren, dann gibt es auch die passenden Zeugnisse dazu.
wie gesagt: wenn jede(r) denkt: "kein zeugnis oder ein falsches", dann wird sich gar nichts ändern.
irgendjemand muss irgendwann mal den Anstoss geben.
und das wird nicht der Verwaltungsfuzzi sein, der die Pappe ausdruckt. der wird sagen "kein zeugnis oder ein falsches" und die Achseln zucken.

Aber heutzutage studieren die Frauen lieber "etwas mit Medien" und jammern dann dass Frauen in den elektrotechnischen Berufen vollkommen unterrepräsentiert sind. (oder lassen jammern).
:rolleyes:
Müssen wir echt wieder komplett bei Null anfangen?
 
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Wenn Frauen etwas erreichen wollen, können sie das in Deutschland heutzutage in vielen Fällen ohne Widerstand.
.. da hast du ja den Kern schon getroffen: warum nicht in ALLEN Fällen?
Wie viele Frauen diskutieren hier wohl mit?
 
Zum Abschluss sollten wir noch einen besonders krassen Fall leaken:

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Lauter alte, weiße Männer. Vermutlich alle durch Seilschaften auf ihren Posten gelangt. Die einzige Frau wurde zur Dirigentin degradiert. :D
 
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Ja, der Thread ist doch wirklich für den 🗑️ wenn es hier drum geht die Existenz eines gesellschaftlichen Problems zu Ungunsten von immerhin der Hälfte der Bevölkerung zu leugnen, verniedlichen und abzuwerten. :bad:


Ausserdem dachte ich, raus ist raus?
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Lach ruhig...
 
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Du bist so'n richtiger Spaßvogel, was.
 
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