Funkstrecke für die 15 jährige Bassistin einer Schülerband

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Basspapa

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Hallo in die Gemeinde,

ich bin der Vater einer 15 jährigen Bassistin in einer Schülerband. Die Hintergründe stehen ausführlich im "über mich". Nachdem sie bei einem Auftritt mit mehren Bands mal einen Gitarrensender ausprobieren durfte und stolz wie Bolle durchs Publikum spaziert ist, läßt sie keine Ruhe mehr.

Nun zum Rahmen. Es ist nicht klar, ob und wie es in 3 Jahren, wenn alle ihr Abi gemacht haben weitergeht. "da hat du was für die Ewigkeit" ist also kein Kriterium.

Nach einer Suche hier habe ich jede Menge 10 - 15 Jahre alte Beiträge gefunden zum AKG UHF SR 40 und PT 40 gefunden. Bei i-bäh gibt diverse Angebote für unter 80 Euro. Freqenzbereiche 812 - 864 MHz.

Frage1: Ist der Frequenzbereich noch zulässig?
Frage2: Taugen die Teile heute noch was für eine Schülerband.
Nein, es gibt keine weiteren Funkstrecken in der Band.

Danke und Gruß
Thomas

 

Für unter 80 € würde ich dir die hier empfehlen. Bei mir funktionieren die gut - allerdings bisher nur im Proberaum. Wie weit die tatsächliche Reichweite ist, kann ich nicht wirklich beurteilen.

*
 
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  • #3
Hallo Hendock,

das ging aber schnell! 80€ ist wirklich die Schmerzgrenze. Und die AKGs fangen schon bei 30€ an. Deshalb würden mich tatsächlich Meinungen zum AKG interessieren.

Danke und Gruß Thomas
 

Im Vergleich zu den modernen Digitalsystemen (selbst zu den günstigen) sieht das alte analoge AKG-System qualitativ gesehen kein Land. Hier ist ein aktueller Vergleich erschwinglicher digitaler Systeme:

View: https://www.youtube.com/watch?v=lBEB4NtsVAY
Ansehen und zuschlagen.
 
Bei digitalen Systemen bin ich aber immer etwas skeptisch, ob die nicht Aussetzer haben wenn im Publikum Dutzende von Handys nach einem WLAN suchen...
Genau das Problem hatte ich mal mit einem Line6 G70.
 
Moin,
Ich würde mir nicht soviel Gedanken über Reichweite oder Aussetzer im Publikum machen, ist eine Schülerband. Da steht der Spaß und erste Erfahrung im Vordergrund. Wenn es mal aussetzt geht sie halt zurück auf die Bühne.
Ich würde auch sowas günstiges wie die oben empfohlenen Mooer kaufen und testen. Höherwertige sind dann später drin.
Viel Spaß
Ciao
Monkey

P.S.: Keine gebrauchten analogen Systeme kaufen, wenn man nicht weiß worauf man sich einlässt...
 
Ich habe schon jahrelang die XVive* im Einsatz - Bühne, Proberaum, Zuhause.
Null Problemo!

Riesenvorteil in meinen Augen: Es gibt ein amtliches Reparatur-Set für den Akku, das ist vorbildlich!

Ansonsten: Kauf keine gebrauchte analoge Funke, und wenn das Ding noch so toll war... irgendwann früher mal...
Analoge Systeme fangen so langsam an, zu stören, dass Anfänger das langelange nicht merken; evtl. ist der ganze Gig Scheiße und keiner merkt, warum. Digitale Systeme machen das sofort und unmissverständlich klar, dann kann man Abhilfe schaffen.

Wenn die Schmerzgrenze zu hoch ist, muss sich das Mädel halt noch bissi gedulden.
 
  • Ersteller
  • #10
Danke an alle,

dann schaun wir uns nach einem neuen System um.
 
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  • #11
Frage1: Ist der Frequenzbereich noch zulässig?
Frage2: Taugen die Teile heute noch was für eine Schülerband.
Antwort 1:
Ja, der Bereich ist auszugsweise zulässig: 823 - 833 MHz (auch als LTE Mittenlücke bezeichnet) und 863-864 MHz (ISM Band). Alle annderen Frequenzen sind nicht allgemein Zugeteilt, d.h. sind auszuschließen.

Antwort 2:
AKG gibt es nur noch als Marke (gehört zu Samsung). Die WMS 40er Serie ist meines Wissens nach abgekündigt, wird aber noch eben unter dem Markenname AKG vertrieben. Die Technik darin.... keine Ahnung.
Die gaaaanz günstigen AKG arbeiten nur im ISM Frequenzband. Die Frequenz ist da fix, d.h. ist diese Frequenz gestört dann ist das so. Keine Ausweichmöglichkeit. Das ist definitiv nicht zu empfehlen. Kostet halt auch um die 100 €. You get what you pay.
Möchte man die Mittenlücke bedienen und ein paar schaltbare Frequenzen, dann sind wir schon bei über 200 €.

Ganz ehrliche und unverblümte Empfehlung: LASS ES. Das taugt nix. Auch alles andere unter 200€ - vergiss es. Damit tust du deiner Tochter keinen gefallen. Auch wenn das hier viele nicht hören wollen und auf ihre Fernostkracher schwören und alles toll finden. NEIN! Diese Fernostkracher produzieren mehr Dropouts und sind bei einem Defekt für die Tonne. Versetz dich mal in die Lager deiner Tochter: Sie spielt den Basslauf ihres Lebens und aus der Front kommt nicht mal 1/4 an, weil es nur Aussetzer hat oder rauscht. Soviel zu "ist nur eine Schülerband und nicht wichtig". Für die Einzelperson ist das einfach nur erniedrigend, wenn die Technik versagt.

Für den Hype mit dem Bass von der Bühne zu hüpfen und durchs Publikum zu stolzieren. Wer es braucht. Damit überzeugt man niemanden und es ist einfach Unsinn. Investiert das Geld in eine Vernüftige, bühnentaugliche Leitung und eine als Ersatz und in einen Trainer um die Spieltechnik zu verfeinern. Das schindet deutlich mehr Eindruck.

Falls da wirklich Interesse besteht, dann lieber zunächst eine gebraucht Kiste: gebrauchte-veranstaltungstechnik.de
Man kann sich auch mal für ein besonderes Konzert eine Funke mieten.
Da gibt es vernüftige und taugliche Geräte im Bereich 470-690 MHz von Sennheiser*, Shure*, MiPro. Achtet dabei auf echtes Diversity und einer Schaltbandbreite von mind. 24 MHz (z.B. Sennheiser* EW100). Eine Anlage Strecke ist vollkommen ausreichend.
 
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  • #12
Wie ist das beim Bass mit einer analogen Funkstrecke im Niedrigpreissegment? Ich habe bei InEars die Erfahrung gemacht, dass tiefe Frequenzen da nicht ordentlich übertragen werden und ein Rauschen beigefügt wird, das für mich als Bassist nicht zu ertragen ist (während Gitarristen da eher keine Probleme hatten).
Könnte mir vorstellen, dass es bei Funkstrecken für das Instrument auch nicht anders ist.
Was sagen die Profis?
 
  • #13
Das Rauschen kommt (analoge Funkstrecke vorausgesetzt) hauptsächlich durch einfache und auch schlecht abgestimmte Compandersysteme. Den techn. Hintergrund spar ich hier mir mal... Die Dinger rauschen halt auf, wenn der Signalpegel absinkt. Das ist technisch bedingt. An dieser Stelle sparen die Hersteller der Budgetkisten ohne Ende.
Mitunter liegt es zusätzlich am psychoakustisch Verdeckungseffekt. Unser Ohr reagiert auf tiefe Frequenzen (auch auf höhere über 8 kHz) signifikant unempfindlicher. Auf das Rauschen, welches eben auch den empfindlichen Frequenzbereich grob 2-6 kHz abdeckt, deutlich empfindlicher. Damit fällt es viel schneller und deutlich auf, weil Überdeckungsfrequenzen, wie sie bei anderen Instrumenten im Spektrum auftreten, fehlen bzw. nur marginal und schwächer vorhanden sind.

Zu den InEars.... Naja, falls man günstige Ohrstöpsel halt, dann fehlt es denen einfach an Wums, falls es eben nicht nur um das Aufrauschen der Strecke geht.
 
  • #14
Ich bin da 100% bei @yamaha4711 . Funkstrecken wirken cool und professionell. Man erkauft sich die Bewegungsfreiheit, welche die meisten dann gar nicht nutzen, aber mit sehr vielen Nachteilen. Ich meine, meine 6m Klotz Instrumentenkabel haben schon ca. 60€ gekostet, da würde ich mir von einer 80€ Funkstrecke nichts erwarten. Meine Band-Kollegen haben schon mit ihren mittel- bis hochpreisigen Funkstrecken immer wieder genug Ärger. Nicht umsonst spielen viele professionelle Bands mit Kabel, auch wenn sie wirklich viel auf der Bühne rumrennen. Musikalisch bringt einen so ein Teil auch nicht weiter. Andererseits musste ich das auch für mich selbst selber rausfinden. In dem Sinne, viel Erfolg bei der Auswahl…

Gruß, glombi
 
  • #15
Ich habe früher die günstigen von AKG mit dem Bass genutzt. Das ging solange gut, bis die Frequenzen fürs Handy freigegeben wurden. Seitdem gab es Störungen. Deshalb gibt’s die auch gebraucht so günstig.
Bin seit einiger Zeit umgestiegen auf Shure* GLX-D. Perfekt! Aber natürlich 4mal so teuer.
Von daher würde ich auf jeden Fall was Neues empfehlen, auch in günstig.
 
  • #16
Ist zwar etwas über Deinem Budget, aber vielleicht hilft Dir dieses Review weiter:

XVive - A58 Guitar Wireless System

Bisher bin ich zufrieden damit, wobei bisher nur Probenraum Betrieb getestet wurde.
Der Live Einsatz hat sich leider noch nicht ergeben.
 
  • Ersteller
  • #17
OK
Fazit vons Ganze - Ich werde mit meiner Tochter noch mal in die Sinn- und Unsinndiskussion einsteigen.
Danke an alle und Gruß Thomas.
 
  • #18
Das Teil wird bestimmt eh nur für 2-3 Auftritte gebraucht, nimm die billigste Schlörre.
 
  • #19
Moin,
Mir macht mein Funk immer großen Spass.
Einer mei er Sender hat dropouts, seitdem er mal runtergefallen ist. Shit happens.
Habe ich halt nur noch einen funktionierenden Sender.
Ansonsten noch nie Probleme mit dem Sender gehabt. Und falls doch, der Empfänger ist mit einem 3 oder 6m Kabel am Amp. Kurzer Griff, und zack per Kabel an die Bühnenposition gekettet...

Im Ernst, wenn das Mädel Spaß mit ohne Kabel hat, go for it. 30 Tage Rückgabe und 3 Jahre Garantie. 80€. Das ist doch ein gut abgesicherter Spaß.

Ciao
Monkey

Edit: Bitte darauf achten, das der Funk auch aktive Pickups kann, das ist bei Bässen ja nicht so ungewöhnlich.
Der HB Airborne Pro kann das wohl nicht.
Wäre für meine Gitarre auch ein Killerkriterium.
 
Grund: wichtige Ergänzung
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  • #20
Manche User geben wieder einmal derart überzogene Empfehlungen, die überhaupt nicht zu den vom Threadersteller genannten Anforderungen passen :rolleyes:.
Ich mag auch professionelles Material, aber vermutlich reicht hier tatsächlich etwas aus der günstigen Preisklasse. Interessant zu wissen wäre, ob und wenn ja welche anderen Funksysteme in der Band schon verwendet werden - dann braucht man etwas dazu kompatibles. Bei unserem Board-Sponsor gibt es nicht nur eine Knowledge Base, an der man sich bei wenig Ahnung entlang hangeln kann, sondern auch entsprechendes Material und 30 Tage Rückgaberrecht…
 
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