G-System auch sinnvoll bei Amp ohne FX-Loop?

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Smithers
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Hi,

macht es Sinn sich ein teures G-System zu kaufen und dann das Teil lediglich vor dem Amp laufen zu lassen?

Konkret handelt es sich um einen alten JCM 800. Ich werde den Verstärker bestimmt nicht ewig spiel und der nächste hat auch dann gewiss einen FX-Lopp, aber für die nächsten Jahre sollte es schon reichen.

Es geht also hierbei in erster Linie um Qualität. Dabei stellt sich die Frage wie ich am besten hochwertige Effekte flexibel in mein Set-Up integrieren kann. Mit flexibel mein ich in erster Linie schnelles umschalten zwischen den Sounds, aber auch im Sinne, dass ich das auch noch ohne Probleme in künftige Systeme einbinden kann (vieleicht werde ich auch einen 2. Verstärker nur für Clean-Sounds benutzen).

Was haltet ihr davon? Gibt's eventuell Alternativen?

Gruß
 
Eigenschaft
 
1) Wenn Du mit Deinem jetzigen Amp sehr zufrieden bist, wäre auch der nachträgliche Einbau einer FX-Loop möglich - und gar nicht mal sehr teuer. Dann kämst Du in den Genuss, sowohl den Pre-Gain- als auch Post-Gain-Path zu nutzen, wofür das G-System letztlich entworfen wurde.

2) Beim reinen Vorschalten verringert sich zwar die Vielseitigkeit des G-System, aber dessen ordentliche Effektqualität könntest Du natürlich trotzdem/weiterhin nutzen. Die Frage nach dem Preis/Leistungsverhältnis bei dieser Konstellation musst Du aber selbst beantworten.

3) Vielleicht wäre diese Frage auch gut im entspr. Forum zum G-System aufgehoben:

https://www.musiker-board.de/vb/racks-midi/161094-g-system-userthread-27.html
 
du musst den amp noch nicht mal umbauen wegen fx.loop und so. du kannst auch nen speakersimulator nehmen, und den amp dann ins g-system einschleifen,

macht unser tech in seiner band so. ist tierisch geil. da hat er dann den richtig geil voll aufgerissenen 800er in beliebiger lautstärke. das ganze geht dann in ne boogie 50/50 endstufe.

obwohl,... is ja doch eigentlich auch keine ganz günstige lösung... :-(

naja, wenigstens etwas klugeschissen hab ich. ;-)
 
Ein Speaker-Simulator ist aber ein separates Bauteil und macht auch "nur" das, wonach er klingt bzw. wie er bezeichnet ist. Wenn ein JCM800 "ohne" Speaker-Simulator an eine echte Box drangehängt wird, wird es entsprechend besser klingen. Da könnte man gleich einen digitalen Alleskönner wie den Axe-Fx empfehlen, da ist schon alles fix & fertig dran, mit ca. 250 Presets.

Bei Speaker-Simulatoren entsteht wieder die Frage nach der Auswahl - es gibt diverse Hersteller, Modelle in unterschiedlichen Preisklassen und die besseren sind nicht gerade billig. Außerdem braucht nichts simuliert zu werden, was "in echt" bewerkstelligt werden kann. Es wäre vielleicht einen Versuch wert. Ich habe es mit Speaker-Simulatoren immer wieder "gerne gemeint" und den Dingern eine Chance gegeben - TAD F.A.N.T.A., Rocktron Juice Extractor, Engl DI-Out, SPL Transducer (den ich noch habe). Einige davon für bestimmte Sounds OK, aber nicht voll befriedigend, für mich leider auch nicht der SPL Transducer, der seit einiger Zeit herumsteht. Aber der hätte noch den Vorteil, dass er eine sehr variable Konfiguration erlaubt und nebenbei auch als Leistungsbremse verwendet werden kann, wofür sich auch der TAD Silencer relativ gut eignet.

Ich wiederhole meine Empfehlung, dem Amp eine FX-Loop zu verpassen. Wenn schon, dann durch einen guten Techniker wie z.B. Dirk Baldringer (Leverkusen), Thomas Reußenzehn usw.

EDIT
Dual Drive, aha... Der erwähnte Herr Baldringer lässt grüßen ;-)
 
Vielen Dank für eure Tipps!

Die Idee mit dem nachträglichen Einbauen ist natürlich naheliegend...aber einen orginal JCM 800 2203 tut man sowas nicht an. Vorher hol ich mir lieber einen neuen Verstärker.

Dass ich so nicht alle Möglichkeiten des G-System nutzen kann ist natürlich klar, aber in erster Linie geht's mir wie gesagt um die Effektqualität. Das Preis/Leistungs-Verhältniss ist da natürlich schon ausschlaggebend, aber für mich wäre es erst dann unbequem geworden, wenn das G-System ohne Effektloop einfach keinen Sinn macht oder manche Effekte nicht gut klingen. Was ich suche ist also für den JCM 800 die bestmögliche Kombination von Effektqualität (natürlich auch nicht zu Wahnsinnspreisen) und Flexiblität (daher keine Bodentreter) und so wie es aussieht liege ich da beim G-System nicht falsch oder?

Als Verzerrer benutze ich übrigens einen Dual Drive.

Gruß
 
Ich hab auch nen 2203 von '81 bei mir stehen (ebenfalls ohne FX-Loop) und hab den früher mit nem G-Major davor gespielt. Das hat super funktioniert und die Qualität ließ nichts zu wünschen übrig, allerdings habe ich ihn clean eingestellt und mit nem Pedal verzerrt. Ich weiß nicht wie du deinen eingestellt hast, aber wenn du ihn auch clean fährst, sollte das nicht minder gut klingen... Einfach das G-System hinter dein Dualdrive verkabeln. Dann sitzt es ja quasi hinter Verzerrung und das wäre ja im Loop nicht viel anders.

Gruß mit Blues
JC

EDIT: ...und lass dein Baby unverbastelt ;)
 
Jap den den ich im Moment spielt ist einer aus 1982 :) Der Amp ist im übrigengenaus wie bei dir immer Clean eingestellt. Aber macht es nicht mehr Sinn den Dual Drive in einen Loop einzuschleifen?
 
Natürlich macht das mehr Sinn, da du ja dann die Filter Effekte wie WahWah etc vor dem Verzerrer hast.
 
oh... natürlich macht das mehr Sinn! Hatte verpeilt, das das G-System ja dafür gemacht ist, mit solchen loops zu arbeiten... Ich weiß nicht, wie das Teil funktioniert, aber du kannst die Effektsektion bestimmt zwischen den Loop mit deinem Dualdrive und den JCM setzten.
 

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