Gehäufte Kopfplattenbrüche bei Epiphone ES?

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Sucht man bei Ebay nach "ES-335" mit Artikelstandort Deutschland, bekommt man eine überwältigende Anzahl (71xES-335) von "reparierten Artikeln' vom Anbieter "thomann_gmbh2020" angezeigt. Die Angebote, die ich mir angesehen habe, hatten alle reparierte Kopfplattenbrüche (oder Halsrisse).

Klar, dass so etwas bei einer abgewinkelten Kopfplatte eher passiert, als bei einer geraden Kopfplatte (z.B. Strat). Aber die schiere Anzahl allein bei Epiphone ES Gitarren macht schon nachdenklich.

Sind die Gitarren beim Versand so schlecht verpackt? Haben die Epiphones irgendeinen konstruktiven Mangel, den andere Gitarren dieses Typs nicht aufweisen? Oder nimmt man es nur so wahr, weil einfach so wahnsinnig viele Epiphones verkauft werden?
 
Zuletzt bearbeitet:

Vielleicht gab es dort mal einen internen Transportschaden bei einer Palette o.ä.?
 
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Genau vielleicht ist ein ganzer Container mit Epiphones verunfallt….
 

Diese große Anzahl an Kopfbrüchen kann ich mir nicht erklären. Vielleicht ist wirklich eine ganze Palette von der Rampe gestürzt.
Ich habe 10 Jahre im Service von Gibson in Deutschland gearbeitet und Kopfbrüche durch Transport kamen vor aber sehr selten (ca. 1% - die genauen Daten sind nicht mehr verfügbar). Auch haben ES-335 Typen nicht mehr oder weniger Kopfbrüche als z.B. Les Pauls oder SGs. Es hat also nichts mit der Konstruktion zu tun.
Allerdings hat es mit der Konstruktion zu tun im Verhältnis Epiphone vs. Gibson.

Ich habe mal bei Ebay geschaut aber die von Dir genannte Anzahl an Kopfbrüchen habe ich nicht gefunden (auch bei Thomann* nicht).
Aber das hat nichts zu sagen, es kommt immer darauf an wo und wie man sucht - ich habe jedenfalls keine 71 Kopfbrüche gefunden.

Die meisten Anfragen wegen Kopfbrüchen kamen von Endverbrauchern (also den Gitarrenspielern), denen die Gitarre umgefallen ist oder auf sonstigen Wegen Schaden genommen haben. Transportschäden zum Händler sehr, sehr selten. Über die Häufigkeit von Transportschäden vom Händler zum Musiker kann ich nichts sagen außer, dass Rückmeldungen deswegen sehr selten waren.

Gruß
 
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Ich schaue schon lange ab und zu bei Thomann* auf ebay rein - die haben seit Jahren lauter Gitarren mit (reparierten) Kopfplatten-Brüchen. Nicht nur Epiphone, aber echt viele, und zum Teil so krasse Brüche die manchmal nur notdürftig geflickt sind, dass ich noch nie in der Versuchung war eine zu kaufen ;)
 
Vielleicht gab es dort mal einen internen Transportschaden bei einer Palette o.ä.?
Wenn man mal z.B. das Marty Schwartz Modell auf der Thomann* Homepage aufruft, ist eine Rezension eines Kunden aus Rumänien dabei, der 2x dieses Modell mit Halsbruch erhalten hat, bei Ebay werden 2 davon mit repariertem Halsbruch angeboten.
Ich gehe davon aus, daß das alles Transportschäden sind, die über den Versanddienstleister nicht abgewickelt werden konnten.

Zumindest wurden die Gitarren instandgesetzt und werden jetzt bis zu 200,- € unter regulärem Thomann* VK angeboten, finde ich völlig legitim und fair.
 
  • Ersteller
  • #7
...es kommt immer darauf an wo und wie man sucht - ich habe jedenfalls keine 71 Kopfbrüche gefunden...

"reparierter Artikel ES-335" liefert 71 Ergebnisse. Ich habe nicht jeden einzeln angesehen, aber die, die mich interessierten, hatten alle Kopfplattenbrüche und Halsrisse.

Zumindest wurden die Gitarren instandgesetzt und werden jetzt bis zu 200,- € unter regulärem Thomann VK angeboten, finde ich völlig legitim und fair.

Dass Thomann* seinen Kunden gegenüber transparent und fair ist, will ich nicht in Abrede stellen!
 
Interessantes Thema. Ich habe dieselbe Beobachtung letztens auch gemacht: Ich habe vor einiger Zeit die Epiphone Waxx Nighthawk im Thomann Sale gekauft und habe bei der Recherche zu dem Modell eine Diskussion im Netz gefunden (Kommentarsektion eines "Deals" der Gitarre in der französischen Variante von Mydealz), in der sehr viele berichtet haben, ein Exemplar mit Riss bekommen zu haben.

Das komische dabei: der Riss ist kein klassischer Kopfplattenbruch sondern er beginnt immer am Ende des griffbretts und zieht sich meist auch entlang des griffbretts. Was mir noch aufgefallen ist: bei meinem Exemplar, und bei mindestens einer weiteren aktuellen Epiphone die ich letztens auf der Werkbank hatte, zieht sich der Hals nach hinten (also entgegen dem Saitenzug), d.h. das Double Action Truss Rod muss in die "andere Richtung" gespannt werden und drückt somit gegen das Griffbrett. Vielleicht benutzt Epiphone hier einen schlechten Leim, es bildet sich durch den Druck aufs griffbrett ein Riss an genau der Leimstelle und folgt dann der schwächsten Linie?

Wieso verzieht sich der Hals nach hinten? Wahrscheinlich wurde für den Hals ein Holz verwendet, welches sich nach dem Anleimen des Griffbretts noch sehr stark zusammengeschrumpft ist und so den Hals nach hinten gebogen hat (Bimetallstreifen-Prinzip). Das ist definitiv nicht "normal"...

Hab im Nachhinein auch noch etwas gesucht und seeeehr viele Berichte über genau das Problem bei vielen aktuellen Epiphones gefunden inkl. all der Verkaufsanzeigen mit reparieren Brüchen.

Mein Gefühl ist, dass es hier ein grundsätzliches Qualitätsproblem bei Epiphone gibt...
 
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Ich kann die Bedenken von Cosmodog nachvollziehen. Eine Halbakustik fehlt mir noch in meiner Sammlung, ist allerdings so ein bisschen nice-to-have und daher schau ich auch nicht unbedingt nach ner Gibson ES, sondern da sind mir schon öfter Epiphone aufgefallen, und auch hier die gehäuften Angebote bei Thomann, wo reparierte Artikel - i.d.R. mit gebrochener Kopfplatte - angeboten werden. Das hat mich bislang von einem Kauf abgehalten, sowohl neu als auch bei den reparierten Teilen.
 
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  • Ersteller
  • #10
Kurze Rückmeldung: Ich hatte mal den Consumer Support Europe angeschrieben. Dort ist nichts bekannt von aktuellen Kopfplattenbrüchen oder einem höheren Aufkommen von Transportschäden.

Vielleicht ist tatsächlich eine Palette im Lager gecrasht. Das Epiphone/Gibson Lager scheint beim Thomann auch rapide leer zu laufen.

Ich fahre nächste Woche nach Treppendorf, um mir ein paar Semis anzusehen. Hoffe, da gibt es dann noch was...
 
  • #11
Ist mir bei Epiphone Les Paul Moderns auch schon mal aufgefallen (siehe dazu älterer Post von mir). Schau mal in den eBay-Shop von T, da sind aktuell 679 reparierte Artikel, (fast?) alles reparierte Halsbrüche. Ich kann mir vorstellen, dass die defekte Gitarren vom Hersteller kaufen, reparieren, und dann weiterverkaufen. Ist doch auch eigentlich eine gute Idee; die Gitarren werden nicht entsorgt und es gibt günstigere Gitarren für die Kunden, die es nicht stört.
 
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