Gehörschaden durch eigenen Gesang?

von crashonline, 03.09.07.

  1. crashonline

    crashonline Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.07   #1
    Hi

    Ist es möglich durch den eigenen Gesang nen Gehörschaden zu bekommen?

    Manchmal tun mir nämlich beinah die Ohren weh, wenn ich sehr laut (und etwas höher) und lange singe. nur singe... keine andere Musik dabei...

    kann man letztendlich dadurch auch hörschäden kriegen?
    oder sind die ohren da nur zeitweise überlastet (da man ja seine stimme viel direkter hört, als ein außenstehender)?

    danke

    und p.s.: NEIN ich singe nicth so schrecklich, dass mir DAVON die Ohren weh tun... :p
     
  2. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 03.09.07   #2
    Hallo,

    bitte ein bißchen mehr Info: Beziehst Du Dich jetzt auf verstärkten Gesang oder tritt das Phänomen auf, wenn Du unverstärkt singst, ggfs. nur bei bestimmten Tönen - oder immer über einer bestimmten Höhe?
    Singst Du "von der Leber weg" (könnte also eine falsche Technik infrage kommen) oder hast Du schon mal Unterricht gehabt?

    Viele Grüße
    Klaus
     
  3. Sephris

    Sephris Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.07   #3
    Das hört sich ja wirklich krass an.

    Ich meine, da musst du schon wirklich sehr laut singen, damit du deinen eigenen Ohren einen dauerhaften Schaden zufügst.
    Könnte es nicht eher an Durchzug liegen, oder evtl. dass du dich überanstrengst in irgendeiner Art?
     
  4. Hephaistos

    Hephaistos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.07   #4
    also rein praktisch betrachtet ist das doch relativ einfach zu beantworten, oder? Ich würde doch mal stark annehmen: nein.....schließlich haben Opernsänger/innen auch eine für die Ohren ungefährlich Arbeit, obwohl die ja sehr laut singen....und ich wüsste nicht, wer noch lauter singen sollte...^^

    Ich würde auch eher vermuten dass eine falsche Gesangstechnik schädlicher ist als die Lautstärke...wenn man sich verkrampft kann das sich ja auch bis in die Ohren ziehen :D ...ich kenn das ja mit diversen Krampfschmerzen beim falschen singen...*g* ^^
     
  5. M-Kult

    M-Kult Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.07   #5
    Die Antwort ist: Ja

    Ein lauter Schrei kann bis zu 100 dBspl erreichen, was auf Dauer definitiv zu Hörschäden führen kann. 100 dBspl sind ungefähr so laut wie ein Presslufthammer.

    Zum Vergleich:
    85 dBspl kann sich ein Mensch 5 Std aussetzen, ohne Schäden davon zu tragen,
    bei 120 dBspl dauert es nur 5 Sek. und es kann zu Hörschäden kommen.

    Ab 90dBspl fängt das Ohr an sich dem hohen Schalldruck anzupassen und versteift die Mechanik im Innenohr, das ist aber kein perfekter Schutz vor Hörschäden.
     
  6. crashonline

    crashonline Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.07   #6
    hmmm....
    also ich rede von unverstärktem singen...

    hatte zwar keinen gesangsunterricht, bin aber trotzdem der meinung, dass es nicht aus einer falschen technik resultiert (was nicht heißen soll, dass ein falsche technik vorhanden sein kann). aber ich kann schon sehr laut singen.

    es tritt halt auf, dass sich meien ohren "Überlastet" anfühlen, wenn ich sehr lange und eher hohe sachen singe. stellt es euch so vor, als würde jemand sehr lange und laut und hoch in eure ohren singen... ein solches gefüh ist das dann... und letztendlich ist es das ja auch. aber ich hab danach kein pfeiffen oder schmerzen oder so...
    und dadurch, dass das ganze ja nicht nur durch die luft sondern auch die knochen und so zu meinen ohren gelangt, frag ich mich halt, wie subjektiv laut das letztendlich ist und ob es dauerhaft (nicht von einmal singen, sondern täglich) schaden könnte.


    Danke schonmal für die Antworten

    Robert
     
  7. M-Kult

    M-Kult Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.07   #7
    Ich habe mich mal ein bisschen durch das Internet geklickt und bin tatsächlich auf eine Antwort gestoßen:

    Reitz: Dazu habe ich etwas Interessantes gehört. Sehr viele Sänger erleben, dass sie schlagartig nicht mehr singen können. Jetzt ist man dahinter gekommen, was da passiert. Die bekommen einen Gehörschaden durch die Lautstärke ihrer eigenen Stimme. Beim Operngesang erreicht das im Ohr über 120 Dezibel. Das sind Lautstärken, die übersteigen einen Presslufthammer und ein Düsenflugzeug aus nächster Nähe. Das ist bei Fortissimo-Stellen im Operngesang mit der eigenen Stimme im Ohr der Fall. Das hat man deswegen so lange nicht verstanden, weil man nie über die Wahrnehmung nachdachte, die der Sänger von seiner eigenen Stimme hat. Darauf kommt man ja auch nicht so schnell: Dass Sänger durch ihren eigenen Gesang plötzlich einen Hörschaden bekommen, und dann können sie nicht mehr singen.

    Quelle
     
  8. Sephris

    Sephris Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.07   #8
    @TE: Wie lange singst du denn immer in diesen Höhen?
    Ich meine, ein ausgebildeter Opernsänger sollte - sofern er auf der Bühne steht - schon laut singen.
    Wie sieht's denn mit den Höhen aus? Wie "hoch" sind deine Höhen? Erreichst du sie nur, in dem du laut singst oder könntest du sie auch leise hinbekommen? Was für einen Musikstil singst du überhaupt?

    Meine Empfehlung wäre ja, ein oder zwei Monate lang Gesangsstunden zu nehmen, um evtl. technische Fehler auszubessern, sodass du ein Gefühl für deine Stimme bekommst.
    Da hast du am Ende nämlich mehr von; Höhe durch weniger Krafteinsatz und ein gesundes Gehör. ;)

    Scheint ja wohl nicht der Regelfall zu sein, dass man einen Gehörschaden durch's Singen bekommt, sonst wüssten hier mehr Leute Bescheid.

    Tschuss,
    Sephris
     
  9. Ophelia

    Ophelia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.07   #9
    Vor ein paar Jahren bin ich über Kontakte mal an einen Studenten gekommen, der eine Diplomarbeit über verschiedene Arten von Stimmen bzw. deren Schwingungen geschrieben hat. (Was für Ergebnisse er daraus für sich geschlossen hat, habe ich trotz Versprechen, ein Exemplar seiner Diplomarbeit lesen zu dürfen, leider nie erfahren. Wäre sicherlich interessant gewesen, da er Menschen da hatte, die afrikanischen Gesang machten, Obertöne bewuß produzieren konnten und so weiter, teilweise sehr exotisch war das.)

    Jedenfalls wurde da mehr oder weniger aus Spaß auch mal gemessen, was für Lautstärken ich beim Singen produzieren kann und ich war im Anschluß echt platt: 138 dB wollen die in dem Studio da gemessen haben! Ich bin da ja heut noch skeptisch.

    Ums kurz zu machen: Ich singe - selbst, wenn es keine 138 dB wären - im Schnitt doch recht laut und habe keine Probleme mit den Ohren. Ein leichtes Pfeifen zwar, aber das hat andere Ursachen und war schon vor dem Singen in ähnlicher Intensität wie heute vorhanden. Beeinträchtigen tut's mich nicht und ich hoffe, das bleibt auch so.
     
  10. crashonline

    crashonline Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.09.07   #10
    hmm... also guitar pro gibt mir an, dass der höchste ton, den ich zur zeit schaffe in etwa das gis über der obersten notenzeile ist. also jenes unter der ersten hilfslinie. das ist dann aber noch keine kopfstimme (die ich so gut wie nie benutze... daran liegts also nicht)

    ich singe sehr viel unterschiedliches. höre und singe allerdings vel white stripes und wer die kennt, weiß in welche höhen das geht. muss alerdings zugeben, dass diese extremen höhen (wie auch das angesprochene gis) nur bei höheren lautstärken (aber eigentlic noch "Klar") hinbekomme. aber da white stripes ja hauptsächlich rockiges habe, fidne ich auch einen etwas lautereren, agressiveren gesang eher passend.

    meine stimme (und somit gesangstechnik) ist hier zu hören:
    https://www.musiker-board.de/vb/vocals/230072-ruhiges-bitte-bewerten.html

    hab schon überlegt, ob ich mir nen gesangslehrer nehme...
    aber ich habe das gefühl richtig zu singen, da ich heute fast den ganzen tag gesungen habe und keinerlei "verschleißerscheinungen" bemerke. teilweise singe ich aber auch (glaube ich) in diesen höhen, bei rock und ähnlichem mit absicht "falsch", will sagen: mit kratzender stimme, etwas gepresst. ich finde aber, so etwas kann eine interessante nuance einer stimme sein.
    auf jeden fall treten beschrieben erscheinungen in den ohren nicht nur dann auf, auch wenn ich (wie ich denke) richtig singe.

    Robert
     
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