Gehörschaden nach einmaliger lauter Bandprobe?

von PeaveyUltra120, 18.05.16.

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  1. PeaveyUltra120

    PeaveyUltra120 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.16   #1
    Wir hatten in der Band letztens ne rege Diskussion, ob ein Gehörschaden nach einer einmaligen "Probe" (nur Schlagzeuger und ich, also Gitarre, weil die anderen drei noch nicht da waren). Haben ca ne Stunde relativ laut gespielt (ohne Gehörschutz) , und ich muss zugeben, dass mir danach die Ohren ganzschön betäubt vorkamen (wie Watte), was nach ca 15min wieder vorbei war.

    Was meint ihr? Hörschaden nach einmaliger Probe? Ist das möglich, oder wahrscheinlich?

    (Übrigens: Bei mir passt alles, war erst kürzlich beim HNO wegen was anderem, da hab ich das Gehör auch gleich testen lassen :great:)
     
  2. Captain-P

    Captain-P HCA Gehörschutz HCA

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    Erstellt: 18.05.16   #2
    Nichts ist unmöglich ... aber wenn du eine statistisch relevante Antwort willst, musst du den Versuch einfach 30 mal machen.
     
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  3. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.16   #3


    Temporäre Beeinträchtigung: Ja
    Das Ohr wird sich aber - sofern es nur einmalig war - wieder regenerieren...

    Dauerhafte Schädigung: Nein
    (...dazu müsste das Ohr konstant über einen längeren Zeitraum belastet worden sein...)


    Lernt aus dieser Erfahrung und zieht die richtigen Schlüsse ... ihr habt nur ein Paar Ohren! ;-)






    HTH
    :hat:
     
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  4. Mr.513

    Mr.513 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.16   #4
    Die Dauer ist von Relevanz, wenn es um die ungeschützte kontinuierliche Belastung/Überlastung des Gehörorgans geht, die vom Prozess der Beeinträchtigung der auditiven Sinneswahrnehmung bis zum Verlust des Hörens begleitet sein kann.
    Ein singuläres Ereignis kann aber ebenso einen (dauerhaften) Schaden verursachen, wenn die Intensität des Impulses die individuelle Wirkung entfalten konnte. Intensität und Dauer können zusammenfallen, die Intensität kann also auch alleine Schaden zufügen (Knalltrauma).
    "Einmal ist keinmal!" wäre schön! Ein feiner Haarriss in einer Faser hat sie für zukünftige Beanspruchung geschädigt.

    Ergo: Den richtigen Gehörschutz für die richtige Schallbelastung auswählen.
     
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  5. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.16   #5

    Ich denke, das kann beruhigenderweise ausgeschlossen werden - ...denn sonst wäre das ganze nicht nach 15 Minuten wieder vorüber gewesen und der TE jetzt vermutlich in Kortison-Behandlung. Die Schalleinwirkung müsste dazu schon sehr kurz gewesen sein... (üblicherweise ca. 1-2 ms.)


    ;)
     
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  6. dubbel

    dubbel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.16   #6
    ich würde unterscheiden: schaden im sinne von langfristig und/oder dauerhaft wars ja nicht, weil eben nach 15 min wieder vorbei. also kein hörschaden oder so.
    erst mal.
    trotzdem hattest du eine hörstörung.
    Das kommt vom lärm, das wär für mich noch nicht mal eine frage.

    das heisst aber nicht, dass lärm deswegen unschädlich ist und man in zukunft ohne öhrstöpsel weiterspielt, weil war ja nach ner viertelstunde wieder gut.
     
  7. hairmetal81

    hairmetal81 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.16   #7

    Völlig korrekt - siehe mein Posting weiter oben! :)
     
  8. Bassyst

    Bassyst Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.05.16   #8
    Also ich würd sagen ...

    Schaden: ja! (quasi wie ein blauer Fleck im Ohr, daher auch dieses Betäubungsgefühl)

    Aber durch die Regeneration kann der Schaden sehr gut verheilen. Besonders wenn man jung ist und seine Ohren schont (keine lauten Clubs, Proben/Konzerte nur mit Gehörschutz, auf laute Kopfhörermusik verzichten). Ältere Semester sollten vorsichtiger sein (Regenerationsfähigkeit nimmt mit zunehmendem Alter ab). Und das sollte jetzt nicht der Regelfall werden ... ansonsten auf jeden Fall in Gehörschutz investieren. Ich trag auch regelmäßig welchen seit ich 18 bin und bei mir hat sich das Gehör über die Jahre wieder verbessert ... trotz vieler, vieler Proben, Konzerte etc.

    Und naja, generell gibts ja den Schaden durch Dauerbelastung und dann noch das Knalltrauma. Bei dir wars jetzt erstmal nur die Dauerbelastung.
     
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  9. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 19.05.16   #9
    Sei froh, wenn's sich wieder regeneriert hat. Ob eine leichte Schädigung nicht trotzdem bleibt, kann man nicht ausschließen. Daher würde ich so etwas als Warnung oder Grund zum Nachdenken nehmen.
    Bei den meisten Musikern, die schlecht hören, ist die Verschlechterung nicht mit einem Mal, sondern kontinuierlich über die Zeit gewachsen. Wann will und soll man anfangen, sich um seine Ohren zu kümmern? Am besten so früh wie möglich - just my 5ct...
     
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  10. Vetinari

    Vetinari Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.16   #10
    Glückspilz. Nach einem Broilers Konzert hatte ich einmal noch gut 18 Stunden mit betäubten Ohren zu kämpfen...
     
  11. CUDO II

    CUDO II Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.16   #11
    Ich würde vorschlagen direkt danach ca. eine Stunde in die Sonne zu schauen (natürlich ohne Augenschutz). Der Flash ist dann optimal!
     
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  12. peerteer

    peerteer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.16   #12
    :rofl:

    Mein Gehör hat in meiner 30-jährigen Musikerlaufbahn doch schon Einiges nachgelassen, wobei sich das von der Lautstärke eher im Mittelfeld abgespielt hat.
    Wem sein Gehör lieb ist, sollte sich ruhig frühzeitig um geeigneten Hörschutz bemühen.
     
  13. saxof

    saxof Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.16   #13

    Oder um eine erträgliche Lautstärke im Proberaum....
     
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  14. LoboMix

    LoboMix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.05.16   #14
    Das (innen-)Ohr verfügt über die Eigenschaft, seine Empfindlichkeit anpassen zu können, also sozusagen über eine Art "Gain-Regelung" (und zusätzlich noch selektiv wie ein Spektrum-Analyser). Intakte Ohren können sowohl bei großer Stille "die Flöhe husten" hören als auch bei Lärm sich durch eine Dämpfung der Empfindlichkeit vor größeren Lautstärken schützen.
    Insofern wird es sich bei dem von Dir beschriebenen Phänomen eher um eine (reversible) Anpassung gehandelt haben.
    ABER: Dieser Schutzmechanismus braucht 1. ein wenig Zeit für die Adaption, funktioniert also nicht bei Knall-Ereignissen und 2. kann man selber nicht einschätzen, bis zu welchem Pegel nur diese Adaption greift (dürfte auch individuell ein wenig unterschiedlich sein) und wo die Grenze zur Schädigung schon überschritten ist.

    Da nach allem, was ich darüber weiß gebrochene Flimmerhärchen nicht mehr regenerieren würde ich auf jeden Fall immer zu vorbeugender Vorsicht raten und eine Überbelastung der Ohren stets vermeiden.
     
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  15. BlakeWilder

    BlakeWilder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.16   #15
    Erträglich scheint die Lautstärke ja zu sein - WÄHREND der Probe :)

    Ich war kürzlich noch bei einem Hörgeräteakustiker - entscheidend für ein zerstörtes Gehör ist wohl eine wiederholende Dauerbelastung über einen längeren Zeitraum. Und natürlich können auch singuläre (Knall-) Effekte das Gehör dauerhaft schädigen.


    Greetz,

    Blake
     
  16. peerteer

    peerteer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.16   #16
    Für den Knall-Effekt während der Dauerbelastung sorgt dann schon der Schlagzeuger :D
     
  17. PeaveyUltra120

    PeaveyUltra120 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.16   #17
    Ich hab das jetzt mal vorbeugend 2 Stunden lang gemacht, und ich glaube du zahlst mir jetzt
    Schadenersatz :whistle::D
     
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  18. Edged

    Edged Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.05.16   #18
    Es wird von Vielen soo viel Kohle in Equipment investiert, da kann man auch einmal €170,- in die Hand nehmen und sich beim Hörgeräteakustiker Elacins anpassen lassen. Zahlt sich wirklich (über Jahre) aus.
    Ich kann nicht mehr ohne, auch wenn wir verhalten spielen. Und - im Probeverlauf wird es sowieso immer lauter ...
     
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