Gehörschädigung durch knacken

von meischter, 12.04.16.

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  1. meischter

    meischter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.16   #1
    Hallo zusammen

    Habe mir an den Gehörgang angepasste inEar Hörer gekauft. Qualitätsmässig eine super Geschichte. Ein riesiger Unterschied ist neben der Qualität aber auch der Pegel, der nötig ist, um einen nicht zu lauten Sound zu haben.
    Und genau hier mache ich mir ein wenig Sorgen um mein Gehör, denn dadurch dass die angepassten inEars sehr nahe ans Trommelfell gelangen (und wohl auch aufgrund der hochwertigen Treiber) benötige ich etwa ein Drittel des Pegels mit anderen Kopfhörern. Ok, das kann man einmal einstellen und gut ist.

    Was passiert jedoch wenn bei den unerwünschten und unvorhergesehenen z.T. sehr lauten Klacks und Knacks, wenn jemand im falschen Moment ein Kabel einsteckt, auszieht, oder plötzliche Feedbackschlaufen entstehen? Bereits wenn ich nur den inEar Stecker an meinem Preamp einstecke, wage ich es nicht, diese gleichzeitig im Ohr zu haben.

    Wie geht ihr damit um? Hattet ihr da schon unschöne Situationen, oder mache ich mir da zuviele Sorgen?
    Was könnte dagegen unternommen werden? Habe an sowas wie ein Limiter gedacht, den ich zwischen Pramp und inEar reinhänge?

    Danke schonmal für eure Erfahrungen
    Gruss
     
  2. HenrySalayne

    HenrySalayne Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.16   #2
    Beließ dich doch einmal über das Thema Gehörschädigung und wann das auftritt.
    Peaks sind erst dann schlimm, wenn gewisse Grenzen überschritten werden (140 dB). Ansonsten ist die Wirkdauer und -leistung interessant.
    Zu einem In-Ear gehört ein Limiter, allerdings nicht zwischen Pre-Amp und In-Ear, sondern entweder ins Bodypack oder vor den Kopfhörerverstärker.
     
  3. meischter

    meischter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.04.16   #3
    Naja, nicht dass mir das Thema völlig neu wäre, die erwähnten Abhängigkeiten aus der Theorie sind durchaus bekannt.

    In der Praxis sind solche plötzlichen Knackser allerdings ziemlich unberechenbar, auch 120dB möchte ich lieber nicht erleben.

    Wie auch immer, gehe ich richtig in der Annahme aus deiner Antwort, dass du selber inEars hast und da absolut keine Bedenken hast, dass da mal gehörschädigende Knackser daher kommen können bzw, nie erlebt hast?
     
  4. HenrySalayne

    HenrySalayne Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.16   #4
    Nein, ich verwende keine In-Ear-Hörer.

    Es kommt immer auf die Signalkette drauf an, aber grundsätzlich ist es sehr schwer so einen massiven Pegelsprung von bswp. 40 dB zu erzeugen ohne das Geräte im Signalweg clippen. Die meisten Mischpulte haben Aussteuerungsreserven von ca. 20 dB.
    Wenn man auf Nummer sicher gehen will, sollte man am besten am letzten Glied in der Kette darauf achten, dass eben so ein hoher Pegel gar nicht möglich ist, entweder durch einen Limiter oder eben durch sinnvolle Aussteuerung, dass Clipping alles weitere verhindert. Da kann im Zweifelsfall auch ein Dämpfungsglied helfen; damit kann man sich nebenbei auch den Regelweg des Potis verbessern.
     
  5. LoboMix

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    Erstellt: 15.04.16   #5
    Hoppla, 140 Dezibel am Ohr sollten zur sofortigen Taubheit führen, selbst 120 dB direkt am Ohr würde ich unter allen Umständen vermeiden (Link: http://www.sengpielaudio.com/TabelleDerSchallpegel.htm)
    Bedingt durch die (weitgehende) Abschottung des äußeren Schalls durch die (angepassten!) Stöpsel würde ein (gesundes) Ohr aber schon weit geringere Pegel im Ohrhörer als sehr laut empfinden und dementsprechend gar nicht so weit aufdrehen. Einen (schnellen) Peak-Limiter würde ich aber sicherheitshalber auch immer dazwischen schalten.
     
  6. HenrySalayne

    HenrySalayne Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.16   #6
    Stopp. Die Schmerzschwelle sagt nur aus, wann es in den Ohren weh tut, nicht wann das Ohr bei kurzzeitiger Einwirkung irreparabel beschädigt wird.

    Es gibt da verschiedene Herangehensweisen. In der Schweiz ist bspw. bei Veranstaltungen ein Spitzenschallpegel von 125 dB(A) (LAFmax über 125 ms) bei einem Dauerschallpegel über eine Stunde von maximal 99 dB(A)(LAeq1h) zulässig. In Deutschland bspw. ist die Norm (soweit ich mich nicht täusche) aber ein maximaler Spitzenschallpegel von 135 db(C) bei einem Dauerschallpegel von 99 dB(A) auf zwei Stunden.

    Wie dem auch sei: Wie ich bereits im vorherigen Post geschrieben hatte, ist es auf Grund der Signalkette unwahrscheinlich, dass Knackser wirklich mit so massiven Pegeln auf das Gehör wirken können.
     
  7. murmichel

    murmichel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.04.16   #7
    Warum können InEars solche Pegel überhaupt erzeugen, wenn sie ohnehin schädlich sind? Wäre es nicht möglich/sinnvoll, den maximalen Pegel durch die Bauart zu begrenzen?
     
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