Gesangsbuch, zweistimmiger Gesang und Kopfsache wenn man vorm Mikro steht ...

von -= Tom =-, 21.12.06.

  1. -= Tom =-

    -= Tom =- Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.06   #1
    Hallo Leute!

    Ich hab jetzt mal ein wenig in euerer Kategorie geblättert und hoffe das ich bei meinem ersten Post hier nicht gleich belächelt werde.

    Wir haben in unserer Band ne super Sängerin, allerdings ist aufgefallen das fast keine Band mehr was macht wos nur einen Gesang gibt!

    Jetzt meine Frage:
    Gibts nen "Trick" ne zweite Stimme wie in dem nachfolgenden Soundausschnitt zu finden? Irgendwelche Grundlagen für einen nicht so erfahrenen Sänger?
    http://www.dtvoter.de/zweistimmig.mp3

    Nächste Sache:
    Ich hab mir vor langer Zeit das Powervoice-Buch gekauft, allerdings hat mich das gar nicht überzeugt. Ich habs auch ner professionellen Sängerin mit zum anschauen gegeben, die hat auch gesagt das es nicht so gut ist.
    Gibts irgendeinen Buch das man empfehlen kann wo man leicht verständlich Backgroundgesang lernen kann?

    Und nun mein letztes Anliegen:
    Wenn ich vorm Mikro steht meine ich immer das ich laut reinsingen muss das man mich ja auch wirklich hört! Natürlich verzerrt das meine Stimme und es hört sich aggressiver an, weils dann doch eher Geschrei als Gesang ist.
    Hattet ihr das Problem auch?
    Kann man da irgnedwie Abhilfe schaffen? Vielleicht mit ner Monitorbox neben mir?


    Vielen vielen Dank für euere Hilfe schonmal im voraus!
     
  2. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.12.06   #2
    Hallo Tom!

    Also das sind ja ganz viele Frange auf einmal ;)

    Und? Dann seid ihr halt die einzige. Ich kenne viele gute Bands, die nur einen Sänger haben. Nur deshalb würde ich meiner Band keine zweite Stimme abzwingen.

    Einfach so "finden" tut man das normalerweise nicht. Besorg' Dir mal ein paar Chorsätze von Pop-Sachen und schau' Dir an, wie so was geschrieben ist. Dann hast Du einen Eindruck davon, wie man Chorsätze - nichts anderes ist nämlich auch zweistimmiger Gesang - aufbauen kann.

    In der Abteilung "Allgemein" hängt ein Thread rum, der da heißt "Gesangsliteratur". Da stehen verschiedene Rezensionen von uns über Bücher drin. Meine Gesangslehrerin hat mir als einziges "halbwegs brauchbares" auf dem Markt "Voicecoaching" von Katrin Ploog empfohlen. Grund: Sie findet, dass in den anderen Büchern zu viel mit "Kraft" und "Power" gearbeitet wird.

    Ich hatte das Problem Gottseidank nicht, weil ich meine ersten Auftritte Acoustic ohne Mikro gesungen habe. Da hast Du dann schon ein gesundes Verhältnis zu "Lautstärke" und bist dankbar, wenn Dir das Mikro das "laut singen" abnimmt.

    Wichtig ist auf jeden Fall, dass Du Dich gut hörst. Die meisten Bands stellen die Vocals viel zu leise in den Mix, dabei sollten die Vocals das lauteste sein. Brat' den Guitarreros ruhig eine über, wenn sie Dir da wiedersprechen wollen.

    Eine eigene Monitorbox ist sicher eine große Hilfe. Dreh' Dich da ruhig auf. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du Dich anschreist, ist es leichter, leise zu bleiben.

    Dann solltest Du vielleicht auch noch rausexperimentieren, wie es sich anfühlt, wenn Du wie laut singst. Denn leise singen fühlt sich ja ganz anders an, als laut. Wenn Du das Gefühl gut genug kennst, kannst Du auch leise bleiben, wenn Du Dich nicht so gut hörst. Mir hat da der Chor geholfen, in dem man sich ja auch nicht immer 1a selber hört.

    Hoffe geholfen zu haben

    Ice
     
  3. antipasti

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    Erstellt: 22.12.06   #3
    Den musste ich wirklich dreimal lesen, und erst durch Ice' Antwort wurde mir endlich klar, was dieser Satz bedeuten soll.

    Da bin mal anderer Ansicht. Sehr viele Sänger finden ihre Stimmen intuitiv, durch verarbeitete Hörerfahrungen ... hab eigentlich fast ausschließlich so gearbeitet... ich kenne sogar (reine) Schlagzeuger ohne jegliche harmonische Kenntinisse, die aber dennoch in der Lage sind, ad hoc mehrere passende Chor-Stimmen zu finden.

    Aber richtig: wenn man sie nicht intuitiv hinkriegt, dann - wie Ice schon sagt - gibt es ganz klare reglen, wie man mehrstimmigen Gesang arrangiert. Versuch es erstmal ganz einfach mit ner (Schweine)Terz.
     
  4. -= Tom =-

    -= Tom =- Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.06   #4
    Der Sänger aus dem Songausschnitt hat mir heute schon den Tip gegeben dass das mit der Monitorbox gut funktioniert. Er selbst hört nur wenig sonst, außer halt Grundsachen. Werde ich mal ausprobieren!

    Ihr redet alle von Chor ... wir hier in unser 11000 Seelengemeinde haben einen Chor der sich mit Kirche beschäftigt. Ich weiß nicht ob dass das richtige ist da ich nur an den Grundlagen interessiert bin, auch wennn es viele Bands gibt die nu r eine Stimme haben.

    Aber dieses empfohlene Buch werde ich mir man anschauen!

    Gibt es einen bestimmten Trick diesen "Schweineterz" hinzubekommen oder ist es besser sich zig CD´s anzuhören und darauf hin was zu singen?
    Für Bass und Gitarre gibts ja verschiedene Sachen dies und das besser zu spielen ... aber obs fürs besser singen auch was gibt .. das wär das interessante!

    Jedenfalls danke für die Antworten hier! Bin ich wirklich froh drum!!! :great:
     
  5. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 23.12.06   #5
    Ein Trick ist da gar nicht nötig, nur ein klein wenig Musiktheorie...

    Die Terz ist der dritte Ton einer Tonleiter oder einer Melodie vom Grundton bzw der ersten Stimme aus gesehen. Also der Abstand dazwischen. Auf diesem baust Deine zweite Stimme auf. Ist das Lied in C-Dur und der Ton Deiner ersten Stimme ist ebenfalls ein C, wäre die zweite Stimme, (also die Terz) ein E.

    C - D - E (1. Prime, 2. Sekunde, 3. Terz)


    ... aber reine Terzstimmen klingen oft sehr volkstümelnd, deswegen bietet es sich an, die zweite Stimme nicht komplett in Terzabständen zu machen. Probiers aber einfach mal aus. Komponiere eine kleine Meldodei aus wenigen Tönen und spiel sie danach stumpf um eine Terz versetzt (natürlich innerhalb des Tonvorrates der Tonleiter)
     
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