Gesangsprobe von mir

von Floh, 06.09.05.

  1. Floh

    Floh Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.05   #1
    Hi,
    will demnächst mal Gesangsunterricht nehmen.
    Bis dahin habe ich mich an 'Just Like Tom Thumb's Blues' von Bob Dylan vergriffen.
    Wäre nett wenn ihr eure Meinungen dazu posten könntet. :great:

    Floh - JLTTB

    Danke im Voraus für ehrliche Kommentare
     
  2. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 06.09.05   #2
    Hallo Floh!

    Ich kann hier leider nicht sehr ausführlich in deinen File reinhören. Ich habe also nur "testweise" ein Stückchen gehört. Was mir aber sofort ins Ohr fiel: es klingt so als würdest Du viel zu hoch singen. Ist das die Lage, in der Du am liebsten singst? Das ist nach meiner Meinung reine Kopfstimme und geht bis hin zum Falsett (ähm, und da kenn ich mich gar nicht mehr mit aus....so als Frau...).
    Das klingt (nimm das nicht als Wertung deiner Stimme!) sehr seltsam, so als sei es nicht deine natürliche Stimmlage und nicht der natürliche Klang. :confused:

    Was sagen die Herrn der Schöpfung dazu, die selbst schonmal solch hohe Gefilde der Stimme erklommen haben...?

    Liebe Grüße
    Elisa
     
  3. Floh

    Floh Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.05   #3
    Hi
    erstmal dankeschön.
    Wo genau ist denn der Unterschied zwischen Kopfstimme und Falsett, dachte immer das sei das gleiche...

    Ist vielleicht nicht genau meine Stimmlage, singe in ihr aber so gerne, deshalb wollte ich mal in ihr bewertet werden
    Schade nun, dass es seltsam klingt ;)
     
  4. cyclone

    cyclone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.05   #4
    Klingt in der Tat ziemlich hoch. Versuchs mal eine Oktave tiefer!
    An sich denke ich, dass es sich für dich schon lohnt dran zu bleiben. Töne halten kannst du einigermassen und ein gewisses Vibrato ist auch schon da. Die Atemtechnik scheint dir ab und an mal die Luft abzuschnüren - das kann man aber lernen.

    Daher: Üben und dann sollte es auch klappen :rolleyes:
     
  5. Elisa Day

    Elisa Day Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 06.09.05   #5
    Das erklärt dir besser ein Mann. Ich glaube, da gibt es tatsächlich noch Unterschiede (jedenfalls wenn ich Whych da richtig verstehe). In völliger Ermangelung eines Falsetts kann ich Dir aber nicht weiterhelfen. In der Literatur werden die Begriffe leider unterschiedlich verwendet. Da sollten wir mal einen studierten Sänger fragen, was die aktuelle Lehrmeinung ist.

    Es klingt wirklich etwas gekünstelt durch die hohe Lage. Den wirklichen Klang der Stimme kann man kaum beurteilen. Eine tiefere Aufnahme wäre da schon hilfreich, denke ich zumindest.
    Lieben Gruß
    Elisa
     
  6. black coffee

    black coffee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.05   #6
  7. Floh

    Floh Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.05   #7
    wikipedia war auch für mich erste Anöaufstelle, aber da steht ja das Falsett würde landläufig als Kopfstimme bezeichnet und es wird kein Unterschied erklärt ;)
     
  8. Whych

    Whych Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.09.05   #8
    Die alte Falsettsache ;)

    Aaalllssoooo nach allem was ich hier im Forum gelernt habe ist Falsett wirklich nur wenn Mann auch diesen typischen Eunuchen-Touch in der Stimme hat. Also eben auf weiblichen Opern-Sopran getrimmt. Falsett hat auch diesen typischen Opernklang oder was man sich unter einer Opernstimme vorstellt.
    Singt man einfach nur Hoch ist das Kopfstimme. Es besteht auch ein Unterschied diese 2 Stimmen zu benutzen. Aus Spass singe ich manchmal inder Probe Sachen von Nightwish und um eben die Tarja nachzuahmen brauch ich Falsett. Da setze ich die Toene anders an wie wenn ich einfach nur hohen Metal singe in der Kopfstimme. Kopfstimme setze ich hinter den oberen Schneidezaehnen an und Falsett dann eigentlich wieder hinten im Gaumen wie normale Bruststimme. Deshalb klingt Falsett auch 'knoedeliger', 'runder' wie Kopfstimme die doch recht 'scharf' klingt. Aber trotz allem kling Falsett eben nach Eunuche.

    Vergleich waere z.B. Jimmy Sumerville ( Falsett ) und Justin Timberlake ( Kopfstimme ) um mal vom Metal wegzubleiben.

    Ich perseonlich hatte da auch nie eine Unterscheidung aber ich wurde hier im Forum eines besseren belehrt.

    Ich hab mir dein Beispiel noch nicht angehoert Flo da ich noch auf der Arbeit sitze aber werd das heute Abend mal nachholen. :)
     
  9. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 07.09.05   #9
    Sich Bob Dylan vorzuhmen, der mit seiner Art von "nölig-schlecht-leiernd singen" schon fast zur Realsatire geworden ist, ist natürlich heikel, wenn der eigene Gesang bewertet werden soll (nicht mißverstehen, ich halte ihn dennoch für einen wichtigen Künstler).

    Ich kenne das Original nicht. Ich finde aber nicht, dass das zu hoch für Dich klingt. Das "Seltsame" kann auch ein beabsichtigtes Stilmittel sein. Ist ja nun mal ein Dylan-Song, wo das vielleicht genau so klingen soll. Vielleicht noch mal ein "gewöhnlicheres Lied" reinstellen. Eines, was eher Gesangs- als "stimmungsorientiert" ist.
     
  10. Floh

    Floh Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.05   #10
    Vielleicht sollte man dazu sagen, dass Bob Dylan das keineswegs so hoch singt und auch die Akkrode ein bisschen abgeändert sind ;)
     
  11. Whych

    Whych Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.09.05   #11
    Also ganz von meiner Gewohnheit abweichend mich an Beurteilungen von Gesangsbeispielen zu Beteiligen hier doch meine Meinung.
    Ich gehe davon aus das nicht versucht wurde eine Charakterstimme wie eben Dylan zu kopieren sondern eben diesen Song mit der einem gegebenen Stimme gesungen wurde.
    Als erstes zu der Falsett-Vermutung. Ich wuerde es nicht als Falsett bezeichnen der ein wenig aehnelnde Klang kommt daher das die Kopfstimme, meiner Meinung nach, falsch angesetzt ist. Fuer mich hoert es sich an als ob eine Kopfstimme mit Ansatz der Bruststimme gesungen wird ( deshalb auch die Aehnlichkeit zum Falsett ). Durch das klingen auch die Toene die noch ein wenig hoeher kommen ein wenig 'abgequetscht'.
    Mein Tip als erstes den Ansatz der Kopfstimme veraendern. Die Hoehe hast du also kannst du singen. Kopfstimmenansatz ist hinter den oberen Schneidezaehnen. Du wirst merken das du so hohe Toene leichter singen kannst. Natuerlich serh wichtig den Kehlkopf unten zu Lassen ( dazu merh im FAQ-Bereich ). D ahatte ich auch das Gefuehl da san manchen Stellen mit zuviel Druck versucht wurden den Ton voller oder hoeher zu Bekommen. Lautstaerke kommt nicht durch Druck sondern durch Uebung ( der Stimme wird staerke rmit der eit wenn man sie trainiert ) und eben das Schaffen der Luftsaeule im Koerper ( Stichwort Atmung, Gaehnen ). Auch Hoehe nicht durch Drukc erreichensondern durch richtigen Ansatz und Kehlkopf unten lassen.

    Ich kann mich nun natuerlich total irren auch weil ich nicht weiss ob du manche Sachen bewusst so gemacht hast. Zudem kenne ich den Orginalsong nicht und bin also ohne Vorurteile rangegangen. Das sind die Sachen die ich aendern wuerde. :)
     
  12. Floh

    Floh Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.05   #12
    Vielen Dank Whych, werd mich mal in den ganzen Kopfstimmen/Falsett Threads umsehen.

    Wie gesagt, meine version ist von Dylans weit entfernt, also kein versuch einer Kopie, ein eigenes Arrangement(wenn man das bei einer einzigen Gitarre so nennen mag, naja ich hab jedenfalls die Akkorde geändert).
     
  13. Timothy Sideburns

    Timothy Sideburns Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.05   #13
    Ich halte den Begriff Rand- sowie sein Gegenstück Vollstimme für deutlich besser geeinget, die Register zu beschreiben, weil beide bei der Physiologie der Stimmerzeugen ansetzen, noch bevor es die Begriffe "Brust-" bzw. "Kopfstimme" tun, die bei ihrer Erklärung der Tonentstehung einen Schritt später einsetzen und u. a. auch für das Missverständnis von "Kopfstimme" und Falsett als ein und derselben Angelegenheit verantwortlich sind.

    So bezeichnet der Begriff Vollstimme den Bereich der Stimme, in dem die Stimmlippen komplett (voll) schwingen und der der Randstimme entsprechend den, in dem - durch die nach und nach einsetzende Straffung der Stimmlippen - nur noch die Ränder schwingen. Ziel einer gesanglichen Ausbildung ist das "Einregister", Mittel zum Zweck dafür ist das sog. passagio, von dem Luciano Pavarotti in seiner Autobiographie schreibt: "Ich mühte mich mit diesem Problem sechs Jahre lang ab, ehe ich es wirklich im Griff hatte." Das nur nebenbei.

    Wenn nun aber das Einregister - d. h. das nicht mehr hörbare Wechseln zwischen Voll- und Randstimme oder im allgemeinen Sprachgebrauch "Brust-" und "Kopfstimme" - ist, dann bedeutet das auch, dass man im besten Fall die (reine) "Kopfstimme" gar nicht mehr zu hören bekommt. Denn der Übergang zwischen beiden schwindet unter Einsatz entsprechender Techniken, die letztendlich in in der sog. "Mischstimme" münden, so gut wie völlig, das heißt, dass es keinerlei klangliche Unterscheidungsmöglichkeit mehr gibt. Diese Stimme hat ihren Resonanzraum eben nicht mehr nur im Brust- bzw. im Kopfbereich, was die Begriffe aber suggerieren. Ich hoffe, das alle ist bisher verständlich und nachvollziehbar.

    Was nun aber wiederum deutlich zu differenzieren ist selbst von diesem Einregister, das ist das Falsett, denn das ist klanglich selbst von der Mischstimme im Bereich des passagios deutlich zu unterscheiden. Der Grund dafür wiederum liegt in der Physiologie des Falsetts (oder der "Pfeifstimme"). Hier sind die Stimmbänder so eng geschlossen, dass die Stimmlippen nur noch einen Spalt freilassen, durch den die Luft gewissermaßen "pfeift", ähnlich dem Pfeifen durch die Lippen. Daher dann auch der Begriff der "Pfeifstimme" und des "Pfeifregisters" nicht dasselbe meinen wie "Randstimme". Hier schwingen die Stimmbänder weder voll noch auch nur teilweise, also am Rand. Sie schwingen überhaupt nicht mehr, sondern die Tonerzeugung ist eine gänzlich andere.

    Aus diesem Grunde kann mit dem ohnehin irreführenden Begriff der "Kopfstimme" nicht dasselbe gemeint sein wie mit Falsett oder "Pfeifstimme".

    Ein weiterer Unterschied der Randstimme zum Falsett liegt übrigens in der Tatsache, dass sich die Randstimme auch in tieferen Lagen singen lässt, das Falsett allerdings nicht.
     
  14. blow

    blow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.09.05   #14
    Deine Stimme gefällt mir. Den Song finde ich allerdings ziemlich furchtbar. Und manchmal setzt Du ziemlich weit hinten im Hals an, das klingt irgendwie etwas Frosch-mäßig. Und von Dylan hast Du das nölend-weinerliche übernommen, das kann ich persönlich nicht ausstehen.

    Sing doch mal was mit mehr Power, die Stimme ist IMO absolut angenehm und schreit geradezu nach einem Song, der besser zu ihr passt.

    Gruß,
    blow
     
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