Gibson Les Paul Custom: Blick ins E-Fach

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Hallo,

Hier das Werk:

Gewechselt wurden die 2 Volumenpotis,Tone belassen, sowie die Kondensatoren gewechselt.

Wäre super wenn Kundige und Wissende einen Blick ins Fach werfen könnten,ob es was zu beklagen gibt.
Oder Nachbessern....

Irgendwie pfeifft es mehr vor der Box bei Highgain.....
paula.jpg



Grüsse

Paulisto
 
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Hi,

die Verdrahtung ist grundsätzlich in Ordnung; soweit ich das sehen kann, sollten auch die immer etwas schwierigen Massen am Gehäuse vernünftig gelötet sein. Ich würde aber mal ein bisschen dran ziehen, wenn die Lötstellen gut sind, müssen sie das aushalten.

Schaun mer mal:gruebel:: Es handelt sich um ein Modern Wiring, dem ein Treble Bleed hinzugefügt wurde (ich vermute mal, der stammt auch von Dir und war nicht ab Werk drin). Die Anschlüsse sind da, wo sie bei dieser Variante sein sollen. Es wäre mir allerdings auch neu, dass Fehler bei der Verdrahtung oder kaputte Bauteile an dieser Stelle zu Mikrofonie und/oder Feedback führen könnten.

Eine leicht erhöhte Neigung dazu könnte sich aber mMn aus zwei Dingen ergeben: Zum einen hast Du die verhassten 300er ;) gegen 500 KOhm-Potis getauscht. Damit verbunden ist en Zuwachs an Höhen, ist ja auch der Zweck der Übung. Die Resonanzspitze der PUs wird weniger bedämpft, also kann es in dem Bereich natürlich auch eher zu Rückkopplungen kommen. Zum anderen verstärkt der Treble Bleed das noch, denn der verändert den Frequenzgang auch bei aufgedrehtem Volume subtil. Er ist ja nichts anderes als ein frequenzabhängiger teilweiser Bypass des Volumepotis, denn der Kondensator lässt hohe Frequenzen passieren, blockt aber tiefere ab - diese werden also normal geregelt, während die hohen Frequenzen quasi an der Widerstandsbahn vorbei direkt vom Eingang zum Ausgang geleitet werden. Da ein Poti schon voll aufgedreht die Resonanzspitze leicht bedämpft, wird der Effekt des Austauschs gegen 500 KOhm durch den Treble Bleed noch verstärkt, denn da ist jetzt noch wenger Bedämpfung vorhanden. Schon ein Rausnehmen des TB könnte also vielleicht helfen, würde ich auf jeden Fall mal probehalber machen. Hilft das, und es kommt es Dir nur auf Vermeidung des Höhenverlustes beim Zurückdrehen an, würde ich als Alternative das 50ies Wiring probieren, vielleicht reicht Dir der Effekt dann schon aus.

Die eigentliche Ursache bei Mikrophonie liegt aber in der Regel bei den PUs, vor allem, wenn sie Kappen haben oder nicht gewachst sind. Ich habe auch schon erlebt, dass die Höhenverstellfedern die Ursache waren, aber das kann man leicht eliminieren. Wenn ich richtig liege, ist der Wegfall der Höhendämpfung also nicht die Ursache, sondern bringt diese nur ans Tageslicht. Die alten Potis haben das wahrscheinlich nur abgemildert.

Gruß, bagotrix
 
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Hallo,

daaaanke!

Ich mutiere noch zum Helden des Lötkolbens. :cheer::patpat:

Nur der Umstand das mein Suchtlöter nicht erscheinen konnte, befähigte mich zu dieser Glanztat!

dass die Höhenverstellfedern die Ursache waren, aber das kann man leicht eliminieren

Was strebt man denn da an ???

Gruss

Paulisto
 
Wenn ihr die Gehäuserückseiten der Potis anschleift lötet sich das ganz einfach....(einen leistungsfähigen (40W mind) Lötkolben vorausgesetzt, mit der 20W Lötnadel ist da kein Blumentopf zu gewinnen...)
 
Ich mene hier(?) allerdings auch schon mal gelesen zu haben, dass manche Potis eine spezielle Beschichtung haben, die sich sogar besser löten lasse als das blanke Metall darunter. Da fehlt mir jetzt leider das Detailwissen, ob das stimmt. Ich bin für die Masse aber bisher mit einer brutalen Lötpistole am besten gefahren, selbst ohne Anschleifen, während alleine das Aufrauen bei einem schwächeren Lötkolben auch nichts genutzt hat.

Auf jeden Fall gebe ich Dir recht, dass das feine Besteck für die Masseverbindung fehl am Platz ist.

Was die Höhenverstellfedern betrifft: Falls die Problem machen, reicht es mitunter schon, den PU weit rein zu drehen, damit sich die Feder entspannt und dann anders hinlegt, wenn man den PU wieder rausdreht. Oder Du schraubst den ganzen Rahmen ab und dämpfst die Federn mit etwas Gewebeklebeband. Man kann sie auch durch Silikonschlauch ersetzen, der hat keinen so weiten Einstellbereich, aber pfeift sicher nie.

Gruß, bagotrix
 
Guter Einwand, allerdings kenn ich nur die Japan Potis (Göldo) die verzinnte Kappen haben, die US Modelle und die Chinapotis haben lackierte Rückseiten.
BTW: Mit der Lötpistole wär ich vorsichtig, an den Potis macht es nix aber wenn jemand zu nahe an einen Pickup kommt kann es sein dass das Magnetfeld der Lötpistole den Magneten demagnetisiert
 
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Richtig, das mit dem Magnetfeld sollte man beachten, da bei der Lötpistole das Netzteil samt Trafo direkt hinter der Lötspitze sitzt und so ein Ding auch ganz schön Power hat.

Bei richtiger Handhabung nach Bedienungsanleitung sollte aber eigentlich nichts passieren können, denn Lötpistolen soll man eine bestimmte Zeit vorheizen (bei meiner max. 12 Sekunden), vom Abzug gehen und erst dann an das Werkstück gehen. In dem Zustand dürfte das Magnetfeld eher gering sein. Also: beim Aufheizen das Ding immer schön von der Gitarre weghalten!

Gruß, bagotrix
 

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