Gibson übersteuert

von elSmo, 12.09.04.

  1. elSmo

    elSmo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.04   #1
    Ein Freund von mir spielt mit seiner Band auf einer Gibson Paula und er klagt darüber, dass die Gitarre total übersteuert. Ist afaik auch nicht mehr die neuste... Haben auch schon Kabel+Amp gewechselt...

    Wer von euch hat mit den Gibson PU's ein ähnliches Problem?
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 12.09.04   #2
    Da ist irgendwie unklar, was gemeint ist. Eine Gitarre selbst kann nicht übersteuern. Vielleicht will er aber knackige Clean Sounds a la Strat/Tele, die sind aber mit ner LP nicht zu machen. Oder er hat Rückkoppelungen, dann muss er an den Soundeinstellungen beim Effekten/Amps was verändern.
     
  3. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 12.09.04   #3
    Vielleicht hat er mikrophonische (weil ungewachste) Pickups?
    Meine 2001er Burstbucker waren ungewachst (weil möglichst originale PAF Nachbauten). Bei mehr Gain oder Wah ein endloses Gekreische.
    Seit 2003 wachst sie der Custom Shop, ich hab's dann auch gemacht.
     
  4. michaelkle

    michaelkle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.04   #4
    Hey,


    das Problem welches du ansprichst ist eigentlich Gibson typisch!!!

    Du kannst dem eigentlich nur entgegentreten indem du andere Pick's einsetzt ( da ist die palette ja unendlich ), oder aber mal den Git-Hersteller wechselst!


    Ja ich weiß das klingt jetzt sehr dramatisch, aber um dir da genauer helfen zu können wäre es schon hilfreich wenn du mitteilst:

    Für welchen Aufgabenbereich wird die Gitarre genutzt? ( Proberaum - Gig - Studio - Amateur oder gewerblich , wird ein bestimmter Sound bevorzugt etc.)


    danach richtet sich auch die möglichkeit was man machen sollte, denn so manche guten Tipps kosten nur Geld bringen hingegen nichts.

    Mein Liebling ist zum Beispiel eine Les Paul Pro Deluxe, aber für Studio - oder einfach nur mal zur Probe viel zu schade und / oder schlicht unbrauchbar!!
     
  5. elSmo

    elSmo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.04   #5
    Ja, ich meine Natürlich so ne fiese Rückkopplung mit aufgedrehtem Gain, aber auch schon bei etwas weniger koppelts.
    Wie geht das wachsen vor sich, brauch man spezielles Wachs und kann man es selber machen?
    thx
     
  6. dogdaysunrise

    dogdaysunrise HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 12.09.04   #6
    Hau den Gibson Kram raus und mach EMGs rein, schon is Ruhe! :rock: :rock: :rock:

    Sorry, konnt mirs nicht verkneifen, ich weiss es wird langsam alt! :o



    -------------------------------------




    Wachsen wird Abhilfe schaffen, damit kann man sogar aus manchen Epi PUs richtige gute Teile machen!
    Du kannst es selber machen, ich wuerde es aber in dem Falle eher machen lassen.

    Falls ihr lust habt:
    Das Wachs muss richtig erhitzt werden damit es schoen reinfliessen kann, darf aber auch nicht zu heiss sein um das innenleben des PU nicht zu zerstoeren.
    Am besten das Wachs im Wasserbad erhitzen, so dass das Wasser gerade so anfaengt zu sieden, aber es sollte nicht volle lotte kochen (WICHTIG!) denn sonst ists zu heiss.
    Als Wachs, kannst Du normales Kerzenwachs nehmen, z.B. Teelichter sind gut.

    EDIT: Ich hab mal a bissle gegoogelt, denn mit meiner obigen Beschreibung kann man wenig anfangen, wenn mans wirklich selber machen will und es ist schon laenger her, dass ich mich damit beschaeftigt habe.
    Ich habe 2 Sachen gefunden:
    Der hier, sehr ausfuehrlich, aber in Englisch:
    http://www.guitarnuts.com/technical/electrical/index.php

    ...und noch das hier auf deutsch:

    Ich habe schon etliche Pus in Wachs zum Schweigen gebracht :-)
    >
    > Das allerwichtigste ist die richtige Temperatur des Wachses - ist
    > sie zu niedrig, so klebt das es nur außen am Tonabnehmer und kann
    > nicht tiefer in die Wicklung eindringen, wo es eigentlich hin soll.
    > Ist es zu heiß, kann der PU beschädigt werden, weil sich der
    > Kunstoffspulenkörper verformt usw.
    >
    > Ich habe deshalb immer ein kleines Gefäß mit Wachs im Wasserbad so
    > stark erhitzt, daß das Wasser gerade eben anfängt Blasen zu bilden
    > und auf gar keinen Fall anfängt zu kochen. Normale Teelichter sind
    > übrigens sehr gut zu diesem Zweck geeignet (aber bitte den Docht
    > vorher entfernen:-)) - das Stearin ist bei ca. 70 Grad flüssig genug,
    > um in den PU einzudringen.
    >
    > Die klassischen Strat- und Tele-PUs sind diesbezüglich ziemlich
    > unkritisch, da sie keine Kunstoffteile besitzen, die sich verformen
    > könnten. Humbucker hingegen sind auf Grund der Kunstoffspulenkörper
    > recht empfindlich für Verformungen. Am besten den PU häufiger
    > kontrollieren und wenn Verformungen sichtbar werden, sofort wieder
    > geradebiegen.
    >
    > Das ganze Baden dauert ca. 5 Min/PU. Man sieht am eingetauchten PU
    > kleine Luftblasen aufsteigen und wenn diese verschwinden ist der PU
    > fertig.
    >
    > Danach überschüssiges Stearin sofort mit Haushaltspapier abwischen
    > und den PU richtig abkühlen lassen (ca. 30 min). Jetzt kann das
    > übriggebliebene Wachs mit Terpentinersatz abgewischt werden.
    >
    > Ich habe die Tonabnehmer immer nach dem Wachsen auf ihre Mikrofonie
    > getestet, indem ich sie einfach an einen Amp ageschlossen und mit
    > einem unmagnetischen Gegenstand (Plektrum) daraufgeklopft habe.
    >
    > Humbucker mit Blechkappe können sehr tückisch sein - zum effektiven
    > Wachsen müssen sie abgenommen werden und hier liegt das große
    > Problem. Bei vielen ist diese Kappe nämlich an der Grundplatte
    > festgelötet.
    >
    > Nach dem Wachsen des PU klebe ich die vorhandenen Löcher für die
    > Polschrauben ab, fülle die Kappe mit dem heißen Wachs ca zur Hälfte
    > auf und setze den PU wieder ein.(vorher natürlich die Polschrauben
    > im PU ganz reindrehen). Auf das Verlöten der Kappe verzichte ich.
    >
    > Bei fast allen Tonabnehmern ist die Wicklung mit Klebeband umgeben,
    > welches vor der ganzen Aktion natürlich vorsichtig entfernt werden
    > sollte.
    >
    > Ich habe mir bei Humbuckern angewöhnt, die 4 Schrauben, die die
    > beiden Spulen auf der Grundplatte festhalten, eine 4tel Umdrehung
    > zu lösen. So vermeide ich, daß sich der PU beim Wachsen verzieht)
    > - reine Vorsichtsmaßnahme.
    >
    > Achso - der Herd sollte elektrischer Natur sein - mit Gas läßt sich
    > die Temperatur nicht so schön konstant halten.
    >
    > So - mehr fällt mir dazu nicht ein. Wenn man nicht sinnlos
    > drauflosbrutzelt, so ist die ganze Sache ziemlich risikolos.

    > Ergänzend möchte ich nochmal darauf hinweisen, daß der Passage über
    > das Entfernen des Klebebandes besondere Beachtung geschenkt wird
    > - kürzlich hatte hier ein Teilnehmer damit wohl Probleme.
    >
    > Also nochmal: IMHO ist es besser das Gewebeband, welches die
    > Wicklung schützen soll, vor dem Wachsen zu entfernen, damit das
    > Wachs besser in die Wicklung eindringen kann. Dabei sollte auf
    > keinen Fall die 'Pflastermethode' benutzt werden! Also schön
    > langsam abziehen. Sollte sich das Klebeband nur widerwillig lösen,
    > kann man auch den Pickup kurz ins Wachs eintauchen, um den Kleber
    > aufzuwärmen. Danach sollte sich das Klebeband mühelos entfernen
    > lassen.
     
  7. elSmo

    elSmo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.04   #7
    oha, das ist ja garnicht soo unkompliziert wie ich dachte. Mal schaun, vielleicht lässt er es mich ja machen, oder ich probiers einfach ohne zu fragen, denn im Proberaum oder bei den letzten auftritten hatte ich irgendwie agressionen :twisted:

    Die Git wird im Proberaum und für Auftritte (räume für 150-1000peoples indoor) verwendet und mit einem MultiFx über einen 65w amp gespielt...

    Hat jemand schon mal die GibsonPUs in ne Strat gepflanzt oder geht das anatomisch nicht?
     
  8. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 12.09.04   #8
    @michaelkle: meinst Du mit "Pick's" Picks (Plektren) oder Pickups?

    Es stimmt nicht, dass Gibson Pickups stärker zu Mikrophonie oder Feedback neigen, nur Custom Shop Replicas ohne Wachs tun das.

    Die Les Paul Pro Deluxe hat ja auch P90, die brummen zusätzlich noch sehr heftig.


    Bildgeschichte zum Wachsen auf meiner Homepage.


    @elSmo: Jeder Humbucker paßt in jede Humbucker-gefräste Gitarren. Moderne Strats sind unter dem Pickguards H-S-H gefräst. Das einzige was Du brauchst ist eine entsprechende Schlagplatte und Du kannst Dir Deine Gibson Pickups einbauen. Glaube aber nicht, dass die Strat dann auch nur annähernd wie eine Les Paul klingt. Den Klang macht das Holz, die PUs verstärken ihn nur.
     
  9. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 12.09.04   #9
    Man kann zwar versuchen ihn selbst zu wachsen, die Frage ist halt ob man das ohne eine Unterdruckkammer, wie sie die großen Hersteller verwenden, auch professionell hinbekommt. Wenn du das machst würde ich den PU auch erheblich länger im Wachsbad lassen als in dem Text angegeben und hinterher die Kappe auf jeden Fall ordentlich anlöten (eigentlich braucht man die nicht unbedingt runtermachen).

    Die andere Möglichkeit wäre, den PU zum Entpfeifen an einen Shop zu schicken. Nachteil sind die relativ hohen Kosten und die Wartezeit.

    Ich rat Dir auch einfach einen neuen zu kaufen und den alten zu verkaufen.
     
  10. michaelkle

    michaelkle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.09.04   #10
    der Gibson / Fender Kult ist doch genauso wie bei den Bikern der Harley Kult.

    Dieser Kult macht die Gitarren ungemein teuer in der Anschaffung, aber wenn wir alle ehrlich sind, das Wahre sind sie in der Elektrik nun wirklich nicht.

    Wir alle sind verwöhnt vom Sound der großen Gitarristen und wollen diesen mit Hilfe der entsprechenden Gitarre nachempfinden, nur was viele vergessen, das was wir hören, auch Live, ist oftmals ein riesiges technisches Wunderwerk.

    für einen guten Sound benötige ich heute kaum noch eine super Gitarre, sondern nur noch enstprechende Amps und Effektgeräte, damit der gewünschte Klang erzeugt wird. Die Gitarre muß nur noch technisch bestechen und da bestechen nunmal Fimen wie PRS . Aber auch Ibanez in der Einsteigerversion bitte gute und günstige Alternativen.


    Wer eine pfeifende oder brummende Gibson sein Eigen nennt kann sie ja gerne auf der Bühne als Showobjekt aufstellen und damit demonstrieren das man hipp ist, aber spielen würde ich die wuchtigen Gibson kaum noch.

    Überleg dir also lieber ob du nicht mit Anlage mal zu einen Git.-Dialer gehst und preiswerte Modelle testest bis eine dabei ist die dir und deiner Anlage zusagt. Wer einmal anfängt nur an einer Stelle die Technik der Git zu ändern, wird bald sowieso einen komplett Umbau durchführen und die Kosten übersteigen zudem dann oftmals auch den Wert dieser.


    Logisch, meine Gibson mit P90's ist sowieso durch die Singel's das brummen pur, aber wenn ich sehe wie verrückt so manche gerade hinter diese Pick's her sind, kann ich nur den Kopf schütteln.


    Du kannst also wie gesagt, anfangen deine Git zu modden, aber ich persönlich rate dir lieber, eine passende neue Git zu kaufen, du wirst sehen am Ende wirst du glücklicher sein, vorallem der Gewichtsunterschied wird deiner Spielfreude um einiges besser tun.


    Grüße
     
  11. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 12.09.04   #11
    :confused: Man kauft doch kein neues Auto, wenn ein Reifen Platt ist. :confused:

    Jetzt bitte keine Diskussion, ob Gibson überteuert ist etc. Dafür gibt es schon genug Threads!
     
  12. elSmo

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    Erstellt: 12.09.04   #12
    @hoss33: ich erwarte ja nicht dass sie wie eine LP klingt aber vielleicht klingst ja trotzdem gut :) Hab die Strat am Hals schon ausgefräst und ist auch geradde HSH besetzung drin.
    Aber ich probier den Sound der Gibson PUs mal aus, wenn er mir zusagt setze ich meinen alten Humbucker in seine LP und lasse den Gibson-PU wachsen/wachse ihn (ihm ist es wohl lieber meinen alten PU zu nehmen als das wachsen zu bezahlen, was kostet das?).... mal schaun.

    @michaelkle: Ich denke mal das mit dem PU ein/umbau und Git-Tuning ist so eine Art Sport, man kauft welche, tauscht sie aus und lernt somit ne Menge über die Klangeigenschaften (besonders wenn man Verschiedene Modelle hat in denen man die PUs probieren kann).
    Außerdem ist die Frage mit welchem aufwand ich enen miesen gitarrensound gut hinbiegen kann oder ob ich gleich an der Quelle ansetze und z.b. auch nur mit git+Amp einen tollen Sound habe. Das ist vergleichbar wie miese Mikros für eine Aufnahme zu nehmen, das wieder hinzubekommen soll angeblich sau schwer sein, deshalb schwören Aufnahmetechniker afaik in erster Linie auf gute Mikros...
     
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