gitarre abmischen, was ja, was nein?

von lennoert, 17.09.07.

  1. lennoert

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    Erstellt: 17.09.07   #1
    moin moin, bin gerade dabei, mich ein wenig mehr mit dem mischen von gitarren (vorerst) zu befassen, ich hab mir das toneport ux1 gekauft und bin ziemlich zufrieden. ich nehme mit reaper auf und bearbeiten das ganze auch da...

    die workshops zum thema gitarre "fetter" machen hab ich mir schon angeguckt und auch wie ich finde, schon ganz gute ergebnisse erzielt, nun meine frage

    welche frequenzen gehören in einen guten rock-metal gitarrensound?
    ich blende ab jetzt wie im workshop beschrieben bis 120kHz aus und danach mach ich ne midsoop dingens.

    ist das generell subjektiv, also, frei nach dem motto was gefällt oder gibt es so grenzbereiche, die man bewusst meidet oder weglässt oder sowas?


    liebe grüße
    Lenny
     
  2. Atomwolle

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    Erstellt: 17.09.07   #2
    Also 120 kHz ist schon mal etwas hoch ;) ich denke du meinst 120 Hz und einen LowCut :)
    Wenn du einen amtlichen EQ bei dir hast, probier doch einfach mal bisschen rum, was so ein "Eingriff" am Sound ändert, das ist immer noch das beste Mittel, denn es gibt kein 100 % iges Rezept für geilen Sound, wenn du einige Workshops schon gelesen hast hast du ja schon die nötigen Grundlagen, darauf kannst du dein eigenes KnowHow aufbauen :)

    Bei wieviel Hertz du nun den LowCut setzt hängt meistens vom Mix an sich ab. Ist der bass z.B. bei 160 Hz ziemlch stark, um sich in dem Bereich etwas durchzusetzen, würde ich den LowCut bei den Gitarren auch erst bei ~ 200 Hz machen, das kommt ganz drauf an...

    Mfg
    Wolle
     
  3. lennoert

    lennoert Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.07   #3
    ah alles klar.. das man generell irgendwie ne faustformel hat, gibts also nich ^^
    und ja, ich mein den lowcut hab mich wohl verguckt, 120kHz wären wirklich extrem hoch und doch schon gar nich mehr hörbar (das menschl. gehör ging doch ca. bis 16-17khz oder?)

    also mit dem eq selber hab ich mich schon zurecht gefunden, und schon ziemlich viel ausprobiert, eine frage hätte ich aber doch noch, worin liegt der unterschied zum grafischen eq und parametrischen eq? und gab es nich noch irgendeine eq-form?

    sry wenn das alles totaler scheiß is aber besser wissen tu ich's ja nich, sonst würde ich ja nich fragen xD

    mfg
    Lenny
     
  4. Atomwolle

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    Erstellt: 17.09.07   #4
    Also für's menschliche Gehör macht man meistens bei ca. 20 Hz - 20000 Hz fest, aber mit dem Alter verschlechtert sich das Hörvermögen im Höhenbereich.

    Stell dir vor, es gäbe die ultimative Faustformel für's Abmischen, dann wären wir doch alle ultimative Pros uns keiner bräuchte mehr irgendwelchen Tonstudios, die einfach eine Menge an KnowHow haben.

    Wenn du wirklich mal was lernen willst, stell dich mal bei einem Gig zum FOH und schau ihm ein bisschen zu bzw stell ihm ein paar Fragen, was er da so macht. Wenn es ein netter kerl ist, hilft dir das tausendmal besser als irgendeine EQ Tabelle im Internet.

    Noch zu deiner Frage bezüglich der EQ "Arten": Bei einem parametrischen Equalizer ist die Frequenz, die der EQ bearbeitet nicht festgelegt, sondern man kann (je nach Art) die Freuquenz des "Eingriffes" frei wählen und bei vollparametrischen kann man dann auch den sogenannten Q-Wert regeln, der die "Breite" (mir fällt kein besseres Wort ein) regelt, also bei einem großen Q Wert ist der Eingriff sehr schmalbandig. Um so kleiner der Q Wert, um so "breitbandiger" wird der EQ Eingriff.
    (Das mit größer/kleiner kann aber manchmal variieren, das hab ich schon öfters mal erlebt, dass man da aneinander vorbeiredet, weil bei dem einen der kleine Q Wert dem großen Q Wert des anderen entspricht ;) )

    Ganz generell: Vertrau deinem Gehör, nicht irgendwelchen Regeln :)
     
  5. lennoert

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    Erstellt: 17.09.07   #5
    alles klar, danke für die antwort, jetzt seh ich aufjedefall klarer was sound angeht, den rest frickel ich mir schon zurrecht xD

    mfg
    Lenny
     
  6. Atomwolle

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    Erstellt: 17.09.07   #6
    nur zeit nur zeit, wenn du dich wirklich dafür interessierst und du geduld hast, wirst du dich wundern wenn du deine aufnahmen in nem halben jahr nochmal mit den jetzigen vergleichst ;) :)
    weiterhin noch viel spaß beim Aufnehmen :great:
     
  7. 4feetsmaller

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    Erstellt: 18.09.07   #7
    Obwohl das schon sehr hochgegriffen ist. In Ausnahmefällen und bei klein Kinder (2-6 J.) sag ich mal ja. In der Regel kann man aber von 16-16000 Hz ausgehen, was natürlich von Mensch zu Mensch verschieden ist.
     
  8. Atomwolle

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    Erstellt: 18.09.07   #8
    So jetzt wollt ichs auch wissen ;) hab gerade mal paar Sinuswellen in Audacity erzeugt um zu sehen, die gut ich da noch hör und hab festgestellt, dass ich nen Ton mit 18000 Hz zwar noch höre, aber schon nicht mehr so laut wie einen Ton mit zB 16000 Hz
    Naja kommt hald auch drauf an auf wie vielen Metal Festivals man scho unterwegs war ;) :)

    mfg
    Wolle
     
  9. lax_flow

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    Erstellt: 19.09.07   #9
    Ich hoffe du hast Monitore zu Hause, die das alles auch linear wiedergeben? *g*
    Als ich mal zum HNO Arzt gegangen bin und meinte ich hätte Angst, dass ich die hohen Frequenzen nicht mehr höre meinte er: Ach, das können wir hier eh nicht messen, ist ja auch fürs Alltagsleben total egal :-)
     
  10. 4feetsmaller

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    Erstellt: 19.09.07   #10
    Joh, egal schon. Sollte nur nicht zuweit runtergehen. :o
     
  11. Atomwolle

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    Erstellt: 19.09.07   #11
    Ich finds ehrlich gesagt nicht so ganz egal ;) :p Vorallem beim Abmischen :o
    Ich denk meine Boxen hier sollten das wiedergeben können und das relativ linear, ich hab Samson Rubicons R6a da stehen :)
     
  12. 4feetsmaller

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    Erstellt: 19.09.07   #12
    Wenn es im 'normal Bereich' liegt, ist doch alles ok. Somit hören andere Personen deine Projekte auch nicht um Welten besser/schlechter.

    Aja, was ich noch gefunden habe, ist:

    ...läuft gerade sehr ins OT. Langsam wieder zurück finden, bitte.
     
  13. lennoert

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    Erstellt: 23.09.07   #13
    wie sieht das eigentlich mit frequenzanalyse aus? wann macht man sowas und welche frequenzen sind bei gitarren besonders interessant?

    gibt es gute vst equalizer die man empfehlen kann?

    lg
    Lenny
     
  14. Atomwolle

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    Erstellt: 23.09.07   #14
    Also solche Frequenzanalysen nehm ich eigentlich wenn dann nur für die Stereo Spur um die mal zu checken, aber bei einzelnen Spuren, weiss nicht... ich verlass mich lieber auf mein gehör, das ist zuverlässiger :great:

    Besonders interessant sind bei der Gitarre die Mitten (bedingt evtl etwas Höhen, aber die Mitten "entscheiden") Bass find ich bei ner Gitarre im Mix ziemlich unbrauchbar.
     
  15. lennoert

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    Erstellt: 23.09.07   #15
    wirklich? wieso? nich das ich kritisieren will, ich hab ja keine ahnung, ich probier nur soviel wie möglich in erfahrung zu bringen, was das mischen angeht, ich hoffe das stört dich nicht ;)
     
  16. Atomwolle

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    Erstellt: 23.09.07   #16
    Auf was beziehst du dich jetzt mit deiner Hinterfragung?
    nein es stört mich auf keinen fall, es ist ja auch nicht so, dass ich hier der einzige bin, ich denk es gibt da noch viele andre hier, die dir das (größtenteils) sogar besser erklären könnten. ich versuch hald meinen teil zu tun :)

    P.S. Falls du dich auf das mit der Analyse beziehst: Ich glaub das eigene Gehör bringt dir 1000 mal mehr als irgendwelche Regeln oder Werte, die irgendwo stehen oder dir ein Analyser bringt. Es muss gut klingen und das kann doch auch kein Analyser beurteilen, da bist du selbst der ultimative Analyser ;)
     
  17. lennoert

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    Erstellt: 23.09.07   #17
    aber kann ich mich denn auf mein gehör verlassen ohne irgendwelche hintergrundinformationen zu haben? ich mein, es gibt doch bestimmt irgendwie.... keine ahnung. ;)

    wozu benutzt man denn überhaupt analyzer? wieso will man die frequenzen wissen? (oder was macht man damit?)

    lg
    Lenny
     
  18. 4feetsmaller

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    Erstellt: 23.09.07   #18
    So ein paar Anhaltspunkte findest du auf dieser Seite. Dort stehen schon mal einige Tipps, besonderes was den Equalizer oder die frequenztypischen Bereiche (von Instrumenten) angeht. Natürlich sollte man nicht die Werte 1:1 übernehmen, da nicht jedes Signal gleich ist und man auch nicht gleich damit umgehen kann. Also kann man die Werte nur als Richtwerte nutzen.

    Beispiel:

    • Um einen Studioraum oder die PA einzumessen. Dort kann man sehen, wo die Überbetonungen sitzen, was durch Raumbegrenzungsflächen begünstigt wird. Das dürfte soweit klar sein, da jedes Material (Stein, Beton, Teppich usw.) auch anderes die Signale reflektiert/absorbiert. Dadurch werden bestimmt Frequenzen mehr oder weniger absorbiert, was den Gesamtsound schadet, auch wenn der Equalizer nicht verändert worden ist. Von daher gibt es manche Tonmeister die immer mal einen Blick auf diese Anzeige werfen, wo die Probleme sitzen.
    • Wenn deine Abhöre bestimmt Frequenzen nicht Wiedergeben kann, sollte man sich diesen Bereich in der Summe ansehen. Als Beispiel kommen deine Monitor nicht tiefer als 50 Hz. Dadurch weiß man natürlich nicht, ob in diesen Bereich starke Überbetonungen liegen, die man dort gar nicht haben will. Von daher kann man böse Überraschungen vorbeugen und diesen Bereich etwas ausdünnen, wenn man ihn überhaupt benötigt.
    • Bei der Einzel-Signalbearbeitung, wenn störende Frequenzen nicht genau ortbar sind. Dann kann man mal einen Blick auf die Analyse werfen, wo diese Frequenz genau sitzt, damit man sie gezielt entfernen kann.

    Ansonsten sollte man sich auf die Ohren verlassen. Ein Analyser zeigt dir zwar die Frequenzen, kann dir aber nicht bei der Frequenzstaffelung helfen, da sich viele Instrumente im Mix so oder so überschneiden. Von daher wirst du viele Instrumente haben, die im selben Bereich zufinden sind. Und dann ? Ab hier hilft dir kein Analyer mehr, da du jetzt mit deinen Ohren die Instrumente so anordnen musst, dass jedes Instrument erkennbar bleibt, auch wenn sie sich ähnliche Frequenzen im Grundsignal teilen.

    Bye, Danny.
     
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