Gitarre als Sax?

von smintili, 11.10.18.

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  1. smintili

    smintili Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.18   #1
    Hi, wir suchen für unsere Truppe nach einer Möglichkeit, Saxophon-Parts mit der Gitarre nachzuspielen, um nicht noch einen zusätzlichen Mann anheuern zu müssen, und unsere bisherige Lösung sieht nach viel Overdrive, wenig Bass, viel Höhen und viel Gain aus. Mitten so mittel halt.
    Aber ich dachte, ich wende mich auch mal an die Community und höre mal, ob es da vielleicht bessere Möglichkeiten gibt, gar ein Effektgerät, was genau das macht, wie es dann heißt, oder Tipps bezüglich unserer Einstellungen, die ich oben erwähnte. Die Variante, das über ein Keyboard zu machen, fand ich bisher nicht zufriedenstellend, alle Keyboards, die ich angetestet habe, hatten furchtbare Saxophon-Sounds, außerdem ist es da umständlicher, so schön in den Ton reinzusliden, wie es ein Saxophon oder eben auch eine Gitarre können.
     
  2. Richie_Stevens

    Richie_Stevens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.10.18   #2
    Dazu fällt mir Pat Metheny ein:
    Da sind auch Saxophon-Patches dabei.
     
  3. Captain Knaggs

    Captain Knaggs Registrierter Benutzer

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  4. micharockz

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    Erstellt: 12.10.18   #4
    Künstliches Saxophon klingt halt immer künstlich, besonders bei Bläsern bin ich auch empfindlich.
    Verzerrer können passend gespielt in die richtige Richtung gehen, insbesondere Fuzze. Die wurden der Legende nach ursprünglich designet, im Saxophonsounds nachzuahmen. Tonebender und Nachbauten bzw. Weiterentwicklungen passen am ehesten.

    Falls du eine gut klingende Samplelibrary findest, wäre es noch eine Option, diese mit einem Midipickup anzusteuern. Das wäre aber aufwändig, und wahrscheinlich wären die dynamischen Spezialitäten der Library (Stakkato, Swells etc.) eh nicht direkt mit den Fingern abrufbar. Das könnte man recherchieren, wenn du es als Lösung in Betracht ziehst.
     
  5. Hans_3

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    Erstellt: 12.10.18   #5
    Vergiss es. Von allen Instrumenten, die sich per Synthese oder per Samples nachbilden lassen, ist Sax defintiv das am wenigsten mögliche. Der Ton entsteht aus zu vielen "köperlichen" Elementen, die sich virtuell nicht nachbilden lassen: Variation der Mundspannung, Blasdruck, Atemlänge, Atemvariation, Überblastechnik usw. - und das u.U. alles für einen einzigen Ton.

    Damit nicht genug: Zusätzlich spielen auch Qualität und Material des Mundstücks eine Rolle sowie die Millimeterstärke des dort eingschobenen und somit am Klang beteiligten Holzblättchens. (Exkurs: Weshalb Saxophon übrigens in die Gattung "Holzblasistrument" gehört und kein Blechblasinstrument ist - letztere sind klanglich weniger "flexibel" und lassen sich deshalb virtuell besser darstellen als Sax).


    Off Topic: Das andere Instrument, was virtuell ganz schlecht geht, ist übrigens unsere E-Gitarre, weil für deren typischen Sound ebenfalls zu viele menschliche Körperanteile bei der Tonerzeugung beteiligt sind: Vibrato, Bendings, Anschlagstärke, Anschlagsdynamik, Harmonics, Mutingvarianten, Smearbends, Pulloffs ohne Anschlag, Steuerung der Verzerrung über Anschlagstärke usw. usw.

    Insofern besteht sogar eine gewissen Verwandtschaft zwischen Git. und Sax, weil beide vielfältige und ständig variierte physische Aktionen des Spielenden nicht nur zulassen sondern unbedingt notwenig sind, um die typischen - und dann breitgefächerten Klangnuancen - herauszukitzeln.
     
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  6. smintili

    smintili Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.18   #6
    Aktuell tendieren wir auch am ehesten dazu, es über Fuzz oder andere Zerrer zu machen, da geht’s dann nur um die richtigen Einstellungen.
    Da hast du nicht unrecht, es geht auch nicht unbedingt darum, exakt den Sound eines Saxophons zu reproduzieren, sondern eher darum, was man für Möglichkeiten hat, wenn man das Feeling einfangen will.
     
  7. micharockz

    micharockz Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.10.18   #7
    Mir ist die Idee eines Verzerrers oder Mellotrons auch am sympathischsten, weil dabei nicht so aufgesetzt versucht wird, etwas Unerreichbares zu simulieren. Beide Sounds sind gewissermaßen eigenständig und können halt an Saxophone erinnern und mit entsprechender Phrasierung gespielt ihren Zweck in der Musik erfüllen, ohne das man gleich “gewollt aber nicht gekonnt“ denkt.

    Falls Bläsersätze gewünscht sind, könntet ihr noch versuchen, die angesaxten Singlenotes durch einen Pitchshifter zu schicken. Auf die entsprechende Tonart eingestellt, eine Terz nach oben und eine Quinte nach unten oder umgekehrt, kann das schon cool sein.

    Beim Mel9 gefallen mir die Sounds mit der parallelen Verzerrung recht gut. Ich weiß ja nicht, welche Multieffektgeräte euch zur Verfügung stehen, mit einigen sind parallele Signalwege möglich. Es gibt auch ziemlich coole aber teure Luxusmöglichkeiten zum Experimentieren wie z.B. das KMA Tyler.
    Der Vorteil des Mel9 ist die Polyphonie, die allerdings wiederum mit Verzerrung nichts nutzt (deshalb der Vorschlag eines Pitchshifters).

    Zum Thema Fuzz und Tonebender würde ich zum Testen einen Magnetic Effects Solar Bender empfehlen. Viele Tonebender kommen nicht mit Buffern klar, bzw. damit, nicht das erste im Signalweg zu sein. Der Solar Bender ist dafür bestens gerüstet und könnte so auch im Einschleifweg eines Multieffektgerätes für parallele Schweinereien oder hinter einem Mel9 oder was auch immer verwendet werden. Außerdem stimmen Preis und Leistung.
     
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