[Gitarre] - ESP Ltd. H-400 ACSB

von Ar.Key, 24.10.07.

  1. Ar.Key

    Ar.Key Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.10.06
    Zuletzt hier:
    18.03.08
    Beiträge:
    100
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    34
    Erstellt: 24.10.07   #1
    Review ESP Ltd. H-400 Amber Cherry Sunburst

    Daten:
    -Mahagoni-Korpus
    -Set-Through Halskonstruktion
    -25,5 “ Mensur
    -Gewicht 3,3 kg
    -24 XJ Bünde
    -Seymour Duncan ’59 (Hals)
    -Seymour Duncan Jeff Beck (Steg)
    -5-Wege Schalter
    -1 Tone-Poti (und 1 Volume natürlich)
    -Grover-Mechaniken, Earvana Stoptail Bridge….
    -Ladenpreis: 750 €

    1.Eindruck / Verarbeitung:

    Mein erster Eindruck war etwa: „Alter, sieht die geil aus!!!“ An dem Eindruck hat sich auch mittlerweile fast 2 Monate später nicht viel geändert. Ich finde das klar lackierte Sunburst Finish zusammen mit den Zebra-Pickups nach wie vor optimal :D. Beim ersten Spielen folgte dann sogleich der zweite Eindruck: „Hm… fühlt sich gut an, aber irgendwie… klein.“. Ich weiß nicht, woran es lag, hatte vorher eine Strat-Kopie und hab mich noch nie viel um Mensuren gekümmert, auf jeden Fall kam mir meine neue Klampfe irgendwie ziemlich kompakt und klein vor. Daran hab ich mich aber mittlerweile gewöhnt, meine andere Gitarre kommt mir aber trotzdem jetzt nicht zu groß vor.

    Die Verarbeitung der Gitarre ist, mit zwei kleinen Ausnahmen, top, die da wären:
    1. Im 19. Bund ist so eine kleine Delle im Griffbrett (Foto), es fehlt quasi ein kleine Stückchen Holz, es handelt sich aber um weniger als 1 mm, hat auch keine Auswirkungen aufs Spiel.
    2. Bei schon vergleichsweise niedrigen Lautstärken (Hälfte bei 2/3 Gain bei meinem Marshall MG 15) fängt der Bridge-PU an zu vibrieren und es gibt so was ähnliches wie Rückkopplungen (dazu hatte ich schon mal einen Thread hier eröffnet, und es liegt wohl daran, dass der PU etwas zu locker sitzt und ist zu beheben).

    Bis auf diese beiden nicht sehr gravierenden Fehler bin ich aber absolut überzeugt.

    Bespielbarkeit: Ich habe noch nicht so viele Gitarren gespielt (spiele ca. ein Jahr) und deshalb noch nicht so viel Erfahrung und auch nicht großartig Referenzen. Ich finde die Gitarre spielt sich sehr bequem, ich wollte eigentlich eine mit unlackiertem Hals, aber hier macht mir die Lackierung überhaupt nichts aus. Der Hals ist recht flach, nicht so flach wie die Ibanez Wizard-Hälse, aber flacher als der der Ibanez SZ520 eines Kumpels oder meiner Strat-Kopie. Die 24 Bünde kann man alle super erreichen und haben eine angenehme Größe. Auch die Saitenlage ist immer noch toll, nachdem ich sie so eingestellt hab, dass nichts mehr schnarrt.

    Sound: Ich konnte die Gitarre bisher erst an meinem Marshall MG 15 spielen, aber an dem habe ich schon einige andere Gitarren gehört, von daher kann ich mir trotzdem ein recht gutes Bild machen.
    Clean gefällt mir die Gitarre sehr gut, vor allem in den Split-Positionen, das klingt schon ziemlich nach Single-Coil und ist gut geeignet für Funk à la „Can’t Stop“. Mir ist nur aufgefallen, dass keinen großen Soundunterschied zwischen den beiden Split-Positionen gibt, was ich aber nicht so sehr schlimm finde, weil es auch so locker reicht.
    Der Neck-PU klingt clean sehr warm und voll, gefällt mir sehr gut. Der Bridge-PU ist glasklar und hat sehr viel Output, eignet sich gut für Arpeggios wie das Intro von „Paradise City“, ich benutze den aber clean nicht so viel.

    Kommen wir zur Sache^^: Verzerrt hat mich die Gitarre nämlich erst richtig vom Hocker gehauen. Der hohe Output des Bridge-PU zeigt sich hier noch deutlicher und auf einmal klingt mein kleiner Marshall richtig fett :D und das obwohl Gain nur auf 1/3 steht. Der Bridge-PU ist für alle Rock-und Metalsachen bestens geeignet, er hat ohne Ende Druck und klingt differenziert, man kann sogar noch offene Akkorde spielen und es matscht nicht.
    Gesplittet klingt die Gitarre ganz gut, hat mich aber nicht umgehauen, wobei ich sie so eh fast gar nicht verwende. Mit dem Neck-PU kriegt man einen richtig schönen Leadsound für Soli hin.

    Fazit: Ich habe lange nach meiner ersten richtigen Gitarre gesucht (meine erste billige hab ich geschenkt bekommen) und ich muss sagen für die knapp 600€, die ich (neu) bezahlt habe, hab ich wirklich alles rausgeholt, was ging. Ich find das Teil todschick, sie spielt sich super und hat einen genialen und (was mir sehr wichtig war) sehr flexiblen Sound, der fast das gesamte Spektrum abdeckt. Den Einwand, dass sie alles ein bisschen kann und nichts richtig, möchte ich gar nicht mal generell abstreiten, meinen Ohren genügt sie aber vollkommen und ich glaube die Pickups sprechen ja doch für eine gewisse Qualität. Einziger Negativpunkt wären die minimalen Verarbeitungsfehler, die aber in der Flut von Pro-Argumenten hoffnungslos untergehen.

    Ich hoffe, mein erstes Review ist OK, bin für Kritik und Fragen offen!
    Hier noch ein paar Fotos (ich hoffe, das klappt^^), das erste vom beschriebenen kleinen Makel am Griffbrett:

    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
     
Die Seite wird geladen...

mapping