Gitarre für Aufnahmen perfektionieren

  • Ersteller ichkannnix13
  • Erstellt am
I
ichkannnix13
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
08.06.14
Registriert
27.11.11
Beiträge
47
Kekse
0
Hallo zusammen,

da ich bald mit den Aufnahmen meiner Instrumente beginnen werde wollte ich mich informieren wie ihr eure Gitarren anpasst bevor ihr aufnehmt.

Ich bin auf ein Video gestoßen in dem eine Schecter aufgenommen wurde bei der, wie es ja bei Schecter oft der Fall ist, die Saiten direkt nach der Bridge durch den Körper verlaufen. Er hat hier die Saiten abgeklebt und meinte er verwende nun "Jimmy-Clips".
Hier das Video: http://www.youtube.com/watch?v=za9J...LQ7NgXkQom8rkcAH_2TqfF0FjUMUW9c&feature=inbox

Was genau bringt das und wo bekomme ich solche "Jimmy Clips" oder ähnliche Produkte her?

Ansonsten weis ich noch wie üblich, dass ein Haargummi oder ähnliches auf den Saiten die Saiten abdämpft und bei Aufnahmen von Solos die Nebengeräusche reduziert, falls denn welche vorhanden sind.

Auch habe ich schon gesehen wie Leute mit Klebeband die ersten 3-4 Saiten direkt zwischen den Tonabnehmern abgeklebt haben, da sie diese für ihre Riffs nicht gebraucht haben.

Kennt ihr vllt. noch andere Tipps und Tricks wie ich das Beste aus meiner Gitarre holen kann?:)

mfg
Anton
 
Eigenschaft
 
Wenn deine Dämpftechnik gut ist, brauchst du all diesen Schmarrn nicht.


Aber es gibt viele "Tricks", für all die, die zu faul zum Dämpfen sind (oder nicht gut genug...:rolleyes:).

Alle enden darin, dass die Saiten, die für den aktuellen Take nicht gebraucht werden, abgedämpft werden. Sei es ein Socken, ein Haarband, Taschentuch, Schaumstoff, oder schlicht die Saiten abmontieren.
 
Ich übe immer ohne Hilfsmittel, sodass meine Dämpftechnik nicht komplett verloren geht aber gerade bei schnellem sweeping klingt da schon mal was und sollte ja gerade für Aufnahmen perfekt klingen!
 
http://www.thejimmyclip.com/

Der hat sogar eine Website.

Naja was soll ich sagen, ich hatte das von ihm angesprochene Problem auf keiner Gitarre und keiner Aufnahme bei der ich je anwesend war (und das waren jetzt schon einige...)

Hätte mich auch gewundert, zwar schwingen die Saiten zwischen Mechanik und Sattel bzw. zwischen Brücke und Tailpiece durchaus nach, allerdings ist dort eh kein Tonabnehmer, der dies aufnehmen würde, von daher - what of it.

Das einzige Problem das sich tatsächlich manchmal stellt, ist das Nachschwingen der Federn bei Vibratosystemen (Floyd Rose, Fender-Vibrato, ...)

Diese befinden sich meist direkt unter den Tonabnehmern, und werden demnach auch "abgenommen".

Äußert sich durch ein Feedback-ähnliches Geräusch, besonders bei Staccato-Rhythmen.

Lösen lässt sich das mit allen Hausmitteln, die gerade zur Verfügung stehen... wir haben damals einfach Klopapier zwischen die Federn gestopft.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Wichtig finde ich: neue Saiten!
 
Du scheinst das erste mal Aufnahmen zu machen?!

Dann lass Dir von nem alten Hasen sagen, dass ABSOLUT ALLES, was die vertraute und gewohnte "Umgebung" oder das Feeling Deines Instruments verändert absolut tödlich ist!

Wenn der Aufnahmeleiter keine Störgeräusche feststellt, dann stören sie auch nicht, bzw. wird er dann schon das richtige Mittel parat haben.

Alles andere kann Dich im schlimmsten Fall aus dem Konzept bringen, also lass es weg. Wenn du permanent "Mitschwinger" der anderen Saiten produzierst, dann weißt du ja, woran du bis zu den Aufnahmen zu arbeiten hast ;)

"Never Change your recording-system" kann ich dazu nur sagen.

Neue Saiten sind allerdings pflicht - je öfter, desto besser.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Wenn deine Dämpftechnik gut ist, brauchst du all diesen Schmarrn nicht.

Du scheinst das erste mal Aufnahmen zu machen?!
Dann lass Dir von nem alten Hasen sagen, dass ABSOLUT ALLES, was die vertraute und gewohnte "Umgebung" oder das Feeling Deines Instruments verändert absolut tödlich ist!

Hmm.. Dann ist anscheinend Angus Young ein unerfahrener junger Hüpfer mit schlechter Technik; ein echter Versager halt...
According to The Story of AC/DC: Let There Be Rock, Angus Young created the distinctive opening guitar part by playing with all the strings taped up, except the B. It was a studio trick he learned from his older brother George Young, who produced some of AC/DC's albums and was in a band called The Easybeats.

Abkleben oder sogar Entfernen von Saiten soll ein gängiges Mittel bei Profi Aufnahmen sein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Hmm.. Dann ist anscheinend Angus Young ein unerfahrener junger Hüpfer mit schlechter Technik; ein echter Versager halt...


Abkleben oder sogar Entfernen von Saiten soll ein gängiges Mittel bei Profi Aufnahmen sein.

Das mag schon sein, allerdings ist nach meiner eigenen Erfahrung alles ungewohnte am Instrument nicht förderlich. Ich hab das bei einem 5-Saiter Bass erlebt, bei dem eine Saite getaped war. Ich konnte damit nicht mehr vernünftig spielen, weil es mich (bzw. meine Finger) ständig irritiert hat.

Und "Versager" etc. hat kein Mensch behauptet, smartin hat dem TE nur den Tipp gegeben, keine großartigen Maßnahmen zu unternehmen, die ihn ggfs. mehr behindern als das Ergebnis verbessern.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Check doch erstmal die Aufnahmesituation ab...vielleicht brauchst Du das ganze Zeug ja garnicht ;)

Ich hatte in der Werkstatt auch schon Kunden, die sich vor der Aufnahme die Saitenlage besonders niedrig einstellen lassen wollten um besser spielen zu können. Beim ersten Kunden hab ich das tatsächlich sogar noch gemacht - es war ein absoluter Reinfall. Seit dem Rate ich von solchen Einstellungen oder Änderungen vor den Aufnahmen ab.

Du bist gewohnt so zu spielen, also spiele die Aufnahmen auch so - keine Experimente im Tonstudio, wo jede Minute Geld kostet.

Anders ist es, wenn man mit entsprechender Eingewöhnungszeit an eine Sache ran gehen kann.

Hmm.. Dann ist anscheinend Angus Young ein unerfahrener junger Hüpfer mit schlechter Technik; ein echter Versager halt...
Angus Jung ist ein erfahrener Profi, der auf diese Art und Weise unzählige Alben eingespielt hat. Davon abgesehen, dass der sowieso mit seiner Gitarre verwachsen ist, ist er auch daran gewöhnt.


Abkleben oder sogar Entfernen von Saiten soll ein gängiges Mittel bei Profi Aufnahmen sein.

jap... SOLL ...wieviele Aufnahmen hast Du schon mit dieser Methode gemacht um eine brauchbare Empfehlung dazu abzugeben?

Von dem Entfernen der Saiten kann ich als Instrumentenbauer nur abolut abraten! Es ändert sich die Halsspannung und Oktavreinheit! Oktavreinheit kann man natürlich anpassen, aber bis sich ein Hals an wechselnde Einstellungen gewöhnt hat, können Tage vergehen. Dann kommst Du nicht mehr aus dem Einstellen heraus und fängst Dir nur so die Schellen vom Aufnahmeleiter, weil mal wieder was verstimmt war oder die Oktavreinheit nicht stimmte.

Abkleben kann man immernoch, wenn die Störgeräusche einfach nicht unter Kontrolle zu bringen sind... aber sowas habe ich noch nie erlebt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und "Versager" etc. hat kein Mensch behauptet, smartin hat dem TE nur den Tipp gegeben, keine großartigen Maßnahmen zu unternehmen, die ihn ggfs. mehr behindern als das Ergebnis verbessern.

Das "Versager" bezog sich auch auf das von The_Dark_Lord gesagte, dass Abkleben einer der Tricks sei, die von Faulen bzw. von solchen verwendet werden, die nicht gut genug sind.

jap... SOLL ...wieviele Aufnahmen hast Du schon mit dieser Methode gemacht um eine brauchbare Empfehlung dazu abzugeben?t

Mein letztes Solo habe ich mit einem um den Gitarrenhals gewickeltes Tuch eingespielt (die Aufnahme kann ich gerne verlinken).
Ich sage nicht, dass es für jederman brauchbar ist, aber andersherum kann man erst recht nicht pauschal sagen, dass es nicht zu empfehlen sei.
 
Das "Versager" bezog sich auch auf das von The_Dark_Lord gesagte, dass Abkleben einer der Tricks sei, die von Faulen bzw. von solchen verwendet werden, die nicht gut genug sind.
Wer sich eine akzeptable Dämpftechnik angeeignet hat, braucht diese Spielereien nicht.

Und ja, Angus Young ist auch nicht bekannt dafür, ein Meister der Dämpftechnik zu sein.
Nicht jeder Profi ist perfekt ^^
 
Wer sich eine akzeptable Dämpftechnik angeeignet hat, braucht diese Spielereien nicht.

Dieser Meinung bin ich übrigens auch... obwohl in dem Video das Klebeband sicherlich nur Geräusche der Saitenaufhängung verhindern soll, die man ja nicht dämpfen kann. In dem Fall sei das mal legitim ;)
 
Das bei der Schecter ist bei mir aber auch so. Das hab ich im Schecter User Thread schon erwähnt. Wenn man Powerchords spielt und schnell abdämpft hört man das im Verstärker (aufgrund des Stringthrough). Das hat an der Stelle nicht viel mit Abdämpftechnik zu tun ;)

Prinzipiell wurde das Wichtigste schon erwähnt mit neuen Saiten etc.

MfG

EDIT:

Fluff selbst hat noch ein Video dazu (bezieht sich auf die Jimmy Clips): Klick mich
 
Zuletzt bearbeitet:
mag ja was dran sein....das streitet ja keiner ab....

Aber wir unterhalten uns hier über hustende Flöhe! Ich gehöre zu den Musikern, die die Flöhe Husten hören, viel, viel Geld in tolles Equipment stecken aber auch schon viele Alben aufgenommen haben, so dass es an der Zeit wird sich über Flöhe gedanken zu machen.

Aber bitte doch nicht bei den ersten Aufnahmen (oder den zweiten) schon über solche Themen nachdenken. Es gibt wichtigere Sachen am Anfang, nämlich akkurates, sauberes Spiel wie ein perfektes Metronom.

....und irgendwann kann man sich dann über schwingende Saiten bei hartem Anschlag Gedanken machen. Zunächst sollte man aber schauen ob man diese Probleme überhaupt hat.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Wer sich eine akzeptable Dämpftechnik angeeignet hat, braucht diese Spielereien nicht.

Ich denke eigentlich eine mehr als akzeptable Dämpftechnik zu haben, funktioniert auch mit allen meinen Gitarren - auuussser.....................

Ja, ausser auf meiner Ibanez mit Edge III System, da kann ich mich noch so anstrengen, noch so die Hand unnatürlich verrenken, da klingelt immer irgendwo ne Leersaite bei schnellem Solo Gegnidel.
Ergo wird oft ein Pfeifenreiniger im 1. Bund zwischen die Saiten gefädelt oder ein Haargummi benutzt, dann klingts gleich viel sauberer:)
Völlig legitim, machen tausend andere auch so.

Grüße

Andi
 
Also viel wichtiger als die üblichen(!) Dämpf-Tricks ist ein perfektes Gitarrensetup.

Sprich:
- Neue Sauten
- Oktavreinheit + Bundreinheit sauber einstellen (ja ich weiss, zweiteres ist nicht der fachlich korreklte Ausdruck aber jeder weiß was gemeint ist)

Nichts ist ärgerlicher, als im Studio anfangen zu müssen, an der Gitarre rumzuschrauben, weil Akkorde schief klingen.
 
Ich stimme dir ja zu 100 % zu, aber:
- Oktavreinheit + Bundreinheit sauber einstellen

Die Bundreinheit kann man nicht einstellen. (Außer man hat verschiebbare Bünde)

Oktavreinheit lässt sich einstellen (an der Brücke, ggfs. Sättel wie Earvana)
Halskrümmung lässt sich einstellen (Halsspannstabschraube)
Saitenlage lässt sich einstellen (auch meist an der Brücke)

Die Bundreinheit ist leider durch das Griffbrett vorgegeben und nach dem Bau nicht mehr veränderlich.


Zum Thema neue Saiten: Ja, ich zieh auch immer welche auf, aber hört euch das mal an:
https://dl.dropbox.com/u/35530188/Comparison.wav (wav)
(mp3)
Zweimal das selbe Intro.
Einmal mit etwa eineinhalb Monate alten Saiten (alt und viel gespielt), einmal mit frischen (wenige Minuten alt).
Pickups waren passive EMG HZ H1, Gitarre eine LTD EX351D.
Interface ein Akai EIE Pro.

Jetzt dürft ihr raten ob das erste Intro die alten oder die neuen Saiten sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei man es bei einer Gitarre durchaus hören kann wenn die Saiten vom Sattel bis zu den Mechaniken mitschwingen. Ganz aus der Luft gegriffen ist das nicht. Auch die Federn beim Tremolo (sofern vorhanden) sind auch zu hören daher ist bei mir das Fach immer ausgestopft (Tremolo nutze ich eh nicht)
 
@The_Dark_Lord Link funktioniert bei mir nicht? Will raten :D
 
Ich nehme jetzt seit 15 Jahren mit allen möglichen Gitarren auf und habe mir, ehrlich gesagt, über sowas noch nie Gedanken gemacht. Wenn ein Take nichts wird, weil irgendetwas Nebengeräusche verursacht hat, dann einfach nochmal aufnehmen.
Kleinigkeiten kann man per EQ abdämpfen oder sie werden im Mix sowieso untergehen, außerdem wer will denn schon, dass die Gitarre 100% antiseptisch rein klingt?
 
Zuletzt bearbeitet:

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben