[Gitarre] - Hamer Californian Mint (made in USA)

von janbengun, 25.10.07.

  1. janbengun

    janbengun Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.07   #1
    Kurz zu Hamer
    Hamer teilt sich...wie viele ander Hersteller heutzutage auch...leider in zwei Preissegmente: Hamer made in USA und Hamer made in Korea (hat immer das Beiwort Slammer by Hammer)
    Qualitäts- und Preisunterschiede der USA- und Asienware sind überirdisch.

    Vorgeschichte

    Wir schreiben das Jahr 1986. Nachdem ich mich 10 Jahre lang in den unteren Preissegmenten des Gitarrenbaus umhergeirrt war, musste es nun endlich etwas Vernünftiges sein.
    Meine bisherigen Gitarren waren meist Ibanez...und die konnte man bis Ende 80`er Jahre voll in der Pfeife rauchen. Die teuersten Ibanez lagen damals so um die 400 DM.
    Meine damalige Heimatstadt war Koblenz. Dort gab es nur ein Musikgeschäft mit großer Auswahl an Gitarren, keine Ahnung, wie es hieß, heute heißt es "Drums only" in der Andernacher Strasse.

    Mein Augenmerk fiel sofort auf eine mintfarbene Hamer Gitarre und eine Gibson Les Paul. Zwei Gitarren, die unterschiedlicher nicht sein können. Preislich lagen sie damals im gleichen Rahmen: ca. 2000 DM.

    Der erste Eindruck
    Als ich die Hamer in die Hand nahm, geschah ein kleines Wunder, was ich in der Art nicht mehr erleben durfte: Die Gitarre spielte sich von alleine und war irgendwie vom Handling her im positiven Sinne "unauffällig". Damit meine ich zum ersten das geringe Gewicht und zum zweiten den sensationell flachen Hals und die unglaubliche Saitenlage. Der Hals ist superflach und besteht fast nur aus Griffbrett.
    Wer nun meint, daß man durch das fehlende Gewicht auch den Sound einbüst...das ist nicht so! Die Sound variiert durch den Humbucker am Steg und den Single-coil am Hals von scharf und bissig bis weich und samtig.
    Über die Farbe Mint kann man heute streiten...ich überlege auch schon eine neue Lackierung wegen des Relik-Looks (der wirklich Relik ist und vom Spielen stammt), der mir nicht so gefällt.
    Auf dem Zenit der Achtziger-Kultur war eine solche Farbe natürlich sensationell!!!:D

    Ich konnte wegen eines Lackfehlers noch handeln und nannte somit die erste Hamer für knapp 2000 DM mein Eigen. Damals eine schier unglaubliche Summe für eine Gitarre eines 25 jährigen.

    Specs

    Model Name Hamer Californian USA
    Seiennummer 922304
    Made in USA
    Über die Hölzer habe ich nichts mehr ermitteln können
    Bünde 25

    Picups
    Seymour Duncan JB am Steg
    Seymour Duncan ss1 am Hals
    Controls
    Master Volume
    Pickup Switching
    Position 1. Bridge Pickup
    Position 2. Bridge and Neck Pickup
    Position 3. Neck Pickup

    Bridge
    Floyd Rose Tremolo
    Sattel
    mit drei Schraubplättchen, welche die Saiten fixieren
    Das Tremolo ist nicht mehr original, sondern von einer Jackson "geklaut".
    Das Original hat das Klima während meines 2 jährigen Karibikaufenthalts
    nicht verkraftet und hatte "geblüht"


    Fazit über die Jahre
    Zuverlässige Gitarre, die Live auch bei extremen Temperaturschwankungen dank der Hardware in exakter Stimmung bleibt. Wer eine Les Paul durch einen 6 Stunden Probetag schleppt, kann sich vorstellen, was ich an dieser leichten Hamer zu schätzen weiß.
    Nach dem Wechsel der Brigde habe ich den Hals und die Saitenlage bei PLEK computergesteuert ausmessen und schleifen lassen.
    Etwas ärgerlich fand ich das Blühen der Chromteile bei tropischer Luftfeuchtigkeit.
    Der Sound blieb für mich immer aktuell; ich spiele mit tiefer E-Saite auf "D" gestimmt und deshalb sehr froh über die Möglichkeit, die Saiten am Sattel zu verschrauben und am Steg zu stimmen. Dadurch könnte man die Gitarre soger am Tremolo halten, ohne das sie sich verstimmt.
    Zusammen mit meinem 100Watt Marshall Topteil mit Mastervolume und elektronischer Modifizierung, sowie einem BOSS Multieffekt-Rackteil brachte die Hamer alle Metal-Sounds, die ich herausholen wollte.

    Ich habe zwar nicht mehr so viel Zeit zum Spielen, aber hoffe, daß mein Sohn (3) das Teil mal erbt.:)

    Fotos liefere ich morgen nach!
     
  2. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.07   #2
    Ich liebe Hamer, hatte auch die eine oder andere. Was soll man zu USA Hamer sagen, besser geht's kaum. Hoffe Dein Sohn wird auch Freude dran haben, die Klampfe ist definitiv ein Keeper :great: Freue mich auf die Fotos!

    (ich plane übrigens mir eines Tages eine Standard mit Floyd ausm custom shop zu bestellen)
     
  3. janbengun

    janbengun Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #3
    Hier sind noch zwei Fotos auf die Schnelle.(komisch...kann keine Fotos einstellen. Hochladen funktioniert, aber im Post erscheinen sie nicht)

    Noch eine kleine Kritik zur ursprünglichen Mechanik der Hamer. Zum Saitenwechseln musste man immer die "Balls" der Saiten abknipsen und die Saite am unteren Ende in der Mechanik verschrauben.
    Das wäre LIVE der totale Horror, wenn einem da mal die Saite reisst und keine Ersatzklampfe am Start ist.

    Vielleicht kann ja noch jemand diesen Thread hier mit dem großen Gitarrenreview-Thred verlinken. Hamer war da noch nicht dabei.:rolleyes:

    Ich habe die Fotos auf meinen Server geladen:
    [​IMG]

    [​IMG]
     
  4. JamesHetfield

    JamesHetfield Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #4
    Also ich seh keine Fotos. :D
     
  5. janbengun

    janbengun Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #5
    Ich schon. ;)
     
  6. JamesHetfield

    JamesHetfield Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #6
    aaaaaahhhhhhhh ... ;)
     
  7. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #7
    Das mit Saiten abknipsen ist doch bei jedem Floyd Rose so, war noch nie anders :)
     
  8. janbengun

    janbengun Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #8
    Das jetzige System ist angenehmer: man zieht die Saiten von hinten durch und braucht nichts abknipsen.
    Ich hatte beim Floyd Rose immer Angst, ich könne zu locker schrauben und die Saite fliegt ab, oder zu fest drehen und die Mechanik überdreht sich (was auch einmal passiert ist).
     
  9. jesses

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    Erstellt: 26.10.07   #9
    ah.. die hatte ich auch mal, allerdings ne Korea aus der ersten Auflage.. der Hals war wohl wirklich das dünnste, was ich jemals in meinen Pfoten hatte, Handling nicht zu toppen, alle Lagen waren ohne irgendeine Verrenkung locker zu erreichen..
     
  10. depi

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    Erstellt: 26.10.07   #10
    Kannst du bitte nochmal ein Foto des Halses machen, wo man die nicht vorhandene Dicke sieht? (Gibt es das Wort "Flachheit"?)

    Aber eine echt schöne Gitarre ist das.
     
  11. _xxx_

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    Erstellt: 26.10.07   #11
    No. Das System von dem Du redest klemmt ja nicht am Steg (ausser beim Ibanez Edge als einzige Ausnahme). Ist nicht mal halbwegs so stimmstabil wie das normale.
     
  12. janbengun

    janbengun Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #12
    Die Bällchen sitzen bei mir direkt am Steg...zwar nicht festgeschraubt, aber eine Verstimmung einer Gitarre kommt meistens von den Wirbeln. Da sind die Saiten ja am Sattel festgeschraubt. Ob die Saite 5 Millimeter vor dem Ball abgeknipst ist, oder der ganze Ball in einer Führungsschiene am Steg sitzt, ist IMHO egal. Wichtiger sind die Wirbel, die Qualität der Saiten und das Aufziehen.

    Ich habe diese Art von Steg mittlerweile seit 8 Jahren drauf und die Gitarre hat sogar über einige Tage hinweg die exakte Stimmung gehalten. *Kopfschütteln bei meinen Bandkollegen...es wurden schon Wetten abgeschlossen, bei welcher Probe ich mal stimmen muss, oder ob ich es beim Gig tun würde*
     
  13. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #13
    Leute mit etwas empfidlicherem Gehör hören die Verstimmung aber deutlich. Es reicht wenn sich der Ball etwas dreht bei einem extrem-Dive (ich meine so einen wo die Saiten komplett schlaff werden) damit sich die Saiten um ein paar cent verstimmen. Nicht umsonst ist das die Billigversion die nur auf asiatischen Kopien verbaut wird wie z.B. Kramer Striker aus den 80ern.

    Wenn Du aber nur mäßig tremolierst reicht das auch, für Dimebag- oder Vai-mäßige Akrobatik ist es definitiv nichts.
     
  14. janbengun

    janbengun Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.10.07   #14
    Ich habe x-Mal mit hochwertigen Stimmgeräten geprüft...glaub mir ruhig...kein Verstimmen. Sollten sich die Bällchen drehen, macht das bei der Mechanik nichts aus, da die Saiten parallel zum Hals eingezogen werden...nicht von unten, oder seitlich.
    Jeder, der in Berlin oder Umgebung ist, kann es selber ausprobieren!:D

    Ich lasse gerne die Saiten komplett schlaff werden (mit Volume "0") und lasse die Saiten dann kommen, während die Lautstärke aufgedreht wird. Auch das geht ohne Probs...vielleicht hatte ich ja einfach Glück mit dem Teil.

    Zum Verdeutlichen noch einmal ein Foto.
     

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  15. .nOx

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    Erstellt: 26.10.07   #15
    Schönes Review und ich finde die Gitarre so gut, auch die Farbe...ist eben 80s Style und ändern würde ich es auch nicht :-)
     
  16. _xxx_

    _xxx_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.10.07   #16
    Tja, dann hast Du eben sehr viel Glück gehabt. Ich habe einige von den Teilen verschrottet und gegen echte Floyds gewechselt weil die die Stimmung nicht halten können.
     
  17. Alex.kod

    Alex.kod Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.10.08   #17
    Hallo,
    und das ist meine :)
     

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