[Gitarre] Schecter Omen 6 Extreme BCH

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Meine neue ist seit gestern da und da wollte ich mal den Ersteindruck kundtun um vielleicht jemanden bei seiner Kaufentscheidung zu beeinflussen. :D

Nachdem ich meine 2. Gitarre, die Tele Custom verkauft hab (hallo Christian ;) ) musste was neues her. Ich handhabe es aus Prinzip so, das ich eigentlich immer nur 2. Gitarren besitze, mehr brauch ich auch nicht. Und die Diego Strat, die ich von einem User hier gekauft hab, erfüllt ihren Zweck voll und ganz in der einen Richtung. Jetzt hatte ich aber irgendwie die Anwandlung, auch mal Higain Sachen zu spielen, obwohl ich nicht unbedingt Metal höre, aber ab und zu ist es ganz nett und ich wollt mich halt in der Richtung weiterbilden, sozusagen. Und da stößt die Strat dann auch irgendwann an ihre Grenzen.

Letzenendes habe ich mich für besagte Schecter entschieden. Bzw. nein, eigentlich hab ich mich für die Omen 6 in Walnutsatin entschieden. Doch der lustig verpeilte Mitarbeiter eines größeren Musikhandels hat mir lustigerweise die gut 70 EUR teurere Extreme eingepackt. Glück muss man ja auch mal haben, ich hoffe, er muss dafür nicht zu stark bluten :D

Unterscheiden tun die beiden sich, soviel ich sehen kann, nur in der Optik, die Extreme hat halt ne Ahorndecke (oder wahrscheinlich eher ein Furnier), Bindings und Vektorinlays. Zudem ein Coilsplit, aber ich weiß nicht, ob die in Walnutsatin nicht auch einen hat. stehen tuts jedenfalls nirgends. Aber umso besser für mich, ein bisschen mehr Optionen.

Soviel dazu. Nun zur


Verarbeitung

Man ließt ja viel gutes über Schecter, auch in Sachen Verarbeitung etc. Das kann ich so nicht bestätigen. Auf den ersten Blick ist zwar alles astrein, bei genauerem Hinsehen entdeckt man aber hier und da so einige kleine Schludrigkeiten die deutlich machen, woher das Instrument kommt: China. Nichts gegen China, aber alle Instrument aus chinesischer Produktion, die ich bisher in der Hand hatte, haben sich in Sachen Verarbeitung irgendwie geähnelt. Soll heißen: Bei allen hatte man das Gefühl, jemand ist nur halbherzig bei der Sache. Bei der Schecter ist es zum Glück nichts wirklich schlimmes, was das Spielen beinflußen würde. Die Bünde sind sauber abgerichtet, der Hals sitzt gut, die Brücke ist so, wie sie sein sollte und nicht schief, die Stringthrou Kapseln sind sauber gebohrt etc.

Kleinere Mängel sind z.B. das Binding: Zwar sauber ausgeführt und bündig, hat es dennoch einige Stellen, die anscheinend nicht geschliffen/poliert wurden bzw. wo man kleiner Kratzer und Abplatzer hat. Der Hals hat zudem einige Einschlüße unter dem Lack, sieht aus, als hätte da jemand mit Öligen Pfoten draufgetascht und dann nichtmehr sauber gemacht, sondern einfach drüberlackiert. Solche Schmutzeinschlüße sind doch häufiger am Hals und der Kopfplatte zu finden.

Die Elektronik funktioniert soweit ganz gut, Volume und Tonepoti lassen sich gut regulieren, nur der Wahlschalter knackst manchmal beim Umschalten, was mich aber nicht so stört.

Kommen wir zum


Sound

Da wirds schwierig, weils meiner Meinung nach eine sehr subjektive Sache ist und ich auch nicht in Worten ausdrücken kann, wie ich irgendeinen Klang empfinde. Zunächst mal ist sie ziemlich leicht (was mich wunderte, ich hab sonst nur gelesen, dass die Sauschwer sein sollen). Klingt doch relativ ausgewogen, nur sind die Werksaiten schon ziemlich ausgeleiert, da muss ich bald neue raufmachen. Die leere g-Saite macht so ein schönes "doinoinoing" :D

Der Neck PU klingt schön warm und hat ordentlich Bass, also genau, was ich gesucht hab. Der Steg PU kann mit der falschen Einstellung schnell zu schrill werden, aber wenn man den Mittelweg erstmal gefunden hat klingt er sehr geil, nicht ganz so mittig, aber doch noch drahtig genug. In der Mittelstellung sind beide PUs aktiv, wobei der Hals PU ziemlich weit runterschraubt ist, so hört man hier den Neck PU etwas stärker. Das muss ich auch nochmal anpassen. Insgesamt erinnert mich der Klang schon irgendwie an Strat, aber eben eine dunklere, bösere Strat :D An sich genau, was ich gesucht hab (aber das ist es irgendwie ja immer :D ).

Verzerrt (also schon Higain) offenbart sich dann auch die Stärke des Babys. Es ist nur ein wirklich subjektiver Eindruck, aber im Vergleich zur Diego ist der Clean Klang zwar schön, aber nicht die Welt. Higain aber ist es echt ein extremer Unterschied. Die Schecter macht schon gut Druck ohne zu matschen. Ich würde nicht sagen, das sie hyperdifferenziert ist, aber eben differenziert genug, sogar offene Akkorde nicht in einem Soundberei enden zu lassen (und wer spielt Higain schon offene Akkorde? :D ). Palmmutes kommen am Neck sehr deftig und alles klingt irgendwie ein bisschen mehr nach Metal. Zudem sind PMs sehr einfach auszuführen, die Bridge ist ein Traum, echte Erholung für die Hand. Der Steg PU hat mehr Biss (wie immer) und mehr Kreissägen charakter. Mittels Tonepoti kann man den Sound wirklich schön beeinflußen.

Zudem find ich den Hals erste Sahne. Ich bin gefühlte 200bpm schneller als auf dem Baseballschläger der Strat :D (nicht das ich den nicht mag, es ist halt ein anderes Spielgefühl).

Naja, ich muss schluß machen. In ein paar Monaten kann ich ja noch was schreiben, falls sich in der Meinung was geändert hat, aber auf alle Fälle bis auf die besagten optischen Mängel ein Sahneteil, auch für den Preis. Aber ich muss zugeben, sie erfüllt genau das, was ich gesucht habe und das macht mich auch etwas schade. Ich rechne immer gern damit, dass eine neue Gitarre das bietet, was ich gesucht hab, aber noch einen kleinen Tacken mehr ;)
Nichtsdestotrotz, sehr empfehlenswertes Teil.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Gruß
I.
 
Eigenschaft
 
Joa, nochmal ein kleiner Nachtrag:

Also insgesamt bin ich mit dem Teil recht zufrieden, als 2. Gitarre für verzerrtes echt super, aber nicht nur das, auch für Cleane Parts schön zu gebrauchen.

Der Hals PU klingt allerdings etwas dunkel, was mich nicht unbedingt stört, aber mal erwähnt sein sollte. Man könnte auch sagen, er klingt ab und an ein wenig undifferenziert. Mit ein wenig Einstellungsarbeit lässt sich aber auch das beheben.

Ich musste auch feststellen, das soein Coilsplit echt ne super Sache ist. Ist dieser aktiviert kommt der Sound einer typischen Strat verdammt nahe, ich würde sogar mal soweit gehen und sagen, dass er durchaus mit der Diego vergleichbar ist, auch wenn diese noch etwas runder klingt. Nichtsdestotrotz sehr tauglich. Sogar twangig (ok, ist ja auch ne Strat konstruktion in dem Sinne).

Wie schon oben erwähnt lässt sie sich durch die kürzere Mensur und den schmalen Hals super schnell bespielen, umgewöhnen musste ich mich dennoch nicht großartig. Nur sind die Bundstäbchen größer, so dass man aufpassen muss, nicht zu fest zu drücken, sonst kann man den Ton mal ganz schnell verziehen (was aber wiederrum für Vibrato und Bendings gut kommt, die lassen sich echt einfach ausführen, aber gut, auf der Schecter sind auch 10er drauf, auf der Diego 11er pls längere Mensur).
Sliden lässts sich ebenfalls wunderbar.

Insgesamt eine sehr vielseitige Gitarre, die mir gerade richtig spaß macht.
 
wir wollen bilder :D

aber gutes review ^^
ich find die gitarre intressant xD
 
hi,
cooles Review.
Kannste noch was übers Gewicht sagen pls.... :D kopflastig etc....
und bilder wären echt geil :D
 
Echt gutes Review :great: muss man sagen

Ich besitze die gleiche Gitarre seit ca. einer Woche und ich bin im grossen und ganzen sehr zufrieden.
Sie sieht nicht nur sehr gut aus sonder hat auch innere Werte :D. Im Overdrive geht sie natürlich richtig auf und es gibt einen guten Metalsound, denn mal mit ein bisschen drehen am AMP vom Gainregler und Bassregler zu einem coolen rockigen Sound verwandeln kann. Der Cleansound ist auf jeden Fall mal was anderes es ist ein (mit beiden Pickups an) ein höhenlastigen warmer Sound. Aber für Blues finde ich ihn nicht genug basslastig. (Obwohl ich das nicht gut beurteilen kann da ich immer nur so 0815 Bluesschemen spiele oder zu welchen soliere :gruebel: ). Was mich aber stört ist das der 3-Way-Toogle-Switch (oder wie heisst er :confused: ) so nah an den Pickups/Saiten sind und das man immer aufpassen muss das man ihn während dem spielen runter oder hinauf "stellt". Und der Volumenregler ist auch viel zu nahe. Wenn man zu fest am Rocken ist dann ist plötzlich der Sound weg weil man ihn ausversehen runtergedreht hat :bad: .
Zur Verarbeitun noch kurz: Mir ist aufgefallen das das Griffbrett bei den Bundstäbchen (ganz am Rand) beim 5,7 und 8 Bund nicht schön lackiert sind :gruebel:. Sieht man von weitem nicht aber trotzdem nicht sehr schön. Ist aber vllt nur bei mir der Fall.
Alles in allem aber eine tolle Gitarre :great:
 
Ich hab die Axt jetzt seit nem halben Jahr und bin vollends zufrieden damit. Ein geiles Rockbrett:D
 

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