Gitarre verstimmt? Oder doch nicht?

von paperclip, 15.03.07.

  1. paperclip

    paperclip Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.07   #1
    Hallo Leute,
    ich habe mir eine Epiphone Les Paul Standard zugelegt. Laut Verkäufer und meinen eigenen Ohren müßte (man beachte den Konjunktiv) oktavrein sein. Laut meinem Stimmgerät ist sie das auch zu 90%.

    Jetzt zum Problem:
    Nahezu jeder Akkord hört sich geil an, nur wenn ich versuche den F-Dur Akkord im ersten Bund zu greifen hört der sich dermaßen schief an. Dass ich den Akkord irgendwie schief greife kann ich ausschliessen. Das war beiner alten Fender Strat nicht so.

    Wer kann mir weiterhelfen? Hat jemand ähnlich Erfahrungen? Was kann ich da machen?
     
  2. Eddy?

    Eddy? Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.07   #2
    Der Sattel kann zu hoch sein , sodass du viel Kraft anwenden musst und so die Saites zu sehr spannst.
     
  3. paperclip

    paperclip Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.07   #3
    Meinst du? Bei nem Standardplastikteil wie dem Sattel?

    Noch ein Hinweis: Die Töne stimmen ab dem 2. bis 3. Bund wieder (laut Stimmgerät). Was sagt den euer Stimmgerät, z.B. auf der G-Seite im 1. Bund?
     
  4. s!d

    s!d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.07   #4
    G-Saite erster Bund müsste dann da ein: G# im grünen Bereich angezeigt werden!

    Guck mal wies auf der tiefen E-Saite im ersten ist. Was wird denn da angezeigt? Müsste ja ein F im grünen Bereich sein.
    Wenn nicht, kann es sein, dass du den Sattel ein wenig nachkerben lassen musst. Wahrscheinlich ein Produktionsfehler!
     
  5. paperclip

    paperclip Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.07   #5
    Nachkerben? Kann ich doch selber machen, oder? Und das hat dann keine Auswirkungen auf die höheren Töne? Schonmal selber gemacht?
     
  6. s!d

    s!d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.07   #6
    Mh, joa kannstes schon selbermachen, würd ich dir aber nich empfehlen. Lasse meine Paula auch gerade nachkerben. Es geht da echt um 1/10mm Entscheidungen, vor allem wirst du kaum das richtige Werkzeug dafür haben...

    Gibt da zwar den Trick den Saite zwischen ne Säge zu klemmen und damit die Kerbe tiefer zu machen; halte ich aber für zu gewagt, da:
    a) das kein richtiges Werkzeug ist
    b) du dir nicht sicher sein kannst ob du alles richtig machst.

    Also lieber mal zum Gittarenbauer damit; kostet dich nich die Welt, vor allem wenn's nur die tiefe E ist. Nicht mal ne Arbeitsstunde!

    Aber was zeigt dein Stimmgerät denn überhaupt an?
     
  7. paperclip

    paperclip Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.07   #7
    Okay, verstehe.

    Und wie ändert sich dann die Höhe der anderen, höheren Töne?
     
  8. s!d

    s!d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.03.07   #8
    Du meinst auf der gleichen Saite? Wahrscheinlich, bin jetzt kein Expert in dem Thema, nur minimal. Wie gesagt: Es ist ein 10tel-Abschliff des Sattels!
    Der erste Bund wird wohl ausgeglichen sein, die anderen dann minimal, so das du es nicht hören wirst zu tief. Frag am besten mal im Geschäft deines Vertrauens! :great:
     
  9. Han die Blume

    Han die Blume Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.07   #9
    Da eine Les Paul eine kürze Mensur hat als eine Strat, muss man am Anfang tierisch aufpassen, wie stark man auf die Saiten drücken muss, damit es klingt, vielleicht drückst Du zu stark?

    Und vielleicht hast Du zusätzlich noch Jumbobünde, dann können die einzelnen Töne in ihrer Tönhöhe schonmal schwanken..
     
  10. s!d

    s!d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.07   #10
    Das halte ich für nicht wahr, sry!

    Ist doch egal was für eine Gitarre es ist und wie fest man drückt; die Töne müssen so oder so dann stimmen. Nur weil man mehr oder wenig fest drückt muss es nich zu wirklich Ton"schwankungen" kommen. Das wäre auch etwas merkwürdig...
     
  11. Threep

    Threep Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.07   #11

    Doch, doch..Han hat schon recht mit dem "Abdrücken" der Töne..probiers doch selber mal aus und drücke erst normal, und dann mit mehr Kraft.

    Durch den erhöhten Kraftaufwand "ziehst du die Saite länger" (erhöhst ihr Spannung) und veränderst damit ihre Tonhöhe. Das ist zwar 'nur' im Millimeterbereich, aber das hört man.

    Besonders bei hohen Bünden (also z.B. Jumbos, die einen hohen Abstand zum Griffbrett haben) ist das heftig, wenn man zu stark drückt.
     
  12. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.07   #12
    Da kann ich Threeb nur beipflichten. Vor allem, wer sonst viel akustische Gitarre spielt ist schnell mal auf der E-Gitarre mit zu hohem Kraftaufwand zu gange. Und das kann leicht einen 1/4 Ton ausmachen.

    Gruss
    Axel
     
  13. Pleasure Seeker

    Pleasure Seeker Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.07   #13
    Vollkommen richtig Threep, das kann auch jeder selbst testen: chromatisches E-Stimmgerät nehmen, einstöpseln, richtig stimmen, Saite drücken gucken wie's aussieht, Saite fester drücken und: Ohh Gott ;) Sollte jeder mal gemacht haben, um sich darüber klar zu werden was wenig Kraftaufwand für negative Auswirkungen haben kann.
    Generell ist es aber so das die ersten Bünde immer unsauberer sind, bis zum 12ten Bund nimmt die Exaktheit stark zu, danach kann man eh nicht mehr viel machen ;) Dumm ist's halt wenn's wirklich nur eine Saite ist die in den ersten Bünden extrem abweicht und das ist hier wahrscheinlich der Fall.

    Die Saiten hast du schon gewechselt und der Sattel kontrolliert, oder paperclip?
     
  14. s!d

    s!d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.03.07   #14
    Dann muss ich bei "Han die Blume" entschuldigen!
    Hätte niemals gedacht, dass der Unterschied wirklich so stark hörbar sein kann! Wieder was gelernt, danke!
     
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