Gitarren Mikro

Ceron
Ceron
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
18.03.22
Registriert
16.02.11
Beiträge
132
Kekse
0
ich nehme die Woche ein paar Sachen mit meiner Band auf - nichts großes, wir wollen einfach nur mal was haben das besser ist als ein Probemitschnitt.
Ein Freund der sein eigenes kleines Studio betreibt hatte mir gesagt, dass er mir ein Gitarrenmiko ausleihen könnte, aber aus irgendwelchen Gründen wird das nun doch nichts. Deshalb überlege ich mir einfach eines zu kaufen, mein altes ist ohnehin eigentlich nur Mist und ein besseres wäre irgendwann ohnehin nötig.

Also - welche Modelle könnt ihr mir empfehlen? Hier ein paar Informationen:

- Fender Strat über einen Marshall JVM 410H mit einer 4x12 Box
- Musikrichtung Funk, allerdings mache ich in einer anderen Band mehr Rock und Metal, sollte also an besten für beiden geeignet sein, ich weiß nicht wie wichtig die Musikrichtung ist
- Gigtauglich
- Aufnahme tauglich, soweit wir möglich
- etwa 150€

Gibt es eine Faustregel wo ich das Miko positionieren soll, ist das bei Funk und härteren Sachen unterschiedlich?
 
Eigenschaft
 
Hi,

i.A. werden bei der Gitarrenabnahme auf der Bühne und oft auch im Studio dynamische Mikrofone verwendet, weil häufig ein sehr hoher Schalldruck nah abgenommen wird (es gibt Kondensatormikros, die da etwas zu empfindlich für sind :D).

Die üblichen Verdächtigen sind:

Shure SM57, Sennheiser E906/E606/441/421 (dynamisch). Die sollten zumindestens gebraucht in etwa im Preisrahmen liegen. Gerne wird auch das Royer 121 verwendet. Das ist ein Bändchenmikro und hat einen speziellen Sound, der grob gesagt zwischen Kondensator und dynamisch liegt. Das ist allerdings mWn. deutlich teurer.

Gute Kondensatormikros für Gitarrenabnahme sind zumeist nicht für den Kurs von 150,- € zu haben. Lass Dich aber nicht einschränken. Eine Reihe von nicht genannten Mikros könnten Dir trotzdem gefallen.

Über Gitarrenabnahme ist elend viel geschrieben worden (versuch mal die SuFu). Ein Kochrezept dafür gibt es nicht.

Man kann einen Lautsprecher nah abnehmen. Dabei ist die Position und der Winkel des Mikros zum Speaker ganz erheblich für den Klang verantwortlich. In der Mitte (Kalotte) ist der Klang brilliant und (ggf. unangenehm) höhenreich. Zum Rand wird der Sound bassiger und weniger scharf bis u.U. dumpf.

Es gilt den "Sweet Spot" zu finden. Natürlich sollte man versuchen, den Lautsprecher abzunehmen, der in der 4x12"er für den eigenen Geschmack am besten klingt.

Die Abnahme der ganzen Box in 1-2m Entfernung kann auch ganz reizvoll sein, wird aber vor allem zusätzlich zur Nahabnahme gemacht. Bei der Verwendung mehrerer Mikros ist darauf zu achten, dass zumindestens kein Druck weggeht, wenn man das zweite Mikro dazunimmt (Signale in Phase).

Der Studiogitarrist Peter Weihe hat in ewiger Kleinarbeit seine Mikros im Aufnahmeraum fest aufgestellt, dass - sinngemäßes Zitat: "...das, was ich am einen Mikro gut finde, nicht verschwindet, wenn ein anderes dazukommt und das zweite/dritte eben auch seinen besten Sound beisteuert."

Das geht aber für Deine Zwecke zu weit.

Es hilft nur: Probieren und hören. Wenn Dir ein Freund das Mikro rückt, während Du in der Regie sitzt und spielst, hilft das schon sehr.

LG Jörg
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben