Gitarristen produzieren! Andere Intrumenten?

von Little_Raven, 05.08.04.

  1. Little_Raven

    Little_Raven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.04   #1
    Überschrift ist misstverständlich...

    Wenn ich ein Lied schreibe suche ich logischer Weise nach einer Melodie. Wenn ich diese gefunden habe, schreibe ich mir besondere Teile auf und mach mir dann Gedanken über die Drums, damit ich nicht beim Übergang von Verse zum Refrain zu weit von der Melodie abweiche. (Wenn die Akkorde schon vollstängig stehen klappt das auch miestens)

    Bis jetzt suchte ich eigentlich immer nach Drumtabs um überhaupt anhand der Original Lieder zu wissen, wie sich was am Schlagzeug zueinander verhält und anhört.

    Beim Bass fällt es mit allerdings immer noch sehr sehr schwer. Das mit den Tabs bringt dort auch absolut nichts...

    Wie habt ihr euch sowas angeeignet? Denkt ihr, eure Kreativität was die anderen Intrumente angeht ist genau so ausgeprägt wie das Gitarrenspiel?

    Habt ihr sonst noch Tipps wie man Bass und Schlagzeug etwas routinierter einbindet?


    VG,
    Christian
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 05.08.04   #2
    Male ne Zeitlang bei Stücken bewusst auf den Bass hören.

    Unterscheiden zwischen der

    rhytmischen Funktion und der harmonischen Funktion.

    Harmonik: Soll der Bass nur Grundtöne spielen oder das Sück harmonisch breiter machen - z.B. Akkorde Am, D, G, Em - spielt der Bass über das D ein F#(Gr. Terz von D) kommt ein anderer Charakter in den Song rein, als wenn es nur die Grundtöne sind. Spielt er dann auch noch ein F statt G wird's noch anders...

    Rhythmik: Soll der Bass nur zusammen mir der Bass-Drum kommen oder zusätzliche eigene rhythmische-Funktionen bekommen? Und wenn ja, wie oft oder nur gelegentlich um zusätzlichem Schub in bestimmten Stellen zu bekommen.

    Wie gesagt, sind nur zwei einfache Beispiele. Im Zweifelsfall den Bass immer einfach halten. Lieber ein Ton zuwenig als zuviel. DAs kann sonst viel kaupttmachen. Wenn ich Basser wie Anthony Jackson höre, der ganz locker mal ein paar 16tel-Blocks an den scheinbar unmöglichsten Stellen einstreut und es passt trotzdem wie aus einem Guss - da versuch ich mich gar nicht erst dran.
     
  3. metalgear98

    metalgear98 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.04   #3
    Ich weiß ja nicht ob ich dich ganz richtig verstanden habe, aber du sprichst schon von "Songwriting", also eigener Kreativität und nicht nachgespielten Liedern oder?? (Weil du einmal etwas von "Original-Liedern" erwähnst)

    Ich kann dir beim besten Willen nicht erklären, nach welchem Schema (wenns überhaupt eins gibt) man bei den einzelnen Instrumenten vorgehen muss, wenns richtig gut ung abwechslungsreich sein soll. Ich hab selbst noch genug Probleme, die Fähigkeiten und Vorteile der einzelnen Instrumente richtig einzusetzen. Ich glaube, dass viel von dieser Fähigkeit ganz einfach aus der Erfahrung hervorgeht die du damit sammelst. Ich hab z.B noch große Schwierigkeiten ein abwechslungsreiches Schlagzeug zu programmieren. (ganz zu schweigen vom selbst spielen) Klavier ist zum Beispiel kein großes Problem, weil ich da einfach mehr Erfahrung habe und auf der Gitarre wirds schön langsam, eben den Erfahrungen entsprechend.

    Den besten Tipp hat dir eh Hans schon gegeben: INTENSIVES ZUHÖREN!!!!

    Man kanns nur immer wieder betonen, auch wenn es vielleicht nicht sofort hilft, wenn du dich über längere Zeit darauf konzentrierst was die einzelnen Instrumente in Songs, die dir gut gefallen Außergewöhnliches machen damit es richtig abgeht, wirst du irgendwann auch deine eigenen Vorstellungen entsprechend umsetzen können.

    Für ein innovativeres Einbinden des Basses im speziellen hat Hans schon Tipps gegeben, beim Schlagzeug wird es glaube ich ein bisschen schwieriger, das hängt davon ab, ob du ein Gefühl dafür hast oder nicht. Die Drums sollten halt auf jeden Fall dafür eingesetzt werden verschiedene Passagen in einem Song von der Intensität her klar abzugrenzen (was soll "härter", was eher "locker" klingen) und etwaige Steigerungen (z.B. durch Wirbel auf der Snare) deutlich zu machen. Auch hier kann man sich ruhig (wie du selbst angedeutet hast) an anderen Songs orientieren.

    Dass die Kreativität bei einem Menschen für mehrere Instrumente gleich gut ausgeprägt ist, ist glaub ich eher selten.Aber es ist doch irgendwie schon gut so, dass nicht jeder alles kann, dann würde es ja nur noch Solo-Künstler geben.

    /mg/
     
  4. Little_Raven

    Little_Raven Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.04   #4
    Hallo nochmal,

    ich versuche dann erstmal mein Verständnis, was Hans Beitrag angeht wiederzugeben.

    ein Strich steht für eine sechzehntel Note

    Gitarre||||Am-------------|G---------------|D---------------|
    Bass||||||----------------|G---B-----------|A--------G#A---|KeineAkkorde
    Bassdrum|.----------------|x---x--------x--|x---x--------x--|
    Erklärung|-----------------|----gr.3--------|-Quinte---Chroma.

    Sowas weit wird das wohl ok sein. Vielleicht hört sich der Halbtonzurückschritt im 3. Takt nicht toll an, das mag sein.

    In Takt X bzw. da wo ich Am drüber geschrieben habe, könnte nun da es ein Übergang zum Refrain sein mag, so ein Schlagzeug Fill in ab Zählzeit 2 oder drei rein. Hört man bei GnR glaube ich recht oft.
    Das ist es auch was MetalGear meinte?

    Nochmal zum Bass. Hans schrieb zwar, dass weniger mehr sein kann (was auch selbstverständlich richtig ist), jedoch gibt es doch bestimmt mehr Einsatzmöglichkeiten außer die Bassdrum oder?
    Hm... gerade bei dieser Frage habe ich voll vergessen, dass ich mich ja noch garnicht an den Rat, mal öfter auf den Bass hören gehalten habe. Also lassen wir das erstmal!

    VG,

    Christian
     
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