Glaubt ihr an Gott?

von cabezota, 07.01.05.

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Glaubt ihr an Gott???

  1. Ja, ich glaube an Gott und die Kirche

    864 Stimme(n)
    19,3%
  2. Ich glaube an etwas Übersinnliches, aber nicht an die christl. Kirche

    1.166 Stimme(n)
    26,0%
  3. Naja, vielleicht gibt es ihn ja, ich bin mir nicht sicher

    679 Stimme(n)
    15,2%
  4. Nein, die Kirche ist das letzte, es gibt keinen Gott oder derartiges!!!

    1.769 Stimme(n)
    39,5%
  1. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 13.06.18   #33521
    Der ist weiter verbreitet, als du vermutest.
    Im übrigen scheint mir (ich kanns ja nicht beweisen), dass die haltung gegenüber glaube und religion nicht selbstbestimmt ist, sondern von herkunft und erfahrung abhängt, nicht das großhirn entscheidet, sondern der bauch.
    Kann man bei einigem bildungsgrad die christlichen wie islamischen standardgebete murmeln, ohne dass das gewissen sich regt? Ich verstand als 6/7jähriger nicht, warum ich die frau meines nächsten nicht begehren durfte, obwohl ich das auswendig lernen und aufsagen musste. Ich besuchte die frau unseres hausmeisters gern, weil sie ein grammophon mit wiener walzern hatte, die ich begehrte zu hören. Was für eine geschwollene ausdrucksweise!
    Hoppla! Dachte ich, als ich im konfirmanden-unterricht sagen sollte, Jesus sei niedergefahren zur hölle, da wusste ich einiges über tektonik und den schalenaufbau der erde.
    Warum glauben menschen, was NICHT IST, und sind noch stolz darauf? Tun sie nur so, ist das ganze "ALS OB", wem auch immer (gewiss nicht der basisi) nützliche fiktion?
    Wie soll ich "unctious" übersetzen, die rede- und verhaltungsweise religiösen personals, salbungsvoll, schmierig?
    .Da sträubt sich mein theatergewissen, da ist sowas verpönt oder charakterisiert sehr unsympathische figuren wie Don Basilio im "Barbier" ("La calunnia è un venticello", "Die verleumdung, sie ist ein lüftchen". Wobei das wort noch eine pikante nebenbedeutung hat).
    Dabei hat er wie Falstaff hohen unterhaltungswert, wenn er sich dreht, wendet, sich aus allem herausredet und bei bedarf und entsprechendem kleingeld das gelbe fieber bekommt.
     
  2. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #33522
    Interessant, wie sich Wahrnehmung unterscheiden kann. Aus meiner Sicht sind 95% floskelhaftes Geschwurbel und Zitate-Werfen der Theisten, fernab von der Kernfrage des Threads, fernab von realen Fragen im Zusammenhang mit Glauben, fernab von der Realität. Es kracht dann immer, wenn irgendwer einen Bezug zum echten Leben reinbringt und darauf die gewohnte Routine aus Zitate-Werfen, Verweis auf anno-dunnemals-bereits-angesprochen, Gegenfragen, irgendwas-belangloses-herausgreifen-und-da-einsteigen-und-den-Kernteil-ignorieren, Themawechsel, usw usw usw.

    Atheismus heißt - mal bezogen auf Deutschland und die hier geltende Religionsfreiheit - dass man jeden das glauben lässt was er will, so lange man sich an die Regeln zum Zusammenleben hält.

    Mir ist aber auch weltweit und historisch keine Atheistengruppe bekannt - die sich ideologisch daraus speist, dass es eben keinen Gott gibt - und die auf dieser Basis dann Gläubige verfolgt hat. Das waren Kommunisten, Nazis, Faschisten, alle möglichen -isten aber keine Athe-isten. Klar, die eine oder andere dieser Gruppen konnte mit Religion wenig bis gar nichts anfangen, aber das war nicht die treibende Kraft.

    Hingegen sind Massaker "im Namen (irgendeines) Gottes" sehr gut dokumentiert.

    (Anmerkung: Die Reaktion auf Autodafe war wirklich schwach).
     
  3. Brazolino

    Brazolino Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #33523
    Sorry, aber dein Beitrag ist ein bisschen schwierig zu verstehen, deshalb gehe ich nur teilweise darauf ein: Was ich nicht so ganz verstehe, ist, dass der Cookie und du aus dem verlinkten Beitrag jetzt so eine Art Grundsatzdiskussion über das Für und Wieder von Religionen machen. Das ist deshalb umso verwunderlicher, weil der (atheistische) Autor ja genau das Gegenteil tut - er geht ja auf die Ebene des ganz Praktischen runter und zieht Schlussfolgerungen aus dem, was sich im Hier und Jetzt beobachten lässt. Und das ist ganz banal: Erstens existieren z.B. christliche Gemeinschaften. Sie sind einfach da. Zweitens kann aus ihnen heraus für viele Menschen Trost und Hilfe erwachsen. Eine simple Beobachtung. Drittens können wir uns jetzt fragen, was das für Konsequenzen nach sich zieht.

    Ich finde es ganz interessant, dass es mehr oder weniger bekannte Atheisten gibt, die in Büchern oder Vorträgen (kann man z.B. auf Youtube nach suchen, allerdings 99% auf Englisch) diese Vorzüge von Religionsgemeinschaften ganz klar anerkennen und die dabei durchaus selbstkritisch feststellen, dass "der Atheismus" in dieser Hinsicht ein recht mageres Angebot hat. Dabei wird oft als Erklärung eingebracht, dass viele Atheisten ausgesprochene Individualisten sind und auch jeglicher Impetus fehlt, der ja in religiösen Kreisen regelmäßig durch Predigten usw. wachgehalten wird. Atheisten, so wird festgestellt, beklagen zwar gerne die Macht der Kirchen und jammern über alles Mögliche, rufen nach dem Staat und fordern religionsbegrenzende Regeln, tun sich aber sehr schwer damit, selbst praktisch tätig zu werden und öffentlich in Wort und Tat für ihre Sache zu werben. Weiter wird auch der "new atheism" beklagt, weil er mit seiner übertriebenen Polemisierung und oft primitiven Boshaftigkeit den an sich gar nicht notwendigerweise kirchenfeindlichen Atheismus als solchen diskreditiert und viele Menschen von vornherein anwidert. Das stimmt mit meiner Erfahrung überein: Ich habe schon etliche Podiumsdiskussion gesehen, wo neu-atheistische Schwergewichte wie Hitchens oder Krauss böse abgestunken sind - nicht etwa, weil sie nur Dünnschiss erzählt haben (obwohl sie das auch gemacht haben ;)), sondern in erster Linie, weil sie wie arrogante Klugscheißer rüberkamen, während sich ihre religiösen Diskussionspartner ruhig, beherrscht und höflich verhielten.

    Worauf ich heraus möchte: Wie der Autor des Beitrags feststellt, können religiöse Gemeinschaften eine Vielzahl von sozialen Bedürfnissen befriedigen, was sicherlich einen Teil ihrer Anziehungs- und Beharrungskraft darstellt. In diesem Zusammenhang lediglich zum x-ten Mal die Validität religiöser Vorstellungen in Frage zu stellen oder zu fragen, ob denn im Prinzip irgendwelche nicht-religiösen Alternativen (die real meist noch nicht einmal existieren!) viel besser wären, geht komplett am Thema vorbei.

    Ah, Moment mal. Missverständnis. Man überschüttet keine wirre Geschichte mit Respekt, sondern geht mit der wirren Geschichte angemessen um, weil man weiß, dass sie vielen Menschen heilig ist. Das ist ein großer Unterschied und hat was mit Höflichkeit und Anstand sowie der Beziehung zwischen Menschen zu tun. Es macht auch einen großen Unterschied, ob ich mich gegen religiöse Übergrifflichkeiten zu Recht verteidige oder ohne Grund und nur deshalb, weil ich das halt immer mache, wo ich mir irgendwie einen Anlass zusammen konstruieren kann, rüde über Religionen herziehe.

    Und was die (gesellschaftlichen) Regeln angeht: Ich finde, wir fahren am besten, wenn wir die Kräfte und Erkenntnisse "aller, die guten Willens sind", im Dialog bündeln bzw. in Anlehnung an den Apostel Paulus: "prüft alles und behaltet das Gute". Es spielt für mich keine Rolle, ob jemand der goldenen Regel folgt, weil sie in der Bibel steht oder weil er sie aus rationalen Gründen verfolgt.
     
  4. Cookiemoenster

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    Erstellt: 13.06.18   #33524
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  5. Brazolino

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    Erstellt: 13.06.18   #33525
    Das mag ja sein, aber dann lass' doch die Tatsache, dass es ein mitteleuropäisches friedliches Christentum und nette Christen z.B. in der Flüchtlingshilfe gibt, einfach mal so stehen. :rolleyes: Dass das (insbesondere europäische) Christentum einige dunkle Seiten hat, wissen wir ja alle. Aber: Der europäische Atheismus halt auch. Ich halte deshalb nichts davon, Religion und Atheismus künstlich gegeneinander auszuspielen oder aufzurechnen, sondern sehe hinter allem schlicht - den Menschen.

    Ich glaube zwar ebenfalls nicht, dass man religiös sein muss, um sich anständig zu verhalten. Ich bin aber der Ansicht, dass Menschen, die sich im kirchlichen Umfeld engagieren und dabei zwangsläufig immer wieder mit dem Thema "Nächstenliebe" konfrontiert werden (immerhin Teil des grundlegenden Doppelgebots), gewissermaßen häufiger den "Anschubser" dazu bekommen, im Leben noch besser zu sein als sie es vielleicht ohnehin schon wären. Insofern würde ich schon sagen, dass christliche Gemeinden so was wie einen Nährboden für hilfsbereites Verhalten bilden können.

    Da stimme ich dir völlig zu und auch das hat viel mit meinen eigenen Lebenserfahrungen zu tun. In einem religiösen Umfeld behütet und von liebenden Eltern erzogen aufzuwachsen und dann "seinem" Glauben irgendwann den Rücken zu kehren, ist - na ja, egal, jedenfalls ist es nicht so ganz einfach. Trotzdem verordne ich mir selbst, mehr mit dem Verstand als dem Befinden zu entscheiden. Hätte ich damals dem Bauch nach gehandelt, hätte ich kein Problem damit gehabt, mich eifrig in die Literatur von Religionsfeinden zu versenken, das wäre die breite Straße gewesen, an der das Gasthaus "Zum billigen Trost" liegt. Aber ich habe meinen Glauben abgelegt, weil ich ihn redlich nicht mehr tragen konnte, und ebenso verbat sich dadurch die Zuflucht zum wohlfeilen Kirchenhass.

    Ja, schon, aber das "Geschwurbel" und "Zitate-Werfen" sind in der Regel Re-Aktionen, die man mit etwas gutem Willen vielleicht auch als meinetwegen verunglückte Rechtfertigungsversuche sehen kann. Ich sehe hier ein ganz klares Muster: Atheisten starten mit Vorwürfen, Christen versuchen sich irgendwie zu verteidigen. Und über die Kernfrage des Threads wird hier doch sowieso gar nicht mehr gesprochen, oder? Mal ehrlich: Wenn du Christ wärst und irgendwelche beliebigen 20 oder 30 Seiten in diesem Thread gelesen hättest, dann wärste doch schön blöd, dich hier zu outen und gewissermaßen zum öffentlichen "Toasten" freizugeben. Und genauso sehe ich das vergiftete Klima hier.

    Okay, dann mache ich dich jetzt mit einer bekannt: Die Kommunisten. Die waren ganz dezidierte Atheisten. Du wirst, wenn du nach dem Zusammenhang suchst, auch im Internet fündig werden. Materialistischer Atheismus war kommunistische Staatsdoktrin und deshalb wurden Religionen aller Arten in allen mir bekannten kommunistischen Regimes ausdrücklich verfolgt, was über brutale Umerziehung bis hin zur massenhaften physischen Vernichtung von Gläubigen gehen konnte.

    Und wenn man Gott nicht gerade sehr "verschwurbelt" definiert - was du doch eigentlich gar nicht magst, oder? -, dann muss man die Nationalsozialisten ebenfalls mit rein nehmen. Die Rassenideologie der Nazis war Sozialdarwinismus in Reinkultur und beinhaltete alle Elemente eines pervertierten Evolutionsverständnisses, das selbstverständlich ebenfalls auf einem rein materialistischen Atheismus beruhte, nach dem "das Leben" den Gesetzen eines ewigen Rassenkampfes zu folgen hatte, dem alles andere unterzuordnen und jedes erdenkliche Mittel recht war. Die Nationalsozialisten zogen denn auch sämtliche Register: KZ und Rassenhygiene (=> Aktion T4) zum Ausmerzen lebensunwerter Organismen innerhalb der eigenen Rasse, Züchtungsprojekte (=> Lebensborn) zur Steigerung und Optimierung der Nachkommen, schließlich und noch über den "normalen Krieg" hinaus das Massenmorden an Juden, Zigeunern u.a. anderen als "rassisch minderwertig/schädlich" Eingestuften außerhalb der eigenen Rasse.

    Sowohl früher als auch heute lassen sich viele Menschen dadurch täuschen, dass Hitler gerne mal angelegentlich von "Gott", dem "Herrn" oder (später fast nur noch) von der "Vorsehung" sprach. Doch dieser Gott war eine Chimäre und Hitler sprach vermutlich nur aus taktischen Gründen von ihm. Im besten, wirklich allerbesten Fall für eine vermutete Gottgläubigkeit, war Hitlers Gott der gleiche Gott wie der Einsteins, das heißt eine simple Personifizierung der Natur (worunter der eine den bestialischen Rassenkampf, der andere das wunderbare Universum verstand), die man verwendet, weil es angenehm ist. Hitler war aber praktischer Atheist und die Ansicht, dass es keinen wie auch immer gearteten Gott gibt, dem gegenüber man irgendwann Rechenschaft abzulegen hätte, formte die Basis der nationalsozialistischen Politik und konnte deshalb auch zu den irrsinnigen Massenvernichtungen führen. Interessant ist, dass Himmler sich in halbmagische pseudo-germanische Blut-und-Boden-Fantastereien flüchtete, um das, was er anrichtete, irgendwie mit seinem Gewissen ausmachen zu können, während Hitler diese Anwandlungen nur kühl belächelte. Nach dem Krieg, so Führers Plan, wollte er Deutschland nach und nach zu einem völlig religionsfreien Staat machen und die Kirchen durch Sternwarten ersetzen.

    Okay, ich mache das ganz selten, aber weil ich an dieser Stelle Widerspruch erwarte, gebe ich ausnahmsweise zwei Literaturhinweise aus meinem Fundus an:

    - Rißmann, Michael : Hitlers Gott
    - Goodrick-Clarke, Nicholas: Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus (*)

    (*) Hier erhellend, was es um die Zeit in völkischen Kreisen alles an pseudo-religiösen Vorstellungen gab, mit denen Hitler sicher zum größten Teil wenigstens ansatzweise vertraut war und die von ihm komplett abgelehnt wurden.
     
  6. Cookiemoenster

    Cookiemoenster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #33526
    Warum gibt's dann die Kirche noch? Da wurde beim prüfen geschludert.

    Eigentlich traurig dass Menschen angestupst werden müssen um Gutes zu tun und trotzdem Parteien wie die FPÖ oder AfD wählen wo ich davon ausgehe dass mind. 70 % deren Wähler brave Christen sind. Mission verfehlt würde ich sagen.
     
  7. Brazolino

    Brazolino Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #33527
    Nun ja, es gibt halt nicht nur perfekte Menschen.

    Dankeschön. Ich hoffe, der Zauberer liest das. Mein Beitrag ist kaum im Netz und - Zack! - illustrierst du schon wieder wunderbar das, was ich mit dem miesen Klima in diesem Thread meinte. Von meinem unschuldigen "Anschubser" ohne auch nur die geringste Notwendigkeit und in einem einzigen Satz gleich hin zu christlichen Rechtsaußen-Wählern.

    So geht das hier ständig mit diesem völlig überflüssigen und polemischen Grundrauschen. :igitt:
     
  8. Cookiemoenster

    Cookiemoenster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #33528
    Sorry aber mir geht's halt auf den Sack wenn jemand am Sonntag von Nächstenliebe labert und am Montag auf die pegida Demo geht. Und die FPÖ wirbt auch bewusst um diese Klientel mit Slogans wie "Abendland in Christenhand". Ich will gar kein Land in den Fängen irgrndeiner Glaubensrichtung sehn.

    90% sind Gewohnheitschristen und haben die teilweise ja nicht so schlechte Botschaft schlichtweg nicht verstanden. Vielleicht liegt es ja am Verein und seinem Personal.
     
  9. gidarr

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    Erstellt: 13.06.18   #33529
  10. Cookiemoenster

    Cookiemoenster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #33530
    Wie gesagt dann versagt die Marketingabteilung und das Christentum ist für die meisten Mitglieder auch nur eine leere Hülle.
     
  11. Cookiemoenster

    Cookiemoenster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #33531
    Achja eure Anfeindungen oder Antworten werden an mir vorbeiziehen weil ich keinen Bock mehr habe in dem ganzen Politik und Gesellschaft Sub meine knapp bemessene Lebenszeit zu verplempern. Meine Vorurteile wurden hier von religiöser Seite mehr als bestätigt und sogar meine Frau tendiert nachdem sie paar Sachen hier mitgelesen hat immer mehr dazu aus der Kirche auszutreten.

    Danke an meine atheischen Mitstreiter und Danke an die Gotteskrieger die mich in meinem Unglauben gekräftigt haben.

    Over and Out

    Und nicht vergessen:

     
  12. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.06.18   #33532
    Na das wäre ja dann ein Erfolg und die Mühe hätte sich gelohnt......... :great:
     
  13. Jackpot

    Jackpot Registrierter Benutzer

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  14. engineer

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    Erstellt: 14.06.18   #33534
    Meine Haltung als naturwissenschaftlich ausgebildete Person, die auch einen gewissen Überblick über die Geschichte der Menschen, der nähere Historie und vor auch der Entstehungsgeschichte der Glaubensrichtungen hat, ist diesbezüglich eine recht Eindeutige.

    Ich lese im Verhalten der Menschheit auch eine gewisse Tendenz heraus und erkenne, dass Ich nicht der Einzige bin:

    Vor 5000 Jahren hatten die Menschen im alten Ägypten (und sicher auch hier) massenhaft Götter.
    Vor 2000 Jahren gab es immer noch viele Götter, Elfen, Gnome, Geister des Waldes
    Vor 1000 Jahren hat man sich dann mal so ziemlich auf einen Gott geeinigt
    Vor 500 Jahren, waren noch alle davon überzeugt, dass es parallel noch einen Satan und Hexen gibt.
    Vor 300 Jahren hat man die meisten Geister ad acta gelegt.
    Vor 200 Jahren hat man die letzte Hexe verbrannt und sich weitgehend von Gnomen verabschiedet
    Vor 150 Jahren hat man kapiert, dass die Artenvielfalt nicht Ergebnis einer Schöpfung ist
    Vor 100 Jahren konnte man den Nachweis erbringen, dass es einen Erdkern - und keine Hölle gibt.
    Vor 50 Jahren konnte man nachweisen, dass Menschen durch ihr Erbgut definiert werden
    Vor 20 Jahren hat man Schaafe geklont


    Heute haben wir noch einen Gott, die meisten anderen Religionen ebenfalls nur noch einen - einige davon Denselben. Die Zahl der Gläubigen ist relativ permantent am Sinken und die Zahl der Götter auch. Für mich ist klar, was Ich zu Glauben habe, schon mal wegen der Konvergenz :-)

    Übrigens: Ich hatte vor etwa 10 Jahren mal in einem Hotel über einen längeren Zeitraum Kontakt mit jungen Iranern (Männer und 2 Frauen), die bei meinem Projektgeber zum Training waren. Wenn man sich mit denen unterhält, dann lernt man, dass die keineswegs so gläubig sind, wie man das vom offiziellen Iran so hört. Der überwiegende Anteil der jungen Menschen dort, will weder was mit den Mullahs, noch Allahs, noch Kopftuchpflicht zu tun haben. Sie pfeifen auf das Tanz-, Musik- und Alkoholverbot. Stattdessen hören sie DJ Aligator und Techno in den heimischen Kellern, surfen mit dem Smartphone per tunneling im asiatischen Internet. Den meisten dort hängt der Glaubenskram und die Verbote und besonders die Auslegung schwer zum Hals raus - so sehr, dass insbesondere die Frauen z.T. fluchtartig nach dem Studium das Land Richtung Westen verlassen.

    Ich gebe dem Islam im Iran noch 3-4 Generationen, dann ist Ende.
    Hierzulande dürfte es in spätestens 1-2 Generationen kaum noch Gläubige geben.
     
  15. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 14.06.18   #33535
    Es scheint aber nur punktweise und nicht gleichmäßig zu konvergieren.... das ist etwas schade... :D

    Und auch die Monotonie scheint im Moment nicht gegeben zu sein :D
     
  16. Günter Sch.

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    Erstellt: 14.06.18   #33536
    #33534 ist nichts hinzuzufügen, die evolution wird sich nicht aufhalten lassen, wenn auch regional und individuell differenziert.

    Es wurde beklagt, dass die ungläubigen in ihren organisationen nichts gutes tun. Die einfache antwort: ES GIBT SIE NICHT!
    Die ungläubigen sind überall, im DRK, dem THW, der feuerwehr, polizei, in alten- und pflegeheimen, in parlamenten, regierung und -aufgepasst! - unter vielen, die noch formal kirchlich organisiert sind.
    Fragt doch nach, wer an jungfraugeburt, austreibung unreiner geister, den schöpfungsmythos, die bibelchronik, die apokalypse usw. glaubt. Viele werden davon kaum etwas wissen. Fragt, ob euer glaube so stark ist, dass ihr auf dem wasser gehen könnt (der letzte mir bekannte versuch Alexander Skrjabins scheiterte, Francesco di Paola wollte das fährgeld sparen und überquerte die meerenge von Calabrien nach Messina zu fuß, es könnte sich aber um eine legende handeln, deren es mehrere, abenteuerliche über ihn gibt.
    Die katholiken, die ich kenne, lächeln dann nur müde und sagen, Weihnachten mit ochs und esel sei doch ganz schön.
    Aber die "atheisten" (es mag einige unbedeutende klüngel geben) als ideologisch organisierte christenverfolger scheinen unsterblich zu sein, dabei sind es ganz gewöhnliche menschen, die nicht alles glauben, was man ihnen vorsetzt und den blick auf die realität versperrt.
    Geologie, anthropologie, archäologie und alle naturwissenschaften sind nicht kompatibel mit bibel oder koran und deren weltbild. Der mensch ist (naja, begrenzt) lernfähig!
     
  17. Jackpot

    Jackpot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.18   #33537
    Nujo, dieser ... religionsgeschichtliche bzw. geschichtsphilosophische Abriß klingt ja mehr so nach Hoffen und Wünschen denn nach dem tatsächlichen Quellenbefund, und er ist zudem höchst eurozentrisch angelegt. Dies zudem eher unvollständig, da die neureligiösen Bewegungen und Individual-Kulte einerseits gerade in Europa auf fruchtbaren Boden treffen und andererseits die alten Naturgeister wiederbeleben.

    Die Vision, man habe "hierzulande" in 1-2 Generationen kaum noch Gläubige, wird in frommer Manier seit knapp 200 Jahren tradiert. Bewahrheitet hat sie sich bislang nicht. Was spricht dafür, dass die Prophezeiung diesmal eintreten wird?
     
  18. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.18   #33538
    Tja, das mag auf Glauben als solchen zutreffen. Die Grosssekten als solche verlieren aber jede Menge Mitglieder und der Trend hält an. Gut so. Jedes Mitglied weniger ist ein Verlust an Macht der unsäglichen Menschheitsverdummer-Ideologien.

    Stimmt ja auch:

    Europa wird in der Tat immer säkularer. Seit rund zweihundert Jahren ist jede Generation weniger religiös als die vorherige.

    Quelle

    der sollte es eigentlich wissen als Religionssoziologe. Dass nur die Grosssekten ausbluten und sich Religiosität in den Privatsektor verzieht oder ganz verpufft ist prima. Kaum anzunehmen dass dieser Trend sich umkehren wird.
     
  19. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 14.06.18   #33539
    Wer die laufende entwicklung verkennt und bestreitet, ist blind, irgendwie engagiert oder verwechselt glauben und vereinsmeierei.
     
  20. Jackpot

    Jackpot Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.06.18   #33540
    In anderen Worten: Wer ...
    ... nicht teilt, der ist entweder behindert oder bösartig.
    ... ist ja gerade ein Indikator dafür, dass sich Religiosität verlagert. Vom Verschwinden keine Spur. Sieht man ja auch hier, wo manch großer Kirchenkritiker fest verwurzelt in allerlei Esoterik und Verschwörungsglaube steht.