Griffbrett-Pflege (Geige)

von cailleach_oidhche, 11.12.16.

  1. cailleach_oidhche

    cailleach_oidhche Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.16   #1
    Hallo,

    das Griffbrett meiner Geige bekommt langsam doch Spuren vom spielen. Ich habe mich mal umgeschaut und diverse Pflegemittel gefunden. Kann da Jemand etwas bestimmtes empfehlen? Benutzt ihr Griffbrettöl? Ich möchte ungern mit ungeeigneten Mitteln an meine Geige ran und bin daher unsicher was von den angebotenen Produkten da wirklich taugt. Verkauft wird ja vieles.

    Viele Grüße und danke im Vorraus für jede Antwort.

    cailleach_oidhche
     
  2. cello und bass

    cello und bass Mod Streicher/HipHop Moderator

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    Erstellt: 11.12.16   #2
    ich putze mein Cello immer mit einem trockenen Staubtuch - und das seit Jahrzehnten...
    Nix mit Pfelgemitteln,....
     
  3. cailleach_oidhche

    cailleach_oidhche Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.16   #3
    Danke für die Antwort. Das mache ich prinzipiell auch. Es geht mir aber explizit um das Griffbrett, das ja eben auch besonders im Sommer schwitzige Finger abbekommt. Ich hatte mal gelesen, dass hier Griffbrettöl sinnvoll sein soll. Also besser bleiben lassen?
     
  4. cello und bass

    cello und bass Mod Streicher/HipHop Moderator

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    Erstellt: 11.12.16   #4
    auch meine Griffbretter haben außer Handschweiß noch kein Pfegemittel bekommen. ;)
     
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  5. cailleach_oidhche

    cailleach_oidhche Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.16   #5
    Danke dir. :)
     
  6. GeiGit

    GeiGit Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.12.16   #6
    Ich gönne meiner Geige so etwa einmal im Jahr ein Putzen mit Viol.
    Da geh ich auch übers Griffbrett.
    Spezielle Plege braucht es aber nicht.
     
  7. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 11.12.16   #7
    Viol hab ich nur an den lackierten Anteilen der Geige benutzt (ich liebe es wie frisch die Farbe dann aussieht und der Duft! :)). Fürs Griffbrett hat ein kratzfreies Tuch bisher immer gereicht.
     
  8. flautino musikus

    flautino musikus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.16   #8
    Ich habe von mehreren Geigenbauern gelesen, dass die von Pflegemitteln abraten. Diese können in noch nicht entdeckte Risse dringen und eine Reparatur unmöglich machen.
    Gruß Norbert
     
  9. GeiGit

    GeiGit Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.12.16   #9
    Das klingt plausibel :rolleyes:
    was denkst Du über die Sache @fiddle?
     
  10. cailleach_oidhche

    cailleach_oidhche Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.12.16   #10
    Vielen Dank für die Antworten. Ich werde dann wie bisher beim Mikrofaser-Tuch bleiben und von den Reinigungsmitteln/-ölen die Finger lassen.
     
  11. fiddle

    fiddle Thomann-Streicher-Service HCA

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    Erstellt: 13.12.16   #11
    Hallo alle,

    tja, das kann man garnicht ganz so schnell beantworten..

    Das ist natürlich völlig richtig und betrifft vor allem die Resonanzplatten wie Decke und Boden, daher
    die Generalwarnung der Geigenbauer vor Reinigungsmitteln.
    Wenn Schmutz in einen Riss gelangt, kann das eine spätere Leimung sehr erschweren/komplizieren.

    Also, ein Griffbrett ist normalerweise unbedenklicher, als eine Lackoberfläche.

    Bei Billig-Instrumenten ist ein Griffbrett oft aus hellem Hartholz (alle möglichen Arten) und gebeizt, oder,
    wenns ganz billig wird, auch mal schwarz lackiert.

    Ein normales, ungebeiztes Ebenholzgriffbrett enthält eine Menge dunkele Farbstoffe, die auf Lösungsmittel reagieren.
    Mit Spiritus kann man z.B. die Farbe aus dem Holz ziehen, auch mit einigen Ölen, aber es verhält sich einigermaßen moderat.

    Bei Saiten vollständig demontiert - Achtung: bei vollständiger Entlastung der Decke kann der Stimmstock umfallen!!
    Ein normales Griffbrett wird klassischerweise nach dem Feinschliff mit Trippelpulver und Leinölfirnis poliert.
    Der Farbstoff, das Trippelpulver (Kieselerde) zusammen mit dem Leinölfirnis und feinster Holzstaub verschließen die Poren
    und verbacken mit dem trocknenden Leinölfirnis zu einer harten, spiegelblanken Oberfläche, die sehr widerstandsfähig ist.

    Die letzte Politur mach ich mit dem Handballen und das muß heiß werden, dann glänzt das Brettl wie der Teufel ;)

    Wenn die Saiten drauf bleiben, bitte kein Leinöl(firnis) verwenden! Das ruiniert die Saiten.

    Für die Reinigung von Griffbrettern verwende ich selbst auch oft gerne Viol - es löst nur schwach die natürliche Holzfarbe - unbedenklich.

    Auch Ebenholz-Griffbretter werden (bei Neuinstrumenten) oft gebeizt - da muß man also etwas aufpassen.

    Bei den nicht Ebenholz-Griffbrettern sollte man wissen, was da drauf ist. Es kann sehr schnell sehr furchtbar aussehen..

    Solange man einen hellen Lappen verwendet und erstmal vorsichtig beginnt, kann man ja früh sehen was passiert und
    rechtzeitig abbrechen, bevor man etwas ruiniert. Alles garnicht soo wild, würd ich mal sagen..
    Im Zweifelsfall reicht ein trockenes Putztuch völlig aus, wenn man ab und zu mal unter den Saiten durchwischt..


    cheers, fiddle
     
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