große und kleine Septimen: ARGH!

von wiesenforce, 18.07.08.

  1. wiesenforce

    wiesenforce Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.07.08   #1
    Hallo,

    ich übe momentan locker nebenbei Intervalle hören. Im Aufwärtsbereich beherrsche ich fast alles ganz gut. Bis auf die Septimen. Ich mag da partout kein Unterschied hören. Nur wenn ich über mehrere Ecken denke (z.B. den Grundton singen, ein Halbton runter und dann das ganze eine Oktave höher singe) klappt es recht sicher. Aber das kann es ja wohl nicht sein.

    Könnt ihr mir helfen?

    grüße Wiese
     
  2. Effjott

    Effjott Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.07.08   #2
  3. MasterBlaster

    MasterBlaster Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.07.08   #3
    Wenn du eine kleine Septime hörst, dann fühlst du im Allgemeinen, dass jetzt ein Akkordsprung auf die Subdominante nötig wäre (mal davon ausgegangen, dass du den gerade gehörten Akkord als Tonika betrachtest). Beispiel: C7 -> F. Bei einer großen Septime willst du den Akkord ganz einfach nur auflösen, indem du den gerade gespielten Akkord "bereinigst". Beispiel: Cmaj7 -> C.
     
  4. wiesenforce

    wiesenforce Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.07.08   #4
    Ich sag einfach schonmal danke.. probieren tu ich das später mal.
     
  5. PVaults

    PVaults Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 19.07.08   #5
    Hier noch zwei weitere Möglichkeiten, die das Ohr gut schulen werden:

    1. j7-Akkord: Singe 1 - 3 - 5 - (j)7 und zurück. Chromatisch üben.

    2. Folgende Reihe singen: 1 - 8 - 1 - j7 - 1 - 7 - 1 - 6 - 1 - b6 - 1 - 5. Chromatisch üben.
    Die Reihe kann man auch ümkehren.

    Intervalle, die Schwierigkeiten machen, übt man am Besten über Akkordbrechungen. So hat man auch immer einen Bezug zur Prim.

    Wenn du das 20 mal am Tag übst, kannst du diese Intervalle in ein paar Tagen sicher hören...
     
  6. wombats

    wombats Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.07.08   #6
    Hallo wiesenforce,

    ich würde dir raten beide Intervalle hintereinanter zu spielen und zu hören,
    wie sie glingen. Dir wird auffallen, dass die kleine Septine viel harmonischer
    klingt als die große Septine. Die große Septine ist mehr ein Jazzintervall.
    Bei mir im Theoriekurs hat es so sehr gut gaglapt.:great:. Selbst die von
    Musik keine Ahnung hatten konnten es dann:).
    Viel Spaß beim Üben;).

    Beste Grüße
    wombats
     
  7. wiesenforce

    wiesenforce Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.07.08   #7
    hm ich spiele relativ viel jazz.. aber wieso jetzt die große septime besonders jazzig macht (ich würde sogar eher zur kleinen tendieren - je nach stil), kann ich leider nicht nachvollziehen.. trotzdm danke..
     
  8. voice7

    voice7 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #8
    Mir hat es bei den Septimen geholfen mir das als Akkorde vorzustellen. So denke ich bei der 7 immer an ein Dominantseptakkord, und bei maj7 an ein Septakkord. Sich das dann in Moll vorzustellen (Xm7, Xmmaj7) ist dann auch nicht so schwierig, wenn man die Klänge im Ohr hat und sich eine Septime dazu vorstellen kann. Was abwärtsgerichtet Septimen anbelangt: Wenn ich weiß das der obere Ton der Referenzton sein soll, erkenne ich die maj7 an der Reibung der kl. Sekunde und 7 an der Reibung der gr. Sekunde, die ja beide eine unverkennbare Spannung haben.
    Bei mir bereiten eher die Sexten Probleme :/ Quarten kann ich mir dagegen gut als Vorhalt vorstellen der sich in der Terz auflöst, aber bei den Sexten klappt das nicht. Ich denke der Tipp von PVaults ist sehr Gut, wobei ich das nicht so mit dem Singen habe ;)

    Naja, bei mir ist eher ein X7/9(13) Jazzig und ein X7 erinnert mich immer an Blues. Was die maj7 anbelangt liegt es wohl daran, das halt sehr viele alte Standards halt darauf aufbauen.
    Aber ich gebe dir recht, verallgemeinern kann man das nicht. Z.B. würde ich Gymnopedie von Erik Satie nicht als jazzig beschrieben, obwohl ein maj7 vorkommt ;)

    Gruß
     
  9. MathiasL

    MathiasL HCA Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 01.08.08   #9
    Hallo Effjot!

    Ich möchte sinngemäss noch mal den Beitrag von Masterblaster empfehlen, und , anders formuliert, noch mal den entscheidenden Punkt in den Blickwinkel rücken.

    Bei der grossen 7 strebt der obere Ton zu einer Auflösung einen Hts nach oben, bei dei der kleinen 7 einen Hts nach unten. Das ist GEFÜHLSMÄSSIG das gegensätzlichste Stimmführungsverhalten.

    Wenn Du fühlst, dass auch die kleine 7 nach oben strebt, durchaus auch verständlich im Sinne zb einer typischen Grundtonbewegung in der Rockmusik, dann kannst Du auch das
    Ausschliessungprinzip!! anwenden, dass dann so aussähe: die kleine 7 geht in dem Falle dann
    gefühlt irgendwie in beide Richtungen, aber , Achtung, die grosse 7 (hoffentlich) nicht.

    Stell Dir nämlich vor die grosse 7 ''löst sich auf'' in einen Hts tiefer ??

    das müsste eigentlich funtionieren.

    Grüße!
     
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