Grundlage von Am F C G

von Big-Ferret, 06.10.07.

  1. Big-Ferret

    Big-Ferret Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.07   #1
    Hallo!

    Mir ist aufgefallen, dass sehr viele Songs die Akkordfolge Am/F/C/G oder dieselbe in anderen Tonarten zugrunde gelegt haben, und alle diese Songs klingen verdammt cool :-).
    Kann mir irgendwer die theoretische Grundlage des AmFCG-Phänomes erklären, also wie, welche Stufen und warum klingt es so gut?
    Dankeschön im Vorraus,
    Gruß ferret
     
  2. Hephaistos

    Hephaistos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.07   #2
    also warum etwas besonders gut klingt und häufig benutzt wird kann man nur mit der theorie alleine wohl kaum erklären, denke ich. Am F C G wäre ja in der Tonart C-dur (oder auch Am-moll). Im Prinzip ist diese Akkordfolge nichts weiter als eine Standardkadenz. F ist die quarte(subdominante) und G die quinte(dominante) zu C ...das Am ist nur die Tonikaparallele...

    also eigentlich steckt da nich mehr drin als die normale Kadenzt von Tonika, Subdominante und Dominante plus eine Tonikaparallele...

    Warum es gut klingt kann ich dir nicht genau beantworten. Aber im westlichen Bereich der Welt hat sich ja zum beispiel eine solche Kadenz einfach als "wohlklingend" herauskristallisiert...einfach beim Höreindruck...
     
  3. reiserso

    reiserso Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.10.07   #3
    Hi, war fast ein wenig frustriert, als ich irgendwann mal festgestellt habe, dass es mit dieser Formel, teilweise mit leichten Akkordumstellungen ,in allen Tonarten 1000 Songs gibt. Diese Formel ,in der Grundstellung C,am,F,G ist eine der erfolgreichsten Formeln im Popbuisiness.
    Warum: kann ich nur ansatzweise erklären:
    a.) Wie der Vorgänger schon sagte,in der Formel sind die Ecksteine der wichtigsten Kadenz (1,4,5)enthalten ,nämlich Tonika, Subdomimante, Dominante und die Mollparallele,in diesen Akkorden sind alle Töne der Tonart enthalten. Einfache Volkslieder und Schlager kommen häufig mit den 3 Hauptakkorden (T,SD, D) aus, das ist das einfachste Gerüst zur Harmonisierung eines Songs. Durch die Mollparallele kommt nochmal ein anderer Charakter hinein.

    b.) Bei der obigen Aneinanderreihung bleiben viele Töne liegen, die Akkorde fliessen sozusagen ineinander über, was sich ja auch recht gut anhört.

    c.) Diese Formel ist sozusagen das Grundgerüst für viele andere berümte Formeln im Popbiz.
    - läst Du amoll weg, und ersetzt F-Dur durch seine Mollparallele (dm, überhaupt nichts Besonderes), hast du die Jazzstandardformel, 2 5 1.
    - auch einfach am G , ein Ausschnitt dieser Form ,ist sehr populär (z.B.Lady in black, Here without you (3 Doors down)
    - tauschst Du in der obigen Formel F-Dur durch Parallele dm aus hast , du die bekannte 16 25 Formel ,ebenfalls ein Dauerbrenner im Biz.
    - Fügst der Formel noch em ( Tonikaparallele) ,hast Du die berühmte Pachelbel-Formel, auch tausendfach verwurstet (z:B. Streets of London)

    Das könnte man noch weiterführen, langer Rede ,kurzer Sinn: Du hast also ein Akkordfolge, die genau an unseren Hörgewohnheiten ansetzt, Harmonietechnisch absolut Sinn macht, und mit wenig Umstellungen beliebig interessant ausbaubar ist.
     
  4. Metallkoo

    Metallkoo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.10.07   #4
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