gültigkeit von vorzeichen im takt

von Domo, 23.10.06.

  1. Domo

    Domo Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.10.06   #1
    ich stehe grad total aufm schlauch: wenn in einem akkord z.b. ein kreuz vor dem f1 steht, gilt das vorzeichen dann für alle f im takt (sei ein f2, f3 oder was auch immer) oder nur für alle f1??
     
  2. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.06   #2
    Ein Vorzeichen gilt immer für alle (im Beispiel) F in diesemTakt.
    Egal in welcher Oktave.
    Soll das Fis wieder zu F werden, muss ein Auflösungszeichen da stehen.
    Und das gilt dann für den Rest des Taktes auch wieder für alle F.
     
  3. Domo

    Domo Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.10.06   #3
    wunderbar, hab ich doch richtig gedacht. wenn man mal total durch den wind ist kann man sich schon mit solchen banalitäten in den wahnsinn treiben... :)

    vielen dank für deine hilfe! :great:
     
  4. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 23.10.06   #4
    Hallo Blackz,

    man muß unterscheiden zwischen Vorzeichnen am Anfang einer Notenzeile und Versetzungszeichen. Vorzeichen gelten für alle Takte eines Musikstücks und jede Oktave. Versetzungszeichen gelten bis nur zum Taktende nur für diese Tonhöhe.

    Maba
     
  5. Axel S.

    Axel S. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.06   #5
    Oups!

    Da hat MaBa recht, das Versetzungszeichen gilt tatsächlich nur für die besagte Tonhöhe.
    Da lag ich jetzt daneben.
     
  6. Domo

    Domo Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 23.10.06   #6
    also doch? hm, dann muss ich meinen chorsatz wohl überarbeiten :D danke für die aufklärung, hat mir sicher einen fehler bei der morgigen klausur erspart :cool:
     
  7. konbom

    konbom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.06   #7
    Wenn man die Noten selbst schreibt, ist es doch sowieso egal. Ein Vorzeichen zuviel schadet ja nicht. ;)
     
  8. Domo

    Domo Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 24.10.06   #8
    naja, aber ein zweifach erhöhtes f ist halt kein fis mehr, zumindest nicht für mich - und bestimmt auch nicht für meinen musiklehrer, der die klausur korrigieren darf :p
     
  9. konbom

    konbom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.10.06   #9
    Ich dachte immer, wenn du ein Vorzeichen vor ne Note schreibst, gilt nur das und nicht, ob da vorher schon eins war... Um ein zweifach erhöhtes f zu kriegen müsste man doch dann ein Doppelkreuz vorschreiben, oder lieg ich da falsch??? :confused:

    P.S. Verdammt, ich schreib auch bald Musik, hast du mich jetzt dran erinnert...
     
  10. MaBa

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    Erstellt: 25.10.06   #10
    Hi, konbom

    Du liegst richtig :great:
    Versetzungszeichen müssen auch nicht erst aufgelöst werden, wenn ein neues kommt, z.B nach einem dis ein des.
     
  11. Tommok

    Tommok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.06   #11
    Diese Frage ist in der Geschichte der Notation nicht eindeutig zu beantworten.

    Normalerweise geht man heute davon aus, dass ein Kreuz oder B (oder x oder bb) vor einer Note im Takt für sämtliche Oktaven gilt. Es gibt allerdings Beispiele, wo dies anders gehandhabt wird.

    Ein "cautionary accidental" vor dem fraglichen Ton ist in jedem Fall nicht verkehrt. Viele Engraver machen das sowieso, um Irritationen zu vermeiden (speziell da man beim Blattspielen nicht viel Zeit zum Nachdenken hat).

    Gruß Tommok
     
  12. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 22.11.06   #12
    Hallo Tommok

    Diese Aussage kann ich so nicht nachvollziehen. Ich habe keine Noten, wo im selben Takt bei gleichnamigen aber oktavierten Noten nicht noch eimal das Versetzungszeichen gesetzt wurde. Im Unterschied dazu habe ich einige Noten, wo bei gleichzeitigem Auftreten von z.B e' und eb'' beim e' kein Auflösungszeichen geschrieben wurde.

    Tschüß
     
  13. Tommok

    Tommok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.06   #13
    Du magst diese Noten nicht haben, es gibt diese Handhabung aber. Frühes 20.Jahrhundert speziell.

    Heutzutage wird jeder vernünftige Engraver durch ein Sicherheits-Vorzeichen auf Nummer sicher gehen.


    Gruß Tommok
     
  14. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.06   #14
    ich denke mal, dass diese sachen dann im frühen 20. Jahrhundert gemacht wurden, weil sich da ja jeder irgendeinen scheiß ausgedacht hat, nur um von der konvention wegzukommen. es ist doch totaler unfug, wenn ein versetzungszeichen für alle oktaven gilt. damit wäre es doch unmöglich eine übermäßige oktav zu schreiben, und die wird man sicher mal, vor allem in modernen Stücken gebrauchen können.

    Außerdem, kann man nicht sagen, dass man normalerweise davon ausgeht, das ein versetzungszeichen für alle oktavlagen gilt, nur weil es im frühen 20. Jahrhundert so gemacht wurde. Unsere Notation in der Heutigen Form gibt es seit ca. 400 Jahren.
    Ich denke, wenn auch 50 Jahre davon so seltsam geschrieben wurden, wäre es trotzdem noch eher normal, was in den anderen 350 Jahren gemacht wurde.
     
  15. Tommok

    Tommok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.06   #15
    Dann zeige mir bitte ein Beispiel aus der Literatur (Instrumentalstimme), wo eine übermäßige Oktave ohne Vorsichts-Vorzeichen vor dem zweiten Ton notiert ist.


    Und zeige mir den Musiker, der beim Primavista-Spielen an der Stelle nicht in zumindest kurzfristige Irritation verfällt.
     
  16. Stringgod

    Stringgod HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 24.11.06   #16
    Ich den Thread gesehen und meine im Hinterkopf zu haben, dass Versetzungszeichen nur für eine Oktavlage gelten.
    Vorzeichen sind übrigens die Zeichen, die ganz am Anfang stehen und die Tonart angeben, bzw. die Töne, die im kompletten Stück versetzt werden.
    Versetzungszeichen sind die Zeichen, die nur für einen Takt gelten. Und die gelten auch nur für einen Oktavbereich.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Versetzungszeichen
     
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