Guter MiniMoog-Controller ?

von fetz, 14.08.06.

  1. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.08.06   #1
    Hey, habe mir gerade dieses Video reingezogen, und war beeindruckt vom ziemlich originalen Sound und Design. Jetzt meine Frage: Baut irgendeine Firma ausser Midimax (denn die sind IMHO völlig überteuert) einen brauchbaren Moog-Controller ? Oder was würdet ihr mir sonst an Masterkeyboards mit möglichst vielen Knöpfen und Reglern für eine möglichst gute Midi-steuerbarkeit empfehlen ? Was sind eigentlich momentan so gebräuchliche Preise für einen Stimmstabilen Minimoog ?
     
  2. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 15.08.06   #2
    Hi
    Ich denke mit 1500 EUR bis 2000 EUR oder mehr musst du fuer einen gebrauchten Minimoog rechnen. Ich habe schon alles moegliche ausprobiert,
    auch den ARP AXXE, der angeblich am ehesten an den Minimoog reichen soll.
    Aber alles eher enttaeuschend. Der Moog hat wohl auch aufgrund seines 24/db Kaskaden Filters eine Art singenden Charakter, den ich auf dem Demo von dir leider auch nicht ausmachen konnte.
    Ein weiterer Aspekt sind die Wellenformen. Die Flanken sind beim Minimoog nicht linear sondern Sinusfoermig. Der D50 ist einer der wenigen Synthesizer, der den Oszillatoren des Moogs sehr nahe kommt und auch dementsprechend klingt.

    Tipp:
    Man kann wenigstens diese Eigenschaft mit einem Ringmodulator, der mit der note Number synchronisiert ist auf modernen Synths recht gut nachempfinden . Auf dem Triton LE laesst sich mit dieser Technik schon etwas moogartiges erzeugen.
    Da das Patent des Moog Filters abgelaufen ist, duerfe dieses inzwischen bei den wenigen echten aktuellen Analogsynthesizern eingebaut sein.
    Sicherlich auch bei den MFB Synthies. Allerdings ist deren Oszillator digital !

    Ich glaube nicht, dass man mit einem Plug in einen Minimoog ersetzen kann. Deshalb bin ich auch bei den neuen digitalen minimoogs (Voyager) skeptisch.

    Prodigy, Rouge, Micro sollen dem Minimoog am naechsten kommen. Sogar naeher als ein Memorymoog.
    Meine naechste Anschaffung wird daher auch ein Prodigy sein.
    ciao
     
  3. Palmer Eldritch

    Palmer Eldritch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.06   #3
    richy: Darf ich fragen, wieso du den Voyager als digital bezeichnest? Das einzig digitale an dem ist doch die Steuerungssoftware für die Speicherplätze und MIDI, der Audio-Signalweg ist analog...

    fetz: Ich dachte ja erst, du meinst den Creamware Minimax und hab mich schon gewundert. Dann hab ich gegoogelt und jetzt wundere ich mich noch mehr. Ein reiner MIDI-Controller, der teurer ist als ein ganzer VA-Synth (eben der Creamware Minimax), dem nur die Tastatur fehlt?
    Masterkeyboards mit ausreichend Reglern um tatsächlich jedes Minimoog-Bedienelement live zu haben sind mir leider keine bekannt. Mehr als 16 (z.B. beim E-mu Xboard oder bei der neuen Novation Remote) sind mir denke ich noch nie begegnet. Es gibt aber auch dedizierte Controller, die quasi nur aus Reglern bestehen, wie der/die/das Behringer B-Control oder die Doepfer Drehbank.
     
  4. gravitysangel

    gravitysangel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.06   #4
    Wer sagt denn so etwas lustiges?
    ARP hatten (außer in ein paar Modellen des Odissey vor dem Rechtsstreit mit Moog) ein völlig anderes Filterschaltungskonzept. Dazu kommt, dass der AXXE ein 1-Oszillator Synth ist. Wie soll der jemals an das Drei-Osz-Sounderlebnis eines Mini herankommen?

    Selbst wenn dem so wäre (was ich aus eigener Erfahrung mit dem D50 nicht bestätigen kann), dann wäre immer noch das digitale Filter des D50 im Weg.

    Nur bei den Lite-Synths, der MFB Synth 2 hat durchaus analoge VCOs.

    Verschiedene kommen dem Mini schon sehr nahe. Ganz hundertprozentig sind sie natürlich alle nicht, aber im kompletten Arrangement ist der Unterschied schon schwer auszumachen.
    Ich würde die Einschränkungen auf jedem Fall dem Liveauftritt mit einem echten (alten) Moog vorziehen. Wer, wie ich, schon das zweifelhafte Vergnügen hatte, mit Synths auf die Bühne zu gehen, die gerade bei deinem Solo beschlossen haben, sich derbe zu verstimmen, dem ist dann vermutlich dann doch das letzte bißchen Authentizität schnuppe.

    Jep, dem ist so. Für alle gilt allerdings das grundsätzliche Stimminstabilitätsproblem, vor allem unter Bühnenbedingungen (heiße Scheinwerfer o.ä.).


    Schöner Synth, habe ich viele Jahre gespielt, sehr oft die Oszillatoren kalibrieren müssen:evil: (Scheißarbeit) und mir ganz oft geschworen, ihn niemals wieder mit auf eine Bühne zu nehmen.:D


    Möglichkeiten, um einen ähnlichen Sound auf eine Bühne (oder in ein Studio) zu bringen wären z.B. der Creamware Minimax ASB (nur noch eine Tastatur dran und los gehts), der Moog Little Phatty (der, übrigens genau wie der Voyager nicht digital ist) und evtl. der Virus ab der C-Reihe (ab dem Virus C ist nämlich eine Moog-Filtersimulation mit an Bord).

    Liebe Grüße

    Thomas
     
  5. fetz

    fetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.06   #5
    Hmm, also richtig gute Lösungen sind dann ja anscheind nur der MFB-Synth, der Minimax und der Little Phatty oder ?! Hat der Little Phatty auch 3 Osz. ? Hat jemand ne Ahnung wieviel Ram der Arturia VST-Moog so ungefähr frisst ?
     
  6. gravitysangel

    gravitysangel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.06   #6
    Je nach Anforderung. Ich persönlich würde den Virus C auch nicht außer acht lassen. Gebraucht bekommst du den mittlerweile für durchaus attraktive Preise und er bietet noch einiges, was die anderen Kandidaten nicht können.

    Der Little Phatty hat nur zwei Oszillatoren pro Stimme.
    Allerdings sollte man die drei Oszillatoren des Minimoog auch etwas differenziert betrachten, denn sobald du einen LFO brauchst, fällt ja ein VCO im hörbaren Spektrum weg. Im Klartext heißt das, dass sobald du z.B. ein Vibrato über das Modwheel steuern möchtest, hast du nur noch zwei VCOs zur Verfügung. Also eigentlich immer!
    Der Little Phatty hat einen dezidierten LFO, also kommt es meist auf das Gleiche raus.

    Laut Arturia reichen 128MB RAM als Mindestanforderung. Wie es da dann mit einer tatsächlichen Spielbarkeit aussieht (latenztechnisch) vernag ich allerdings nicht zu sagen. Ich würde keinen aktuelln Softsynth mit weniger als 512 MB betreiben wollen.
     
  7. fetz

    fetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.06   #7
    Hmm, kann man mit dem MFB-Synth alles machen, was mit dem Minimoog geht ? Habe ein bisschen gegoogelt und das sieht ja ziemlich vielversprechend aus... Hat jemand das Ding mal gespielt ?
     
  8. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 16.08.06   #8
    Hi
    @Palmer
    Du hast recht. Die Klangerzeugung vom Minimoog Voyager ist analog.
    Ich habe bei dem nie weitergelesen, weil der Preis eben auch moog analog ist.

    @gravitysangel
    Einen ARP Odyssey,nicht Axxe (aehnliches Desig, 1 OSC ) hatte ich lange Zeit zu hause. Der verfuegte ueber 2 Oszillatoren, und wie du mit dem Patentrechtssreit schon angedeutet hast, aber nicht ueber die Moog Kaskadenfilter. Wenigstens 24 dB/oct Filter ?, die mich allerdings nicht vom Hocker gehauen haben. Zudem ist der Odyssey eine recht grosse Kiste. Fuer die Buhe war er mir zu sperrig.
    Das mit den 3 Osszis hast du ja schon geklaert. Vielleicht auch fuer die Programmiere hier interessant. Es bringt reichlich wenig, besser gar nix, drei Osszis zu verwenden um einen Moogsound nachzuahmen.

    Es ist lange her, dass ich mal einen Minimoog getestet habe, waere mal interessant von einem Moog User zu erfahren was deiner Meinung nach den Sound ausmacht. Ist es tatsaechlich das Filter ?

    Der D50 hat tatsaechlich aehnliche Wellenformen wie der Moog. Das Signal multipliziert mit einem synchronen Sinus. Ich war mit den D50 Lead Sounds immer recht zufrieden und das Filter gefiel mir auch recht gut. Klang sehr vokal, aber eben digital.
    Im Netzt habe ich mal Oszillogramme von Moog und D50 gefunden, vielleicht finde ich die wieder. Ein Moogersatz ist ein D50 nicht.

    Ich schau mal nach den Preisen vin diesem Moog Little Phatty.
    Ah ja:
    "Zu einem erschwinglichen Preis: 1900 EUR "
    Der Verkauspreis des Prodigy diese Woche bei ebay und deine Erfahrungen mit der Stimmstabilitaet haben mich bischen nachdenklich gemacht.
    Irgendwann solls aber schon ein Moog sein.
    ciao
     
  9. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 16.08.06   #9
    Auf der Seite wird angedeutet dass auch beim MFB Synth 2 die Oszis digital sind. Muesste man hoeren, wieviel das ausmacht. Das Hybride Konzept spricht auch dafuer, dass das Filter eben das entscheidende ist.

    MFB-Synth II - der mfb synth 2 - nachfolger des MFB synth

    Wann ist das Patent von Moog dafuer eigentlich abgelaufen ?
    Waere interessant, denn erst ab einem Mono Synth spaetern Baujahrs ist dann mit Moog Filtern zu rechnen. Abgesehem von Exoten wie Crumar ?

    @fetz
    Ein Minimoog kann verglichen mit anderen Synthies, auch dem MFB, eigentlich gar nicht so viel. Ausser verdammt gut klingen :-)
     
  10. fetz

    fetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.06   #10
    Jo, das war mir schon klar, meine Frage ist eher, ob man da praktisch alle Knöpfe zur Verfügung hat. In diesem Video zeigt jemand z.B. die Sustain-Taste,ist sowas in heutigen Synths als Nord Lead vertreten ? Wie siehts mit MFB und Minimax aus ?
     
  11. Friedmann

    Friedmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.06   #11
    Also ich habe mich mal erkundigt bezüglich der Preise des Little Phatty, und da wurde mir von einem Händler knapp 1500€ genannt. Wenn das Teil wirklich hält was es verspricht dann finde ich ist der Preis für einen Moog noch bemerkenswert
     
  12. fetz

    fetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.06   #12
    jo, ist dann schon okay. Allerdings kann ich mir für den Preis auch einen echten Minimoog holen.
     
  13. Friedmann

    Friedmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.08.06   #13
    Also da wird es mit einem echten MIninmoog schon schwierig der dann jaber auch wieder gewisse Nachteile mit sich bringt wie Stimmstabilität, keine Garantie etc....

    Man kann es drehen und wenden wie man will , es hat alles seine Vor -und Nachteile und letzendlich kommt es darauf an was einem persönlich am wichtigstem ist.
     
  14. Borntob4

    Borntob4 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.06   #14
    Es gab mal bei Ebay ein kleines Unternehmen, das Masterkeyboards der Edirol-Klasse in Moog-Midicontroller umbaute. Die optik der Dinger war schon recht amtlich, aber mit 15 Tasten dann halt doch ein wenig abgespeckt. Zum schrauben sollte es aber reichen.
    Denk link kann ich nachliefern wenn ich den finde. mittlerweile werden aber wohl keine Geräte mehr angeboten.
    Gruß
    borntob4
     
  15. fetz

    fetz Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.08.06   #15
    Damit hätte ich kein Problem, ich spiele auch ein echtes Rhodes.
    Die Frage ist eigentlich eher, ob ich mir zuerst eine brauchbare Emulation hole, die Soundlich und Einstellungsmäßig 90% hat, oder gleich einen richtigen Moog, und danach etwas, was verlässlich und leicht ist.
     
  16. Friedmann

    Friedmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.08.06   #16
    Ja wie ich schon eben sagte man muss abwegen was einem wichtiger ist. Ich zum Beispiel hätte keine Lust mich bei Auftritten mit einem Minimoog rumzuärgern. In einem Studio hingegen wo du auch die Qualität des Sounds besser erfährst als live, wäre es eine Überlegung
     
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