Habt Ihr ein Fehlurteil zu einem Sound jemals revidiert ?

  • Ersteller Gast252951
  • Erstellt am
G
Gast252951
Guest
Hallo,

habt ihr auch schon Equiment gehabt das euch auf eine falsche Fährte gelockt hat bezüglich eurer Beurteilung ?

z.B.
eine Gitarre, die euch nie richtig überzeugen konnte, ihr se dann aber an einem anderen Amp gespielt habt, an dem sie gut klang ?
oder
ein Amp, der erst mit der richtigen Box so klang, dass es euch gefiel ?

Mir ging es jahrelang mit einer ganzen "Effektgruppe" so. Mit Chorus für Gitarre konnte ich selten etwas anfangen. Klang mir immer zu schwülstig, zu poliert, zu "eiernd" usw. Den eingebauten Effekt beim Roland Jazz Chorus 120 fand ich überzeugend, allerdings war mir der Amp zu speziell, weil er mir ausschließlich clean gefiel. Choruseffektpedale haben mich bisher auch nie überzeugt. Das lag aber, wie ich jetzt weiß, ganz klar an den "falschen" Pedalen die ich bisher benutzt hatte. Vor ein paar Wochen habe ich mir einen TC SCF zugelegt und muss sagen, dass ich noch nie einen cooleren Chorus gehört habe. Dezent, subtil, schwebend - selbst bei verzerrten Sounds stört er nicht, sondern dickt je nach Anforderung den Sound schön an.

Genauso war ich bisher immer skeptisch gegenüber Telecastern. Zu dünn vom Sound, zu plärrig etc... Das muss ich auch revidieren. Habe seit ein paar Wochen eine und finde sie erstaunlich vielseitig und gerade das etwas "schneidige" für bestimmte Genres "genau den Sound" macht, den man kennt. Selbst bei wirklich Heavy Zeug mit Fuzz kommt die Tele wirklich cool. Sie zeichnet eben nicht so fein wie eine Strat, aber muss ja auch nicht immer sein.

Bei mir ist es also der Chorus Effekt und die Gattung Telecaster bei der ich meine Meinung revidieren muss :)

Kennt ihr das und wenn bei was ?
 
Eigenschaft
 
"Gehabt" erstmal nicht, aber ausprobiert und angehört.

Ich hatte das Pech, vor vielen Jahren wiederholt mies klingenden Marshall JVMs begegnet zu sein.

Woran es lag, kann ich nicht sagen, schlechter Bias, kaputte Röhren, evtl. auch kaputte Ausgangsüberträger (das sind halt DIE Kisten, die immer angegrabbelt werden im Laden inkl. Fehlanpassungen etc.).
Dazu dann das gebetsmühleartige Gebashe einiger Leute hier im Forum von wegen "kein ehrlicher Amp", "zu viele Kanäle und Knöpfe, das kann ja nicht klingen", "kann alles, aber nichts gut" usw. - das wirkt dann schon etwas wie eine Gehirnwäsche.

Ich wollte es aber nicht dabei belassen und habe dem Amp vor ein paar Jahren nochmal eine Chance gegeben. Und endlich mal einen neuen, frisch aus dem Karton gespielt. Welche eine Offenbahrung war das! Zu dem Zeitpunkt hatte ich den Amp dann auch mit u.a. welchen von EVH und Engl verglichen, die für mich in Frage gekommen wären und eben festgestellt, dass der JVM für mich am besten klingt und genau das macht, was ich wollte.

Auch, wenn ich mit dem JVM sozusagen einen schwierigen Start hatte, so ist er heute für mich der beste Marshall, der je gebaut wurde. : )
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Nicht nur mit Equipment, auch mit Menschen und so...
Aber ja. Fand damals im Jugendhaus die Marshall AVTs dort recht gut, bis ich mal was anderes gehört habe.
Ich kam nie mit Overdrives klar, bis ich die an nem Laney AOR spielte.
Ich mochte auch keine Teles, bis ich eine kaufte, und bis heute finde ich eue Klänge mit ihr.
Meine Epi Les Paul führte lange n Nieschendasein, bis sie mit neuen Tonabnehmern grad die Nr. 1 wurde.
Ich fand das Dunlop Crybaby geil, wills jetzt vielleicht verkaufen oder einmotten weils zu einseitig und unspektakulär klingt.

Die Liste könnte ich ewig weiterführen, ich denk das ist völlig normal.
Geschmack wandelt sich, die Umstände ändern sich, die Ansprüche ändern sich.
Deswegen bin ich bis auf bei wenigen Sachen auch seeehr vorsichtig mit Aussagen, die ein Gerät oder Geräteklasse kategorisch ausschließen (Ausnahmen bestätigen die Regeln) und teste wenn ich kann auch immer wieder Teile mal an, die ich vorher doof fand.
 
Naja, Fehlurteile waren es bei Euch ja wohl nicht. Die genannten Gerätschaften haben Euch in dem damaligen Kontext tatsächlich nicht gefallen, und würden es wohl ziemlich sicher auch heute nicht tun. Ihr habt halt nur von einem bestimmten Exemplar auf die Allgemeinheit geschlossen, bzw. habt angenommen, dass sie auch zusammen mit anderen Komponenten oder in einem anderen Anwendungsbereich nicht gut sein würden. Irgendwann habt ihr nochmal mit geänderten Parametern getestet, und dann war es auf einmal gut. Wenn Ihr nochmal was ändert, könnte es Euch noch besser gefallen, oder auch wieder nicht mehr...
 
Irgendwann habt ihr nochmal mit geänderten Parametern getestet, und dann war es auf einmal gut.

Falls du mich bei "ihr" miteinschließt - nein, so war das nicht. Die getesteten Exemplare hatten einfach nur Mängel.

Wenn Ihr nochmal was ändert, könnte es Euch noch besser gefallen

Genau deshalb ist es auch legitim, ein bisschen seinen Kram zu modden. ^^
 
bei mir ist ja eigentlich gar nicht so, dass sich der Geschmack groß geändert hat.

Es ist vielmehr die Tatsache, dass ich im Falle des Chorus zum ersten Mal ein Gerät spiele das mir richtig gut gefällt. Ja, ich hatte früher für Synths auch 19" Geräte deren Chorus ich genutzt habe - aber bei Synths ist es noch mal was anderes - da ist es experimenteller.

Im Falle der Tele war es bei mir schlicht ein Vorurteil und die Tatsache, dass ich nie eine gespielt habe, sondern sie nur von einem früheren "Proberaumteiler" kannte und sie mir nicht gefallen hat ... "Countrygitarre, häßlich, dünner Sound ..."

Wie man sich täuschen kann :)
 
Im Falle der Tele war es bei mir schlicht ein Vorurteil und die Tatsache, dass ich nie eine gespielt habe, sondern sie nur von einem früheren "Proberaumteiler" kannte und sie mir nicht gefallen hat ... "Countrygitarre, häßlich, dünner Sound ..."

Wie man sich täuschen kann :)

Mir war die Tele auch immer zu schrill/spitz/dünn, und es ging nichts über meine Jeff Beck Strat. Die Strat war eine Zeit defekt, und ich musste auf die Tele ausweichen. Jetzt ist mir die Strat zu wenig brilliant und knackig, und ich würde lieber die Tele spielen, mir liegt aber der Hals der Strat mehr...
 
Mir war die Tele auch immer zu schrill/spitz/dünn, und es ging nichts über meine Jeff Beck Strat. Die Strat war eine Zeit defekt, und ich musste auf die Tele ausweichen. Jetzt ist mir die Strat zu wenig brilliant und knackig, und ich würde lieber die Tele spielen, mir liegt aber der Hals der Strat mehr...

Ja, das Ohr gewöhnt sich schnell. Wenn ich die Tele eine Zeit lang gespielt habe und dann meine Strat einklinke, die von allen Strats denmeisten Attack und den meisten "Twang" hat, kommt mir es auch noch eine Weile so vor, als wenn sie dumpf klingen würde - was def. nicht so ist.

Bei der Tele musste ich aber auch erst den Steg PU tauschen, der Stock PU war nicht zu ertragen. Der PU am Neck klingt aber von Werk ab cool
 
Naja, Fehlurteile waren es bei Euch ja wohl nicht. Die genannten Gerätschaften haben Euch in dem damaligen Kontext tatsächlich nicht gefallen, und würden es wohl ziemlich sicher auch heute nicht tun.
Trotzdem urteile ich, und liege mit meinem Urteil daneben. Ist also n Fehlurteil :)

Vieles habe ich aber auch erst durch bestimmte Konstellationen zu wertschätzen gelernt, die Teile dann aber auch in der Ur-Konstellation zu nutzen und lieben gewusst.
Manchmal fehlt einem dieser Kennlernmoment, durch den man den Kniff bei einem Gerät versteht. Davor darf man sich durchaus n Fehlurteil leisten.

Noch son Beispiel waren Fuzze, die mochte ich ganz früher gar nicht. Warum sollte man seine Gitarre so komisch klingen lassen wollen, und Dynamik und Spielgefühl opfern wollen? Naja so irrt oder entwickelt man sich :D
 
auch mit Menschen
Das ist bei mir extrem selten... Manchmal dachte ich zwar, mich in meinem (negativen) ersten Eindruck getäuscht zu haben, aber meistens finde ich später heraus, das ich doch richtig lag.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Rectifier - da es heute aber fast schon Allgemeinwissen ist, dass die irgendwie nie so 100% gleich klingen ist das eigentlich bei jedem nur eine Frage der Zeit bis man über einen stolpert, der einem mehr zusagt (und einem diese Soundwelt öffnet). Irgendwie ulkig, dass es "DEN" Rectifier-Sound als grundsätzlichen Charakter gibt, aber die einzelnen Ausprägungen nicht nur vom umliegenden Equipment her variieren...mysteriöses Gerät.

EMGs - fand ich furchtbar, hatte dann welche, gemerkt, dass ich nur den 81er furchtbar finde, würde aber heute wegen der Batterien nie welche haben wollen (außerdem ist der Duesenberg Domino einfach der perfekte Pickup). Bevor nun einer sagt, dass das nicht revidiert ist: die erste Gitarre mit EMGs, die mir mal in die Hände fiel hatte wohl zwei 81er, was ich aber nicht wusste (und wohl von 60er oder 85er am Neck ausging), dementsprechend war das EMGs = scheußlich generell, wurde also teilrevidiert.

Andersrum ging's auch: hatte den 6505 erst einfach nur als umbenannten 5150 im Kopf (war so lala), dann hatte der Gitarrist meiner damaligen Band den und das Ding klang furchtbar und ich habe bis heute keine Konstellation gehört, ich der ich den geschenkt nehmen würde.
 
Aber sicher doch:
Mein erster "richtiger" Bass: Ein Fender Precision (USA) aus den Siebzigern, und irgendwie hatte ich immer das Gefühl: Naja, der ist schon okay, aber so ein aktiver Bass mit Humbuckern ist der Heilige Gral, so einer muss unbedingt her. Bis ich Mitte der 80-er mal mit meinem Preci in einem großen Musikgeschäft zum Verstärker/Boxen-Ausprobieren eintrudelte und kein Testraum mehr frei war, ich also mitten im Verkaufsraum rumgedudelt habe. Ich stand etwas verdeckt, und der Verkäufer kam um die Ecke: "Hey, was ist denn das für ein Bass, der rockt ja richtig!"

Ich: Äh, ja ... meinst Du? Ist bloß 'n Preci."
Er: Wart, ich bring Dir mal zwei andere Precis, probier die mal."

Gesagt, getan... der Mann hatte recht: Ich habe meinen Preci heute noch, und wenn's wirklich um das "amtliche" Grollen und Knurren geht, dann ist er meine erste Wahl.
"Ist bloß 'n Preci" war ein krasses Fehlurteil! Da habe ich ihm wirklich Unrecht getan :embarrassed:

Bässte Grüße

Hauself Zwo
 
In den 90ern, also der Hochzeit von elektronischer Musik, habe ich nahezu alles aus dieser Richtung fast schon ideologisch abgelehnt, genauso wie digitales Recording.
Damals gab es ja eine Art Kampf zwischen "hangemachter" und "künstlicher" Musik.
Grunge, Britpop und Alternative waren das Gegengift zu Love Parade, Mayday & Co..
Mittlerweile benutze ich selber manchmal einen Synthie und digitales Recording mache ich täglich - und ja,
es gibt gute elektronische Musik.
 
Dass ist mir gut 50 mal passiert. Speziell aber im Bereich Hifi habe ich viele fehler begangen und musste massiv umdenken.

Viele Stereotypen oder Test-Fehlern habe ich erst später, bei steigende kompetenz, ausfinden können.

Viele Gibson Modelle habe ich damals vergöttert. Ich war einer dieser idiotischen Fanboys die den ganzen tag lang vor ner schwarzen Paula Custom gesaftelt haben. Hatte auch mehrere Les Paul die ich partout verteidigt habe, sobald jemand über sie etwas schlechtes aussprach. Dies hat sich MASSIV im gegenteil verändert. Viele dieser Paulas waren grottenschlecht oder einfach nur "Meh" Gitarren. Mit minderwertige Komponente+Holz+Verarbeitung. Als ich einige meiner alten, wiederverkauften Gitarren, vor mir hatte, sagte ich mich einfach was für ein Idiot ich damals war, um solche Käsereiben auf's Internet noch zu verteidigen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
@Le_Franzose

Haha, du traust dich was! ^^
Gleich kommt die Gibson-Polizei!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Dass ist mir gut 50 mal passiert. Speziell aber im Bereich Hifi habe ich viele fehler begangen und musste massiv umdenken.

Oh ja ebenso, gerade ein NAD Verstärker hat mich richtig enttäuscht... sooo verdammt viel Geld für schlechten Klang.
Dann einen Marantz gekauft weil er im Verkaufsraum mega war, nachdem ich zu hause war war auch alles schick als ich aber dann auf Nubox 681 umgestiegen bin ist er in die knie gegangen. Größeren gekauft.. schlechter Klang :-( Nubox 481 waren dann die Richtigen.

Im Musikequipment ein Marshall MG 100 HDFX Stack war gerade neu und ich hatte keine wirkliche Ahnung, Hauptsache groß und Marshall.
Dann Marshall DSL 50 (Punk/Hardrock) war schon richtig schick aber als es härter wurde konnte er mich nicht mehr befriedigen.
Orange Th30 dazu schreibe ich besser einfach nix.
Engl Blackmore lange gehabt bis ich bemerkt habe, dass das was ich immer Gesucht habe auf den Namen Orange hört.
Gitarren sind viele gekommen und gegangen, lediglich um meine alte Epi Std trauere ich heute noch. Meine erste "richtige" war eine Santander LP, grausig verarbeitet und der Sound war grausam einfach grausam! War sogar nach einem Jahr ein nicht Identifizierbares vibrieren zu hören. Schecter 7 Saiter war überhaupt nicht mein Ding (einfach bestellt) das Gerät hing mehr als ich es gespielt habe und das obwohl der Sound vollkommen in Ordnung war.
LTD MH 1000 super verarbeitet guter Klang und unglaublich gut zu spielen. Als die erste RBC da war habe ich die Dame aber auch kaum noch gespielt nur ab und an wenn ich mit nem Floyd spielen wollt. LTD ist vor paar Monaten gegangen nach 7 Jahren treue.

Positives gab es aber auch:
1. ich hätte nie gedacht das eine Tele einen Klang haben kann der sehr vielseitig ist sowohl clean als auch im mega Heavy Bereich, bis ich dann mit Rainer zusammen meine eigene gebaut habe.
2.Ein Jack und Danny Bass den ich sehr günstig geschossen habe der Aktiv ist und einen mega Klang hat.
3. Harley Benton Vintage Overdrive. Blind gekauft und er ist nie gegangen, er holt das kleine bisschen raus was mir gefehlt hat, wenn es richtig Heavy wird.

Die drei Dinge sind Momente in denen man einfach nur grinsend durch die Gegend läuft :)

Grüße
 
@Le_Franzose

Haha, du traust dich was! ^^
Gleich kommt die Gibson-Polizei!
Nö wird schon gehen. Weil Gibson auch gute Gitarren gemacht hat. Ich hatte nur, in diese zeit, nie eine gute Gibson gehört. Es war, und ich glaube auch dass es so geblieben ist,... schwierig an einen gute Paula ranzukommen (auch sind die Preise in den letzten 10 Jahren massiv nach oben gegangen).

In sachen hifi habe ich, z.b. geglaubt
1) dass Verstärker einen eingenklang haben. Nur, dass haben nur die wenigsten (Röhren oder Audiophil-bis-zum-irrsinn-tot-designte-Elektroschrott) ; sie liefern Strom und ein neutrales Signal an den Lautsprechern weiter. Wenn der Lautsprecher pingelig ist (und dass sind viele in der Hifi-Welt), dann muss man einen potente Verstärker dranhängen, der die tiefen Ohm's intensitäten auch wiedergeben kann, bzw, all die Watts zu verfügung stellen kann. Auf unkritische LS tönen auch NAD und kleine ROTEL absolut grandios.

2) Dass ein besserer DAC in einem CD Player einen besseren klang ergibt. Nach blindtests ist das ganze dann aufgeflogen. Accuphase CD Player für 5000 Euros gegen Technics für 300... kein unterschied im Klang. Aber nicht nur.... Philipps vom Supermarkt gegen Naim und Konsoren... kein unterschied.

3) Dass HD Musik natürlicher klingt. Aber dabei ist der Klang nur lauter, weil die DAC's, bei diesen Samplingraten, den Klangniveau um die 3 bis 6 dB erhöhen. Wow, was für kein unterschied.

4 ) Das Vinyl natürlicher klingt. => Nein ; es klingt anders. Und hat vor allem sehr klare limitierungen in der Qualität. Auch ist der ganze "vinyl hobby" sehr zeit-intensiv und kostspielig wenn man die schwarzen Scheiben so richtig in gute qualität hören möchte und sich mit dem Gebrauchtmarkt nur schlecht auskennt. Platten sind aber extrem langlebig und viele Gruppen von damals sind nicht im Digitale Zeitalter gelandet.

Eines was ich aber nie bezweifelt habe ist die wichtigkeit des Hörraums. Als Musiker erschien es mir immer als selbstverständlich. Und ja, es ist das beste Tunning den man machen kann in diesem Hobby. Ist zwar auch kostspielig und Zeitintensiv. Aber wenn es einmal steht, dann steht es ; und auch als Gitarrist kann man davon profitieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Mein größtes Fehlurteil war bisher meine Meinung über den Laney Ironheart 60 den ich über einen längeren Zeitraum Live und im Proberaum gespielt habe.

Damals klang er viel zu schrill/nasal und hatte einfach nicht genügend Schub für meinen Geschmack weshalb ich ihn anschließend verkaufte und mir einen Engl Powerball zugelegt habe.

Ich glaube drei oder vier Wochen später hatten wir einen Gig mit einer Band aus Köln deren Sänger/Gitarrist eben jenen Ironheart mit seiner Gibson LP in eine Marshall JCM900 4x12 gespielt hat und das Setup dann noch durch Pod HD400 ergänzte. Selbst ohne den Multi klang das Setup einfach nur fett und böse, genau so wie ich es immer haben wollte. Da wurde mir dann bewusst, wie viel Einfluss eigentlich eine Box auf den Gesamtklang hat und wie viele, vielleicht doch total geil klingende Amps, mir meine damalige Laney 2x12 mit den furchtbaren Celestion 70/80s wohl verdorben hat.
 
Oh,

n Plauderthread, ich mach mit.
Im Jugendhaus früher (Anfang 80er) haben die Supercracks digitale Effektgeräte (Alesis Midiverb, Lexington LPX und so) gehabt-sowas wollte ich auch-war damals hundsteuer!
Ich hab mir dann stolz wie Bolle das Digitech DSP128 gekauft-war das erste Multieffektgerät unter 1000DM, 4 Effekte gleichzeitig, auf 128 Speicherplätze. Dann hab ich programmiert und programmiert, für jeden Song andere Effekte, die sich im Proberaum aber nicht sooo doll angehört haben-egal, ich fands geil!
Beim ersten Gig dann in der Stuttgarter Röhre gabs auf der Bühne Stromschwankungen, mein Display zeigte "BALLS" und alle Programme waren weg! Ich hab das Teil noch vorm Gig auf der Bühne aus dem Rack geschraubt und stinksauer im hohen Bogen nach hinten in die Röhre geschmissen.
Da lag es dann 5 Jahre später total verrostet immer noch. Nach diesem Gig habe ich mich nie wieder für sowas oder ähnliches interessiert.

Gruss,
Bernie
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben