Halsstab gedreht - kann ich das so lassen?

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Fat Bluesman

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Die Saitenlage meiner Pacifica 012 schien mir etwas hoch, dehalb wollte ich erstmal mit dem Halsstab anfangen und habe ihn ca. 1/2 Umdrehung verstellt (so, dass der konkave hals nach hinten gezogen wurde)

Es passt jetzt eine 20-cent-münze genau unter die hohe E-saite, also dachte ich, das reicht nun

Es schnarrt nichts - kann ich das so lassen?

Yamaha*-gitarren werden doch in der Fabrik einem Setup unterzogen, oder, und das hieße doch, ich muss nichts am Sattel / Steg machen?
 

Die Gitarren vermutlich aller Hersteller (abseits von TEMU und co) werden ab Werk eingestellt und überprüft, wobei Ausnahmen und Montagsmodelle die Regel bestätigen. Die Japaner sind jedenfalls im allgemeinen recht penibel, was das betrifft. Das bedeutet aber nicht, dass die Einstellung für jeden optimal ist, die Einstellungen ab Werk sind meist recht konservativ bis vorsichtig, damit nichts schnarrt etc. und potentielle Käufer verunsichern könnte, das gilt auch für Sattel und Brücke. Ebenso können sich diese durch Transport (Temperaturunterschiede, Luftfeuchtigkeit) ändern, bevor die Gitarre beim Kunden landet.

Wenn du mit der Einstellung und Bespielbarkeit zufrieden bist, musst du auch nichts machen. Falls du denkst, das geht noch besser, lass am Besten entweder einen erfahrenen Gitarristen drüberschauen oder bring sie zu einem Gitarrentech deines Vertrauens, wenn du dir das selbst nicht zutraust. Am Halsstab und Brücke kannst du selbst rummachen, da reversibel, beim Sattel wäre ich als Anfänger eher vorsichtig und würde auf einen Fachmann vertrauen, denn was weggefeilt ist, ist halt weg und dann heißt es möglicherweise ein neuer Sattel tut Not.

Ich weiß nicht, wo du die 20 Cent Münze unter die Saite schiebst, am 12. Bund sind die 2.14 mm jedenfalls kein besonders "guter" Wert im Sinne einer möglichst flachen Saitenlage, aber das ist wie gesagt Geschmackssache. Eine E-Gitarre* kann unverstärkt durchaus etwas schnarren, wichtig ist, was aus dem Amp rauskommt. Gibt hier im Board und auch anderswo Infos zum Einstellen einer E-Gitarre*, die auch nützlich sein können, wenn du die Saitenstärke änderst, dann kann es sein, dass du die Einstellungen ändern solltest.
 
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Wie schon geschrieben wurde: Wenn es für dich passt, dann ist alles in Ordnung.

Wenn du die Halskrümmung angepasst hast, kannst du evt noch die Bundreinheit überprüfen. Dazu einfach mit Stimmgerät testen, ob in den hohen Lagen die Töne auch noch stimmen, wenn die leere Saite gestimmt ist.
 
Hi @Fat Bluesman

eine Gitarre stellt man nicht nur am Halsstab ein. Es kann reichen, ist dann aber pures Zufall. Wenn's für dich passt, kannst du es so lassen. Ich würde aber empfehlen die Einstellung "ordentlich" zu machen (oder machen lassen).

Gruß
P.
 
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Natürlich wirkt sich die Halskrümmung, als auch die Tiefe der Sattelkerben auf die Saitenlage aus.

Die Saitenlage an sich stellt man nicht über die Halskrümmung ein, sondern über die Höhe der Saitenreiter am Steg.

Vorgehensweise beim Setup:

Prüfen der Sattelkerben: Saite zwischen 2. und 3. Bund drücken, so dass die Saite auf dem 2. Bund aufliegt. Dann den Abstand zwischen Saitenunterkante und der Bundkrone des 1. Bundes anschauen. Da sollte noch ein Streifen dickes Druckerpapier dazwischen passen, dann ist es gut. Rund 0,1mm...

Prüfen der Halskrümmung: Kapodaster am ersten Bund setzen und die Saiten am 15. Bund drücken. Dann den Abstand zwischen Saitenunterkante und der Bundkrone des 7. Bundes anschauen. Ich würde bei meinen Gitarren maximal 0,5mm Abstand haben wollen. Tatsächlich sind bei meinen Gitarren die Hälse aber fast gerade.

Einstellen der Saitenlage über die Saitenreiter am Steg: Höhe so einstellen, wie es gefällt.

Einstellen der Intonation: Vergleich des Tones bei am 12. Bund gedrückter Saite mit dem Flageolett-Ton am 12. Bund. Beide Töne müssen gleich sein. Ist der gedrückte Ton höher als der Flageolett, dann muss der Saitenreiter weiter zum Steg gedreht werden. Ist der gedrückte Ton tiefer als der Flageolett, dann muss der Saitenreiter weiter in Richtung Hals gedrecht werden.
 
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