Haltbarkeitsdatum siehe Röhrensockel

von KillerKeks, 20.02.06.

  1. KillerKeks

    KillerKeks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.06   #1
    Vorweg: bin etwas unsicher ob der korrekten Einsortierung des Themas.

    Neulich sprochte ich mit einem Bekannten, der sich mit Röhrenverstärkern (HiFi) beschäftigt und auch schon die eine oder andere Röhre zum Glühen gebracht hat.
    Da ich mir vor einiger Zeit ein gebrauchtes Topteil besorgt habe, wollte ich von ihm mal wissen, wie lange denn die Röhren so halten. Aus dem Forum entnahm ich, dass die Leute hier ihre heißgeliebten Vakuumaufbewahrer doch gern schnell mal austauschen. Seine Antwort fand ich Geldbeutelschonend: die Röhren werden für eine Betriebsdauer von 60.000 Stunden gebaut. D.h. ich könnte fast 8 Jahre lang ununterbrochen Gitarre spielen.
    Wo also ist der Haken? Liegst daran, dass bei Gitarrenamps die Röhren mehr beansprucht werden? Liegts am Transport? Am Karma? Die langen Haare?
     
  2. LennyNero

    LennyNero HCA Gitarre: Racks & MIDI Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.02.06   #2
    Nicht nur Betriebsstunden entscheiden ueber die Lebensdauer, aufheizen und abkuehlen verkuerzen das Leben mitunter dramatisch, d.h. jedesmal anschalten, und du nimmst der Roehre Lebensenergie weg. Dazu kommt dann noch die bescheidenere Qualitaet der heute gebauten Roehren... und im Grunde ein Verhalten, aehnlich wie Gluehbirnen. Kann sein das deine ECC83 8 Jahre am Stueck haelt, kann aber auch sein das sie sich entscheidet nach 8 Minuten fuer immer zu vergluehen.
     
  3. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 20.02.06   #3
    Definitiv zum größten Teil an der Beanspruchung. Bei HiFi werden die Röhren in ganz anderen Bereichen betrieben. Die wollen möglichst wenig Verzerrung. Wer seinen Gitarrenamp nur ganz leise spielt und die Röhren dadurch ähnlich wenig belaastet, der darf sich ja auch schon über eine erheblich längere Lebensdauer freuen.
    60.000 Stunden sind aber niemals drin, jedenfalls nicht bei den üblichen Pentoden für die Endstufe wie 6L6, EL34, 6550, KT66 etc. Das gilt für Gleichrichterröhren und evtl. ein paar Vorstufenröhren.
     
  4. VisionaryBeast

    VisionaryBeast Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.06   #4
    Also ich ahbe nen über 30 Jahren alten Denon Röhrenverstärker (hifi kla;) ) und der hat noch die ersten Röhren und die Tuns immernoch :great: Also soviel zum thema Hifi und Gitarre, kenne keine Röhre aus nem Amp die solange halten würde :D
     
  5. opferstock

    opferstock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.06   #5
    Ist halt auch etwas ne Glaubensfrage. Ich meine wenn sie kaputt sind ist wechseln natürlich logisch. Aber wenn sie zufriedenstellend funktionieren, warum wechseln, nur weil sie zb 5 Jahre alt sind?
    Viele sagen halt, man müsse wechseln, damit die immer frisch klingen, man kann es zum Exzess treiben. Mir hat jemand von nem Gitarristen erzählt (vielleicht ne Lüge wer weiss), der will vor jedem Konzert die Röhren gewechselt haben und wenn man das mal vergisst jammert er über den Sound obwohl es ihm keiner gesagt hat.
    Voodoo?
    Gutes Gehör?
    Fanatismus?
    Die beste Antwort ist wohl die:
    Wenn es dir wohl tut regelmässig die Röhren zu wechseln dann mach es, willst du das allerdings nur darum tun, weil andere das auch machen dann würd ich es bleiben lassen.
    So einfach kann die Welt sein ;)
     
  6. Tomcat

    Tomcat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.06   #6
    ...dabei habe ich gerade in der G&B gelesen, das Röhren erst eingespielt werden müssen, damit sie richtig gut klingen ;-)
     
  7. opferstock

    opferstock Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.06   #7
    Ich auch, aber das beweist wohl einmal mehr den subjektiven Charakter des Themas :)
     
  8. mini_michi

    mini_michi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.06   #8
    Im Proberaum spiele ich über einen "mehr oder weniger geliehenen" 120 Watt Soundcity Vollröhrentop.
    Laut besitzer (Vater unseres Sängers) soll das ding noch die ersten Röhren drinhaben. Gut, das Ding zickt ab und zu mal mit knistern während dem Spielen usw. rum, wobei ich denke, das dies von vertrockneten Elko's kommen sollte.
    Ab und zu gibts Leistungsabfälle. Lässt evtl. auf die Endstufenröhren schließen.

    Wobei ich mir schwer vorstellen kann das da wirklich noch die Originalröhren dirn sind (kenne das genaue Alter des Tops nicht, aber 100% nicht unter 20 Jahre, denke ich)

    Den Peavey den die haben (~10 Jahre) hat auch noch keinen Röhrenwechsel hintersich (ja, mir hat's das Herz zerissen als ich das erfahren habe)
     
  9. [E]vil

    [E]vil Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.06   #9
    ich denke mal mit betriebsdauer ist gemeint, dass sie nach 60.000 stunden warscheinlich nicht mehr funktionieren. gitarristen wechseln meistens die röhren wenn ihnen der klang nicht mehr zusagt. das merkt man aber wie oben schon gesagt wurde meist nur bei verzerrten sounds in form von matschen oder ähnlichem. wer nur clean spielt wird damit keine sonderlich grossen probleme haben und die röhren n weilchen länger drin lassen.
     
  10. KillerKeks

    KillerKeks Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.06   #10
    Röhren erst einspielen? Ich hab da ne großartige Idee: Special selected Tubes, je nach Musikrichtung fertig eingespielte Röhren. Ne Metalröhre, ne Bluesröhre, ne Rockröhre,... :)
     
  11. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 21.02.06   #11
    Oder Signature Tubes. Stell Dir vor, man könnte sich ein angespieltes Endstufen - Set von seinem Gitarrenhelden kaufen. Schräg:screwy:. Wär aber ne Marktlücke.:rolleyes:

    Zum Thema angespielte Röhren: ich denke schon, das sich die Röhren erstmal einbrennen müssen. Mein Röhrenamps klangen nach einigen Dutzend Betriebsstunden schon besser als neu gekauft. Dem gegenüber steht allerdings die Wahrscheinlichkeit, daß man sich erstmal mit seinem neuen Amp zurechtfinden muß ( Einstellungen, das richtige Spieldynamik -Verhalten etc. ). Dies könnte zu dem subjektiven Eindruck führen, daß der Amp erst nach einiger Zeit gut klingt und man das dann auf eingespielte Röhren schiebt.
    Habe in meinen Amps leider noch die Original - Röhren drin ( im Ältesten immerhin schon 12 Jahre ), da ich aber mehrere Amps habe und immer mal einen anderen nutze, verschleißen die Röhren halt nicht so schnell. Deswegen kann ich jetzt den Klangunterschied bei einem gewohnten Amp nach Röhrenwechsel nicht bestätigen.
     
  12. KillerKeks

    KillerKeks Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.06   #12
    Was heißt "leider noch"? Schnell raus damit und bei Ebay rein... ;). Ist fast wie mit Wein, je älter, desto besser... .
     
  13. Blast Meat

    Blast Meat Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.04.08   #13
    Ah ^^

    Ja das ist gut mit dem Einspielen der Röhren xD
    Hab eig garkeine erfahrung mit Röhrntechnik selber..

    Hab mir den T120H Head von Fame geholt und der klingt mit nagelneuen Röhren schon recht fetzig ^^

    Muss man die denn Immer bei Gitarrenamps einspielen oder liegt es an der Art der Röhren? ^^

    Wenns so is hämmer ich gleich noch ein bisschen auf meim neuen amp rum xD

    Grüße, Psycho
     
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