Haltung der linken Hand

von Valgalder, 05.03.05.

  1. Valgalder

    Valgalder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.05   #1
    Hallo,
    ich hab zur Haltung der Greifhand ein paar Fragen...ich nehm jetzt seit 3 Wochen Gitarrenunterricht (hatte also bisher 3 Stunden) und hab auch schon vorher ein wenig rumgespielt..bin aber noch ziemlicher Anfänger.

    Wenn man nun selbst Gitarre spielt beginnt man natürlich auf Konzerten usw. auch mal andere Gitarristen und ihre Technik anzuschauen...

    Und man kriegt ja auch an jeder Ecke gesagt das Gitarrespielen nix mit Kraft zu tun hat, und das man alles so locker wie möglich halten soll usw.

    Nun wenn ich jetzt andere Gitarristen und ihre Greifhand sehe sieht das teilweise wirklich so aus als würden die die Saiten kaum runterdrücken und so...halt wirklich unheimlich locker.

    Bei mir ist das mit der Greifhand so, dass ich da noch so ziemliche Probleme habe...mein Lehrer sagt mir auch immer ich soll die Hände so locker wie möglich lassen usw.
    Aber wenn ich etwa Powerchords oder eben auch andere Sachen greife und dabei versuche 'locker' zu sein, dann schnarren fast immer die Saiten, selbst wenn ich direkt am Bundstäbchen die Saiten niederdrücke.
    Um wirklich saubere Töne zu bekommen muss ich irgendwie doch ein nicht unerhebliches Maß an Kraft an den Tag legen (natürlich drücke ich jetzt nicht total fest zu oder so, aber im Vergleich was ich jetzt halt so bei anderen sehe finde ich ist das viel...wobei ich natürlich nicht genau beurteilen kann wie fest die jetzt runterdrücken aber wie gesagt, auf mich wirkt das total locker) und dann habe ich auch nach einer Weile das Gefühl das ich leicht verkrampfe...

    Also, was ist los? Mach ich irgendwas falsch?
     
  2. Fliege

    Fliege Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.03.05   #2
    HI

    Am Anfang ist das völlig normal denke ich, war bei mir auch so. Ganz am Anfang verkrampfte sich meine Hand auch recht leicht und ich brauchte auch mehr Kraft als jetzt. Denke mal das liegt auch an der Hornhaut die sich bildet und die Muskulatur die sich dabei entwickelt. Durch die Hornhaut werden die Saiten allein schon härtter gedrückt als wenn sie sich noch stärker mit in den Finger bohren und somit nicht so hart auf dem Griffbrett liegen. Man greift später auch präziser und trifft damit auch genauer die Punkte wo es auch weniger Kraft benötigt damit die Töne nicht schnarren. Mittlerweile gehts halt ohne großen Kraftaufwand, das Anstrengendste ist jetzt nur die gesamte Armbewegung wenn ich auf dem Griffbrett wandere, aber die hält sich ja auch in Grenzen.

    Hoffe mal nicht allzuviel Müll erzählt zu haben, aber ich denke doch dass sich das mit dem Verkrampfen und der Kraft legen wird mit mehr Erfahrung, Muskelaufbau und Übung.
     
  3. Savatage

    Savatage Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.05   #3
    Ja klar, es läuft alles auf Übung und Erfahrung raus. Ich kam am Anfang nicht mit der ganzen Hand so richtig übers Brett, um z.B. F-Barré zu greifen, und durch die Verkrampfung ist sauber greifen natürlich auch nicht möglich. Die Hand tat mir auch immer ziemlich weh nach so einem scheiss F! Aber du musst erstmal da Muskeln aufbauen wo noch gar keine sind, daran liegts auch.

    Du machst auf keinen Fall was falsch, lass dich nur nich demotivieren weiter Gitarre zu spielen!!!
     
  4. MrFair

    MrFair Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.05   #4
    Überleg doch mal wie lang die Leute spielen, wahrscheinlich alle schon länger als 6 Jahre, da ist es doch eigentlich ganz klar das ihre Muskeln und ihre Hände schon daran gewöhnt sind und sie somit ganz locker spielen können.

    Das kannst du auch an die selber merken, probier mal einen Bund mit dem Kleinen Finger zu greifen, muss man sich ganz schön anstrengen, oder?
    Merk dir wieviel Kraft du dazu gebraucht hast (und wie schwer es war) und probier es in ein paar Monaten nochmal, du wirst einen Unterschied merken.
    Wenn ich mich daran erinner wie ich früher Probleme mit dem Kleinen Finger hatte, oh oh, da ging gar nichts, heute könnt ich mir nicht vorstellen ohne ihn zu spielen. Oder auch beim Greifen von Akkorden, beim G-Dur (wenn du den Griff nicht kennst: Mittelfinger auf den 3. Bund tiefe E-Saite, Zeigefinger auf den 2. Bund A-Saite und Kleinen Finger auf den 3. Bund hohe E-Saite) hab ich mir damals halber die Hand abgebrochen bis da mal ein ordentlicher Ton rausgekommen ist, heut stellt der für mich absolut kein Problem mehr dar. Ähnlich wars beim F-Dur Barrée, den hab ich früher wirklich überhaupt nicht hinbekommen, nach ein paar Monaten Übung flutscht der jetzt auch gut.
    Du siehst also dass das alles nur Übung ist, mach dir da keinen Kopf drum, erstmals ists normal das du denkst "Wie kann der so Spielen?" und zweitens kommt das alles wenn du es trainierst. Ein guter Vergleich den ich mal irgendwo gelesen habe ist das Schreiben am PC, konntest du da, als du zum ersten Mal an den PC gegangen bist, gleich ne Zehn-Finger Schreibweise benutzten? Eher nicht, da war wohl die Ein-Finger-Suchmethode angesagt, oder?
    Also, wie gesagt, mach dich da nicht verrückt, mit Übung kommts!
     
  5. Fliege

    Fliege Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.03.05   #5
    Da muss ich grad an den Kumpel denken der mir zum üben seine alte Egitarre geliehen hat und mir die ersten basics beibrachte, der sagte:

    "Wem beim E-gitarre lernen nicht mindestens einmal die Finger bluten macht was falsch" ;)

    Trotzdem hab ich nur so lang geübt bis die Haut schon ziemlich dünn schien *g*
     
  6. Pelztier

    Pelztier Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.05   #6
    das is ganz normal, drück mal ma einem nicht gitarristen eine gitarre in die hand und probier mal seine finger zu einem c-dur zu formen, es wird nicht gehn, der kann seine finger gar nicht so zurechtlegen, weil einfach muskeln / übung fehlen, also in 2 monaten kannste die meisten sachen auch lockerer greifen.. :great:
     
  7. think.funny

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    Erstellt: 06.03.05   #7
    Ich denke mal, Du spielst e-gitarre?! Die kann man in Bezug auf die Saitenlage so einstellen (lassen), dass es den geringsten Kraftaufwand erfordert, sie zu spielen. Je höher die Saiten von den Bünden wegliegen, desto mehr Kraft brauchst Du natürlich.
    Auch die Saitenstärke hat Einfluß auf die Kraft, die Du aufwenden musst.

    Das übersehen so manche Leherer gerne mal und dann nutzt das Gerede vom Lockerspielen auch nix.

    Prinzipiell ist aber regelmäßiges spielen unerlässlich um Kraft aufzubauen.
     
  8. Mxm

    Mxm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.05   #8
    na ja, wenn man vorher a-gitarre für ein paar monate gespielt hat, ist das sicherlich kein problem (so wars bei mir), weil man schon ein bischen gewöhnt ist an saiten, auch wenns nur nylon sind, aber die ziehen am anfang auch ordentlich....
     
  9. Erbse

    Erbse Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.03.05   #9
    naja die grundakkorde a am c d g kann man ja eigentlich in ner woche lernen. dann kommt eins 2 wochen später die zeit wo du se eigentlich scho recht vernünftig greifst. versuchste dichd ann aber bei nem f kommste erstmal gar net klar.
    woran ich zur zeit scheiter sind barrés . is echt verkrüppelung pur das zu greifen ^^. wie auch immer. bis zum sommer werde ich schon einigermaßen was zocken können.
     
  10. Fliege

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    Erstellt: 06.03.05   #10
    @snake4ever:
    Denke auch dass es weniger Probleme gibt wenn man vorher A-Gitarre gespielt hat, nur mein erster Kontakt mit dem Instrument war mit der E, und es war schon sehr böse nach langem üben wenn die Fingerkuppen rot wurden danach zu spülen, das heiße Wasser, aua *g*

    Daher hab ich mir zum grundlagen üben noch ne A geliehen, ein Glück dass bei mir irgendwie lauter Leute Gitarren hatten umse mir zu leihen :D
     
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