Handzeichen auf der Bühne

von pianobeginner, 15.02.06.

  1. pianobeginner

    pianobeginner Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.06   #1
    Hallo zusammen,

    in unserer neu gegründeten Combo würden wir gerne flexibler auf die jeweilige Situation beim Konzert reagieren. Dazu würden wir gerne einige Handzeichen vereinbaren, mit denen der Bandleader seine Band führen kann. Die Handzeichen sollten unauffällig aber trotzdem möglichst eindeutig sein.

    Folgende Zeichen wären u.a. sinnvoll:
    - Refrain wiederholen
    - Lied wiederholen
    - zur Coda
    - Schluß
    - nur instrumental
    - acapella
    - lauter werden
    - leiser werden
    etc.

    Gibt es einheitliche Zeichen oder überlegt sich das jede Band selber?
    Welche sinnvollen Zeichen verwendet Ihr?
    Kennt Ihr Literatur oder eine Online-Quelle, wo ich eine Liste / Übersicht mit Zeichen finden kann?
    Danke für alle Tipps.

    Gruß
    pianobeginner
     
  2. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 15.02.06   #2
    Also ich kenne das in der Form:
    > Hand hoch, paarmal drehen bedeutet diesen Part nochmal: meistens um den Schluß zu verlängern.
    > Bei Sessions herrscht ja in der Regel allgemeine Aufmerksamkeit. Das heißt, der/die BandleaderIn hält Augenkontakt zu allen. Der/die nickt zu demjenigen, der jetzt ein Solo spielen soll, bzw. umgekehrt guckt der sie fragend an, die nickt oder schütelt mit dem Kopf und dann macht er/sie den anderen ein Zeichen.

    Mir ist nicht ganz klar, was Du mit unauffällig meinst. Sollen das Publikum das gar nicht mitbekommen? Wenn ja, wozu nicht? Es ist doch live und eher ein Zeichen, dass man auf die Stimmung im Publikum und aufeinander (mehr oder weniger) spontan eingeht. Das wird in der Regel sehr positiv aufgenommen.
    Zudem ist es ja so, dass es in einem Stück nicht 5 verschiedene Variationen gibt. Es gibt vielleicht zwei, eins für ein zusätzliches Solo und eins für die Verlängerung von einem Part.

    Also ab etwa 5 ausgemachte Zeichen würde ich eher angespannt werden als zunehmend locker. Also erst mal bescheiden rangehen und gucken, wie´s funktioniert als sozusagen ne neue Gebärdensprache einzustudieren.
     
  3. Cornholio

    Cornholio Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.06   #3
    Einheitlich? Das Zeichen des Führers, hmh :D?
    Entweder was eigenes, soviel Phantasie muss sein, z.B.
    Kreisbewegung Handgelenk/Kreisbewegung Arm :D
    oder mal schauen was Dirigenten so machen. :cool:
     
  4. Lite-MB

    Lite-MB Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.06   #4
    schließ mich da x-Riff an, besonders wenn Notenmaterial vorliegt (...und jeder weiß, an welcher Stelle er sich gerade befindet...), dann genügt "ja" oder "nein".

    Entweder man wiederholt - oder nicht, man springt zur Coda oder nicht, man macht Schluß oder nicht,...
    ...und Musiker, die nicht wissen wo im Stück sie gerade sind, die sind auch nicht aufmerksam gegenüber vielen Handzeichen...
     
  5. MechanimaL

    MechanimaL Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.06   #5
    seid doch kreativ und überlegt euch doch die zeichen selbst. ne festgelegte liste gibts aber evtl. bei militärkapellen ;)
     
  6. Krude

    Krude Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.06   #6
    Das kann ich so bestätigen - für Marschmusik allgemein. Da hat man als Dirigent/ Stabführer o.ä. eine größeres Ensemble u.U. in der Bewegung durch ein Programm zu führen, und muss auf alle Eventualitäten gefasst sein. und blitzschnell reagieren können, ohne dass musikalisches Chaos entsteht. Beispiele: Standard: Anzeigen von Lautstärke, Tempo, Instrumente hoch- und runternehmen, Marschrichtung u.s.w., aber auch z.B.: Abriss mitten im Stück (weil nebenan ein Pferd durchgeht) oder Wiederholung des Stücks (weil gerade komplizierte Bewegungsfiguren, die angezeigt werden müssen, mit dem Ende des Stücks zusammenfallen) u.ä..

    Ich spiele u.a. in so einer Kapelle und wir haben öfter Einsätze, bei denen wir zu Beginn gerade mal wissen, welches Stück als erstes gespielt wird. Alles andere, sowohl musikalisch als auch choreografisch, passiert danach auf Stab- und Handzeichen.

    Einiges davon lässt sich sicher auch auf eine Band übertragen. Mach dich mal in den Regelwerken und Wettkampfordnungen der verschiedenen Spielmanns-, Marsch- und Blasmusikverbände kundig! Da findest Du sicher so manche Anregung. Das meiste davon ist aus jahrelanger Praxis entstanden und deshalb sehr praktikabel und leicht verständlich.

    Gruß,
    Krude
     
  7. Lexx

    Lexx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.06   #7
    Handzeichen oder so was gibt´s bei uns nicht. Wie auch :o . Einer hat ´ne Klampfe in der Hand, ein Anderer den Bass und der Dritte klammert sich an seinen Sticks fest.:D Aber - Spassss beiseite - wir "verabreden" uns per Blickkontakt. Funktioniert zu 99% bestens, das eine Prozent wo´s schiefgeht ist zu verschmerzen, meist wird da am breitesten gegrinst.:D
     
  8. Ganty

    Ganty Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.06   #8
    Das erinnert mich sehr an die Handzeichen beim Tauchen.:D

    Wenn man sich in einer Band in- und auswendig kennt klappt sowas eigentlich automatisch. Ansonsten machen wir das auf Zuruf oder Blickkontakt.
     
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