Harmonische Verstimmung!?

von schaumi79, 04.01.06.

  1. schaumi79

    schaumi79 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.06   #1
    Wie ist das eigentlich?
    Ich spiele nun schon gut 12 Jahre Trompete.
    Damals lernte ich beim Posaunenchor meine Grundlagen.
    Spielte mit meiner Bb Trompete also auch eine Bb- Tonleiter als die „natürliche“.
    Dann wechselte ich in ein Musikcorps und spiele nun in einem Musikzug.
    Dort musste ich kräftig umlernen!
    Denn zu meinem Erschrecken stellte ich fest, das diese einen ganzen Ton höher spielen.
    Also mit einem Bb Instrument sind die „natürlichen“ Töne das C- G- C und nicht wie doch an für sich harmonisch, bei einem Bb- Instrument, das Bb- F- Bb.
    Mit dem Posaunenchor konnte ich mir das so erklären, das ja mal auch die Kirchenorgel bekleidet. Somit stimmt es harmonisch. (spielte selbst auch mal Keyboard)
    Aber wie ist das nun mit den anderen Kappellen?
    Die spielen alle einen ganzen Ton höher!

    Kann mir das jemand mal erklären???
    Alle konnten mir bis her immer nur sagen:
    “Ist halt so“
    - Reicht mir aber nicht!!!
     
  2. thomas s.

    thomas s. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.06   #2
    nun ja die trompete ist ein chromatisches instrument wie eigentlich alle instrumente der westlichen musik (alphorn,schalmeien nicht) also das heist halbtonschritte
    also können alle tonarten gespielt werden halt alle westlichen im orientalischen gibts ja vierteltonschritte

    das was da bei posaunenchören, musikzügen (komme aus östereich da gibts sowas nicht) gemacht wird kann ich ohne überheblich klingen zu wollen nur belecheln

    sich auf eine tonart zu beschränken ist ja weis nicht mir fehlen die worte :screwy:
     
  3. schaumi79

    schaumi79 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.06   #3
    O.K.

    Total falsch aufgenommen!
    Natürlich spiele ich mit meiner Trompete auch ein F-Dur Tonleiter
    oder was auch immer, wie viele Vorzeichen es vorgeben...

    Aber rein vom Klang her betrachtet.

    Ich stellte mir immer vor:
    Würden doch alle Instrumente ein C (als Grundton) klingend spielen,
    könnte man doch "einfach"/ ohne große Umtransponierung
    Verschiedene Instrumente zusammen spielen lassen!?

    Welchen Sinn macht es also ein Saxophon in Es
    und das andere wiederum in Bb klingen zu lassen...?
    (Bauart unbetrachtet davon, das könnte man doch "leicht" verlängern...)

    Wo ich dann doch wieder mit dem Klavier klanglich entfernt liege.
    (Ohne Transponierung)

    Kennt einer den Sinn, die Geschichte, Ursache dafür???
     
  4. thomas s.

    thomas s. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.06   #4
    nun ja ein es saxs kling anders als ein tenoer(b)saxs und hat auch einen anderen tonumfang womit die erklärung dafür schon erbracht ist
     
  5. kryz

    kryz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.06   #5
    Hi,
    bei den Saxophonen kann das ganz einfach erklärt werden:
    Jedes Sax greift sich erstmal gleich und da die Bauformen keine Oktave auseinander sind, ergeben sich halt unterschiede. Hat sich bishher bewärt denn so kann ein Musiker vergleichsweise leicht von einem aufs andere wechseln!
    Dein Problem verstehe ich aber irgendwie nicht! Mir scheint, als sind das andere einfach c- Instrumente und deine Trompete ist in Bb !

    Grüße

    Chris
     
  6. quantenteilchen

    quantenteilchen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.06   #6
    spiele zwar sax, aber unter den trompetern, die ich kenne sind auch einige, die es in c gelernt haben und einige in b. beim einen ist es halt ne transponierte stimme mit c als grundton, beim anderen ne nicht transponierte, aber der grundton ist b
     
  7. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.01.06   #7
    Der gute Herr Sax hatte ursprünglich zwei Reihen von Saxophonen konzipiert:

    Die "konzertanten", die eher Kompatibel sind mit Instrumenten des klassischen Orchesters. Die sind abwechselnd in C und F gestimmt.

    Dann die "blasmusikkompatiblen", die sind abwechselnd in B und Es getimmt. (Warum die Trompete und posaune in B gestimmt ist, hat historische Gründe ...)

    Da das Saxophon aber keinen festen Platz im Orchester gefunden hat ( obwohl es auch zig Werke für Sax + Orchester gibt), haben sich die blasmusikkompatiblen Saxe durchgesetzt.

    Während des grossen "Saxophon Craze" in den 20ern (IIRC) gab's das C-Melody, mehr oder weniger ein Tenor in C, auch ein Sopran in C und ein Gerät in F zwischen Alt und Sopran. Baut aber heute keiner mehr.

    Somit sind Saxophone transponierende Instrumente. Who cares!? Klarinetten gibt's in B, Es und A (und andere), Posaunen sind in B, Trompeten meistens auch, Tuben gibt's in F, Es, C und B, die Altflöte ist in F, Bratschen haben ihren eigenen Schlüssel ... das ist einfach historisch gewachsen! Und gerade im Zeitalter der Computer ist's doch ein leichtes, eine Stimme, die bereits im Computer ist(!), mal eben als C, B oder Es-Stimme auszudrucken.

    Das Trägheitsmoment der vorhanden Literatur ist einfach zu gross, als das man da jetzt noch viel dran ändern könnte/möchte!

    Grüsse
    Roland
     
  8. Daniel

    Daniel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.01.06   #8
    Eyy Schaumi79, bist du auch ein Hainer??:)

    Also, ich hab jetzt deine Frage glaub ich nicht ganz 100%ig verstanden.
    Was soll Klang mit Stimmung zu tun haben?

    Das die Instrumente unterschiedlich gestimmt sind, hat
    historische Gründe. Diesbezüglich kannst du dich ja mal durchgoogeln
    oder bei Wikipedia vorbeischauen.

    Also, wenn du im Orchester spielst und sollst zusammen mit in C gestimmten
    Querflöten die "natürliche" B-Tonleiter spielen, heißt das für dich dann
    C-Tonleiter spielen. Quasi immer einen Ton (zwei Halbtonschritte) höher
    (auch dementsprechend andere Vorzeichen -> Quintenzirkel!)
    wegen der B-Stimmung der Trompete.

    Daran hat man sich aber relativ schnell gewöhnt. Man muss nur dran denken.
    Wenn deine Kollegen nicht einen Ton höher spielen würden, wären sie einen
    Ton zu tief und ich hoffe, du kannst dir vorstellen, wie es klingen würde,
    wenn alle anderen Register richtig spielen und die Trompeten einen
    ganzen Ton zu tief.

    Das wäre intervalltechischer Horror für das Gehör!:eek: :eek: :eek:

    Grob kann man sagen: Wenn Instrumente nicht in C gestimmt sind,
    muss der entsprechende Musiker so spielen, als wenn es ein C-Instrument
    wäre und (in deinem Fall) einen Ton höher transponieren.

    Ich hoffe, ich konnte dir in Ansätzen weiterhelfen.;)
     
  9. dirk

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    Erstellt: 28.01.07   #9
    Der historische Grund für die C-Schreibweise ist ein gewisser Herr Kuhlo. Einfach mal bei Wikipedia oder in einem Lexikon gucken. Da steht´s!
     
  10. Trumpetjones

    Trumpetjones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.07   #10
    Anfangs waren Trompeten in B gestimmt, wenn ich richtig liege. Dann gab es den Herrn Kuhlo, der einfach mal zu faul war, weiter umzuschreiben. Also brachte er sich bei, anders zu denken. In Posaunenchor-Weise quasi. Dem sind dann andere nachgefolgt -> Zweiteilung in C und B. Wenn's nicht stimmt, sry. So hab ich's aber gelernt. :D
     
  11. tantrix

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    Erstellt: 13.10.07   #11
    Hatte Herr Kulho da nicht andere Gründe?
    Die Leute sollten nur das fromme Zeug spielen und beten. Womöglich noch tanzen und sündigen.
    Sich keinesfalls auf die böse, verderbliche weltliche Musik einlassen, die kam vom Teufel.
    Ich krieg immer die Krise wenn ich was von "transponierenden Instrumenten" höre. Sowas wie klingend ... usw.
    Steht ein C auf dem Notenblatt, wird ein C gespielt. Basta.
    Alles andere fliegt in die Tonne.
     
  12. metallissimus

    metallissimus Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 14.10.07   #12
    Und was machst du, wenn du mal ne Trompetenstimme in B oder sogar F bekommst?
     
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